10.07.2025, 12:10
(10.07.2025, 10:03)069! schrieb: Ich habe meine Diss ebenfalls nach dem zweiten Examen in Angriff genommen und bin noch dabei. Mache es extern und bin parallel als wissenschaftlicher Mitarbeiter in einer GK tätig. Ich würde es persönlich wieder so machen, allerdings gibt es mE keinen Königsweg. Beide Zeitpunkte haben gewisse Vor- und Nachteile. Für mich war es wichtig, die obligatorische Ausbildung in einem Zug zu beenden. Das war für mich nicht nur lernökonomisch sinnvoll - man hat das Wissen aus dem ersten Examen schlicht schneller wieder parat - sondern auch, weil ich erst durch Nebentätigkeiten nach dem ersten Examen und Referendariat wusste, worauf ich fachlich (und wissenschaftlich) wirklich Lust habe. Meine Diss dient jetzt unter anderem auch der Spezialisierung auf das Rechtsgebiet, das ich im Anschluss auch in der Praxis bis auf Weiteres machen möchte.
Für die Promotion unmittelbar nach dem ersten Examen spricht aus meiner Sicht insbesondere, dass man nach dem zweiten Examen durchaus in die Versuchung gerät, seine Promotionsambitionen zugunsten des "richtigen" Berufseinstiegs aufzugeben. Es ist mit Ende 20 und nach einer sehr langen, teils knochenharten Ausbildung verdammt verlockend, endlich richtig praktisch zu arbeiten und natürlich auch Geld zu verdienen. Ich kenne einige Kolleg:innen, denen es so ergangen ist. Ich dagegen fand und finde es super reizvoll, nach der verpflichtenden Ausbildung vertieft in Materie einzusteigen, auf die man wirklich Bock hat; auch die Freiheit schätze ich enorm. Gepaart mit der Rolle als WissMit in einer fachlich einschlägigen Kanzlei kann man zudem schon ordentlich praktisch mitarbeiten und lernen.
Ob eine Promotion am Lehrstuhl oder extern sinnvoll ist, ist ebenfalls eine Frage persönlicher Ambitionen und Vorlieben. Zu der Thematik gibt es bereits einige hilfreiche Beiträge im Forum.
Wie bist du an deine/n Betreuer/in gekommen? Hattest du schon ein Thema im Kopf oder brauchtest du da Unterstützung bei der Themenfindung?
Ich weiß in welchem Teilrechtsgebiet ich das Projekt anstreben würde, aber weiß nicht, welches Thema da geeignet wäre. Möglicherweise finde ich ja Bemerkungen in Fachzeitschriften hierzu.
Ich frage auch vor den Hintergrund, dass ich keinerlei Berührungspunkte zu Lehrstühlen hatte, weder als Werkstudent noch als WiMi, dementsprechend kennt mich keiner der Profs, die in dem Rechtsgebiet forschen und lehren.
Nachrichten in diesem Thema
Wie schwierig ist eine Promotion in Jura? - von GKSucher77 - 25.06.2025, 18:03
RE: Wie schwierig ist eine Promotion in Jura? - von JuraHassLiebe - 26.06.2025, 09:25
RE: Wie schwierig ist eine Promotion in Jura? - von 069! - 26.06.2025, 18:46
RE: Wie schwierig ist eine Promotion in Jura? - von Burchard von Worms - 27.06.2025, 15:17
RE: Wie schwierig ist eine Promotion in Jura? - von GKSucher77 - 01.07.2025, 22:34
RE: Wie schwierig ist eine Promotion in Jura? - von JurMUC - 02.07.2025, 19:44
RE: Wie schwierig ist eine Promotion in Jura? - von lup - 04.07.2025, 07:44
RE: Wie schwierig ist eine Promotion in Jura? - von Praktiker - 06.07.2025, 16:55
RE: Wie schwierig ist eine Promotion in Jura? - von 069! - 10.07.2025, 10:03
RE: Wie schwierig ist eine Promotion in Jura? - von GKSucher77 - 10.07.2025, 12:10
RE: Wie schwierig ist eine Promotion in Jura? - von 069! - 10.07.2025, 16:49
RE: Wie schwierig ist eine Promotion in Jura? - von GKSucher77 - 10.07.2025, 17:48


