30.06.2020, 18:59
Ich habe den Praxisschock genau wie der Threadersteller erlitten bzw. erleide ihn sogar noch (bin Seit 1 Jahr im Beruf; nebenbei läuft noch die Diss). Wie ich damit umgehen soll, weiß ich nicht. Aber wer weiß das schon. Mein Gehalt ist auch eher schwach aber zum Leben reicht es erstmal. Das Rechtsgebiet ist auch nochmal so eine Sache: Klar hat man irgendwo Präferenzen (insb. dahin, wovon man schon mal etwas mehr gehört hat, zB Schwerpunktbereich oder bestimmte Stationen im Ref oä. Aber wer kann schon am Anfang sagen, was wirklich „sein“ Rechtsgebiet ist?)
Ich denke, dass die ersten 2 - 3 Jahre im Beruf erstmal eine Entwicklung nötig ist. Man erlernt die Praxis ja quasi von neu, weil das Ref höchstens mal einen Überblick verschafft, wenn man den neben dem Examen überhaupt noch bekommt.
Ich werde auch in ein Rechtsgebiet gedrängt (bei mir gewerblicher RS und IT-Recht), aber Ich mache das erstmal, weil ich ohnehin noch nirgends „praxistaugliche“ Expertise habe, woher auch? Der Jurist von heute ist nunmal Spezialist... (dass die Ausbildung dazu überhaupt nicht passt, bedarf wohl keiner Begründung).
Und wenn ich da wirklich fitter bin und Berufserfahrung vorzuweisen habe, schaue ich weiter. Vll macht es ja doch Spaß, wenn man erstmal etwas mehr drauf hat und kreativer wird. Nebenbei wird mit der FAchanw.kurs vom Chef finanziert. Mit dem Sekretariat habe ich persönlich nicht viel zu tun - die Partner drücken mir die Akten persönlich in die Hand (mittelständige Kanzlei - 5 Berufsträger mit mir 6).
Auch ich schäme mich für manche Mandanten und wundere mich, warum die unbedingt was bestimmtes prozessieren wollen, was komplett aussichtslos ist... aber naja am Ende ist es nach ausreichender Belehrung nicht mehr mein (Haftungs-)Problem, wenn er verliert.
Aktuell zählt für mich erstmal, dass nach dem Hungerlohn im Ref etwas mehr Geld auf dem Konto ist.
Meine Arbeitszeiten sind aber ebenfalls de facto Open End ... ich wünschte ich hätte eine Stechuhr, dann kann ich im Zweifel einfach irgendwann mal den Stift fallenlassen... Aber da hilft es nur, sich selbst ein Limit zu setzen und im Zweifel, Überlastung anzeigen. Wenn die Partner dann Stress machen, auf keinen Fall drauf eingehen. Der Nachwuchs wird dringend gesucht. Die juristischen Arbeitgeber werden sich hüten, den Nachwuchs zu vergraulen.
Sorry für Die Tipp Fehler - ich poste mit dem Handy!
Ich denke, dass die ersten 2 - 3 Jahre im Beruf erstmal eine Entwicklung nötig ist. Man erlernt die Praxis ja quasi von neu, weil das Ref höchstens mal einen Überblick verschafft, wenn man den neben dem Examen überhaupt noch bekommt.
Ich werde auch in ein Rechtsgebiet gedrängt (bei mir gewerblicher RS und IT-Recht), aber Ich mache das erstmal, weil ich ohnehin noch nirgends „praxistaugliche“ Expertise habe, woher auch? Der Jurist von heute ist nunmal Spezialist... (dass die Ausbildung dazu überhaupt nicht passt, bedarf wohl keiner Begründung).
Und wenn ich da wirklich fitter bin und Berufserfahrung vorzuweisen habe, schaue ich weiter. Vll macht es ja doch Spaß, wenn man erstmal etwas mehr drauf hat und kreativer wird. Nebenbei wird mit der FAchanw.kurs vom Chef finanziert. Mit dem Sekretariat habe ich persönlich nicht viel zu tun - die Partner drücken mir die Akten persönlich in die Hand (mittelständige Kanzlei - 5 Berufsträger mit mir 6).
Auch ich schäme mich für manche Mandanten und wundere mich, warum die unbedingt was bestimmtes prozessieren wollen, was komplett aussichtslos ist... aber naja am Ende ist es nach ausreichender Belehrung nicht mehr mein (Haftungs-)Problem, wenn er verliert.
Aktuell zählt für mich erstmal, dass nach dem Hungerlohn im Ref etwas mehr Geld auf dem Konto ist.
Meine Arbeitszeiten sind aber ebenfalls de facto Open End ... ich wünschte ich hätte eine Stechuhr, dann kann ich im Zweifel einfach irgendwann mal den Stift fallenlassen... Aber da hilft es nur, sich selbst ein Limit zu setzen und im Zweifel, Überlastung anzeigen. Wenn die Partner dann Stress machen, auf keinen Fall drauf eingehen. Der Nachwuchs wird dringend gesucht. Die juristischen Arbeitgeber werden sich hüten, den Nachwuchs zu vergraulen.
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