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Rechtsamt einer Kommune - Beruflicher Sargnagel?
Ichbins
Junior Member
**
Beiträge: 11
Themen: 2
Registriert seit: Jun 2021
#5
09.12.2023, 10:40
@MelissaNRW

Na klar :)

Also direkt vorweg - um es einmal reißerisch zusammenzufassen: die Arbeit als Jurist im kommunalen Rechtsamt ist ähnlich zur Arbeit in einer FFW-Kanzlei ohne den finanziellen Druck von oben und nervige Mandantengespräche.

Auch hier arbeitest du absolut klassisch juristisch. Du hast meist mehrere - ich habe 6 - Zuständigkeitsbereiche. Das heisst nichts anderes, als das je ein Zuständigkeitsbereich ein Fachamt repräsentiert, für das du Ansprechpartner bist. Du bist für alle konkreten rechtlichen Fragen, die dort im Alltagsgeschäft aufkommen da. Das „konkret rechtlich“ ist wichtig, weil man immer wieder darauf verweisen muss, dass man nicht für jeden x-beliebigen Kram der irgendwie irgendwo einen rechtlichen Bezug hat zuständig sein kann (zB Kommunikation mit Anwälten kann das Fachamt natürlich selber machen, solang es kein Rechtsbehelfsverfahren betrifft).

Weiter bearbeitest du die Rechtsbehelfsverfahren, die sich den Ausgangsbescheiden der Fachämter in deiner Zuständigkeit anschließen. Aber auch vorgelagert sein können - etwa Untätigkeitsklagen oder Eilverfahren.

Es werden dir viele punktuelle Fragen aus den Fachämtern gestellt, mal einfacher Art, mal rechtlich wirklich anspruchsvoll und dann häufig auch nicht eindeutig in der Rechtsprechung geklärt, sodass du hier auf juristisches Handwerkszeug zurückgreifen musst und auch mal „nur“ eine Einschätzung geben kannst.

Es kann auch sein, so ist es bei mir, dass du die höhere Führungsebene - bei uns Dezernatsleitung - beraten musst. Dann sind es auch mal Themen, die nicht nur klassisch juristisch, sondern auch mal politisch(er) sein können.

Insgesamt ist die Tätigkeit dabei sehr bunt. Da du für alles aus den Fachämtern deiner Zuständigkeit rechtlicher Ansprechpartner bist und die Kommune immer nah am praktischen Geschehen ist, hast du über klassische widerpsruchs- und Gerichtsverfahren (auch Arbeitsgericht zB, wenn du den Personalbereich in der Zuständigkeit hast) auch Prüfungen von Mietverträgen, generell Verträge aller Art (Verwaltung ist hier wilder Westen manchmal), Strafanzeigen schreiben (Leute bekommen im Kundencenter auch mal nicht nur Worte ab), Ermittlungen in internen Disziplinarverfahren und und und.. die ganze Bandbreite an juristischen Themen kann dir in den ersten Jahren unterkommen. Schwerpunkt bildet aber natürlich der öffentlich-rechtliche Anteil.

Für mich war das relevant, weil ich gerne juristisch arbeite. Ich habe auch mit der Anwaltschaft geliebäugelt. Meiner Meinung nach habe ich jetzt den besten Kompromiss. Ich hab die Fachämter, die quasi wie Mandate sind. Ich muss mich aber nicht mit ihnen über meine Rechnung streiten, bin auch kein klassischer Dienstleister, etwa weil sie mich bezahlen und kann deswegen absolut das vertreten was ich juristisch für richtig halte und nicht was der Mandant aber stattdessen will. Ich mache um 16:30 Feierabend, Freitags um 15:30. Ich weiß was ich die nächsten Jahrzehnte verdiene oder bei Aufstieg verdienen kann. Was übrigens mE nicht so wenig ist, wie es für den ÖD immer heißt. A14 Stufe 1 sind bereits ca 3700 € netto. Bist du verheiratet kannst du nochmal 150€ netto draufschlagen. Bei Kindern gibt es wieder Zuschläge. Nur die Pkv (etwa 300€) musst du noch abziehen. A14 letzte Stufe sind (steigt mit Tarifverhandlungen die auf Beamte übertragen werden alle 2 Jahre) übrigens Ca 4.400€ abzgl. Pkv.. (unverheiratet, keine Kinder)

Arbeitsbelastung war bei mir am Anfang deutlich zu spüren und wesentlich höher als jetzt. Damals hatte ich virulente Bereiche - zB die Ausländerbehörde - in meiner Zuständigkeit. Da gab es sehr viele Verfahren. Dann hat mich ein politisch wichtiges Thema sehr gebunden, da wir zu der Zeit auch keine amtsleitung hatten, mit der ich mich abstimmen konnte.

Mittlerweile ist es sehr planbar und manchmal gibt es auch Leerlauf. Ich weiß aber, dass sich das schnell wieder ändern kann.
(Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 09.12.2023, 10:50 von Ichbins.)
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Nachrichten in diesem Thema
Rechtsamt einer Kommune - Beruflicher Sargnagel? - von Ichbins - 09.12.2023, 08:34
RE: Rechtsamt einer Kommune - Beruflicher Sargnagel? - von MelissaNRW - 09.12.2023, 10:00
RE: Rechtsamt einer Kommune - Beruflicher Sargnagel? - von Homer S. - 09.12.2023, 10:35
RE: Rechtsamt einer Kommune - Beruflicher Sargnagel? - von Ichbins - 09.12.2023, 10:45
RE: Rechtsamt einer Kommune - Beruflicher Sargnagel? - von Homer S. - 09.12.2023, 11:22
RE: Rechtsamt einer Kommune - Beruflicher Sargnagel? - von Ichbins - 11.12.2023, 00:11
RE: Rechtsamt einer Kommune - Beruflicher Sargnagel? - von JuraLiebhaber - 09.12.2023, 10:35
RE: Rechtsamt einer Kommune - Beruflicher Sargnagel? - von Ichbins - 09.12.2023, 10:40
RE: Rechtsamt einer Kommune - Beruflicher Sargnagel? - von GastNorden66 - 09.12.2023, 14:01
RE: Rechtsamt einer Kommune - Beruflicher Sargnagel? - von Ichbins - 11.12.2023, 00:16
RE: Rechtsamt einer Kommune - Beruflicher Sargnagel? - von Spencer - 09.12.2023, 17:15
RE: Rechtsamt einer Kommune - Beruflicher Sargnagel? - von Ichbins - 11.12.2023, 00:13


 

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