28.03.2025, 15:35
Ich kann mich meinen Vorrednern nur anschließen. Selbst ohne Kinder mit Vollzeit lernen ist das Jurastudium sehr sehr hart. Karriere und beruflicher Erfolg sind nicht alles im Leben. Eine Familie zu haben mit zwei Kinder wiegt mehr als jede gute Punktzahl im Examen. Es ist nichtmal gegeneinander abzuwägen. Man sollte niemals aus dem Blick verlieren, was im Leben wirklich wichtig. Und das meiner Meinung nach ganz bestimmt nicht eine tolle Karriere.
Wenn du aber für dich dennoch das Examen angehen willst, weil dir Jura an sich gefällt und nicht um iwem iwas zu beweisen, kann ich dir vllt ein paar Tipps geben. Ob die zeitlich für dich klappen, kann ich natürlich nicht beurteilen.
Aber Jura ist eine unglaublich krasse Masse. Deshalb muss man es systematisch angehen und nicht bloß mit Einzelfällen lernen. Man muss die Systematik checken und nicht bloß Auswendiglernen. Das erfordert Zeit und ist anstrengend. Aber der für mich beste Weg war, Vorlesungen zu hören. Dadurch habe ich wirklich sehr sehr viel verstanden und konnte auch im Examen (2. Examen) entsprechend punkten.
Im Internet verfügbar ist:
BGB AT, SchuldR AT und SchuldR BT von Prof. Lorenz aus München (niemand wird dir das ZivilR jemals besser erklären als er/ selbst komplizierte Sachen werden plötzlich verständlich)
SachenR von Eidenmüller
StrafR At und BT von Satzger
Gesellschaftsrecht und Handelsrecht von Servatius (wobei man wegen MoPeG aufpassen muss, könnten vllt an der ein oder anderen Stelle überholt sein)
Erbrecht eben von Lorenz
Diese Vorlesungen sind frei verfügbar.
Als Kölner Student hat man Zugriff auf Vorlesungen von Ogorek (Örecht) und weitere ÖR Vorlesungen.
Ich habe all die Vorlesungen gehört, sogar auf 0,75 (Geschwindigkeit) und alles mitgeschrieben und die jeweiligen Folien ergänzt. Und am Tag danach wiederholt.
Es war unglaublich hart und nervenzerrend, aber ich kann behaupten, dass ich dadurch ein sehr allumfassendes Wissen erworben habe. Dieses Wissen wendest du dann am besten an durch Examensklausuren skizzieren und ausschreiben.
Ich bin der festen Überzeugung, dass man das Examen besteht, wenn man dies mühevoll durcharbeitet (und alle weiteren nicht von mir erwähnten Fächer). Aber wie man vermutet, braucht das Zeit, leider sogar viel Zeit.
Repetitorien versprechen, alles schön kompakt und komprimiert zu lehren. Ich bin damit nicht gut gefahren und ehrlicherweise habe ich kaum was verstanden und habe nur auswendig gelernt. Das ist für mich definitiv der falsche Weg gewesen.
Ich denke, es gibt keinen einfachen Weg. Einige müssen kürzere Wege versuchen zu gehen wegen den Lebensumständen. Aber ich denke, lieber einmal richtig (auch wenn es weh tut); statt möglicherweise mehrmals falsch.
Ich wünsche dir viel Erfolg!
Wenn du aber für dich dennoch das Examen angehen willst, weil dir Jura an sich gefällt und nicht um iwem iwas zu beweisen, kann ich dir vllt ein paar Tipps geben. Ob die zeitlich für dich klappen, kann ich natürlich nicht beurteilen.
Aber Jura ist eine unglaublich krasse Masse. Deshalb muss man es systematisch angehen und nicht bloß mit Einzelfällen lernen. Man muss die Systematik checken und nicht bloß Auswendiglernen. Das erfordert Zeit und ist anstrengend. Aber der für mich beste Weg war, Vorlesungen zu hören. Dadurch habe ich wirklich sehr sehr viel verstanden und konnte auch im Examen (2. Examen) entsprechend punkten.
Im Internet verfügbar ist:
BGB AT, SchuldR AT und SchuldR BT von Prof. Lorenz aus München (niemand wird dir das ZivilR jemals besser erklären als er/ selbst komplizierte Sachen werden plötzlich verständlich)
SachenR von Eidenmüller
StrafR At und BT von Satzger
Gesellschaftsrecht und Handelsrecht von Servatius (wobei man wegen MoPeG aufpassen muss, könnten vllt an der ein oder anderen Stelle überholt sein)
Erbrecht eben von Lorenz
Diese Vorlesungen sind frei verfügbar.
Als Kölner Student hat man Zugriff auf Vorlesungen von Ogorek (Örecht) und weitere ÖR Vorlesungen.
Ich habe all die Vorlesungen gehört, sogar auf 0,75 (Geschwindigkeit) und alles mitgeschrieben und die jeweiligen Folien ergänzt. Und am Tag danach wiederholt.
Es war unglaublich hart und nervenzerrend, aber ich kann behaupten, dass ich dadurch ein sehr allumfassendes Wissen erworben habe. Dieses Wissen wendest du dann am besten an durch Examensklausuren skizzieren und ausschreiben.
Ich bin der festen Überzeugung, dass man das Examen besteht, wenn man dies mühevoll durcharbeitet (und alle weiteren nicht von mir erwähnten Fächer). Aber wie man vermutet, braucht das Zeit, leider sogar viel Zeit.
Repetitorien versprechen, alles schön kompakt und komprimiert zu lehren. Ich bin damit nicht gut gefahren und ehrlicherweise habe ich kaum was verstanden und habe nur auswendig gelernt. Das ist für mich definitiv der falsche Weg gewesen.
Ich denke, es gibt keinen einfachen Weg. Einige müssen kürzere Wege versuchen zu gehen wegen den Lebensumständen. Aber ich denke, lieber einmal richtig (auch wenn es weh tut); statt möglicherweise mehrmals falsch.
Ich wünsche dir viel Erfolg!
Nachrichten in diesem Thema
Erfolgsgeschichten von Müttern/Vätern oder ähnlichen erwünscht - von Foreverinlaw - 27.03.2025, 20:10
RE: Erfolgsgeschichten von Müttern/Vätern oder ähnlichen erwünscht - von Novize - 27.03.2025, 21:20
RE: Erfolgsgeschichten von Müttern/Vätern oder ähnlichen erwünscht - von E-135 - 28.03.2025, 21:56
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RE: Erfolgsgeschichten von Müttern/Vätern oder ähnlichen erwünscht - von JuraHassLiebe - 28.03.2025, 10:59
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RE: Erfolgsgeschichten von Müttern/Vätern oder ähnlichen erwünscht - von Praktiker - 28.03.2025, 22:23
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RE: Erfolgsgeschichten von Müttern/Vätern oder ähnlichen erwünscht - von Mindermeinung - 30.03.2025, 20:19
RE: Erfolgsgeschichten von Müttern/Vätern oder ähnlichen erwünscht - von Anni_NrW - 01.04.2025, 23:32
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RE: Erfolgsgeschichten von Müttern/Vätern oder ähnlichen erwünscht - von Anni_NrW - Gestern, 12:34
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