14.11.2025, 19:41
Um diesen Diskurs einzuordnen, gebe ich meinen Senf dazu, bei dem ich weiter aushole:
Nach meinen bisherigen Erfahrungen hängt eine erfolgreiche Ausbildung zum Volljuristen von drei Faktoren ab:
1. Fleiß und Selbstdisziplin (Input) = Wissen (Output)
-> in 6 Stunden täglicher Netto-Lernzeit lernt man mehr als in 2
2. Selbstorganisation/„soft skills für Prüfungssituationen“
-> angesichts der Menge und der fehlenden Transparenz, was man wirklich können muss (gibt kein Fragenkatalog oder ähnliches), muss man seine Examensvorbereitungen wie Projektarbeit managen können
-> man muss das menschliche Gehirn verstanden haben, dementsprechend richtig den Lernstoff wiederholen
-> man muss klasurentaktisch denken, sich richtig artikulieren können usw.
3. Intelligenz/ eine gute Judiz haben
-> wer Tatsachen, Hintergründe und Zusammenhänge schneller erfasst und richtig einordnet, kann auch mit Wissenslücken weiterkommen (prädestinierte Prüfungen: die Arbeit an der Norm bzw. der unbekannte Sachverhalt)
3/3 = die typischen Überflieger
2/3 = Examen ganz überwiegend im Bereich 7-9/10 Punkte
1/3 = da wird es schwieriger. Wenn man nur allein fleißig ist, wird es meistens nicht (jeder kennt diese Leute: ganzen Tag in der Bib am lernen und fällt irgendwie trotzdem ständig durch)
Im Bachelor/Mastersystem wird die Summe dieser Faktoren praktisch nie eingefordert. Man lernt von Prüfung zu Prüfung (Bulimielernen) und die Module bauen nur vereinzelt aufeinander auf. Der Prüfungsstoff für die einzelnen Prüfungen ist klar umrissen. Vereinzelt gibt es Aussieb-Module (Bsp. Mathe). Diese sind vom Umfang des Stoffs, der Klausur und des Schwierigkeitsgrades nur für die „talentierten“ Studis zu bewältigen. Gibt es insbesondere bei Ing- und Nat.-Studiengängen. Sowas gibt es bei Jura auf Bachelor/Master nicht. Wer mal korrigiert hat, weiß, woran die hohen Durchfallquoten liegen. Es mangelt bei diesen Leuten in der Regel an zwei der oben genannten Faktoren. Auch mit dem Abschluss tritt eine Sache häufiger in den Vordergrund: man lernt dort offenbar weniger am unbekannten Fall und Systemverständnis, beispielsweise mehrere Rechtsgebiete treffen aufeinander, bereiten erhebliche Schwierigkeiten.
Nach meinen bisherigen Erfahrungen hängt eine erfolgreiche Ausbildung zum Volljuristen von drei Faktoren ab:
1. Fleiß und Selbstdisziplin (Input) = Wissen (Output)
-> in 6 Stunden täglicher Netto-Lernzeit lernt man mehr als in 2
2. Selbstorganisation/„soft skills für Prüfungssituationen“
-> angesichts der Menge und der fehlenden Transparenz, was man wirklich können muss (gibt kein Fragenkatalog oder ähnliches), muss man seine Examensvorbereitungen wie Projektarbeit managen können
-> man muss das menschliche Gehirn verstanden haben, dementsprechend richtig den Lernstoff wiederholen
-> man muss klasurentaktisch denken, sich richtig artikulieren können usw.
3. Intelligenz/ eine gute Judiz haben
-> wer Tatsachen, Hintergründe und Zusammenhänge schneller erfasst und richtig einordnet, kann auch mit Wissenslücken weiterkommen (prädestinierte Prüfungen: die Arbeit an der Norm bzw. der unbekannte Sachverhalt)
3/3 = die typischen Überflieger
2/3 = Examen ganz überwiegend im Bereich 7-9/10 Punkte
1/3 = da wird es schwieriger. Wenn man nur allein fleißig ist, wird es meistens nicht (jeder kennt diese Leute: ganzen Tag in der Bib am lernen und fällt irgendwie trotzdem ständig durch)
Im Bachelor/Mastersystem wird die Summe dieser Faktoren praktisch nie eingefordert. Man lernt von Prüfung zu Prüfung (Bulimielernen) und die Module bauen nur vereinzelt aufeinander auf. Der Prüfungsstoff für die einzelnen Prüfungen ist klar umrissen. Vereinzelt gibt es Aussieb-Module (Bsp. Mathe). Diese sind vom Umfang des Stoffs, der Klausur und des Schwierigkeitsgrades nur für die „talentierten“ Studis zu bewältigen. Gibt es insbesondere bei Ing- und Nat.-Studiengängen. Sowas gibt es bei Jura auf Bachelor/Master nicht. Wer mal korrigiert hat, weiß, woran die hohen Durchfallquoten liegen. Es mangelt bei diesen Leuten in der Regel an zwei der oben genannten Faktoren. Auch mit dem Abschluss tritt eine Sache häufiger in den Vordergrund: man lernt dort offenbar weniger am unbekannten Fall und Systemverständnis, beispielsweise mehrere Rechtsgebiete treffen aufeinander, bereiten erhebliche Schwierigkeiten.
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