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Fachanwaltstitel als Makel?
Egal_
Posting Freak
*****
Beiträge: 1.432
Themen: 1
Registriert seit: Feb 2022
#3
12.06.2025, 14:15
Die Theorie mit dem Makel ist Unsinn.

Ich kenne zwar auch nur ca. eine handvoll Anwälte aus großen Buden, die den Titel haben, dafür aber umso mehr, die ihn zwar nicht haben, aber mit dem bestandenen Kurs im Lebenslauf werben.

Das hat nämlich überhaupt nichts mit einem Titel-Wettbewerb zu tun, sondern damit, dass der FA in der GK nahezu unerreichbar ist.

Alle Anwälte mit denen ich darüber reden konnte, berichten mir von ihren Problemen, die Fallzahlen zu schaffen. Man kommt nämlich nur mit einem hohen Durchlauf überhaupt auf die erforderlichen Fallzahlen. Mit einer Transaktion, die über einen längeren Zeitraum läuft, ist man zwar ausgelastet, kann aber nur einen Fall, oder rechnerisch etwas mehr, dafür abrechnen. Von den bspw. im ArbR geforderten Fällen von 100 Stück ist man damit meilenweit entfernt.
Wer in einer großen Bude arbeitet und trotzdem einen FA hat, hat diesen daher in der Regel woanders erworben.

Ich selbst habe den FA im ArbR. Trotz meines Starts damals in einer KK war es nicht einfach, die Zahlen in jedem Teilbereich des ArbR zu schaffen. Ich hatte zwar weit mehr Fälle als notwendig, aber kaum welche im kollektiven ArbR. Inzwischen soll der Zeitraum ja verlängert werden, aber die  aktuellen 3 Jahre sind in manchen Teil-/Rechtsgebiete kaum zu schaffen.
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RE: Fachanwaltstitel als Makel? - von Burchard von Worms - 12.06.2025, 12:46
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