24.06.2026, 21:13
(23.06.2026, 15:20)zriwi schrieb:Ich werde als Rechtsanwalt anfangen im Bereich Gesellschaftsrecht und Steuerrecht in der Beratung. Wenn es mir zusagt, werde ich versuchen in Richtung StB oder WP zu gehen, da gibt es viel Fachliches zu lernen, was mich mittlerweile mehr interessiert.(23.06.2026, 14:11)ForumBenutzer schrieb: Je nach Unternehmen oder bspw. in einer Versicherung kann ich den Beruf als Syndikusrechtsanwalt eigentlich empfehlen. Relativ planbare Arbeitszeiten, bei uns meist 7/8-16/17 Uhr. Theoretisch 99% der Aufgaben remote möglich, wären da nicht altmodische Inhaber, besonders im Mittelstand leider oft nicht mehr als 3 Tage durchsetzbar. Die besonders Zeitkritischen Sachen (im Regelfall sind das ja nur Gerichtsverfahren, nervige Anliegen von CEO's mal außen vor) werden ja ohnehin extern vergeben an Kanzleien. Ich schreibe regelmäßig bspw. um 16 Uhr an externe Anwälte ne Anfrage und gehe dann heim. Am nächsten Morgen bis 8 Uhr habe ich dann in 90% der Fälle eine Antwort und kann damit weiter arbeiten. Überstunden mache ich nur wenn ich mehr Urlaubstage rausarbeiten will oder die Bude brennt, das aber auch eher nur für Führungskräfte relevant bspw. Head of Legal oder General Counsel. Nachteil bei mir ist z.B. dass ich kaum noch juristische Arbeite sondern primär Verträge prüfe, das ist auf Dauer schon recht eintönig und auch ein Grund wieso ich diesen Job nicht länger machen will, da ich mehr Anspruch an meine eigene fachliche Entwicklung habe.
Weißt du schon, in welche Richtung du dich umschauen möchtest? Da du Berufserfahrung mitbringst, dürftest du wahrscheinlich schnell etwas neues finden. Denkst du, dass es in anderen Unternehmen besser laufen kann oder möchtest du ganz was anderes machen? Ich überlege auch, mich als Syndikus zu bewerben, aber habe etwas Angst, fachlich zu verkümmern.
Ja, in anderen Unternehmen kann das ganz anders aussehen. Ich habe leider einfach einen schlechten AG erwischt. So viel BE habe ich nicht, da ich nach unter einem Jahr bereits die Reisleine gezogen habe bzw. musste da ich persönlich nicht mehr weiter konnte (schlimmer Chef und Strukturen...).
Pauschal würde ich sagen, desto größer die Firma desto mehr kann man sich spezialisieren und ist weniger Generalist. Insgesamt würde ich bis auf wenige Ausnahmen keine kleineren oder mittelständischen Firmen empfehlen, außer diese haben besonders gute Bewertungen bzw. Ruf (Kununu...), zahlen vernünftig , haben Tarifbindung, einen Betriebsrat und bieten klare Entwicklungsmöglichkeiten bzw. können dazu im Gespräch etwas darlegen. Auch die Kultur ist mir in einem klassischen Unternehmen deutlich wichtiger als in einer Kanzlei. Wie wird HO gehandhabt etc.
Du kannst theoretisch ja parallel einen LLM machen oder Fortbildungen... sofern die Firma das unterstützt :D
Du weißt ja vorher auch nicht welches Standing die Rechtsabteilung in dem jeweiligen Unternehmen hat. Oftmals leider kein Gutes geprägt durch Chef oder Vorgänger... Als Anwalt bist du zwar der Sklave der Mandanten aber erfährst dafür auch in der Regel mehr Wertschätzung nach meiner Erfahrung.
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Alternativen für Juristen - Erfahrungen - von Gast133 - 10.06.2026, 15:09
RE: Alternativen für Juristen - Erfahrungen - von medoLAW - 10.06.2026, 20:26
RE: Alternativen für Juristen - Erfahrungen - von Silverywintersweet - 23.06.2026, 13:36
RE: Alternativen für Juristen - Erfahrungen - von ForumBenutzer - 23.06.2026, 14:11
RE: Alternativen für Juristen - Erfahrungen - von zriwi - 23.06.2026, 15:20
RE: Alternativen für Juristen - Erfahrungen - von ForumBenutzer - 24.06.2026, 21:13
RE: Alternativen für Juristen - Erfahrungen - von Gast12354 - 24.06.2026, 08:13










