26.08.2021, 23:08
Der Vater einer guten Freundin von mir ist tiefenpsychologischer Psychotherapeut mit eigener Praxis. Er hat ehemaligen Patienten schon häufiger Gutachten über die Behandlung bei ihm ausgestellt, die diese beim Amtsarzt zwecks Prüfung ihrer gesundheitlichen Eignung eingereicht haben. Und im Anschluss an den Amtsarztbesuch immer wieder „Dankeschönbriefe“ erhalten mit der Info, dass es mit der Verbeamtung geklappt hätte.
Klar kann ich als Außenstehende jetzt schlecht beurteilen, um welche Berufsgruppen es sich da im Einzelnen gehandelt hat. Beim Richter ist man als Dienstherr vermutlich strenger als beim Sachbearbeiter im Bezirksamt. Die Maßstäbe an die Bewertung der gesundheitlichen Eignung beim Amtsarzt dürften dagegen immer vergleichbar sein, und auf diese wird sich ja letztlich maßgeblich gestützt. Und da macht es selbst bei mehrmonatiger (oder sogar mehrjähriger) Behandlung durchaus einen Unterschied, wie denn der Werdegang während der Therapie ausgesehen hat. Hat man trotz psychotherapeutischer Behandlung alles ohne Fehlzeiten durchgezogen, ist gestärkt aus der Therapie hervorgegangen und kann das dem Arzt auch nachvollziehbar erklären? Oder hat man die Therapie zu einem Zeitpunkt gemacht, in dem man nach längerer Krankschreibung kurz davor war das Ref abzubrechen, während man ohne Medikamente den Alltag bereits über Jahre kaum noch bewältigen konnte?
Deine (sofern du überhaupt noch mitliest…) Geschichte klingt mir eher nach der „weniger problematischen“ Variante der beiden. Auch wenn ich mir niemals anmaßen würde, über deine oder die Situation anderer zu urteilen…ich schildere nur meine persönliche Wahrnehmung. Wie der Amtsarzt das sieht (z.B. ob er ein Gutachten deines Therapeuten überhaupt für notwendig hält) musst du selbst herausfinden.
So oder so…du hast dich seinerzeit scheinbar in einer akuten Krise befunden und dich damit beschäftigt, wie du diese für dich lösen kannst. Das ist auch gut und richtig so. Und selbst wenn man dich damals besser aufgeklärt hätte…hättest du denn wirklich mit der Ungewissheit leben wollen, womöglich nicht das Naheliegendste und Effektivste gegen deine Probleme unternommen zu haben? Und das allein aus Angst, dass sich eine Psychotherapie in abstrakter Zukunft eventuell mal negativ auf dich auswirken könnte? Die Probleme waren schließlich damals real und wollten gelöst werden. Und solange du aus der Therapie etwas für dich mitgenommen und gelernt hast, Krisen solcher Art künftig zu vermeiden oder sie wenigstens nicht so stark zu erleben, solltest du doch eigentlich grundsätzlich dienstfähig sein, oder? :-)
Mach dir bzw. macht euch nicht so einen Kopf! Es wird letztlich alles nicht so heiß gegessen wie es gekocht wird.
Klar kann ich als Außenstehende jetzt schlecht beurteilen, um welche Berufsgruppen es sich da im Einzelnen gehandelt hat. Beim Richter ist man als Dienstherr vermutlich strenger als beim Sachbearbeiter im Bezirksamt. Die Maßstäbe an die Bewertung der gesundheitlichen Eignung beim Amtsarzt dürften dagegen immer vergleichbar sein, und auf diese wird sich ja letztlich maßgeblich gestützt. Und da macht es selbst bei mehrmonatiger (oder sogar mehrjähriger) Behandlung durchaus einen Unterschied, wie denn der Werdegang während der Therapie ausgesehen hat. Hat man trotz psychotherapeutischer Behandlung alles ohne Fehlzeiten durchgezogen, ist gestärkt aus der Therapie hervorgegangen und kann das dem Arzt auch nachvollziehbar erklären? Oder hat man die Therapie zu einem Zeitpunkt gemacht, in dem man nach längerer Krankschreibung kurz davor war das Ref abzubrechen, während man ohne Medikamente den Alltag bereits über Jahre kaum noch bewältigen konnte?
Deine (sofern du überhaupt noch mitliest…) Geschichte klingt mir eher nach der „weniger problematischen“ Variante der beiden. Auch wenn ich mir niemals anmaßen würde, über deine oder die Situation anderer zu urteilen…ich schildere nur meine persönliche Wahrnehmung. Wie der Amtsarzt das sieht (z.B. ob er ein Gutachten deines Therapeuten überhaupt für notwendig hält) musst du selbst herausfinden.
So oder so…du hast dich seinerzeit scheinbar in einer akuten Krise befunden und dich damit beschäftigt, wie du diese für dich lösen kannst. Das ist auch gut und richtig so. Und selbst wenn man dich damals besser aufgeklärt hätte…hättest du denn wirklich mit der Ungewissheit leben wollen, womöglich nicht das Naheliegendste und Effektivste gegen deine Probleme unternommen zu haben? Und das allein aus Angst, dass sich eine Psychotherapie in abstrakter Zukunft eventuell mal negativ auf dich auswirken könnte? Die Probleme waren schließlich damals real und wollten gelöst werden. Und solange du aus der Therapie etwas für dich mitgenommen und gelernt hast, Krisen solcher Art künftig zu vermeiden oder sie wenigstens nicht so stark zu erleben, solltest du doch eigentlich grundsätzlich dienstfähig sein, oder? :-)
Mach dir bzw. macht euch nicht so einen Kopf! Es wird letztlich alles nicht so heiß gegessen wie es gekocht wird.
Nachrichten in diesem Thema
Verbeamtung trotz Psychotherapie? - von Laure6851 - 27.07.2019, 21:45
RE: Verbeamtung trotz Psychotherapie? - von Gast123 - 27.07.2019, 22:37
RE: Verbeamtung trotz Psychotherapie? - von GastRR - 28.07.2019, 00:22
RE: Verbeamtung trotz Psychotherapie? - von RichterixNRW - 28.07.2019, 08:12
RE: Verbeamtung trotz Psychotherapie? - von Gast - 28.08.2021, 09:25
RE: Verbeamtung trotz Psychotherapie? - von Gast_B - 28.07.2019, 17:32
RE: Verbeamtung trotz Psychotherapie? - von Gast - 26.08.2021, 19:51
RE: Verbeamtung trotz Psychotherapie? - von VitoVibci - 26.08.2021, 19:54
RE: Verbeamtung trotz Psychotherapie? - von Gast - 26.08.2021, 20:03
RE: Verbeamtung trotz Psychotherapie? - von Gästin aus Köln - 26.08.2021, 23:08
RE: Verbeamtung trotz Psychotherapie? - von Gast - 28.08.2021, 13:18
RE: Verbeamtung trotz Psychotherapie? - von Gast - 28.08.2021, 17:23
RE: Verbeamtung trotz Psychotherapie? - von Gast - 29.08.2021, 10:13








