26.04.2026, 18:25
(26.04.2026, 16:14)LeicaM3 schrieb: Hallo,
ich habe Anfang letzten Jahres mein zweites Examen erfolgreich absolviert und arbeite seit ca. einem Jahr im öffentlichen Dienst als Volljurist. Jedoch finde ich es mittlerweile nur noch belastend in meinem jetzigen Beruf. Meine Vorgesetzten sind recht anstrengend und greifen mich und andere Mitarbeitende in Gesprächen gerne mal persönlich an (Sätze wie "Sie sind ja schon eine recht spezielle Person" oder "man kann kaum glauben, dass Sie die gleiche Ausbildung haben wie ich" etc.). Dazu ist die Behörde Teil einer absoluten Mangelverwaltung und es zu viel Arbeit für zu wenig Mitarbeitende. Auch ist die Stelle befristet und in dem Bereich sind Ausschreibungen extrem selten. Demnach bietet die Stelle wenig Perspektive. Ich fühle mich mehr und mehr unwohl dort und möchte dringend den Job wechseln. Da die Belastung immer größer wird, überlege ich zu kündigen, ohne eine andere Stellenzusage zu haben.
Jetzt habe ich ein wenig Angst vor dem, was in meine Personalakte kommt und vor dem Arbeitszeugnis. Wie geht man bei neuen Bewerbungen mit möglichen "schlechten Arbeitszeugnissen". Ehrlich sein und sagen, dass man sich ausprobiert hat und es einfach nicht gepasst hat? Werfen ein paar Monate Arbeitslosigkeit Fragen auf? Vielleicht hat jemand ähnliches schon mal erlebt?
Selbst kündigen und dann arbeitslos sein würde mit Sicherheit fragen aufwerfen und bei einigen nicht positiv aufschlagen (so nachvollziehbar deine Gründe aktuell sein können). Zudem gibt es dann auch kein ALG.
Ggf ist ja noch was zu retten, wenn du eh gehen willst, kannst du ja voll ins Risiko. Ansonsten wäre ich eher krank als arbeitslos (aber klar, bei Möglichkeit zukünftiger Verbeamtung auf gesundheitliche Eignung achten).
Wann wirst du das nächste mal beurteilt? Ggf. wäre das ein guter Zeitpunkt, dann kann das Arbeitszeugnis nicht schlechter als die Beurteilung sein. Das etwas in der Personalakte vermerkt wird, glaube ich eher nicht, per se darf da nicht einfach nach Lust und Laune reingeschrieben werden - im Zweifel Einsicht nehmen und gegen wehren.
Generell schade, dass es so Arbeitskollegen noch gibt, alles Gute
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