26.09.2020, 18:44
(26.09.2020, 18:00)Rechtsanwalt schrieb:(26.09.2020, 14:48)T1000 schrieb: Ich persönlich finde es schwierig, dass überhaupt Rechtsanwälte korrigieren dürfen. Vor allem weil der Großteil eben dieser Korrektoren keine zwei zweistelligen Examina haben wird (welcher Anwalt mit Topnoten korrigiert bitte im Examen? Eben.)
Na, haben wir heute wieder einen Hubwagen gebraucht, im auf unser hohes Roß zu kommen...?!
Möglicherweise ist das auch ein Grund, weshalb viele (qualifizierte) Kollegen dankend ablehnen, Prüfer zu werden oder schnell wieder aussteigen. Man hat es einfach nicht nötig, sich an Referendaren "abzuarbeiten", die sich für etwas besseres halten, weil sie Referendare sind und die andere Person "nur" Anwalt ist.
Es gibt durchaus Anwälte, die mehr als 20 Punkte aus beiden Examen vorweisen können. Und Richter, die weniger haben... Dürfen die dann korrigieren?
Ich habe einmal einer Referendarin, die diese Einstellung (Naja, Sie sind ja nur Anwalt...) sehr offensiv zur Schau gestellt hat, Kopien meiner Examenszeugnisse vorgelegt. Da war dann plötzlich Ruhe. Meines Wissens (ok, ich weiß es genau...) ist sie dann im Examen (leider) hinter ihrem minderqualifizierten Ausbilder zurückgeblieben. Zu schade...
Ja, das kann man sicherlich nicht so pauschal sagen. Aber tatsächlich würde ich hoffen, dass alle Korrektoren im 2. Examen, egal ob Richter oder Anwalt, zumindest im 2. Examen das VB erreicht haben. Andernfalls könnte es tatsächlich problematisch sein.
In meinem Erstversuch habe ich ein paar der RA-Korrektoren gegoogelt und darunter waren auch Einzelanwälte mit, sagen wir kreativen Internetseiten. Das lässt sicherlich keine eindeutigen Schlüsse zu, deutet aber für mich eher darauf hin, dass sie tendenziell nicht 20+ Punkte hatten.
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