22.09.2022, 19:24
(22.09.2022, 18:18)Dickie schrieb: Liebe Leute,
der Name sagt es bereits. Ich bin nicht schlank. Ich bin dick und möchte gerne Richter werden. Richter dürfen dick werden, aber dürfen sie auch schon dick eingestellt werden?
Meine Noten sehen gut aus. Die Bewerbung werde ich in den nächsten Tagen rausschicken. Doch Noten und soziale Kompetenz sind nicht alles. Mein BMI ist zu hoch und den werde ich auch nicht mehr innerhalb weniger Wochen auf Adonis-Werte trimmen können.
Interessiert das überhaupt den Amtsarzt?
Soweit ich weiß, bin ich ich gesund. ich war schon lange nicht mehr beim Hausarzt. Ich war die letzten 5 Jahre nicht krank. Ob mir überhaupt schon einmal Blut abgenommen wurde, weiß ich nicht.
Könnt ihr etwas beisteuern?
Auch ein hoher BMI ist seit der entsprechenden Rechtsprechung kein absolutes KO-Kriterium mehr dafür, dass keine Verbeamtung erfolgen kann. Generell ist das aber ohnehin schwer einzuschätzen, wenn wir deinen genauen BMI nicht kennen, denn - so wissenschaftlich schwachsinnig dieser Maßstab auch sein mag - es hängt natürlich alles davon ab, wie hoch „zu hoch“ ist. Sicher ist dir bekannt, dass die Anforderungen an deine übrige Verfassung umso höher sind und auch umso genauer überprüft werden, je höher der BMI ist. Und die Chance zu einem negativen Ergebnis zu gelangen ist ab einer gewissen Zahl einfach nicht von der Hand zu weisen. Insbesondere wenn daraus beim Amtsarzt eine Vielzahl von Folgeuntersuchungen verlangt wird, an denen ab einem gewissen Grad doch so gut wie jeder Bewerber irgendwo scheitern würde.
Nichtsdestotrotz ist Stichtag erst der eigentliche Amtsarzttermin, der je nach Bundesland vermutlich erst in 4-10 Wochen stattfinden wird. Da bleibt noch genügend Zeit jetzt die ersten Schritte zu ergreifen, wenn die Verbeamtung wirklich der Traum ist. So blöd das klingt, aber jedes Gramm zählt dabei und in der Zeit ist einiges zu schaffen (ich wollte auch unbedingt den BMI im „grünen Bereich“ bei meinem Termin sehen (Insb. Um das ohne weiteres auch bei der PKV angeben zu können und die Chance für Risikozuschläge zu minimieren) und habe einfach durch Zurückhaltung und Verzicht auf unnötige Kalorien ohne große Änderung bei Tagesablaufs in 4 Wochen gut 3,5 Kilo verloren.
Außerdem minimiert Bewegung und eine gesunde Ernährung sowie geringeres Gewicht natürlich auch das Risiko, neben dem BMI, an anderen Punkten in der Begutachtung zu scheitern (Blut, Urin, Blutdruck).
Abschließend will ich dir auch noch die Hoffnung machen, dass selbst wenn der BMI derart hoch sein sollte, dass aus der Adipositas alleine (ohne andere Begleiterscheinungen) die Dienstuntauglichkeit angenommen werden sollte, es immernoch die Möglichkeit der Fristsetzung gibt. Das heißt man schiebt zB die Entscheidung über die Feststellung deiner gesundheitlichen Eignung auf den Termin der Lebzeitverbeamtung und macht dir zur Auflage bis dahin bspw. x Kilogramm verloren zu haben.
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Amtsarzt- Zu hoher BMI- K.O. Kriterium ? - von Dickie - 22.09.2022, 18:18
RE: Amtsarzt- Zu hoher BMI- K.O. Kriterium ? - von Gast - 22.09.2022, 18:49
RE: Amtsarzt- Zu hoher BMI- K.O. Kriterium ? - von Gast - 22.09.2022, 18:52
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RE: Amtsarzt- Zu hoher BMI- K.O. Kriterium ? - von Gast - 23.09.2022, 05:46
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RE: Amtsarzt- Zu hoher BMI- K.O. Kriterium ? - von Diesdasananas - 23.09.2022, 06:33
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