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  5. Ruf einer entspannten Wirtschaftskanzlei: Keine Ellbogen, keine bodenlose Arbeitszeit
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Ruf einer entspannten Wirtschaftskanzlei: Keine Ellbogen, keine bodenlose Arbeitszeit
LCL
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#11
12.04.2026, 19:40
(12.04.2026, 18:34)MNN schrieb:  m.E. solltest du dich nach Boutiquen umschauen


+ 1

Wobei du zu Beginn evlt etwas mehr arbeiten wirst, einfach um fachlich in der jeweiligen Boutique mithalten zu können; wird sich aber mit der Zeit legen. Dann hast du mE ein wahnsinnig guten Deal was Zeit/Gehalt angeht (+ Perspektive, da hochspezialisiert)
(Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 12.04.2026, 19:41 von LCL. Bearbeitungsgrund: Satzbau )
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MA55
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#12
14.04.2026, 21:59
Schau dir mal Osborne Clarke an. Die haben einen Standort in München, sind breit aufgestellt und haben so ein bisschen den Ruf der "etwas entspannteren Großkanzlei". Eine Freundin von mir arbeitet dort (wenn auch an einem anderen Standort) und schafft es regelmäßig um 19 / 19:30 aus dem Büro. Einstiegsgehalt sind 100k. 

Ist am Ende aber trotzdem noch eine GK mit klassischem GK-Stress (Erreichbarkeit auch über die Arbeitszeiten hinaus, Vereinzelte Arbeitszeitspitzen bis spät in den Abend, Billable-Vorgaben etc.)
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BavarianLawyer
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#13
17.04.2026, 14:21
100k sind halt netto echt kaum mehr entfernt von einem typischen Beamtenjob,  der dann mit Ehe und evtl Kind sogar komplett aufholen kann in München und das ohne Erreichbarkeit, Stress und "Angst vorm Umsatz". 

Bin gespannt ob bzw wann die Gehaltsentwicklung nachziehen wird bei den Kanzleien wie eben Osborne und Co, die eigentlich inzwischen "zu wenig" zahlen
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Bro
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#14
20.04.2026, 15:43
(17.04.2026, 14:21)BavarianLawyer schrieb:  100k sind halt netto echt kaum mehr entfernt von einem typischen Beamtenjob,  der dann mit Ehe und evtl Kind sogar komplett aufholen kann in München und das ohne Erreichbarkeit, Stress und "Angst vorm Umsatz". 

Bin gespannt ob bzw wann die Gehaltsentwicklung nachziehen wird bei den Kanzleien wie eben Osborne und Co, die eigentlich inzwischen "zu wenig" zahlen

Insbesondere nach den neueren Besoldungsanhebungen
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Patenter Gast
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#15
20.04.2026, 17:16
(17.04.2026, 14:21)BavarianLawyer schrieb:  100k sind halt netto echt kaum mehr entfernt von einem typischen Beamtenjob,  der dann mit Ehe und evtl Kind sogar komplett aufholen kann in München und das ohne Erreichbarkeit, Stress und "Angst vorm Umsatz". 

Bin gespannt ob bzw wann die Gehaltsentwicklung nachziehen wird bei den Kanzleien wie eben Osborne und Co, die eigentlich inzwischen "zu wenig" zahlen

Naja, zwischen A13 netto und 100k netto liegt schon noch etwas Differenz. Abgesehen davon sollte man das Gehalt beim Jobeinstieg nicht überbewerten. Über die ersten fünf Jahre bekommt man Gehaltssteigerungen hin, da ist man im öD weit von entfernt. 

Am Ende sind es eben auch komplett verschiedene Tätigkeiten. Wer gerne Wirtschaftsanwalt werden will, wird in den meisten Behörden nicht glücklich und umgekehrt.
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RRalf
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#16
20.04.2026, 17:34
(20.04.2026, 15:43)Bro schrieb:  
(17.04.2026, 14:21)BavarianLawyer schrieb:  100k sind halt netto echt kaum mehr entfernt von einem typischen Beamtenjob,  der dann mit Ehe und evtl Kind sogar komplett aufholen kann in München und das ohne Erreichbarkeit, Stress und "Angst vorm Umsatz". 

Bin gespannt ob bzw wann die Gehaltsentwicklung nachziehen wird bei den Kanzleien wie eben Osborne und Co, die eigentlich inzwischen "zu wenig" zahlen

Insbesondere nach den neueren Besoldungsanhebungen

Die amtsangemessene Alimentation ist nicht mal auf Bundesebene durch und wir reden hier von ca. 10% im relevanten Bereich.

Schau dir mal an, wie manche Länder wie AA umgesetzt haben. Noch mehr Familienzuschläge, fiktive Partnereinkommen usw. 

Da kam fast nichts bei rum und es könnte sich um einige Jahre handeln, bis es zu größeren Korrekturen kommt.
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BavarianLawyer
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#17
20.04.2026, 22:54
(20.04.2026, 17:16)Patenter Gast schrieb:  
(17.04.2026, 14:21)BavarianLawyer schrieb:  100k sind halt netto echt kaum mehr entfernt von einem typischen Beamtenjob,  der dann mit Ehe und evtl Kind sogar komplett aufholen kann in München und das ohne Erreichbarkeit, Stress und "Angst vorm Umsatz". 

Bin gespannt ob bzw wann die Gehaltsentwicklung nachziehen wird bei den Kanzleien wie eben Osborne und Co, die eigentlich inzwischen "zu wenig" zahlen

Naja, zwischen A13 netto und 100k netto liegt schon noch etwas Differenz. Abgesehen davon sollte man das Gehalt beim Jobeinstieg nicht überbewerten. Über die ersten fünf Jahre bekommt man Gehaltssteigerungen hin, da ist man im öD weit von entfernt. 

Am Ende sind es eben auch komplett verschiedene Tätigkeiten. Wer gerne Wirtschaftsanwalt werden will, wird in den meisten Behörden nicht glücklich und umgekehrt.

Ich meinte natürlich das Nettogehalt bei 100k brutto, wie es Osborne eben zahlt.
Dort steigt man in 5 Jahren auf 125k nehme ich an?
Ja dann wirds so langsam "interessanter", aber ich glaube viele stellen sich das zu rosig vor. Die wenigsten hier und allgemein die dort anfangen, dürften geborene Wirtschaftsanwälte sein
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Patenter Gast
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#18
21.04.2026, 09:36
(20.04.2026, 22:54)BavarianLawyer schrieb:  
(20.04.2026, 17:16)Patenter Gast schrieb:  
(17.04.2026, 14:21)BavarianLawyer schrieb:  100k sind halt netto echt kaum mehr entfernt von einem typischen Beamtenjob,  der dann mit Ehe und evtl Kind sogar komplett aufholen kann in München und das ohne Erreichbarkeit, Stress und "Angst vorm Umsatz". 

Bin gespannt ob bzw wann die Gehaltsentwicklung nachziehen wird bei den Kanzleien wie eben Osborne und Co, die eigentlich inzwischen "zu wenig" zahlen

Naja, zwischen A13 netto und 100k netto liegt schon noch etwas Differenz. Abgesehen davon sollte man das Gehalt beim Jobeinstieg nicht überbewerten. Über die ersten fünf Jahre bekommt man Gehaltssteigerungen hin, da ist man im öD weit von entfernt. 

Am Ende sind es eben auch komplett verschiedene Tätigkeiten. Wer gerne Wirtschaftsanwalt werden will, wird in den meisten Behörden nicht glücklich und umgekehrt.

Ich meinte natürlich das Nettogehalt bei 100k brutto, wie es Osborne eben zahlt.
Dort steigt man in 5 Jahren auf 125k nehme ich an?
Ja dann wirds so langsam "interessanter", aber ich glaube viele stellen sich das zu rosig vor. Die wenigsten hier und allgemein die dort anfangen, dürften geborene Wirtschaftsanwälte sein

Was bekommt man zum Start mit A13 raus? Stkl. 1, Köln (also hohe Mietstufe), keine Kinder, nach der PKV? So 3.800 Euro netto?

Wenn du 100k brutto hast und ebenfalls in der PKV bist, gehst du mit ca. 5.000 Euro netto raus.

Zwischen 3.800 und 5.000 monatlich liegt schon eine Differenz. Das sind knapp 30% mehr. Sicher, es gibt die Pension. Aber ich sage immer, Geld im Jetzt ist Geld im Jetzt. Ob und wie die Pension in 40 Jahren aussieht, weiß man auch nicht. Und die Pension zahlt dir in 2026 auch nicht die Mietwohnung in Köln.

Ich vermute, dass viele hier auch einfach sehr große Gehaltsunterschiede erwarten. In der Praxis sind diese aber nicht so groß. Da sind 1.200 Euro netto Unterschied schon sehr viel. Im Berufsleben wechseln Menschen ihren Job, weil sie 10.000 Euro mehr im Jahr bekommen und sehen das als großen Sprung an; netto im Monat sind das aber auch "nur" ca. 500 Euro.
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AußerKonkurrenz
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#19
21.04.2026, 10:02
(21.04.2026, 09:36)Patenter Gast schrieb:  
(20.04.2026, 22:54)BavarianLawyer schrieb:  
(20.04.2026, 17:16)Patenter Gast schrieb:  
(17.04.2026, 14:21)BavarianLawyer schrieb:  100k sind halt netto echt kaum mehr entfernt von einem typischen Beamtenjob,  der dann mit Ehe und evtl Kind sogar komplett aufholen kann in München und das ohne Erreichbarkeit, Stress und "Angst vorm Umsatz". 

Bin gespannt ob bzw wann die Gehaltsentwicklung nachziehen wird bei den Kanzleien wie eben Osborne und Co, die eigentlich inzwischen "zu wenig" zahlen

Naja, zwischen A13 netto und 100k netto liegt schon noch etwas Differenz. Abgesehen davon sollte man das Gehalt beim Jobeinstieg nicht überbewerten. Über die ersten fünf Jahre bekommt man Gehaltssteigerungen hin, da ist man im öD weit von entfernt. 

Am Ende sind es eben auch komplett verschiedene Tätigkeiten. Wer gerne Wirtschaftsanwalt werden will, wird in den meisten Behörden nicht glücklich und umgekehrt.

Ich meinte natürlich das Nettogehalt bei 100k brutto, wie es Osborne eben zahlt.
Dort steigt man in 5 Jahren auf 125k nehme ich an?
Ja dann wirds so langsam "interessanter", aber ich glaube viele stellen sich das zu rosig vor. Die wenigsten hier und allgemein die dort anfangen, dürften geborene Wirtschaftsanwälte sein

Was bekommt man zum Start mit A13 raus? Stkl. 1, Köln (also hohe Mietstufe), keine Kinder, nach der PKV? So 3.800 Euro netto?

Wenn du 100k brutto hast und ebenfalls in der PKV bist, gehst du mit ca. 5.000 Euro netto raus.

Zwischen 3.800 und 5.000 monatlich liegt schon eine Differenz. Das sind knapp 30% mehr. Sicher, es gibt die Pension. Aber ich sage immer, Geld im Jetzt ist Geld im Jetzt. Ob und wie die Pension in 40 Jahren aussieht, weiß man auch nicht. Und die Pension zahlt dir in 2026 auch nicht die Mietwohnung in Köln.

Ich vermute, dass viele hier auch einfach sehr große Gehaltsunterschiede erwarten. In der Praxis sind diese aber nicht so groß. Da sind 1.200 Euro netto Unterschied schon sehr viel. Im Berufsleben wechseln Menschen ihren Job, weil sie 10.000 Euro mehr im Jahr bekommen und sehen das als großen Sprung an; netto im Monat sind das aber auch "nur" ca. 500 Euro.
Es stellt keiner in Abrede, dass EUR 3.8000 im Vergleich zu EUR 5.000 weniger Geld ist. Faktisch muss man es aber auf die dafür notwendige Arbeitszeit runterbrechen. Beim Vergleich zwischen 40h im öffentlichen Dienst vs 50+h in der GK die Woche ergibt sich verhältnismäßig keine große Differenz auf die Stunde runtergebrochen. A13 in einer Kleinstadt mit verhältnismäßig günstigen Mieten kann auch gut und gerne mal mehr verfügbares Einkommen sein als GK mit 5.000 Netto und einer viel teureren Wohnung. Letztendlich kommt es darauf an, was einem persönlich wichtiger ist und wo man leben möchte.
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RRalf
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#20
21.04.2026, 10:38
(21.04.2026, 09:36)Patenter Gast schrieb:  Was bekommt man zum Start mit A13 raus? Stkl. 1, Köln (also hohe Mietstufe), keine Kinder, nach der PKV? So 3.800 Euro netto?

Die Mietstufe in NRW ist ein Faktor für die Familienzuschläge, in dem Szenario bringt dir das exakt 0€.

Das Beamtentum wird erst mit Kindern so richtig attraktiv, insbesondere ab dem dritten Kind sind die Zuschläge bei vielen Dienstherren völlig absurd und es gibt kaum noch Berufsgruppen, die konkurrieren können. In NRW sprechen wir bei 3 Kindern und höchster Mietstufe von 2500€ Zuschlag.

Als Alleinstehender ist das Beamtentum nicht verkehrt, aber man kann durchaus bessere Deals anderswo machen.
(Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 21.04.2026, 10:38 von RRalf.)
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