21.12.2025, 14:32
(21.12.2025, 10:59)Patenter Gast schrieb:Das ist der Umsatz anhand der bisherigen Aufträge nicht steuerlicher Art. Hinzu kommt noch etwa ein Umsatz 22.000 Euro pro Monat durch die FIBu + Jahresabschlüsse. In diesem Monat sind es aber nur etwa 8000 EURO.(21.12.2025, 03:05)mittelmäßig25 schrieb:(17.12.2025, 19:26)Patenter Gast schrieb:(17.12.2025, 09:39)Freidenkender schrieb:(16.12.2025, 23:21)mittelmäßig25 schrieb: Bisher sind etwa 150 Inkassosachen (unbestritten) und etwa 30 bestrittene Forderungen. Ich konnte die Mandanten davon überzeugen, dass eine OPOS Liste von 30.000 EUR und mehr einfach nicht für ein kleines Unternehmen tragbar ist. Dazu kommen noch so andere Sachen wie 3 Kündigungsschutzprozesse, die hat aber ein befreundeter Anwalt übernommen, der auch die Forderungen bei denen die Verjährung droht übernimmt. Nächsten Monat kommen dann noch weitere Mandate, erst dann werde ich sehen, wie viele Inkassosachen noch anstehen bzw. ob die Mandanten das wünschen. Dazu kommen natürlich immer wieder Fragen zum Arbeitsrecht etc. Ich habe aber leider überhaupt kein Gespür, wie viele Akten ein Anwalt pro Monat bearbeiten kann. Gibt es da irgendwelche Empfehlungen bzw. Erfahrungswerte?
du solltest die Frage stellen, wie viel Umsatz dein RA bringen soll. Es geht weniger um die Frage der Menge, da das von verschiedenen Faktoren abhängig ist. Willst du Inkasso machen brauchst du erst mal eine gute ReFA. Da musst du deine Abläufe optimieren und Masse machen. Arbeitsrecht ist auch vielfältig. Als ich noch in der Kanzlei gearbeitet habe, habe ich mal in einem Monat für 450 AN eines Betriebes Weihnachtsgeld eingeklagt. Das geht. Kündigungsschutzsachen ist ein wenig abhängig von deinem Geschick sich zu vergleichen.
Aber egal wie: es muss sich rechnen. Du kennst doch die Streitwerte, die da auf dem Tisch liegen. Damit kannst du abschätzen, ob es sich rechnet einen RA zu beschäftigen. Sauberer Businesscase und du hast eine Entscheidungsgrundlage
+1 Man muss aufpassen, dass man nicht einen Scheinerfolg hat, nur weil man der billige Jakob ist. Natürlich gibt es da draußen einen Haufen Privatpersonen und Unternehmer, die darauf warten, dass ein Anwalt ihren Kleinkram bearbeitet, weil das andere Anwälte auf Grund der fehlenden Wirtschaftlichkeit nicht machen. Erfolg wird man damit langfristig aber nicht haben.
Daher braucht es den sauberen Business Case. Was erwirtschaftet ein durchschnittlicher Fall je nach Gebiet/Mandant und wie lange braucht man dafür.
Also ich habe nun die bisherigen Aufträge als Übersicht gemacht: Unter Berücksichtigung des Streitwertes im Median von 4800 EUR und der Anzahl von Akten erwarte ich einen Umsatz zwichen 70.000 EUR und 110.000 Umsatz. Daher rechnet sich tatsächlich ein angestellter Berufsträger in Teilzeit. Ich wohne in einer Stadt (zwischen 50.000 und 150.000 Einwohner).
Ist ein Gehalt von 2800 Euro für 20 Stunden pro Woche ein ordentliches Gehalt? Welche Noten bzw. Berufserfahrung kann ich bei dem Gehalt erwarten?
Ein Umsatz von 70k bis 110k für was? Im Jahr, im Monat? Aus den bisherigen Aufträgen? Im Quartal?![]()
Die Frage, ob es ein ordentliches Gehalt ist, stellt sich nicht, die Frage ist nur, ob du mit deinem Umsatz ein bestimmtes Gehalt rechtfertigen kannst. Wenn es dein p.a. Umsatz wäre, dann wäre es wohl ok. Welche Noten/Berufserfahrung du erwarten kannst, stellt sich auch wieder nur bedingt als Frage - du wirst sehen, wer sich auf deine Stellenanzeige bewirbt. Und im Zweifel siehst du auch, was diese Leute an Gehalt fordern.
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