17.11.2020, 14:00
Ich bin tatsächlich ziemlich locker, würde sagen 4-5. Klar ist eine gewisse Grundanspannung und Nervosität da, ist nicht so als sitze ich zuhause mit Freunden bei einem Kaffee, aber habe auch nicht den Eindruck als wäre ich übermäßig aufgeregt. Das merkt man bei mir zum Glück auch zB. im Vortrag, wo ich recht laut und flüssig spreche. Das bringt mMn durchaus Pluspunkte. Auch in den Klausuren war ich entspannt.
Warum:
- gewissenhafte Vorbereitung und der Glaube, dass ich auf jede Klausurkonstellation oder Frage schon irgendwie eine Antwort finde, im Zweifel im Kommentar, durch Blättern im Gesetz oder durch einfach drauf los reden, wo der Prüfer mich dann abfangen oder auf den richtigen Weg bringen kann; man sollte sich in der mündlichen Prüfung angewöhnen besser irgendwas zu sagen als gar nichts und sich auf das juris. Handwerkszeug berufen (Systematik, Auslegung). Wenn man zB. gar keine Ahnung hat welche ALG hier einschlägig ist, kann man ja zB. erstmal mit vertraglichen Ansprüchen anfangen und darüber laut nachdenken
- Jahrelange Übung durch die Arbeit als AG-Leiter, das schult wirklich ungemein. Ich habe schon vor hunderten von Leuten eine Vorlesung gehalten und gebe regelmäßig AGs vor 30 Leuten, wo man auch mal improvisieren muss oder zugeben muss, dass man auf eine Frage keine Antwort hat; außerdem übt man so das freie Sprechen. Es hilft auch, mit Freunden über juristische Sachverhalte zu diskutieren.
- innere Einstellung: ja, das Examen ist wichtig für die berufliche Zukunft, aber es ist nicht alles. Man kann nochmal schreiben und man findet auch mit ausreichendem oder befriedigendem Examen einen Job. Ich hatte immer so eine "scheiß egal"-Haltung zum Ende der Vorbereitung, wollte es eigentlich nur hinter mich bringen und habe mich auf die Zeit danach gefreut. So konnte ich immer einigermaßen entspannt in die Prüfungen gehen
- lernen, sich nicht verunsichern zu lassen; viele knicken sofort ein, wenn sie zB. in der mündlichen Prüfung eine Frage überhaupt nicht beantworten konnten oder der AV schlecht lief. Natürlich ist das blöd aber kein Weltuntergang, ein schlechter AV kann zB. durchaus noch mit gutem Prüfungsgespräch ausgeglichen werden und nur weil man eine Antwort nicht weiß, fällt man nicht durch. Ich habe auch jede Klausur immer als eigene Chance gesehen und versucht mich nie von den vorherigen Klausuren runterziehen zu lassen
Warum:
- gewissenhafte Vorbereitung und der Glaube, dass ich auf jede Klausurkonstellation oder Frage schon irgendwie eine Antwort finde, im Zweifel im Kommentar, durch Blättern im Gesetz oder durch einfach drauf los reden, wo der Prüfer mich dann abfangen oder auf den richtigen Weg bringen kann; man sollte sich in der mündlichen Prüfung angewöhnen besser irgendwas zu sagen als gar nichts und sich auf das juris. Handwerkszeug berufen (Systematik, Auslegung). Wenn man zB. gar keine Ahnung hat welche ALG hier einschlägig ist, kann man ja zB. erstmal mit vertraglichen Ansprüchen anfangen und darüber laut nachdenken
- Jahrelange Übung durch die Arbeit als AG-Leiter, das schult wirklich ungemein. Ich habe schon vor hunderten von Leuten eine Vorlesung gehalten und gebe regelmäßig AGs vor 30 Leuten, wo man auch mal improvisieren muss oder zugeben muss, dass man auf eine Frage keine Antwort hat; außerdem übt man so das freie Sprechen. Es hilft auch, mit Freunden über juristische Sachverhalte zu diskutieren.
- innere Einstellung: ja, das Examen ist wichtig für die berufliche Zukunft, aber es ist nicht alles. Man kann nochmal schreiben und man findet auch mit ausreichendem oder befriedigendem Examen einen Job. Ich hatte immer so eine "scheiß egal"-Haltung zum Ende der Vorbereitung, wollte es eigentlich nur hinter mich bringen und habe mich auf die Zeit danach gefreut. So konnte ich immer einigermaßen entspannt in die Prüfungen gehen
- lernen, sich nicht verunsichern zu lassen; viele knicken sofort ein, wenn sie zB. in der mündlichen Prüfung eine Frage überhaupt nicht beantworten konnten oder der AV schlecht lief. Natürlich ist das blöd aber kein Weltuntergang, ein schlechter AV kann zB. durchaus noch mit gutem Prüfungsgespräch ausgeglichen werden und nur weil man eine Antwort nicht weiß, fällt man nicht durch. Ich habe auch jede Klausur immer als eigene Chance gesehen und versucht mich nie von den vorherigen Klausuren runterziehen zu lassen
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Wie nervös in der Mündlichen? - von Nervös - 17.11.2020, 12:41
RE: Wie nervös in der Mündlichen? - von Gast - 17.11.2020, 13:16
RE: Wie nervös in der Mündlichen? - von Gast - 17.11.2020, 14:00
RE: Wie nervös in der Mündlichen? - von Gast Nord - 18.11.2020, 21:38
RE: Wie nervös in der Mündlichen? - von Gast - 18.11.2020, 21:42
RE: Wie nervös in der Mündlichen? - von Gast Nord - 18.11.2020, 22:14
RE: Wie nervös in der Mündlichen? - von Gast - 19.11.2020, 10:24
RE: Wie nervös in der Mündlichen? - von Gast - 19.11.2020, 17:15








