18.02.2026, 15:13
(18.02.2026, 14:51)Nachtigall schrieb: Wie soll sich ein Student richtig einschätzrn, wenn das System ihm 4-5 Jahre kein ausreichendes Feedback gibt? Uni-Noten sind praktisch wertlos. In Mathe oder Physik fliegst du nach zwei Semestern raus, wenn du es nicht checkst.
Es ist aber faszinierend, wir hier kollektiv psychologische Schutzmechanismen greifen. Wenn man die Argumente für das System mal logisch seziert, bleibt ift nur “effort justification” und Status-verteidigung übrig.
Dass hier viele die Härte des Systems leignrn, ist klassisches Elite-Signaling. Wer zugibt, wie sehr er gelitten hat, wirkt schwach. Wer behauptrt, es sei nur eine Frage des Talents inszeniert sich als Auserwählter. Ihr verteidigt die Hürde nicht, weil sie sinnvoll ist, sondern weil sie euren Status sichert.
Es geht hier (dieses Mal) doch gar nicht um irgendwelche Hürden, sondern darum, ob das Jura-Studium besonders schwer ist oder nicht und - falls man das bejahen sollte - ob sich daraus irgendwelche Ansprüche auf besonders hohe Vergütung oder besonderes Prestige ergeben. Dazu ist die überwiegende Auffassung hier, dass das Jurastudium nicht schwerer ist als viele andere Studiengänge auch bzw. dass selbst wenn man das anders sehen sollte, sich daraus jedenfalls keine Ansprüche auf irgendwas ergeben.
18.02.2026, 15:19
(18.02.2026, 14:51)Nachtigall schrieb: Wie soll sich ein Student richtig einschätzrn, wenn das System ihm 4-5 Jahre kein ausreichendes Feedback gibt? Uni-Noten sind praktisch wertlos. In Mathe oder Physik fliegst du nach zwei Semestern raus, wenn du es nicht checkst.
Es ist aber faszinierend, wir hier kollektiv psychologische Schutzmechanismen greifen. Wenn man die Argumente für das System mal logisch seziert, bleibt ift nur “effort justification” und Status-verteidigung übrig.
Dass hier viele die Härte des Systems leignrn, ist klassisches Elite-Signaling. Wer zugibt, wie sehr er gelitten hat, wirkt schwach. Wer behauptrt, es sei nur eine Frage des Talents inszeniert sich als Auserwählter. Ihr verteidigt die Hürde nicht, weil sie sinnvoll ist, sondern weil sie euren Status sichert.
Damit fühle ich mich nicht angesprochen. Ich habe gelitten, weil ich ein Jahr lang Albträume hatte, ich müsste Anwalt werden, weil ich keine gute Examensnote habe. Ist glücklicherweise anders gekommen, aber dass das psychisch belastend ist, habe ich oben schon geschrieben. Und ja, ich halte es auch für ein Problem, dass man zu spät realistische Rückmeldungen bekommt.
Und dennoch fällt mir fürs Staatsexamen mehr als Verteidigung des Status quo ein. Beispielsweise ist es angesichts der Vielzahl der Berufsbilder schön, dass man nach den Examina in großer Breite fit ist und nicht nur in einem Bereich. Außerdem kann es ja auch schön sein, in der Mitte des Studiums noch keinen Druck zu haben und auch Vorlesungen zu hören, die fürs Examen nicht relevant sind. Das kann man wie gesagt alles auch anders sehen, aber ganz grundlos ist das System auch nicht so wie es ist.
Und vor allem, und darum ging es ja hier, hat das überhaupt nichts damit zu tun, welches Gehalt einem anschließend zusteht.
18.02.2026, 15:49
(18.02.2026, 14:51)Nachtigall schrieb: Wie soll sich ein Student richtig einschätzrn, wenn das System ihm 4-5 Jahre kein ausreichendes Feedback gibt? Uni-Noten sind praktisch wertlos. In Mathe oder Physik fliegst du nach zwei Semestern raus, wenn du es nicht checkst.
Es ist aber faszinierend, wir hier kollektiv psychologische Schutzmechanismen greifen. Wenn man die Argumente für das System mal logisch seziert, bleibt ift nur “effort justification” und Status-verteidigung übrig.
Dass hier viele die Härte des Systems leignrn, ist klassisches Elite-Signaling. Wer zugibt, wie sehr er gelitten hat, wirkt schwach. Wer behauptrt, es sei nur eine Frage des Talents inszeniert sich als Auserwählter. Ihr verteidigt die Hürde nicht, weil sie sinnvoll ist, sondern weil sie euren Status sichert.
Tut mir leid, dass das für dich so schlecht gelaufen ist. Was du jetzt hier mit deinen Vorwürfen an andere bezwecken willst, erschließt sich mir nicht wirklich. Liest sich, als würdest du alle für dumm halten die eine andere Meinung als du vertreten. Zudem ist es doch jetzt auch für dich vorbei, würde mal raten "dont look back in anger".
Vielleicht kann man sich ja drauf einigen, dass es halt unterschiedlichen laufen kann. Meine Uni Noten stimmen im Schnitt ziemlich genau mit meinen Examina überein und ich finde Leute nicht schwach die fürs Examen gelitten haben. Im Gegenteil, ich kenne Leute, die insgesamt 4x durchs Examen mussten, habe größten Respekt vor diesen und wüsste nicht wie ich mit der Situation zurecht gekommen wäre. Aber es gibt eben solche und solche...
18.02.2026, 15:58
(18.02.2026, 15:13)Pontifex Maximus schrieb:(18.02.2026, 14:51)Nachtigall schrieb: Wie soll sich ein Student richtig einschätzrn, wenn das System ihm 4-5 Jahre kein ausreichendes Feedback gibt? Uni-Noten sind praktisch wertlos. In Mathe oder Physik fliegst du nach zwei Semestern raus, wenn du es nicht checkst.
Es ist aber faszinierend, wir hier kollektiv psychologische Schutzmechanismen greifen. Wenn man die Argumente für das System mal logisch seziert, bleibt ift nur “effort justification” und Status-verteidigung übrig.
Dass hier viele die Härte des Systems leignrn, ist klassisches Elite-Signaling. Wer zugibt, wie sehr er gelitten hat, wirkt schwach. Wer behauptrt, es sei nur eine Frage des Talents inszeniert sich als Auserwählter. Ihr verteidigt die Hürde nicht, weil sie sinnvoll ist, sondern weil sie euren Status sichert.
Es geht hier (dieses Mal) doch gar nicht um irgendwelche Hürden, sondern darum, ob das Jura-Studium besonders schwer ist oder nicht und - falls man das bejahen sollte - ob sich daraus irgendwelche Ansprüche auf besonders hohe Vergütung oder besonderes Prestige ergeben. Dazu ist die überwiegende Auffassung hier, dass das Jurastudium nicht schwerer ist als viele andere Studiengänge auch bzw. dass selbst wenn man das anders sehen sollte, sich daraus jedenfalls keine Ansprüche auf irgendwas ergeben.
Mir ist egal, was die überwiegende Auffassung dazu hier ist. Ich habe nur die Argumente hierfür gelesen und die waren unterirdisch. Daher gehe ich davon aus, dass sich hier überwiegend um Systemapollgetik in Reinform handelt.
18.02.2026, 16:05
(18.02.2026, 15:49)Homer S. schrieb:(18.02.2026, 14:51)Nachtigall schrieb: Wie soll sich ein Student richtig einschätzrn, wenn das System ihm 4-5 Jahre kein ausreichendes Feedback gibt? Uni-Noten sind praktisch wertlos. In Mathe oder Physik fliegst du nach zwei Semestern raus, wenn du es nicht checkst.
Es ist aber faszinierend, wir hier kollektiv psychologische Schutzmechanismen greifen. Wenn man die Argumente für das System mal logisch seziert, bleibt ift nur “effort justification” und Status-verteidigung übrig.
Dass hier viele die Härte des Systems leignrn, ist klassisches Elite-Signaling. Wer zugibt, wie sehr er gelitten hat, wirkt schwach. Wer behauptrt, es sei nur eine Frage des Talents inszeniert sich als Auserwählter. Ihr verteidigt die Hürde nicht, weil sie sinnvoll ist, sondern weil sie euren Status sichert.
Tut mir leid, dass das für dich so schlecht gelaufen ist. Was du jetzt hier mit deinen Vorwürfen an andere bezwecken willst, erschließt sich mir nicht wirklich. Liest sich, als würdest du alle für dumm halten die eine andere Meinung als du vertreten. Zudem ist es doch jetzt auch für dich vorbei, würde mal raten "dont look back in anger".
Vielleicht kann man sich ja drauf einigen, dass es halt unterschiedlichen laufen kann. Meine Uni Noten stimmen im Schnitt ziemlich genau mit meinen Examina überein und ich finde Leute nicht schwach die fürs Examen gelitten haben. Im Gegenteil, ich kenne Leute, die insgesamt 4x durchs Examen mussten, habe größten Respekt vor diesen und wüsste nicht wie ich mit der Situation zurecht gekommen wäre. Aber es gibt eben solche und solche...
Für mich ist gar nichts schlecht gelaufen. Ich bin ziemlich zufrieden mit meiner Entscheidung Jura gemacht zu haben. Und ich habe mich inhaltlich auch gar nicht so genau positioniert bzgl. der Härte des Ausbildungswegs. Ich bin mir im Endeffekt gar nicht so sicher, wie ich den Schwierigkeitsgrad selbst beurteilen würde. Ich hab mich hier nur eingemischt, weil ich einfach wie gesagt einiges hier argumentativ schwach fand.
18.02.2026, 16:09
(18.02.2026, 15:58)Nachtigall schrieb:(18.02.2026, 15:13)Pontifex Maximus schrieb:(18.02.2026, 14:51)Nachtigall schrieb: Wie soll sich ein Student richtig einschätzrn, wenn das System ihm 4-5 Jahre kein ausreichendes Feedback gibt? Uni-Noten sind praktisch wertlos. In Mathe oder Physik fliegst du nach zwei Semestern raus, wenn du es nicht checkst.
Es ist aber faszinierend, wir hier kollektiv psychologische Schutzmechanismen greifen. Wenn man die Argumente für das System mal logisch seziert, bleibt ift nur “effort justification” und Status-verteidigung übrig.
Dass hier viele die Härte des Systems leignrn, ist klassisches Elite-Signaling. Wer zugibt, wie sehr er gelitten hat, wirkt schwach. Wer behauptrt, es sei nur eine Frage des Talents inszeniert sich als Auserwählter. Ihr verteidigt die Hürde nicht, weil sie sinnvoll ist, sondern weil sie euren Status sichert.
Es geht hier (dieses Mal) doch gar nicht um irgendwelche Hürden, sondern darum, ob das Jura-Studium besonders schwer ist oder nicht und - falls man das bejahen sollte - ob sich daraus irgendwelche Ansprüche auf besonders hohe Vergütung oder besonderes Prestige ergeben. Dazu ist die überwiegende Auffassung hier, dass das Jurastudium nicht schwerer ist als viele andere Studiengänge auch bzw. dass selbst wenn man das anders sehen sollte, sich daraus jedenfalls keine Ansprüche auf irgendwas ergeben.
Mir ist egal, was die überwiegende Auffassung dazu hier ist. Ich habe nur die Argumente hierfür gelesen und die waren unterirdisch. Daher gehe ich davon aus, dass sich hier überwiegend um Systemapollgetik in Reinform handelt.
Da das nicht das Thema war, gehst du offensichtlich - wie dir jetzt schon mehrere Leute aufgezeigt haben - von falschen Voraussetzungen aus.
18.02.2026, 16:21
(18.02.2026, 16:05)Nachtigall schrieb:(18.02.2026, 15:49)Homer S. schrieb:(18.02.2026, 14:51)Nachtigall schrieb: Wie soll sich ein Student richtig einschätzrn, wenn das System ihm 4-5 Jahre kein ausreichendes Feedback gibt? Uni-Noten sind praktisch wertlos. In Mathe oder Physik fliegst du nach zwei Semestern raus, wenn du es nicht checkst.
Es ist aber faszinierend, wir hier kollektiv psychologische Schutzmechanismen greifen. Wenn man die Argumente für das System mal logisch seziert, bleibt ift nur “effort justification” und Status-verteidigung übrig.
Dass hier viele die Härte des Systems leignrn, ist klassisches Elite-Signaling. Wer zugibt, wie sehr er gelitten hat, wirkt schwach. Wer behauptrt, es sei nur eine Frage des Talents inszeniert sich als Auserwählter. Ihr verteidigt die Hürde nicht, weil sie sinnvoll ist, sondern weil sie euren Status sichert.
Tut mir leid, dass das für dich so schlecht gelaufen ist. Was du jetzt hier mit deinen Vorwürfen an andere bezwecken willst, erschließt sich mir nicht wirklich. Liest sich, als würdest du alle für dumm halten die eine andere Meinung als du vertreten. Zudem ist es doch jetzt auch für dich vorbei, würde mal raten "dont look back in anger".
Vielleicht kann man sich ja drauf einigen, dass es halt unterschiedlichen laufen kann. Meine Uni Noten stimmen im Schnitt ziemlich genau mit meinen Examina überein und ich finde Leute nicht schwach die fürs Examen gelitten haben. Im Gegenteil, ich kenne Leute, die insgesamt 4x durchs Examen mussten, habe größten Respekt vor diesen und wüsste nicht wie ich mit der Situation zurecht gekommen wäre. Aber es gibt eben solche und solche...
Für mich ist gar nichts schlecht gelaufen. Ich bin ziemlich zufrieden mit meiner Entscheidung Jura gemacht zu haben. Und ich habe mich inhaltlich auch gar nicht so genau positioniert bzgl. der Härte des Ausbildungswegs. Ich bin mir im Endeffekt gar nicht so sicher, wie ich den Schwierigkeitsgrad selbst beurteilen würde. Ich hab mich hier nur eingemischt, weil ich einfach wie gesagt einiges hier argumentativ schwach fand.
Umso besser. Hat sich so gelesen als wärst du ziemlich verbittert. Die Einschätzung bzgl. der argumentativen Schwäche kann ich nicht ganz nachvollziehen, aber wie hier gerade ja schon geschrieben wurde, darum gehts (auch mir) nicht.
18.02.2026, 16:23
(18.02.2026, 14:51)Nachtigall schrieb: Wie soll sich ein Student richtig einschätzrn, wenn das System ihm 4-5 Jahre kein ausreichendes Feedback gibt? Uni-Noten sind praktisch wertlos. In Mathe oder Physik fliegst du nach zwei Semestern raus, wenn du es nicht checkst.
Ich finde, das System gibt einem schon ordentlich Feedback. Nur viele wollen es nicht hören.
Ich kenne praktisch keinen, der die Uni Klausuren alle mit super Noten abgeschlossen hat, dann aber im Examen in größte Not geraten ist. Es gab ein paar, die sich aus mittelmäßigen Noten im Studium "hochgelernt" haben. Und ein 9er Schnitt in der Zwischenprüfung führt natürlich auch nicht zu einem vb im Examen.
Aber die Kommilitonen, die im Examen so richtig ihre Probleme hatten, waren oftmals die, die auch den kleinen Zivilschein zweimal machen mussten, und in ÖRecht nie über 6 Punkte gekommen sind, die 8 Wochen an einer Hausarbeit saßen und die mit 5 Punkten zurückbekommen haben, usw.
Die Zeichen waren da. Nur gibt es keine Notenschwelle, um zum Examen zugelassen zu werden. Also haben die sich bis zum Examen durchgeschleppt und da kam dann, wenig überraschend, die Klatsche.
18.02.2026, 16:35
Zitat:Die Einschätzung bzgl. der argumentativen Schwäche kann ich nicht ganz nachvollziehen
Bitte was? Der Vergleich mit dem Tacker (Der GK-Anwalt, der den Tacker nicht auffüllen kann) war doch reiner Populismus. Man versucht, eine hochspezialisierte akademische Leistung abzuwerten, indem man auf eine irrelevante Alltwgsschwäche hinweist.
Oder “Stress machen sich die Studenten selbst”
oder “es gibt Leute denen fällt es leicht, also ist es leicht”
Ich hab das ja schon alles zerlegt.
18.02.2026, 16:39
(18.02.2026, 16:35)Nachtigall schrieb:Zitat:Die Einschätzung bzgl. der argumentativen Schwäche kann ich nicht ganz nachvollziehen
Bitte was? Der Vergleich mit dem Tacker (Der GK-Anwalt, der den Tacker nicht auffüllen kann) war doch reiner Populismus. Man versucht, eine hochspezialisierte akademische Leistung abzuwerten, indem man auf eine irrelevante Alltwgsschwäche hinweist.
Oder “Stress machen sich die Studenten selbst”
oder “es gibt Leute denen fällt es leicht, also ist es leicht”
Ich hab das ja schon alles zerlegt.
Du bist scheinbar n krasser Macher.
Das Argument mit dem Tacker habe ich komplett anders verstanden. A la: Man kann auch ein juristisches "Genie" sein ohne ein "Universalgenie" zu sein... und nicht so, als wäre Jura so leicht, dass selbst Leute die zu dumm sind sich die Schuhe zu brinden zwei VB schaffen...



