14.11.2020, 12:25
Geht es noch jemandem so, dass er die ostdeutschen, also vor allem sächsischen, aber zB auch thüringischen Klausuren im Ringtausch besonders schwierig findet?
Eine anspruchsvolle, aber machbare Klausur zeichnet sich dadurch aus, dass der Sachverhalt klar ist, die ungefähre Struktur der Lösung eindeutig ist und die Klausur inhaltlich überwiegend im oder nahe am Pflichtfachstoff angesiedelt ist. Dann gibt es noch einige Spezialprobleme für gute Kandidaten, die nicht jeder sieht oder gut löst. Trotzdem kann fast jeder Kandidat irgendwo etwas Wissen abladen und Punkte sammeln.
Bei einigen ostdeutschen Klausuren habe ich dagegen eher einen anderen Eindruck: der Sachverhalt ist oft nicht ganz klar und zudem spielt sich die gesamte Klausur jenseits des Pflichtfachstoffes ab. Gleichzeitig sind die Sachverhalte oft angedreht und kurios. Wer den richtigen Einstieg nicht findet oder das zentrale Problem falsch angeht, hat völlig verloren. Dann geht es oft gerne ausschließlich um Randmaterien wie die persönlichen Dienstbarkeiten, die Frage, ob jemand ein Treppenhaus mitbenutzen darf, die Bruchteilsgemeinschaft oder darum, ob in einem Personalausweis der Zusatz "Gartenhaus" bei der Anschrift zulässig ist.
Vor allem aber gibt es bei solchen Klausuren oft keinerlei Raum, um schön Punkte zu sammeln: Tatbestand erlassen, Zulässigkeit ohne Probleme, Nebenentscheidungen erlassen, keine formellen Rechtmäßigkeitsprobleme, keine Fristprobleme, kein Eilrechtsschutz. Es geht dann alleine darum, ob man den meist unklaren Sachverhalt richtig ordnet und materiell bei einer sehr kuriosen Konstellation den richtigen Weg wählt.
Das finde ich sehr schwierig und unterscheidet sich erheblich von anderen Klausuren.
Woran liegt das?
Eine anspruchsvolle, aber machbare Klausur zeichnet sich dadurch aus, dass der Sachverhalt klar ist, die ungefähre Struktur der Lösung eindeutig ist und die Klausur inhaltlich überwiegend im oder nahe am Pflichtfachstoff angesiedelt ist. Dann gibt es noch einige Spezialprobleme für gute Kandidaten, die nicht jeder sieht oder gut löst. Trotzdem kann fast jeder Kandidat irgendwo etwas Wissen abladen und Punkte sammeln.
Bei einigen ostdeutschen Klausuren habe ich dagegen eher einen anderen Eindruck: der Sachverhalt ist oft nicht ganz klar und zudem spielt sich die gesamte Klausur jenseits des Pflichtfachstoffes ab. Gleichzeitig sind die Sachverhalte oft angedreht und kurios. Wer den richtigen Einstieg nicht findet oder das zentrale Problem falsch angeht, hat völlig verloren. Dann geht es oft gerne ausschließlich um Randmaterien wie die persönlichen Dienstbarkeiten, die Frage, ob jemand ein Treppenhaus mitbenutzen darf, die Bruchteilsgemeinschaft oder darum, ob in einem Personalausweis der Zusatz "Gartenhaus" bei der Anschrift zulässig ist.
Vor allem aber gibt es bei solchen Klausuren oft keinerlei Raum, um schön Punkte zu sammeln: Tatbestand erlassen, Zulässigkeit ohne Probleme, Nebenentscheidungen erlassen, keine formellen Rechtmäßigkeitsprobleme, keine Fristprobleme, kein Eilrechtsschutz. Es geht dann alleine darum, ob man den meist unklaren Sachverhalt richtig ordnet und materiell bei einer sehr kuriosen Konstellation den richtigen Weg wählt.
Das finde ich sehr schwierig und unterscheidet sich erheblich von anderen Klausuren.
Woran liegt das?
14.11.2020, 13:05
Ich finde die aus BW viel schwieriger. NRW kommt mir am „einfachsten“ vor
14.11.2020, 13:33
Ja, die Klausuren aus den östlichen Ländern sind sicherlich die schwierigsten. Das weiß eigentlich auch wirklich jeder Referendar. Ich habe selbst in Kasachstan geschrieben und kann das aus eigener Erfahrung bestätigen.
14.11.2020, 13:37
(14.11.2020, 13:33)Gast schrieb: Ja, die Klausuren aus den östlichen Ländern sind sicherlich die schwierigsten. Das weiß eigentlich auch wirklich jeder Referendar. Ich habe selbst in Kasachstan geschrieben und kann das aus eigener Erfahrung bestätigen.Aus kasachischer Sicht sind es ja aber die „westlichen“ Klausuren, so dass es von dort aus betrachtet die einfachereren sein müssten, oder?
14.11.2020, 13:39
14.11.2020, 13:51
(14.11.2020, 13:05)Gast schrieb: Ich finde die aus BW viel schwieriger. NRW kommt mir am „einfachsten“ vorNRW hat halt jeden Monat Examen und dementsprechend einfach mehr Übung darin, Klausuren zu bauen. Die sehen halt auch jeden Monat, wo Kandidaten was falsch verstehen, wo etwas vielleicht unklar war und womit man in die falsche Richtung gelenkt hat. Dementsprechend gibt es viel mehr Input um gegenzusteuern.
Hab jedenfalls meinen regulären Versuch in nem Monat geschrieben, in dem in sechs Bundesländern Examen war und meinen Verbesserungsversuch in nem Monat, wo nur in in zweien. Letzteres war sehr dankbar in den Klausuren und ich hab mich allein schriftlich um 3 Punkte verbessert.
14.11.2020, 15:40
14.11.2020, 16:33
14.11.2020, 17:13
(14.11.2020, 16:33)Gast schrieb:(14.11.2020, 15:40)Gast schrieb:(14.11.2020, 13:05)Gast schrieb: Ich finde die aus BW viel schwieriger. NRW kommt mir am „einfachsten“ vorGenau, deswegen hat BW auch eine Durchfallquote unter 10%.
Das ist meine Meinung. Eine Meinung zeichnet sich durch ihr subjektives Element aus.
Ich finde die aus NRW viel schwieriger. BW kommt mir am "einfachsten" vor. Hab noch nie ne Klausur aus BW gesehen, aber das ist meine Meinung!!11!


