02.01.2025, 14:06
Hallo zusammen,
ich bin derzeit als Syndikusrechtsanwalt in einem Unternehmen (sowie nebenbei noch freiberuflich als Rechtsanwalt) tätig. Aktuell fülle ich eine Position auf unterer Führungsebene mit Personalverantwortung aus. Ich habe jedoch festgestellt, dass einige Facetten meines Arbeitsalltags vermutlich nicht das sind, was ich mir für die kommenden Jahrzehnte vorstelle. Während ich es mit einem Stellenwechsel also nicht eilig habe, ist dieser Gedanke seit einiger Zeit latent vorhanden.
Da mich die pure juristische (aber durchaus praxisnahe) Arbeit eigentlich am meisten interessiert, sollte man meinen, dass die Tätigkeit als (Nicht-Syndikus-)Rechtsanwalt das Richtige für mich wäre. Allerdings sind Mandantengespräche oder Gerichtstermine etwas eher Unliebsames für mich, was eben "dazu gehört" oder "sein muss". Eine Tätigkeit als Rechtsanwalt in einer Großkanzlei kommt für mich aufgrund des Arbeitsumfangs und der Arbeitszeiten (insbesondere in den für mich interessanten Rechtsgebieten) nicht in Betracht. Ich habe mich bereits nach dem zweiten Examen bewusst dagegen entschieden.
Wenn ich mir nun die Gehälter von wissenschaftlichen Mitarbeitenden (nach dem zweiten Staatsexamen) anschaue, ist das für mich durchaus interessant, würde zu keinem erheblichen Gehaltsabfall oder sogar einer Verbesserung führen (jedenfalls am oberen Ende der Skala).
Es gibt allerdings potenzielle(Problem-)Punkte, zu denen ich gerne (möglichst fundierte) Meinungen lesen würde:
Wie sieht es hier aus? Gibt es Erfahrungswerte?
P.S.: Auch der Bereich Legal Tech interessiert mich sehr. Hier scheint aber die Vergütung wohl doch erheblich abzufallen. Vielleicht gibt es auch hier Erfahrungswerte.
ich bin derzeit als Syndikusrechtsanwalt in einem Unternehmen (sowie nebenbei noch freiberuflich als Rechtsanwalt) tätig. Aktuell fülle ich eine Position auf unterer Führungsebene mit Personalverantwortung aus. Ich habe jedoch festgestellt, dass einige Facetten meines Arbeitsalltags vermutlich nicht das sind, was ich mir für die kommenden Jahrzehnte vorstelle. Während ich es mit einem Stellenwechsel also nicht eilig habe, ist dieser Gedanke seit einiger Zeit latent vorhanden.
Da mich die pure juristische (aber durchaus praxisnahe) Arbeit eigentlich am meisten interessiert, sollte man meinen, dass die Tätigkeit als (Nicht-Syndikus-)Rechtsanwalt das Richtige für mich wäre. Allerdings sind Mandantengespräche oder Gerichtstermine etwas eher Unliebsames für mich, was eben "dazu gehört" oder "sein muss". Eine Tätigkeit als Rechtsanwalt in einer Großkanzlei kommt für mich aufgrund des Arbeitsumfangs und der Arbeitszeiten (insbesondere in den für mich interessanten Rechtsgebieten) nicht in Betracht. Ich habe mich bereits nach dem zweiten Examen bewusst dagegen entschieden.
Wenn ich mir nun die Gehälter von wissenschaftlichen Mitarbeitenden (nach dem zweiten Staatsexamen) anschaue, ist das für mich durchaus interessant, würde zu keinem erheblichen Gehaltsabfall oder sogar einer Verbesserung führen (jedenfalls am oberen Ende der Skala).
Es gibt allerdings potenzielle(Problem-)Punkte, zu denen ich gerne (möglichst fundierte) Meinungen lesen würde:
- Meine mehrjährige Berufserfahrung ist sicherlich auf der einen Seite ein Vorteil. Ich kann mich sehr gut in die Mandantensicht hineinversetzen und kenne zumindest in meiner Branche Fragen und Probleme, die sich stellen. Ich habe außerdem im Referendariat auch schon in zwei Großkanzleien meine Anwaltsstation abgeleistet und zudem in einer kleinen Kanzlei mehrjährige Berufserfahrung als studentischer Mitarbeiter.
- Andererseits kann man sich wahrscheinlich die Frage stellen, warum ich nicht als Anwalt einsteige und meinen, dass das ja ein beruflicher Abstieg wäre.
- Ich möchte das Ganze auch nicht promotionsbegleitend o.Ä. machen, sondern auf Dauer angelegt.
- Ich müsste zu den Großkanzleien in Frankfurt mehr als eine Stunde pro Weg täglich pendeln (außerdem möchte ich gerne meine Trainingszeiten zweimal die Woche einhalten, was (nur) so ggf. möglich wäre). Fünf Tage die Woche möchte ich das nicht machen. Es wäre also eine Stelle erforderlich, wo man mindestens zwei bis drei Tage im Home-Office bzw. mobil arbeiten dürfte. Dass es in der Einarbeitungsphase anders sein kann, ist in Ordnung.
Wie sieht es hier aus? Gibt es Erfahrungswerte?
P.S.: Auch der Bereich Legal Tech interessiert mich sehr. Hier scheint aber die Vergütung wohl doch erheblich abzufallen. Vielleicht gibt es auch hier Erfahrungswerte.
Nachrichten in diesem Thema
Wissenschaftliche Mitarbeit nach dem zweiten Staatsexamen mit Home-Office - von Antijurist - 02.01.2025, 14:06
RE: Wissenschaftliche Mitarbeit nach dem zweiten Staatsexamen mit Home-Office - von Greif - 02.01.2025, 14:14
RE: Wissenschaftliche Mitarbeit nach dem zweiten Staatsexamen mit Home-Office - von g3rn3gr0s - 02.01.2025, 17:59
RE: Wissenschaftliche Mitarbeit nach dem zweiten Staatsexamen mit Home-Office - von halbjurist - 03.01.2025, 10:51
RE: Wissenschaftliche Mitarbeit nach dem zweiten Staatsexamen mit Home-Office - von Antijurist - 03.01.2025, 01:37
RE: Wissenschaftliche Mitarbeit nach dem zweiten Staatsexamen mit Home-Office - von DRi1 - 03.01.2025, 09:06
RE: Wissenschaftliche Mitarbeit nach dem zweiten Staatsexamen mit Home-Office - von frithaf joft - 03.01.2025, 12:46
RE: Wissenschaftliche Mitarbeit nach dem zweiten Staatsexamen mit Home-Office - von Antijurist - 04.01.2025, 14:04
RE: Wissenschaftliche Mitarbeit nach dem zweiten Staatsexamen mit Home-Office - von Antijurist - 04.01.2025, 14:07
RE: Wissenschaftliche Mitarbeit nach dem zweiten Staatsexamen mit Home-Office - von kingofkittys - 04.01.2025, 18:29


