09.04.2026, 00:55
(08.04.2026, 22:15)KissingSpines schrieb:(08.04.2026, 21:44)JurisRef schrieb:Ich habe den Beitrag anders verstanden:(08.04.2026, 17:28)Greif schrieb: Es ist ein Trugschluss, dass Benefits wie 13. Gehalt usw. "oben drauf" kommen. Ein Arbeitgeber, der das zahlt, zahlt unterjährig eben entsprechend weniger. Das Geld muss ja verdient werden.
Also dem widerspreche ich. Also Kanzleien mit etwas über 3K Brutto zahlen kein Weihnachtsgeld, während du woanders mit über 4K Brutto Weihnachtsgeld bekommst 😅 Also ich sehe es nicht so, dass Arbeitgeber weniger zahlen, wenn sie Weihnachtsgeld gewähren. Habe da andere Erfahrungen im Umkreis gemacht
Es kommt beim Entgelt auf das Gesamtpaket an, also das Jahresbrutto, und nicht auf den Umstand, dass ein 13. Gehalt gezahlt wird.
Übrigens: Wer ganz spitzfindig ist empfindet eine unterjährige gleichmäßige Verteilung des Entgelts als vorteilhaft. Denn eine ungleichmäßige Verteilung sorgt in der Einkommensteuer aufgrund des progressiven Steuertarifs für eine höhere Steuerbelastung des Bruttoentgelts. Selbstverständlich kann man das durch die Abgabe einer Einkommensteuererklärung "ausbügeln", allerdings entgeht dem Arbeitnehmer in den Monaten bis zur Erstattung ein (marginaler) Zinseffekt.
Es ist auch beim Elterngeld nachteilig.
Bei meinem 2. Arbeitgeber wurde es leider genau so gehandhabt, wie dargestellt. Ich nannte Summe X als Gehaltswunsch, bekam dies auch, aber aufgeteilt auf 12 Monate plus 2x 1/2 Gehälter als Urlaubs- und Weihnachtsgeld. Fand ich doof, bekamen dort aber alle so, deswegen kein Spielraum.
Ansonsten kann ich aber immer wieder nur sagen, dass es sehr wohl Kanzleien gibt, in denen man keine ~50 Stunden arbeiten muss. Ich habe sowohl im Ref als auch im Berufsleben solche Kanzleien kennengelernt und auch etliche Anwältinnen, die in Teilzeit arbeiten. Man darf nur nicht erwarten, dafür das große Geld zu bekommen, wie hier teilweise die Erwartungshaltung ist.
Da hier im Forum der Fokus überwiegend aufs Gehalt gerichtet ist, gibt es kaum Erfahrungsberichte über Kanzleien mit normalen Arbeitszeiten im Sinne von 40 Stunden, aber tatsächlich gibt es mehr als genug Kanzleien, in denen man sich nicht tot arbeitet.
Wie man sie findet? Sich umhören, auf Zwischentöne in der Stellenanzeige und im Bewerbungsgespräch achten und nicht nur aufs Gehalt schielen. Manchmal gibt es hier Berichte über Ausnahmen, aber wer bspw. ein 6stelliges Gehalt angeboten bekommt, kann nicht davon ausgehen, dass er dafür 35-40h easy und locker vor sich hinarbeiten kann.
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