15.12.2020, 23:22
(15.12.2020, 22:42)Gast schrieb: Also eigrntlich ist man dann abgesichert und hat ausgesorgt, wenn man da rein kommt. Oder?
Absoluter Jackpot, deshalb ist es auch so attraktiv und von den besten Absolventen in Bayern nimmt jeder das Angebot an. Da können sich die anderen Bundesländer ne Scheibe abschneiden
15.12.2020, 23:50
15.12.2020, 23:59
„Extrem geil, extrem gut, absoluter Jackpot“ - selten so viele absolut extrem geile Über-Adjektive auf einem Haufen gesehen. :D Kommt mir manchmal so vor, als wenn ein und derselbe hier vier Mal hintereinander kommentiert, weil ihm supadupa extrem einer abgeht .
16.12.2020, 00:12
(15.12.2020, 23:50)Gast schrieb:(15.12.2020, 22:31)Gast schrieb: Da ist das Gehalt der Angestellten,die Büromiete und die extrem gute Altersvorsorge mit drin. Extrem geiler Deal!
Mitnichten. Außer den Kassenangestellten (sehr wenige pro Notariat) zahlt der Notar seine Mitarbeiter selbst. Selbiges gilt für die Büromiete.
Trotzdem wohl noch ein sehr guter Deal :rolleyes:
16.12.2020, 08:44
(15.12.2020, 23:50)Gast schrieb:(15.12.2020, 22:31)Gast schrieb: Da ist das Gehalt der Angestellten,die Büromiete und die extrem gute Altersvorsorge mit drin. Extrem geiler Deal!
Mitnichten. Außer den Kassenangestellten (sehr wenige pro Notariat) zahlt der Notar seine Mitarbeiter selbst. Selbiges gilt für die Büromiete.
Die Büromiete entspricht aber nicht dem Marktpreis.
16.12.2020, 11:10
(16.12.2020, 08:44)Gasti schrieb:(15.12.2020, 23:50)Gast schrieb:(15.12.2020, 22:31)Gast schrieb: Da ist das Gehalt der Angestellten,die Büromiete und die extrem gute Altersvorsorge mit drin. Extrem geiler Deal!
Mitnichten. Außer den Kassenangestellten (sehr wenige pro Notariat) zahlt der Notar seine Mitarbeiter selbst. Selbiges gilt für die Büromiete.
Die Büromiete entspricht aber nicht dem Marktpreis.
Wenn man ein Objekt mietet, das die Kammer unterhält. Auch das betrifft nicht alle bayerischen Notariate. Zweifellos dennoch ein guter Deal! Das wollte ich nicht in Abrede stellen.
16.12.2020, 11:21
Ist die Altersvorsorge denn soviel besser als zB im Rheinland? Dort gibt es ja immerhin das Notarversorgungswerk.
12.03.2026, 17:27
Folgende Milchmädchenrechnung. Ich weiß, dass das geringere Gebührenaufkommen im Osten beim Zuschnitt des Amtsbereichs durch die Verwaltung berücksichtigt werden kann, indem man pro Notar mehr Urkunden vorsieht, den Bereich also größer zieht; das hat aber natürliche seine Grenze in der maximalen Arbeitskapazität des Notars.
Letzte aktuelle Zahl ist eine Einkommensstatistik aus 2015, die ein Durchschnittseinkommen von 475.000 Euro für hauptberufliche Notare ausweist. Man kann das aber ja nicht 1:1 auf den Osten übertragen. Grund: von rund 1.700 Nur-Notaren, die in diese Statistik einfließen, befinden sich rund 1.400 im (viel bevölkerungsreicheren) Westen.
Die Gebühren werden vor allem durch die Grundstückspreise bestimmt.
Westen Durchschnitt circa 350 Euro/qm
Osten Durchschnitt circa 150 Euro/qm
Der West-Notar dürfte also circa 2,33 mal so viel verdienen wie der Ost-Notar.
Kann man nicht so leicht rechnen wegen Gebührendegression, ist klar. Aber wenn man das überschlägig mal ausrechnet und das o.g. Gesamtdurchschnittseinkommen berücksichtigt, ergibt sich ein Durchschnittseinkommen West-Notar von rund 528.000 Euro, Durchschnittseinkommen Ost-Notar von rund 226.000 Euro. Interessanterweise passt dieses Verhältnis ja auch ungefähr zu den unterschiedlichen Notenanforderungen (Der Markt regelt und so…)
Natürlich reichen 226.000 Euro gut zum Leben. Aber: Es gibt innerhalb der Länder ja nochmal große Unterschiede und man muss mit Pech so lange, bis man eine „bessere“ Stelle bekommt, zum Beispiel im tiefsten Vogtland bleiben, wo das Einkommen nochmal ein Stück niedriger, vielleicht eher nur bei um die 150k liegen dürfte. Außerdem hat man das Problem, dass die Grundstückspreise im Osten auf dem Land durch den demographischen Wandel und die Verstädterung mittelfristig sinken könnten, da hier sehr viele alte Menschen wohnen, die demnächst versterben werden (= mögliches Überangebot an Grundstücken).
Man wird als durchschnittlicher Notar im Osten wahrscheinlich nicht sofort reich, aber es ist trotzdem natürlich wohl insgesamt keine schlechte Perspektive.
Letzte aktuelle Zahl ist eine Einkommensstatistik aus 2015, die ein Durchschnittseinkommen von 475.000 Euro für hauptberufliche Notare ausweist. Man kann das aber ja nicht 1:1 auf den Osten übertragen. Grund: von rund 1.700 Nur-Notaren, die in diese Statistik einfließen, befinden sich rund 1.400 im (viel bevölkerungsreicheren) Westen.
Die Gebühren werden vor allem durch die Grundstückspreise bestimmt.
Westen Durchschnitt circa 350 Euro/qm
Osten Durchschnitt circa 150 Euro/qm
Der West-Notar dürfte also circa 2,33 mal so viel verdienen wie der Ost-Notar.
Kann man nicht so leicht rechnen wegen Gebührendegression, ist klar. Aber wenn man das überschlägig mal ausrechnet und das o.g. Gesamtdurchschnittseinkommen berücksichtigt, ergibt sich ein Durchschnittseinkommen West-Notar von rund 528.000 Euro, Durchschnittseinkommen Ost-Notar von rund 226.000 Euro. Interessanterweise passt dieses Verhältnis ja auch ungefähr zu den unterschiedlichen Notenanforderungen (Der Markt regelt und so…)
Natürlich reichen 226.000 Euro gut zum Leben. Aber: Es gibt innerhalb der Länder ja nochmal große Unterschiede und man muss mit Pech so lange, bis man eine „bessere“ Stelle bekommt, zum Beispiel im tiefsten Vogtland bleiben, wo das Einkommen nochmal ein Stück niedriger, vielleicht eher nur bei um die 150k liegen dürfte. Außerdem hat man das Problem, dass die Grundstückspreise im Osten auf dem Land durch den demographischen Wandel und die Verstädterung mittelfristig sinken könnten, da hier sehr viele alte Menschen wohnen, die demnächst versterben werden (= mögliches Überangebot an Grundstücken).
Man wird als durchschnittlicher Notar im Osten wahrscheinlich nicht sofort reich, aber es ist trotzdem natürlich wohl insgesamt keine schlechte Perspektive.
13.03.2026, 14:23
Neben dem Einkommen, dass du schon ca. richtig schätzt und für einen Selbständigen mit all den dazugehörigen Nachteilen (insbes. der persönlichen Haftung für alles Mögliche) eher niedrig ist, ist v.a. die Mitarbeitersuche das Problem. Gut qualifizierte Fachkräfte wohnen eher selten in der Uckermark und Co. Man wird als Landnotar im Osten deshalb immer Mitarbeitersorgen haben und die wenigen Mitarbeiter, die man dann doch findet, haben dich de facto in der Hand (sofern man nicht ganz auf Quereinsteiger setzt). KI kann da mittelfristig sicher helfen, ganz ohne Personal wird es (zumindest in den nächsten 10-20 Jahren) aber m.E. nicht gehen.
13.03.2026, 14:36
(12.03.2026, 17:27)Gast546 schrieb: Man wird als durchschnittlicher Notar im Osten wahrscheinlich nicht sofort reich, aber es ist trotzdem natürlich wohl insgesamt keine schlechte Perspektive.
Dafür bekommst du im Osten eben auch eine tolle Villa auf einem großen Grundstück für unter eine Mio während du für Vergleichbares in Düsseldorf oder Köln dann 5 Mio aufwärts zahlen darfst. Die 4 Mio in Differenz sind knapp 7 Mio Differenz in Brutto-Einkommen und wahrscheinlich mind. 10 Mio Differenz an benötigtem Umsatz über die Jahre.


