08.02.2023, 09:59
(05.02.2023, 10:45)Bärlina schrieb: Liebe alle,
es ist Sonntag und ich nutze mal die Zeit, mit euch über ein evtl. komisch klingendes Thema zu sprechen. Ich bin in sehr geordneten, aber nicht sonderlich reichen Verhältnissen aufgewachsen. Meine Eltern sind beide Angestellt, also nix mit Pension etc.
Zur Zeit arbeite ich als Anwalt (seit ca. 10 Monaten) in einer FWW Kanzlei in Berlin und die Arbeit erfüllt mich und macht mir unglaublichen Spaß. Gute Arbeitszeiten, Gehalt könnte etwas besser sein, aber das kann sich in Zukunft ja noch ändern.
Mich treibt allerdings immer mehr der Gedanke rum, wie das später im Rentenalter eigentlich aussehen soll. Ich werde wohl kaum die Möglichkeit haben ein Haus/ Wohnung zu erben, geschweige denn selbst zu finanzieren. Daher schleicht sich bei mir der Gedanke ein, in den öD zu wechseln, auf eine Beamtenposition, um die Vorzüge der Pension später zu genießen. Denn ich sehe bei meinen Eltern, dass Rente einfach nicht wirklich hoch ist, was aber bei der Pension bezahlt wird, ist absurd.
Schön und gut, aber die Arbeit in der Justiz oder im öD fände ich allerdings nicht ganz so cool, sie würde mir glaub ich nicht gefallen, weil ich Zivilrechtler durch und durch bin. Ich hänge mich auch gerne mal so richtig in einen Fall rein. Wie soll ich also auf dieses Missstand am besten reagieren bzw wie macht ihr es? Macht ihr euch über die Zukunft gar keine Sorgen? Ich mein, mit 1,5k-2k Rente später ( das ist wohl schon viel) muss man halt echt krasse Abstriche machen. Aber meinen Job nur aus Zukunftsangst auszuwählen, kann das richtig sein?
Es wäre schön, wenn sich hier eine sachliche Diskusion auftun könnte, wo man Argumente austauscht, was wohl am sinnvollsten ist.
Besten Dank
Die vom Versorgungswerk prognostizierte Rente liegt in der Regel deutlich über derjenigen der DRV. Bei mir sollen es so 4.000 Euro sein. Aber natürlich ist das nur eine Prognose. Wer die Beitragsbemessungsgrundlage überschreitet kann übrigens auch freiwillig mehr einzahlen (früher 13/10 Regel, heute 15/10). Das habe ich ein paar Jahre gemacht. Zudem sollte man natürlich privat vorsorgen. Wenn Du dann noch eine (oder mehrere) Immobilie(n) während deiner Arbeitszeit abbezahlst, sollte es während der Rente nicht allzu knapp werden. Da haben andere Berufsgruppen ganz andere Probleme (Stichwort Niedriglohnsektor).
Nachrichten in diesem Thema
Jobauswahl nur wegen Zukunftsangst? - von Bärlina - 05.02.2023, 10:45
RE: Jobauswahl nur wegen Zukunftsangst? - von Patenter Gast - 05.02.2023, 11:08
RE: Jobauswahl nur wegen Zukunftsangst? - von juraistschön - 05.02.2023, 15:05
RE: Jobauswahl nur wegen Zukunftsangst? - von Egal_ - 05.02.2023, 15:55
RE: Jobauswahl nur wegen Zukunftsangst? - von MrJudgeBW - 07.02.2023, 17:41
RE: Jobauswahl nur wegen Zukunftsangst? - von Chill3r - 07.02.2023, 20:01
RE: Jobauswahl nur wegen Zukunftsangst? - von Patenter Gast - 07.02.2023, 20:17
RE: Jobauswahl nur wegen Zukunftsangst? - von Chill3r - 07.02.2023, 21:13
RE: Jobauswahl nur wegen Zukunftsangst? - von Patenter Gast - 08.02.2023, 10:10
RE: Jobauswahl nur wegen Zukunftsangst? - von ALTER MANN - 08.02.2023, 12:51
RE: Jobauswahl nur wegen Zukunftsangst? - von MrJudgeBW - 08.02.2023, 10:09
RE: Jobauswahl nur wegen Zukunftsangst? - von ZW333 - 08.02.2023, 09:08
RE: Jobauswahl nur wegen Zukunftsangst? - von ALTER MANN - 08.02.2023, 09:59









