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Erfolgsgeschichten von Müttern/Vätern oder ähnlichen erwünscht
DieRechtsbar
Junior Member
**
Beiträge: 23
Themen: 4
Registriert seit: Jul 2024
#3
28.03.2025, 00:59
(27.03.2025, 20:10)Foreverinlaw schrieb:  
Langsam wundere ich mich, ob es Zeit ist das Tuch zu schmeißen und aufzugeben. Ich versuche mich nicht zu vergleichen, ich habe mehrere Kinder und führe einen ganz anderen Lifestyle als die meisten Auszubildenden. 
Ich muss mich mit vielen anderen Themen beschäftigen, die nicht das Jurastudium betreffen. 
Hinzu kommen Schulferien, Krankheiten etc.. immer pünktlich kurz vor der Hausarbeitsdeadline oder der Klausur. Dennoch versuche ich es. Ich scheitere oft, nach dem 2. oder 3. Anlauf klappt es dann auch. 
Nun sind jetzt mittlerweile knappe 2 Jahre vergangen seitdem ich versuche den Öffrecht Schein fertig zu bekommen. Ich habe diesmal wirklich alles gegeben und dennoch hat es nicht ausgereicht. Die anderen Scheine habe ich schon. Im Öffrecht happerts bei mir, obwohl ich es meine zu verstehen. Ich finde Zivilrecht viel komplizierter, dennoch tue ich mich bei den Klausuren schwer, mich zu beweisen. 
Ich bin letztes Jahr in eine Depression gefallen, weil ich Angst habe keinen Ausweg zu finden. Ich bin über 30 und ich weiß nicht wo ich jetzt als Quereinsteiger beginnen soll. Es wurde so viel Geld und Zeit in das Studium investiert. 
Meine allergrößte Angst ist für immer abhängig von meinem Mann zu sein und dass mein Mann mir vorwirft, dass er sein Geld aus dem Fenster geschmissen hat, um mein Studium zu fördern. Solange ich nicht fertig werde, bleibe ich abhängig. Ich verstehe nicht wie ich früher 7-9 P Klausuren schreiben konnte und jetzt kann ich froh sein 4 P zu ergattern. 
Ich war mir so sicher, dieses Jahr mein Examen zu schreiben.  Mein Mann hat sich schon darauf eingestellt dass er diesen Sommer alleine mit den Kindern wegfährt. Nun muss ich mein Glück wieder im 89. Semester versuchen. 
Ich  fühle mich wie vom Pech verfolgt, nach jeder gescheiterten Klausur. Zwischenzeitlich, habe ich bereits hunderte von Euros bei Reps. hinterlassen. Diese Reps. finanziert von meinem Mann. Es deprimiert mich , dass ich nichts vorweisen kann.  Ich weiß nicht ob das Leben übehraupt noch Lebenswert ist. Ich hasse mich dafür, dass ich es zulasse dass ich mein Selbstwert über das Studium definiere, aber am Ende des Tages ist das Leben auf Planet Erde für Menschen besonders in der westlichen Welt so gestrickt. Man ist nichts, ohne finanziellen Erfolg. Ja ich habe zwei Kinder groß gezogen, 4 Jahre gestillt, alle Breis selber hergestellt, koche lieber bevor ich sie Fastfood essen lasse, versuche sie mit Anstand zu erziehen, aber wem juckt das schon, wenn ich keine Karriere vorweisen kann? Während mein Mann Business Deal nach Business Deal abschließt, muss ich mit 33 schauen dass ich mich rechtzeitig zum nächsten Semester immatrikuliere. 
Letztens hatte ich einen Alptraum, dass meine Kinder und ich zusammen die Uni besuchen. Ist dies ein Zeichen aufzugeben? Wenn ja, mit was soll ich anfangen, was mir auch Geld einbringt? Ein weiteres Studium wird mir mein Mann nicht finanzieren! 
Gibt es Juristen hier, die das Jura Studium trotz anderer Themen bestanden haben? Ich kann nicht 9h in der Bib sitzen, von Montag- Sonntag; das geht einfach nicht wenn meine Kinder um 15h von ihren Einrichtungen abgeholt werden müssen. Ich bin psychisch nicht in bester Verfassung. Meine Freunde sagen, wenn ein Studium das mit einem macht, sollte man es sein lassen. 
Ich weiß nicht was ich mir erhoffe von diesem Post. Rant zu Ende.

Hey, erstmal: Danke, dass du das mit uns teilst! Sich etwas von der Seele schreiben hat dir hoffentlich gut getan.
Auch wenn es nicht so wirkt vor dem Hintergrund des Examens: Du hast bereits mehr erreicht als die meisten anderen es je werden: Du hast deine Scheine im Zivil- und Strafrecht.
Denke mal kurz an die Leute, die bereits abgebrochen haben: Die haben das nicht. IdR sind deine Kommilitonen Anfang 20 und haben keinerlei Verpflichtungen wie du. Du ziehst nebenbei zwei Kinder groß und hast die Scheine bereits. Ich finde das Wahnsinn. Das ist eine Leistung, auf die du stolz sein kannst. Das schafft nicht jeder. Versuche nicht auf die "erfolgreichen" Leute zu gucken, sondern dich auf deine eigenen Leistungen zu fokussieren. Wen man sich mit Überfliegern vergleicht, steht man immer "schlechter" da.
Du bist auch ohne deinen Mann etwas. Vielleicht mag der Business Deals abschließen, aber du kümmerst dich nebenbei noch um die Kinder. Würdest du Vollzeit studieren, dann wärst du sicherlich weiter. Du tust es aber nicht. Was vollkommen in Ordnung ist. Das ist doch gerade das schöne am Studium: Du kannst es so machen, wie du willst.
Dein Mann und du, ihr seid ein Team. Ihr solltet euch ergänzen. Gerade scheinst du mehr Care-Arbeit zu erledigen. Das ist vollkommen okay. Dafür unterstützt er dein Studium finanziell.
Selbst im "schlimmsten" Fall, dass du das Studium nicht mehr fortführen willst, ist es nicht so schlimm, wie es sich für dich gerade anfühlen mag: zB Behörden nehmen gerne ehemalige Jurastudierende für ihr duales Studium. Es gibt so viele Quereinsteiger und so viele Leute werden aufgrund des demographischen Wandels gesucht. Du wirst auch dann was finden.
Versuch bitte, die positiven Aspekte zu sehen. 
Du bist so viel mehr wert.
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