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Derzeitige Bewerbungssituation bei GKs
Gast
Unregistered
 
#81
18.08.2020, 10:30
(18.08.2020, 09:34)Gast schrieb:  
(18.08.2020, 09:23)Gast schrieb:  
(18.08.2020, 09:01)Gast schrieb:  
(18.08.2020, 08:45)Gast schrieb:  
(18.08.2020, 07:37)Gast schrieb:  Zurück zum Thema, bitte.
Meine Prognose ist leider, dass uns das Thema nich bis 21 im besten Fall beschäftigen wird. 

Die Wirtschaftsleistung sinkt fast überall um die 10 Prozent, was eine viel größere Delle als die Finanzkrise wäre. Da hat in bestimmten Branchen 10 Jahre gedauert bis man auf dem Niveau davor war. 

Das betrifft natürlich auch die wirtschaftsnahe Beratung, also insbesondere M&A PE und sowas. Andere Bereich sind kaum betroffen (Inso natürlich, normales SteuerR ohne Transaktionen, IT, und usw...). Und das sieht man jetzt ja an der Einstellungspraxis. Warum sollte man jetzt Leute einstellen, wenn man schlicht nicht weiß wie die Situation in halben oder ganzen Jahr läuft? 

Wenn man auf LTO oder so guckt wirken die ganzen Anzeigen auf mich allerdings auch als mehr Schein als sein. Da werden dann an einem Tag 15 Anzeigen rausgehauen. Kann ich mit bei den Stories hier kaum vorstellen. Aus meinem Umfeld kann ich allerdings auch nicht berichten, dass nicht eingestellt wird. Sind alle gut untergekommen bis auf einen. 

Wie ein Vorredner schon sagte: Zur normalen Einstellungspraxis wird man wahrscheinlich erst zurückkehren, wenn die Wirtschaft auch in der Pandemie einigermaßen läuft.
Es gibt immer noch ein riesiges Stellenangebot. Es ist nur eben die Frage, wie wählerisch man derzeit sein kann. Da es viele mit guten Noten in die Justiz zieht, scheidet die inzwischen für viele mit mittelguten/besseren Examina zw. 8-9 Punkten aus. Die hatten bis Februar grds. kein Problem in die Justiz zu kommen, jetzt ist man damit eher draußen oder vielleicht auf der Warteliste, nur mit viel Glück kommt man vereinzelt noch rein. Da die GKs nun überwiegend in Bereichen tätig sind, die stark durch Corona tangiert wurden, ist deren Einstellungspraxis dort nun häufig auch rigider bzw. es wird gerade nicht eingestellt. Wenn man natürlich unbedingt des Gehaltes oder des Egos wegen in eine GK will, ist das persönliches Pech. Ist eben nicht so, dass zwei VB automatisch das Recht auf einen 120k Job oder eine 80k WissMit Stelle mit sich bringen. 

Aber dann muss man eben mit einem anderem Job Vorlieb nehmen. Ich habe, wie 3 Ex-Kollegen, Anfang des Jahres den Job gewechselt. Trotz Corona musste ich Null Angst haben, dass mir gekündigt wird, außerdem wird bei uns immer noch Verstärkung gesucht. Wenn man natürlich mit der Denkweise durchs Leben geht, dass man mit 2 VB durch die Stadt geht und mit Angeboten zugeschmissen wird, wie das vor Corona war, ist die derzeitige Situation natürlich Realitätsschock. Insgesamt würde ich aber nicht sagen, dass die Lage für Juristen derzeit schlecht ist. Juristen mit guten Examina sind verglichen mit früher eingeschränkter und die mit mittleren und schlechten Examina haben im Zweifel mehr Probleme. Aber insgesamt ist das im Vergleich mit anderen Branchen noch Luxus, auch wenn die ü100k - Jobs nun auch für die guten Leute kein Selbstläufer mehr sind.

Hört endlich auf, diesen Mist zu verzapfen von wegen zwischen 8 und 9 reichten nicht für die Justiz. Das sind bloße Behauptungen, die nicht wahr werden, wenn man sie 40mal gebetsmühlenartig wiederholt.
1. Thema mal wieder verfehlt!

2. Deine Behauptung steht überhaupt nicht in dem Text. Dort steht, dass es mit den Noten jetzt verglichen mit früher schwierig heißt es:

"Die hatten bis Februar grds. kein Problem in die Justiz zu kommen, jetzt ist man damit eher draußen oder vielleicht auf der Warteliste, nur mit viel Glück kommt man vereinzelt noch rein."

Also verkusch Dich, wenn Du nichts Sinnvolles beitragen kannst.

Du weißt schon was „eher draußen“ heißt? Verzapf nicht so einen Unsinn und verunsicher damit potentielle Kandidaten!
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associate
Unregistered
 
#82
18.08.2020, 10:35
Achso, als Update: Die Arge in Hessen vermittelt bei unter 14 Punkten gar nicht mehr mit Ziel "juristische Berufe", sondern in Richtung "ergänzende Fortbildung zum Erwerb hinreichender Kompetenzen in kompetenzgerechten fachfremden Berufen" (vulgo Umschulung). Also es ist wirklich bescheiden.
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Gast
Unregistered
 
#83
18.08.2020, 10:42
(18.08.2020, 10:35)associate schrieb:  Achso, als Update: Die Arge in Hessen vermittelt bei unter 14 Punkten gar nicht mehr mit Ziel "juristische Berufe", sondern in Richtung "ergänzende Fortbildung zum Erwerb hinreichender Kompetenzen in kompetenzgerechten fachfremden Berufen" (vulgo Umschulung). Also es ist wirklich bescheiden.

Lol
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Gast Gast
Unregistered
 
#84
18.08.2020, 10:42
(18.08.2020, 10:29)associate schrieb:  
(18.08.2020, 10:08)Gast Gast schrieb:  Justiz und GK sind halt auch zwei komplett verschiedene Paar Schuhe. 

Wer Anwalt werden will und erstmal in die GK möchte, der findet sein Lebensglück nicht plötzlich als Richter oder StA. Ich wäre damals wahrscheinlich eher in eine mittelständische Kanzlei gegangen als Richter zu werden, einfach weil ich mich nicht als solcher sehe. Diesen Aspekt darf man nicht außer Acht lassen.

Ich glaube, wer Anwalt werden will, findet auch jetzt immer noch einen guten Job. Man kann nicht mehr ganz wahllos in jeder GK anfangen, sondern man muss flexibel sein (entweder beim Rechtsgebiet oder der Stadt) aber man kommt unter.


Naja, ist halt schon ärgerlich, wenn man mit Doppel-VB und Dr. Stellen antreten muss, für die früher vielleicht 2*6,5 Punkte gereicht hätten und 60k im Jahr bringen . Dann hätte man auch gleich BWL studieren können.


So ist das Leben. Als junger Assistenzarzt bekommt auch um die 60k, also sollte man den Ball auch mal flachhalten. Abgesehen davon sind 60k nun auch niedrig gegriffen, 80-100 sind oft für die Qualifikationen (Doppel-VB, Dr) drin. Ein paar GKs haben es eben übertrieben und jetzt sieht man mal, dass man nicht "wahllos" jedem gut qualifizierten Einsteiger 120k zahlen kann, das geht nur, wenn alles richtig rund läuft.
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Gast
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#85
18.08.2020, 10:52
(18.08.2020, 10:42)Gast Gast schrieb:  
(18.08.2020, 10:29)associate schrieb:  
(18.08.2020, 10:08)Gast Gast schrieb:  Justiz und GK sind halt auch zwei komplett verschiedene Paar Schuhe. 

Wer Anwalt werden will und erstmal in die GK möchte, der findet sein Lebensglück nicht plötzlich als Richter oder StA. Ich wäre damals wahrscheinlich eher in eine mittelständische Kanzlei gegangen als Richter zu werden, einfach weil ich mich nicht als solcher sehe. Diesen Aspekt darf man nicht außer Acht lassen.

Ich glaube, wer Anwalt werden will, findet auch jetzt immer noch einen guten Job. Man kann nicht mehr ganz wahllos in jeder GK anfangen, sondern man muss flexibel sein (entweder beim Rechtsgebiet oder der Stadt) aber man kommt unter.


Naja, ist halt schon ärgerlich, wenn man mit Doppel-VB und Dr. Stellen antreten muss, für die früher vielleicht 2*6,5 Punkte gereicht hätten und 60k im Jahr bringen . Dann hätte man auch gleich BWL studieren können.


So ist das Leben. Als junger Assistenzarzt bekommt auch um die 60k, also sollte man den Ball auch mal flachhalten. Abgesehen davon sind 60k nun auch niedrig gegriffen, 80-100 sind oft für die Qualifikationen (Doppel-VB, Dr) drin. Ein paar GKs haben es eben übertrieben und jetzt sieht man mal, dass man nicht "wahllos" jedem gut qualifizierten Einsteiger 120k zahlen kann, das geht nur, wenn alles richtig rund läuft.

Genauso ist es. 6-stellig+ als Einstieg gibt es außerhalb von GK und IB einfach nirgendwo.... in keiner Branche, egal welche Abschlüsse man hat. Der Durchschnitt für Akademiker liegt bei ca. 44k. Jetzt wo Diesel vorbei ist und die Konjunktur auf Jahre im Keller sein wird, müssen Juristen mit der Realität einfach klar kommen. Find ich auch nicht schön aber das sind die Folgen einer zweifelhaften Lockdownpolitik. Kommt halt dabei raus, wenn man von Politikern regiert wird, die sich einer Kindersprache bedienen (Stichwort „Wumms“), ihr Geld auf dem Sparbuch anlegen und der Bevölkerung erklären, niemand müsse befürchten, wegen Corona seinen Job zu verlieren.
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associate
Unregistered
 
#86
18.08.2020, 11:11
44k?
Mag sein, aber da heuer ich lieber als Kellner in Kanada an, da hab ich unterm Strich mehr. Aber stimmt schon, Deutschland ist ein Land mit armer Bevölkerung, nur bei den Juristen gab es sozusagen noch eine Oase des Wohlstands. Das ist jetzt vorbei, und Auswandern ist angesagt.
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Gast
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#87
18.08.2020, 11:20
Das Durchschnittsgehalt in Kanada liegt bei ca. 30.000 EUR, über alle Berufe. Für Kellner wird es eher drunter liegen. So schlecht ist es in Deutschland vielleicht auch nicht.
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Gast
Unregistered
 
#88
18.08.2020, 11:23
(18.08.2020, 11:20)Gast schrieb:  Das Durchschnittsgehalt in Kanada liegt bei ca. 30.000 EUR, über alle Berufe. Für Kellner wird es eher drunter liegen. So schlecht ist es in Deutschland vielleicht auch nicht.

Dafür niedrigere Steuern, höhere Kaufkraft und niedrigere Mieten. Im Ernst 44k reicht netto in einer Großstadt für die Miete und Hartz-IV-Niveau. Dass es anderen schlechter geht's hilft da auch nicht.
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Gast
Unregistered
 
#89
18.08.2020, 11:26
mit H4 hast mehr als mit 40k brutto wenn du 3 Kinder hast. Da kommt gut was rum.
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Gast
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#90
18.08.2020, 11:27
Steuern sind geringer. Miete höher, Kaufkraft geringer. Die Sehnsucht nach deutschen Akademikern, welche kellnern wollen, wird sich auch in Grenzen halten.
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