25.12.2021, 18:23
(20.12.2021, 21:22)Berufseinsteiger schrieb: Ich stelle es mir persönlich so wahnsinnig schwierig vor, in einen Vollzeitjob mit 40 Stunden zu starten, weil ich einfach niemals 8 Stunden Konzentration aufweisen könnte.
Hatte beim Berufseinstieg genau die gleiche Sorge und einen Heidenrespekt vor einer 40-Stunden-Woche. Ganz zu schweigen von den 50+, die in vielen juristischen Berufen häufig als selbstverständlich vorausgesetzt werden. Alles Gewöhnungssache. >10-Stundentage sind für mich durchaus machbar, aber dauerhaft hab ich da einfach keinen Bock drauf. 40 Stunden sind nach meinem Empfinden gut machbar und es bleibt auch ausreichend Zeit für die private Lebensgestaltung.
Zitat:Wenn ich mich 4 Stunden lang intensiv mit etwas beschäftigt habe, ist mein Gehirn danach aus. Rien ne va plus. Und das ist ja nun mal nicht nur bei mir so, sondern wissenschaftlich belegt, dass sich die kognitiven Fähigkeiten nach dieser Zeitspanne nach und nach mindern.
Im Schnitt fünf Stunden konzentrierte Arbeit kommt meines Erachtens ganz gut hin. Man kann das mit großzügigen Pausen schon herauszögern, aber die Arbeit wird dann einfach merklich schlechter. Ich hab am Abend nach 8 oft nochmal ein Hoch, das ich bei starkem Termindruck zusätzlich nutze. Um 17:30 mit den Kindern Abendbrot essen, ins Bett bringen und dann am Abend noch mal ein-zwei Stunden hinsetzen. Dankbar Homeoffice alles kein Problem.
Zitat:Könnt ihr mir bestätigen, dass von den 8h Arbeitszeit pro Tag ein großer Teil für Plausch, Kaffee, Handy, Meetings, Klo und nochmal Plausch draufgeht?
Meetings sind Arbeit, wenn auch von zweifelhaftem Wert. Kaffeeplausch kann auch Arbeit sein und dient dem Betriebsklima. Ansonsten kommt es hin, ja.
Meine Produktivität hängt (wie bei den meisten) stark von meiner Laune und dem Termindruck ab. Wenn die Faktoren sehr günstig sind (gute Laune, ausgeschlafen, angenehme Arbeit, keine externen Störungen) würde ich schätzen, dass ich 2/3 der Zeit produktiv nutze. Umgekehrt kann die Produktivität aber auch extrem in den Keller gehen, vor allem wenn menschliche Störfaktoren dazu kommen (sinnlos herumkrittelnder Partner, unangenehme Mandanten, schlechte Zuarbeit etc.).
Angenehm an meiner jetzigen Tätigkeit ist, dass ich viele kleinteilige Anfragen bekomme. Kurze Anfrage zu einer Rechtsfrage, halbe Stunde recherchieren, Antwort schreiben fertig. Fragesteller glücklich. So kann man einen Tag gut rumkriegen. Monsterschriftsätze schreiben sich dagegen nicht von selbst und man ist viel mit Aufschieben beschäftigt. Wird man aber mit steigender Routine auch besser drin.
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Dauer der Konzentration auf Arbeit - von Berufseinsteiger - 20.12.2021, 21:22
RE: Dauer der Konzentration auf Arbeit - von DerDa - 20.12.2021, 21:23
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RE: Dauer der Konzentration auf Arbeit - von Berufseinsteiger - 28.12.2021, 14:14








