10.02.2024, 01:31
1000-2000€ Gewinn? Da kannst du auch gleich bei Aldi arbeiten. Wie kann man nach so vielen harten Jahren Studium und Ref so ein Gehalt als zufriedenstellend ansehen? Ich mein, selbst wenn du sparsam lebst und das Geld dir vielleicht reicht, aber ist das wirklich das, was du nach 7-8 Jahren Ausbildung vorgestellt hast, selbst wenn es nur vorübergehend ist. Hab bitte mehr Ehrgeiz.
10.02.2024, 17:56
(10.02.2024, 01:31)Privat10 schrieb: 1000-2000€ Gewinn? Da kannst du auch gleich bei Aldi arbeiten. Wie kann man nach so vielen harten Jahren Studium und Ref so ein Gehalt als zufriedenstellend ansehen? Ich mein, selbst wenn du sparsam lebst und das Geld dir vielleicht reicht, aber ist das wirklich das, was du nach 7-8 Jahren Ausbildung vorgestellt hast, selbst wenn es nur vorübergehend ist. Hab bitte mehr Ehrgeiz.
Ich finde die Antwort ehrlich gesagt schwierig. Ich zum Beispiel habe die 7-8 Jahre durchgezogen, weil mir das ganze wirklich Spaß macht und mir ist das Geld egal. Ich suche gerade auch aktiv nach einem Job und ich würde 0,0 nach Geld gucken. Mir würden auch 3k brutto reichen, wenn ich den Job super finde und es sonst passt.
Nicht für alle hat das Geld Priorität. Ich muss aber auch sagen, dass ich keinerlei Verbindlichkeiten habe und daher frei sein kann.
12.02.2024, 10:03
(10.02.2024, 01:31)Privat10 schrieb: 1000-2000€ Gewinn? Da kannst du auch gleich bei Aldi arbeiten. Wie kann man nach so vielen harten Jahren Studium und Ref so ein Gehalt als zufriedenstellend ansehen? Ich mein, selbst wenn du sparsam lebst und das Geld dir vielleicht reicht, aber ist das wirklich das, was du nach 7-8 Jahren Ausbildung vorgestellt hast, selbst wenn es nur vorübergehend ist. Hab bitte mehr Ehrgeiz.
Der Kollege will "relativ zügig" auf 1000-2000€ Gewinn kommen. Das klingt für mich eher so, als sei das das Minimum, was er erstmal braucht, um weiter vernünftig leben zu können. Da steht doch nirgends, dass er nach 3 Jahren nicht das zehnfache haben will. Das ist ganz pragmatisch und vernünftig gedacht und der Hinweis auf mehr Ehrgeiz bringt da wenig. Aus meiner Sicht ist der erste Schritt bei der Selbstständigkeit, dass sich die Sache selbst trägt. Danach geht's dann Richtung Gewinnmaximierung (mit der dürfte es bei Aldi auf Dauer mau aussehen). Kann mir aber anhand der Erfahrungen hier im Forum gut vorstellen, dass die Unterschiede in eurer Denkweise daher rühren, dass er schon arbeitet und du noch nicht. Nach dem Einstieg ändern sich die Ansichten gerne mal ein bisschen.
Zum Thema: Ich halte das schon für möglich. Ein Kollege hat sich kurz nach dem Ref auf die von dir angepeilte Art selbstständig gemacht. Auch im Medizinrecht für die Patientenseite und das soll ganz gut laufen, wie ich höre. Wenn ich mir die Kanzleiadresse im Street View angucke, scheint er in irgendeinem kleinen Gebäude Büroräume zu haben oder zumindest Räume für Mandantenbesprechungen.
12.02.2024, 10:25
(08.02.2024, 18:22)Einzelanwalllt schrieb: Meine ersten Berufserfahrungen als Angestellter waren leider katastrophal, ich möchte mich nun umorientieren und erstmal unabhängig von nervigen Vorgesetzen arbeiten. Dabei spiele ich mit dem Gedanken, für einige Jahre - bevor ich mich später wahrscheinlich Richtung Behörde bewege - als Einzelanwalt tätig zu werden. Mir ist klar, dass es extrem schwer ist, eine wirklich erfolgreiche Kanzlei zu gründen. Darauf käme es mir in der Situation aber auch nicht an, da ich derzeit sehr sparsam lebe und damit bestens klarkomme.
Ist es realistisch, mit einer Wohnzimmerkanzlei und ohne sehr hohen Aufwand für Akquise (natürlich schon Networking, aber nicht fünf Abende in der Woche irgendeine Veranstaltung) relativ zügig auf einen Gewinn (also nach Versorgungswerk etc.) von 1.000-2.000 Euro/Monat zu kommen oder muss man auch darauf mehrere Jahre warten? Und würde es sich sehr negativ auswirken, keine Kanzleiräume zu haben? Die Laufkundschaft fiele natürlich weg.
Das Rechtsgebiet das ich bis jetzt mache ist sehr lukrativ, aber in dem Bereich werde ich keine Mandanten bekommen. Es liefe also auf irgendwas mit Öffentlichem Recht/Strafrecht hinaus.
Gibt dafür spezielle Seiten, auf denen man für sich und sein Rechtsgebiet werben (lassen) kann. Zudem mit SEO etc Internetpräsenz stark ausbauen. Heutzutage googlen alle erstmal.. ggf zur Überbrückung noch gründerdarlehen beim Amt besorgen? Und Vorträge halten, Schulungen, Aufsätze etc. Schreiben, ggf auch einen Blog zu den Themen, zu denen du gern beraten würdest.









