11.07.2026, 18:58
Hallo zusammen,
ich habe meinen Verbesserungsversuch geschrieben, weil ich im Erstversuch mit meiner Klausurleistung und den Klausurthemen überhaupt nicht zufrieden war. Doch jetzt ist das fast unvorstellbare passiert, dass ich mich sogar leicht verschlechtert habe, obwohl ich im Erstversuch alles andere als gut abgeschnitten habe (schriftlich 5,0). Das war schon ein harter Schlag, da ich bei ein paar Klausuren ein recht gutes Gefühl hatte (im Gegensatz zum Erstversuch). Erklären kann ich mir das nicht, aber es bringt jetzt auch nichts mehr sich den Kopf darüber zu zerbrechen, warum es so schlecht gelaufen ist.
Die mündliche Prüfung im Erstversuch lief ganz gut (jeweils 10 Punkte im AV und im Gespräch), sodass ich insgesamt auf 6,75 gekommen bin. Nun stehe ich vor der Frage, ob ich zur mündlichen Prüfung gehe oder es sein lasse. Ich müsste im Gespräch 12 Punkte bekommen (wenn ich im AV wieder 10 hätte), um mich insgesamt doch noch zu verbessern. Das Gespräch im Erstversuch lief ganz gut, aber nicht optimal und gegebenenfalls hätte ich dort schon besser sein können. Aber wann läuft es schon optimal?
Natürlich ist es nicht sehr wahrscheinlich, dass ich die oben genannten Noten erreiche. Auf der einen Seite denke ich, dass ich die MP einfach mitnehme damit ich mir später nicht sagen muss „Was wäre, wenn“ und man weiß ja nie was passiert. Mein Mindestziel habe ich im Erstversuch schon erreicht, da ich ein befriedigend wollte, damit ich in den ÖD kann. Wenn ich im AV 10 und im Gespräch 12 hätte, käme ich insgesamt auf 7,0 und es ist die Frage, ob das die Einstellungschancen im ÖD überhaupt (signifikant) erhöht. Ich bezweifle es.
Auf der anderen Seite weiß ich nicht, ob ich mich wirklich motivieren kann viel bzw. ausreichend zu lernen. Ich hatte zunächst überlegt mir die Protokolle anzuschauen, um zu sehen, ob die Prüfer hinsichtlich der Notenvergabe eher wohlwollend sind und Notensprünge erlauben oder eher streng sind. In diesem Fall würde ich aber kein Geld zurückbekommen (s. nächster Absatz).
Ich weiß nicht, was ich tun soll, und wäre daher über Input/Erfahrungswerte von euch sehr dankbar. Vielleicht war einer von euch schon mal in einer ähnlichen Situation oder kennt jemanden. Es besteht eine gewisse Dringlichkeit, da ich einen Teil der Gebühr des VV nur dann zurückbekomme, wenn ich bis kommenden Dienstag von der Prüfung zurücktrete. Das wären immerhin 275 €.
Vielen Dank
ich habe meinen Verbesserungsversuch geschrieben, weil ich im Erstversuch mit meiner Klausurleistung und den Klausurthemen überhaupt nicht zufrieden war. Doch jetzt ist das fast unvorstellbare passiert, dass ich mich sogar leicht verschlechtert habe, obwohl ich im Erstversuch alles andere als gut abgeschnitten habe (schriftlich 5,0). Das war schon ein harter Schlag, da ich bei ein paar Klausuren ein recht gutes Gefühl hatte (im Gegensatz zum Erstversuch). Erklären kann ich mir das nicht, aber es bringt jetzt auch nichts mehr sich den Kopf darüber zu zerbrechen, warum es so schlecht gelaufen ist.
Die mündliche Prüfung im Erstversuch lief ganz gut (jeweils 10 Punkte im AV und im Gespräch), sodass ich insgesamt auf 6,75 gekommen bin. Nun stehe ich vor der Frage, ob ich zur mündlichen Prüfung gehe oder es sein lasse. Ich müsste im Gespräch 12 Punkte bekommen (wenn ich im AV wieder 10 hätte), um mich insgesamt doch noch zu verbessern. Das Gespräch im Erstversuch lief ganz gut, aber nicht optimal und gegebenenfalls hätte ich dort schon besser sein können. Aber wann läuft es schon optimal?
Natürlich ist es nicht sehr wahrscheinlich, dass ich die oben genannten Noten erreiche. Auf der einen Seite denke ich, dass ich die MP einfach mitnehme damit ich mir später nicht sagen muss „Was wäre, wenn“ und man weiß ja nie was passiert. Mein Mindestziel habe ich im Erstversuch schon erreicht, da ich ein befriedigend wollte, damit ich in den ÖD kann. Wenn ich im AV 10 und im Gespräch 12 hätte, käme ich insgesamt auf 7,0 und es ist die Frage, ob das die Einstellungschancen im ÖD überhaupt (signifikant) erhöht. Ich bezweifle es.
Auf der anderen Seite weiß ich nicht, ob ich mich wirklich motivieren kann viel bzw. ausreichend zu lernen. Ich hatte zunächst überlegt mir die Protokolle anzuschauen, um zu sehen, ob die Prüfer hinsichtlich der Notenvergabe eher wohlwollend sind und Notensprünge erlauben oder eher streng sind. In diesem Fall würde ich aber kein Geld zurückbekommen (s. nächster Absatz).
Ich weiß nicht, was ich tun soll, und wäre daher über Input/Erfahrungswerte von euch sehr dankbar. Vielleicht war einer von euch schon mal in einer ähnlichen Situation oder kennt jemanden. Es besteht eine gewisse Dringlichkeit, da ich einen Teil der Gebühr des VV nur dann zurückbekomme, wenn ich bis kommenden Dienstag von der Prüfung zurücktrete. Das wären immerhin 275 €.
Vielen Dank
Zur Vorbereitung Deiner mündlichen Prüfung solltest Du auf jeden Fall die vielen Infos der Seite Protokolle-Assessorexamen.de nutzen:
https://www.protokolle-assessorexamen.de/
Neben der Möglichkeit, kostenlos die Protokolle Deiner Prüfer herunterzuladen, findest Du auf der Seite eine Sammlung von im Netz abrufbaren Aktenvorträgen. Zudem findest Du dort Hinweise auf aktuelle Rechtsprechung, den "Fall des Monats" für Rechtsreferendare sowie hilfreiche Tools wie den Notenrechner:
https://www.protokolle-assessorexamen.de/infos.php
https://www.protokolle-assessorexamen.de/
Neben der Möglichkeit, kostenlos die Protokolle Deiner Prüfer herunterzuladen, findest Du auf der Seite eine Sammlung von im Netz abrufbaren Aktenvorträgen. Zudem findest Du dort Hinweise auf aktuelle Rechtsprechung, den "Fall des Monats" für Rechtsreferendare sowie hilfreiche Tools wie den Notenrechner:
https://www.protokolle-assessorexamen.de/infos.php
11.07.2026, 21:45
Erst mal tut es mir leid für dich, dass die Klausuren nicht so gelaufen sind wie erhofft...
Ich würde auf jeden Fall zur Mündlichen antreten! Sieh die 275€ als letzte Investition in deine Ausbildung. In der mündlichen Prüfung kann alles passieren, alles! Vielleicht lohnt es sich nicht am Ende, aber vielleicht knackst du die 7 oder die 7,5.... Da ist wirklich alles drin, gute Stimmung in der Mündlichen und ein bisschen Glück und zack, dicker Notensprung! Die 275€ kaufen dir - egal, wie es am Ende ausgeht - jedenfalls den Luxus, dich nicht bis ans Ende deines Arbeitslebens fragen zu müssen, ob deine Karriere vielleicht anders verlaufen wäre, wenn du damals zur Mündlichen gegangen wärst. Klar ist das viel Geld, aber mir wäre es das wert.
Ich drücke dir fest die Daumen!! :)
Ich würde auf jeden Fall zur Mündlichen antreten! Sieh die 275€ als letzte Investition in deine Ausbildung. In der mündlichen Prüfung kann alles passieren, alles! Vielleicht lohnt es sich nicht am Ende, aber vielleicht knackst du die 7 oder die 7,5.... Da ist wirklich alles drin, gute Stimmung in der Mündlichen und ein bisschen Glück und zack, dicker Notensprung! Die 275€ kaufen dir - egal, wie es am Ende ausgeht - jedenfalls den Luxus, dich nicht bis ans Ende deines Arbeitslebens fragen zu müssen, ob deine Karriere vielleicht anders verlaufen wäre, wenn du damals zur Mündlichen gegangen wärst. Klar ist das viel Geld, aber mir wäre es das wert.
Ich drücke dir fest die Daumen!! :)
11.07.2026, 21:53
Ach so, und ich habe mich im VV schriftlich kaum verbessert (ca 0,3), bin aber am Ende fast zwei Punkte besser aus der MP raus, weil es einfach besser lief! Gerlent habe ich für die zweite Mündliche nur ca 1,5 Wochen, und da vor allem für den AV. Seit den Klausuren hatte ich nichts mehr an Stoff gemacht. Manchmal hat man einfach Glück! :)
Eine Freundin hat trotz schlechterer Klausuren die 7,5 geknackt, an denen sie im Erstversuch gescheitert war. Also ich finde, man hat (außer Geld natürlich) wirklich nichts zu verlieren.
Eine Freundin hat trotz schlechterer Klausuren die 7,5 geknackt, an denen sie im Erstversuch gescheitert war. Also ich finde, man hat (außer Geld natürlich) wirklich nichts zu verlieren.
12.07.2026, 10:22
(11.07.2026, 18:58)275 schrieb: Hallo zusammen,
ich habe meinen Verbesserungsversuch geschrieben, weil ich im Erstversuch mit meiner Klausurleistung und den Klausurthemen überhaupt nicht zufrieden war. Doch jetzt ist das fast unvorstellbare passiert, dass ich mich sogar leicht verschlechtert habe, obwohl ich im Erstversuch alles andere als gut abgeschnitten habe (schriftlich 5,0). Das war schon ein harter Schlag, da ich bei ein paar Klausuren ein recht gutes Gefühl hatte (im Gegensatz zum Erstversuch). Erklären kann ich mir das nicht, aber es bringt jetzt auch nichts mehr sich den Kopf darüber zu zerbrechen, warum es so schlecht gelaufen ist.
Die mündliche Prüfung im Erstversuch lief ganz gut (jeweils 10 Punkte im AV und im Gespräch), sodass ich insgesamt auf 6,75 gekommen bin. Nun stehe ich vor der Frage, ob ich zur mündlichen Prüfung gehe oder es sein lasse. Ich müsste im Gespräch 12 Punkte bekommen (wenn ich im AV wieder 10 hätte), um mich insgesamt doch noch zu verbessern. Das Gespräch im Erstversuch lief ganz gut, aber nicht optimal und gegebenenfalls hätte ich dort schon besser sein können. Aber wann läuft es schon optimal?
Natürlich ist es nicht sehr wahrscheinlich, dass ich die oben genannten Noten erreiche. Auf der einen Seite denke ich, dass ich die MP einfach mitnehme damit ich mir später nicht sagen muss „Was wäre, wenn“ und man weiß ja nie was passiert. Mein Mindestziel habe ich im Erstversuch schon erreicht, da ich ein befriedigend wollte, damit ich in den ÖD kann. Wenn ich im AV 10 und im Gespräch 12 hätte, käme ich insgesamt auf 7,0 und es ist die Frage, ob das die Einstellungschancen im ÖD überhaupt (signifikant) erhöht. Ich bezweifle es.
Auf der anderen Seite weiß ich nicht, ob ich mich wirklich motivieren kann viel bzw. ausreichend zu lernen. Ich hatte zunächst überlegt mir die Protokolle anzuschauen, um zu sehen, ob die Prüfer hinsichtlich der Notenvergabe eher wohlwollend sind und Notensprünge erlauben oder eher streng sind. In diesem Fall würde ich aber kein Geld zurückbekommen (s. nächster Absatz).
Ich weiß nicht, was ich tun soll, und wäre daher über Input/Erfahrungswerte von euch sehr dankbar. Vielleicht war einer von euch schon mal in einer ähnlichen Situation oder kennt jemanden. Es besteht eine gewisse Dringlichkeit, da ich einen Teil der Gebühr des VV nur dann zurückbekomme, wenn ich bis kommenden Dienstag von der Prüfung zurücktrete. Das wären immerhin 275 €.
Vielen Dank
Ich habe mich auch minimal im schriftlichen verbessert aber um in der Gesamtnote eine Verbesserung zu erzielen bzw. mein Notenwunsch zu erreichen brauche ich auch 12 Punkte im mündlichen. Bei mir ist es auch so, dass ich ein Teil zurück bekäme wenn ich innerhalb einer Frist zurückgetreten wäre. Ich habe mich dazu entschlossen, es zu probieren, auch wenn ich mündlich nicht so gut bin. Wenn ich wie letztes Jahr 15 Punkte im AV erziele und in den Gesprächen 10-11 Punkte hätte ich mein Ziel erreicht, aber ich hatte verdammtes Glück mit dem AV. Ich habe mich dazu entschieden es zu versuchen. Wenns nicht klappt, werde ich natürlich dem Geld hinterherweinen, aber wenn ich zurück getreten wäre hätte ich ja trd Geld ausgegeben (auch wenn weniger) und mich ewig gefragt, was wäre wenn. Mein Motto isg daher ich bereue nur das was ich nicht versucht habe und abgesehen davon die mündliche Prüfung kann auch eine gute Übung sein, nochmal juristische Überzeugung zu üben und das reden. Gerade im ÖD sind die Vorstellungsgespräche oft sehr fachlich ausgelegt und da werden viele fachlichen Fragen gestellt und da ist eine weitere mündliche Prüfung vlt ganz gut zur Übung. Am Ende musst du es für dich entscheiden. Ja, du hast Geld zu verlieren, aber ansonsten verlierst du nichts. Du gewinnst stattdessen Erfahrung und vielleicht eine bessere Note. Wer weiß?









