01.03.2026, 13:45
Wenn man möglichst viel Masse mit wenig Aufwand machen möchte, dann würden sich doch sicherlich auch Musterverfahren lohnen? Da hätte man dann auch potentielle Mandate im gesamten Bundesgebiet.
Ich hab die ganze Selbständigkeit mal durchgerechnet und da würde man selbst mit 150-200k Umsatz schon ganz gut leben können, vorausgesetzt man optimiert seine Struktur steuerlich (sprich Anwaltsbetrieb in einer GmbH, GmbH-Holding, Firmenwagen über GmbH, Kitakosten über die GmbH bezahlt, etc.). Ich hab nur noch keine Ahnung, wie ich an Mandate komme und mag Akquise auch nicht wirklich.
Ich hab die ganze Selbständigkeit mal durchgerechnet und da würde man selbst mit 150-200k Umsatz schon ganz gut leben können, vorausgesetzt man optimiert seine Struktur steuerlich (sprich Anwaltsbetrieb in einer GmbH, GmbH-Holding, Firmenwagen über GmbH, Kitakosten über die GmbH bezahlt, etc.). Ich hab nur noch keine Ahnung, wie ich an Mandate komme und mag Akquise auch nicht wirklich.
01.03.2026, 14:20
(01.03.2026, 13:45)Bro schrieb: Wenn man möglichst viel Masse mit wenig Aufwand machen möchte, dann würden sich doch sicherlich auch Musterverfahren lohnen? Da hätte man dann auch potentielle Mandate im gesamten Bundesgebiet.
Ich hab die ganze Selbständigkeit mal durchgerechnet und da würde man selbst mit 150-200k Umsatz schon ganz gut leben können, vorausgesetzt man optimiert seine Struktur steuerlich (sprich Anwaltsbetrieb in einer GmbH, GmbH-Holding, Firmenwagen über GmbH, Kitakosten über die GmbH bezahlt, etc.). Ich hab nur noch keine Ahnung, wie ich an Mandate komme und mag Akquise auch nicht wirklich.
Die Frage ist halt, ob du wirklich im gesamten Bundesgebiet tätig sein möchtest, das ist letztlich Typensache. Zumal du dann als Einzelkämpfer mit größeren Einheiten konkurrieren würdest, die auch direkt eine Prozessfinanzierung etc. mit anbieten können.
Die von dir vorgeschlagene steuerliche Optimierungsstruktur ist m.E. für einen derart geringen Umsatz nicht sinnvoll. Eine Holdingstruktur lohnt sich nur, wenn das Kapital längerfristig in der Muttergesellschaft bleiben und reinvestiert wird, sodass sich die höheren Kosten für StB etc. auch lohnen. Für solche kleinen Umsätze verzichte ich lieber auf Bilanzierungspflichten, Gewerbe- und Körperschaftssteuer und kann im Zweifel die Steuererklärung selbst erstellen. Einen Firmenwagen kann man auch als Einzelunternehmer absetzen und man ist nicht zur Veröffentlichung seiner Jahresabschlüsse im Bundesanzeiger verpflichtet.
Sofern du das Geld auch entnehmen möchtest, ist ein Einzelunternehmen bzw. eine PersG auch steuerlich attraktiver, weil du lediglich mit deinem persönlichen Einkommenssteuersatz (ca. 42 % in der Größenordnung) besteuert wirst und nicht zunächst ca. 30 % Gewerbe + Körperschaftssteuer auf der operativen GmbH und dann nochmal 25 % Kapitalertragssteuer bei der Entnahme (insgesamt also ca. 55 % + die ca. 1,5 % Verschiebung von operativer GmbH in Holding bei einer Holdingstruktur) berücksichtigen musst.
01.03.2026, 14:22
(01.03.2026, 14:20)NRWJUNI25 schrieb:(01.03.2026, 13:45)Bro schrieb: Wenn man möglichst viel Masse mit wenig Aufwand machen möchte, dann würden sich doch sicherlich auch Musterverfahren lohnen? Da hätte man dann auch potentielle Mandate im gesamten Bundesgebiet.
Ich hab die ganze Selbständigkeit mal durchgerechnet und da würde man selbst mit 150-200k Umsatz schon ganz gut leben können, vorausgesetzt man optimiert seine Struktur steuerlich (sprich Anwaltsbetrieb in einer GmbH, GmbH-Holding, Firmenwagen über GmbH, Kitakosten über die GmbH bezahlt, etc.). Ich hab nur noch keine Ahnung, wie ich an Mandate komme und mag Akquise auch nicht wirklich.
Die Frage ist halt, ob du wirklich im gesamten Bundesgebiet tätig sein möchtest, das ist letztlich Typensache. Zumal du dann als Einzelkämpfer mit größeren Einheiten konkurrieren würdest, die auch direkt eine Prozessfinanzierung etc. mit anbieten können.
Die von dir vorgeschlagene steuerliche Optimierungsstruktur ist m.E. für einen derart geringen Umsatz nicht sinnvoll. Eine Holdingstruktur lohnt sich nur, wenn das Kapital längerfristig in der Muttergesellschaft bleiben und reinvestiert wird, sodass sich die höheren Kosten für StB etc. auch lohnen. Für solche kleinen Umsätze verzichte ich lieber auf Bilanzierungspflichten, Gewerbe- und Körperschaftssteuer und kann im Zweifel die Steuererklärung selbst erstellen. Einen Firmenwagen kann man auch als Einzelunternehmer absetzen und man ist nicht zur Veröffentlichung seiner Jahresabschlüsse im Bundesanzeiger verpflichtet.
Sofern du das Geld auch entnehmen möchtest, ist ein Einzelunternehmen bzw. eine PersG auch steuerlich attraktiver, weil du lediglich mit deinem persönlichen Einkommenssteuersatz (ca. 42 % in der Größenordnung) besteuert wirst und nicht zunächst ca. 30 % Gewerbe + Körperschaftssteuer auf der operativen GmbH und dann nochmal 25 % Kapitalertragssteuer bei der Entnahme (insgesamt also ca. 55 % + die ca. 1,5 % Verschiebung von operativer GmbH in Holding bei einer Holdingstruktur) berücksichtigen musst.
Und die Kitakosten sind im Zweifel Sonderausgaben, die du bei der Einkommenssteuer entsprechend geltend machen kannst.
01.03.2026, 14:56
(01.03.2026, 14:22)NRWJUNI25 schrieb:(01.03.2026, 14:20)NRWJUNI25 schrieb:(01.03.2026, 13:45)Bro schrieb: Wenn man möglichst viel Masse mit wenig Aufwand machen möchte, dann würden sich doch sicherlich auch Musterverfahren lohnen? Da hätte man dann auch potentielle Mandate im gesamten Bundesgebiet.
Ich hab die ganze Selbständigkeit mal durchgerechnet und da würde man selbst mit 150-200k Umsatz schon ganz gut leben können, vorausgesetzt man optimiert seine Struktur steuerlich (sprich Anwaltsbetrieb in einer GmbH, GmbH-Holding, Firmenwagen über GmbH, Kitakosten über die GmbH bezahlt, etc.). Ich hab nur noch keine Ahnung, wie ich an Mandate komme und mag Akquise auch nicht wirklich.
Die Frage ist halt, ob du wirklich im gesamten Bundesgebiet tätig sein möchtest, das ist letztlich Typensache. Zumal du dann als Einzelkämpfer mit größeren Einheiten konkurrieren würdest, die auch direkt eine Prozessfinanzierung etc. mit anbieten können.
Die von dir vorgeschlagene steuerliche Optimierungsstruktur ist m.E. für einen derart geringen Umsatz nicht sinnvoll. Eine Holdingstruktur lohnt sich nur, wenn das Kapital längerfristig in der Muttergesellschaft bleiben und reinvestiert wird, sodass sich die höheren Kosten für StB etc. auch lohnen. Für solche kleinen Umsätze verzichte ich lieber auf Bilanzierungspflichten, Gewerbe- und Körperschaftssteuer und kann im Zweifel die Steuererklärung selbst erstellen. Einen Firmenwagen kann man auch als Einzelunternehmer absetzen und man ist nicht zur Veröffentlichung seiner Jahresabschlüsse im Bundesanzeiger verpflichtet.
Sofern du das Geld auch entnehmen möchtest, ist ein Einzelunternehmen bzw. eine PersG auch steuerlich attraktiver, weil du lediglich mit deinem persönlichen Einkommenssteuersatz (ca. 42 % in der Größenordnung) besteuert wirst und nicht zunächst ca. 30 % Gewerbe + Körperschaftssteuer auf der operativen GmbH und dann nochmal 25 % Kapitalertragssteuer bei der Entnahme (insgesamt also ca. 55 % + die ca. 1,5 % Verschiebung von operativer GmbH in Holding bei einer Holdingstruktur) berücksichtigen musst.
Und die Kitakosten sind im Zweifel Sonderausgaben, die du bei der Einkommenssteuer entsprechend geltend machen kannst.
Wann lohnt sich denn eine Gesellschaft überhaupt?
01.03.2026, 15:56
(01.03.2026, 14:56)Daggel schrieb:(01.03.2026, 14:22)NRWJUNI25 schrieb:(01.03.2026, 14:20)NRWJUNI25 schrieb:(01.03.2026, 13:45)Bro schrieb: Wenn man möglichst viel Masse mit wenig Aufwand machen möchte, dann würden sich doch sicherlich auch Musterverfahren lohnen? Da hätte man dann auch potentielle Mandate im gesamten Bundesgebiet.
Ich hab die ganze Selbständigkeit mal durchgerechnet und da würde man selbst mit 150-200k Umsatz schon ganz gut leben können, vorausgesetzt man optimiert seine Struktur steuerlich (sprich Anwaltsbetrieb in einer GmbH, GmbH-Holding, Firmenwagen über GmbH, Kitakosten über die GmbH bezahlt, etc.). Ich hab nur noch keine Ahnung, wie ich an Mandate komme und mag Akquise auch nicht wirklich.
Die Frage ist halt, ob du wirklich im gesamten Bundesgebiet tätig sein möchtest, das ist letztlich Typensache. Zumal du dann als Einzelkämpfer mit größeren Einheiten konkurrieren würdest, die auch direkt eine Prozessfinanzierung etc. mit anbieten können.
Die von dir vorgeschlagene steuerliche Optimierungsstruktur ist m.E. für einen derart geringen Umsatz nicht sinnvoll. Eine Holdingstruktur lohnt sich nur, wenn das Kapital längerfristig in der Muttergesellschaft bleiben und reinvestiert wird, sodass sich die höheren Kosten für StB etc. auch lohnen. Für solche kleinen Umsätze verzichte ich lieber auf Bilanzierungspflichten, Gewerbe- und Körperschaftssteuer und kann im Zweifel die Steuererklärung selbst erstellen. Einen Firmenwagen kann man auch als Einzelunternehmer absetzen und man ist nicht zur Veröffentlichung seiner Jahresabschlüsse im Bundesanzeiger verpflichtet.
Sofern du das Geld auch entnehmen möchtest, ist ein Einzelunternehmen bzw. eine PersG auch steuerlich attraktiver, weil du lediglich mit deinem persönlichen Einkommenssteuersatz (ca. 42 % in der Größenordnung) besteuert wirst und nicht zunächst ca. 30 % Gewerbe + Körperschaftssteuer auf der operativen GmbH und dann nochmal 25 % Kapitalertragssteuer bei der Entnahme (insgesamt also ca. 55 % + die ca. 1,5 % Verschiebung von operativer GmbH in Holding bei einer Holdingstruktur) berücksichtigen musst.
Und die Kitakosten sind im Zweifel Sonderausgaben, die du bei der Einkommenssteuer entsprechend geltend machen kannst.
Wann lohnt sich denn eine Gesellschaft überhaupt?
M.E aus drei wesentlichen Gründen:
1. Haftungsschutz bei riskanten Geschäften z.B. Bauträger/Startups
2. Wenn externe Kapitalgeber eingebunden werden sollen und ein späterer Verkauf anvisiert wird. Durch die einfache Übertragung von auch prozentualen Geschäftsanteilen ist man flexibler.
3. Ein Holdingmodell als langfristige Spardose, um in der Ansparphase die Gewinne, die reinvestiert werden, möglichst niedrig zu versteuern.
01.03.2026, 16:26
(01.03.2026, 15:56)NRWJUNI25 schrieb:(01.03.2026, 14:56)Daggel schrieb:(01.03.2026, 14:22)NRWJUNI25 schrieb:(01.03.2026, 14:20)NRWJUNI25 schrieb:(01.03.2026, 13:45)Bro schrieb: Wenn man möglichst viel Masse mit wenig Aufwand machen möchte, dann würden sich doch sicherlich auch Musterverfahren lohnen? Da hätte man dann auch potentielle Mandate im gesamten Bundesgebiet.
Ich hab die ganze Selbständigkeit mal durchgerechnet und da würde man selbst mit 150-200k Umsatz schon ganz gut leben können, vorausgesetzt man optimiert seine Struktur steuerlich (sprich Anwaltsbetrieb in einer GmbH, GmbH-Holding, Firmenwagen über GmbH, Kitakosten über die GmbH bezahlt, etc.). Ich hab nur noch keine Ahnung, wie ich an Mandate komme und mag Akquise auch nicht wirklich.
Die Frage ist halt, ob du wirklich im gesamten Bundesgebiet tätig sein möchtest, das ist letztlich Typensache. Zumal du dann als Einzelkämpfer mit größeren Einheiten konkurrieren würdest, die auch direkt eine Prozessfinanzierung etc. mit anbieten können.
Die von dir vorgeschlagene steuerliche Optimierungsstruktur ist m.E. für einen derart geringen Umsatz nicht sinnvoll. Eine Holdingstruktur lohnt sich nur, wenn das Kapital längerfristig in der Muttergesellschaft bleiben und reinvestiert wird, sodass sich die höheren Kosten für StB etc. auch lohnen. Für solche kleinen Umsätze verzichte ich lieber auf Bilanzierungspflichten, Gewerbe- und Körperschaftssteuer und kann im Zweifel die Steuererklärung selbst erstellen. Einen Firmenwagen kann man auch als Einzelunternehmer absetzen und man ist nicht zur Veröffentlichung seiner Jahresabschlüsse im Bundesanzeiger verpflichtet.
Sofern du das Geld auch entnehmen möchtest, ist ein Einzelunternehmen bzw. eine PersG auch steuerlich attraktiver, weil du lediglich mit deinem persönlichen Einkommenssteuersatz (ca. 42 % in der Größenordnung) besteuert wirst und nicht zunächst ca. 30 % Gewerbe + Körperschaftssteuer auf der operativen GmbH und dann nochmal 25 % Kapitalertragssteuer bei der Entnahme (insgesamt also ca. 55 % + die ca. 1,5 % Verschiebung von operativer GmbH in Holding bei einer Holdingstruktur) berücksichtigen musst.
Und die Kitakosten sind im Zweifel Sonderausgaben, die du bei der Einkommenssteuer entsprechend geltend machen kannst.
Wann lohnt sich denn eine Gesellschaft überhaupt?
M.E aus drei wesentlichen Gründen:
1. Haftungsschutz bei riskanten Geschäften z.B. Bauträger/Startups
2. Wenn externe Kapitalgeber eingebunden werden sollen und ein späterer Verkauf anvisiert wird. Durch die einfache Übertragung von auch prozentualen Geschäftsanteilen ist man flexibler.
3. Ein Holdingmodell als langfristige Spardose, um in der Ansparphase die Gewinne, die reinvestiert werden, möglichst niedrig zu versteuern.
Zu 3.: das heißt, nur wenn ich die Kohle wieder reinvestiere, lohnt sich das? Und wenn ich das Geld für meinen privaten Spaß entnehme nicht?!
01.03.2026, 16:31
(01.03.2026, 16:26)Daggel schrieb:(01.03.2026, 15:56)NRWJUNI25 schrieb:(01.03.2026, 14:56)Daggel schrieb:(01.03.2026, 14:22)NRWJUNI25 schrieb:(01.03.2026, 14:20)NRWJUNI25 schrieb: Die Frage ist halt, ob du wirklich im gesamten Bundesgebiet tätig sein möchtest, das ist letztlich Typensache. Zumal du dann als Einzelkämpfer mit größeren Einheiten konkurrieren würdest, die auch direkt eine Prozessfinanzierung etc. mit anbieten können.
Die von dir vorgeschlagene steuerliche Optimierungsstruktur ist m.E. für einen derart geringen Umsatz nicht sinnvoll. Eine Holdingstruktur lohnt sich nur, wenn das Kapital längerfristig in der Muttergesellschaft bleiben und reinvestiert wird, sodass sich die höheren Kosten für StB etc. auch lohnen. Für solche kleinen Umsätze verzichte ich lieber auf Bilanzierungspflichten, Gewerbe- und Körperschaftssteuer und kann im Zweifel die Steuererklärung selbst erstellen. Einen Firmenwagen kann man auch als Einzelunternehmer absetzen und man ist nicht zur Veröffentlichung seiner Jahresabschlüsse im Bundesanzeiger verpflichtet.
Sofern du das Geld auch entnehmen möchtest, ist ein Einzelunternehmen bzw. eine PersG auch steuerlich attraktiver, weil du lediglich mit deinem persönlichen Einkommenssteuersatz (ca. 42 % in der Größenordnung) besteuert wirst und nicht zunächst ca. 30 % Gewerbe + Körperschaftssteuer auf der operativen GmbH und dann nochmal 25 % Kapitalertragssteuer bei der Entnahme (insgesamt also ca. 55 % + die ca. 1,5 % Verschiebung von operativer GmbH in Holding bei einer Holdingstruktur) berücksichtigen musst.
Und die Kitakosten sind im Zweifel Sonderausgaben, die du bei der Einkommenssteuer entsprechend geltend machen kannst.
Wann lohnt sich denn eine Gesellschaft überhaupt?
M.E aus drei wesentlichen Gründen:
1. Haftungsschutz bei riskanten Geschäften z.B. Bauträger/Startups
2. Wenn externe Kapitalgeber eingebunden werden sollen und ein späterer Verkauf anvisiert wird. Durch die einfache Übertragung von auch prozentualen Geschäftsanteilen ist man flexibler.
3. Ein Holdingmodell als langfristige Spardose, um in der Ansparphase die Gewinne, die reinvestiert werden, möglichst niedrig zu versteuern.
Zu 3.: das heißt, nur wenn ich die Kohle wieder reinvestiere, lohnt sich das? Und wenn ich das Geld für meinen privaten Spaß entnehme nicht?!
Die Profis entnehmen ja nichts für ihren privaten Spaß. Da läuft das Ferienhaus dann nicht über das private Konto, sondern es gehört einer Tochtergesellschaft und wird an dich vermietet, und so weiter und so fort. Alle Autos sind Firmenwagen, jedes Abendessen ist ein Geschäftsessen und der Flug in den Urlaub wird mit irgendeiner Konferenz verbunden (idealerweise so eine mit niedrigen Ticketkosten).
Aber wie bei vielen solcher Modelle, das lohnt sich erst ab einer gewissen Skalierung (bspw. auch der Immobilienkauf über Gesellschaften als Sharedeal. Wenn du dadurch 40.000 Euro Grunderwerbsteuer sparst, ist das Aufwand und Kosten nicht wert. Wenn du dadurch 4 Millionen Grundsteuer sparst, hingegen schon).
01.03.2026, 19:03
(01.03.2026, 14:20)NRWJUNI25 schrieb:(01.03.2026, 13:45)Bro schrieb: Wenn man möglichst viel Masse mit wenig Aufwand machen möchte, dann würden sich doch sicherlich auch Musterverfahren lohnen? Da hätte man dann auch potentielle Mandate im gesamten Bundesgebiet.
Ich hab die ganze Selbständigkeit mal durchgerechnet und da würde man selbst mit 150-200k Umsatz schon ganz gut leben können, vorausgesetzt man optimiert seine Struktur steuerlich (sprich Anwaltsbetrieb in einer GmbH, GmbH-Holding, Firmenwagen über GmbH, Kitakosten über die GmbH bezahlt, etc.). Ich hab nur noch keine Ahnung, wie ich an Mandate komme und mag Akquise auch nicht wirklich.
Die Frage ist halt, ob du wirklich im gesamten Bundesgebiet tätig sein möchtest, das ist letztlich Typensache. Zumal du dann als Einzelkämpfer mit größeren Einheiten konkurrieren würdest, die auch direkt eine Prozessfinanzierung etc. mit anbieten können.
Die von dir vorgeschlagene steuerliche Optimierungsstruktur ist m.E. für einen derart geringen Umsatz nicht sinnvoll. Eine Holdingstruktur lohnt sich nur, wenn das Kapital längerfristig in der Muttergesellschaft bleiben und reinvestiert wird, sodass sich die höheren Kosten für StB etc. auch lohnen. Für solche kleinen Umsätze verzichte ich lieber auf Bilanzierungspflichten, Gewerbe- und Körperschaftssteuer und kann im Zweifel die Steuererklärung selbst erstellen. Einen Firmenwagen kann man auch als Einzelunternehmer absetzen und man ist nicht zur Veröffentlichung seiner Jahresabschlüsse im Bundesanzeiger verpflichtet.
Sofern du das Geld auch entnehmen möchtest, ist ein Einzelunternehmen bzw. eine PersG auch steuerlich attraktiver, weil du lediglich mit deinem persönlichen Einkommenssteuersatz (ca. 42 % in der Größenordnung) besteuert wirst und nicht zunächst ca. 30 % Gewerbe + Körperschaftssteuer auf der operativen GmbH und dann nochmal 25 % Kapitalertragssteuer bei der Entnahme (insgesamt also ca. 55 % + die ca. 1,5 % Verschiebung von operativer GmbH in Holding bei einer Holdingstruktur) berücksichtigen musst.
Für meine Verhältnisse würde es auch auch schon locker ab 150k Umsatz lohnen. Mein Plan wäre nämlich, mir ein GF-Gehalt zu zahlen, die Lebenshaltungskosten meiner Familie locker deckt (versteuert mit dem persönlichen Steuersatz und man ist jährlich flexibel, wieviel man sich zahlt). Gehalt reduziert Gewinn in der GmbH, wie auch Zuschuss zu Kita Kosten, Smartphone, Rückstellungen für eine Pension, etc. Rest geht in die Holding und erwirtschaftet dort Aktiengewinne, die mit lediglich 1,5% versteuert werden (statt mit über 26% privat). Schafft man sich dann privat noch eine Immobilie an, die über ein Darlehen der GmbH abgezahlt wird, wird es erst richtig lukrativ. Seinen Kindern kann man so jährlich auch Ausschüttungen in Höhe des Grundfreibetrags machen, zB für private Urlaube ;)
Die 2000€ Steuerberatungskosten hast du bereits im zweiten Jahr wieder drin durch die Steuervorteile.
01.03.2026, 21:15
(01.03.2026, 19:03)Bro schrieb:(01.03.2026, 14:20)NRWJUNI25 schrieb:(01.03.2026, 13:45)Bro schrieb: Wenn man möglichst viel Masse mit wenig Aufwand machen möchte, dann würden sich doch sicherlich auch Musterverfahren lohnen? Da hätte man dann auch potentielle Mandate im gesamten Bundesgebiet.
Ich hab die ganze Selbständigkeit mal durchgerechnet und da würde man selbst mit 150-200k Umsatz schon ganz gut leben können, vorausgesetzt man optimiert seine Struktur steuerlich (sprich Anwaltsbetrieb in einer GmbH, GmbH-Holding, Firmenwagen über GmbH, Kitakosten über die GmbH bezahlt, etc.). Ich hab nur noch keine Ahnung, wie ich an Mandate komme und mag Akquise auch nicht wirklich.
Die Frage ist halt, ob du wirklich im gesamten Bundesgebiet tätig sein möchtest, das ist letztlich Typensache. Zumal du dann als Einzelkämpfer mit größeren Einheiten konkurrieren würdest, die auch direkt eine Prozessfinanzierung etc. mit anbieten können.
Die von dir vorgeschlagene steuerliche Optimierungsstruktur ist m.E. für einen derart geringen Umsatz nicht sinnvoll. Eine Holdingstruktur lohnt sich nur, wenn das Kapital längerfristig in der Muttergesellschaft bleiben und reinvestiert wird, sodass sich die höheren Kosten für StB etc. auch lohnen. Für solche kleinen Umsätze verzichte ich lieber auf Bilanzierungspflichten, Gewerbe- und Körperschaftssteuer und kann im Zweifel die Steuererklärung selbst erstellen. Einen Firmenwagen kann man auch als Einzelunternehmer absetzen und man ist nicht zur Veröffentlichung seiner Jahresabschlüsse im Bundesanzeiger verpflichtet.
Sofern du das Geld auch entnehmen möchtest, ist ein Einzelunternehmen bzw. eine PersG auch steuerlich attraktiver, weil du lediglich mit deinem persönlichen Einkommenssteuersatz (ca. 42 % in der Größenordnung) besteuert wirst und nicht zunächst ca. 30 % Gewerbe + Körperschaftssteuer auf der operativen GmbH und dann nochmal 25 % Kapitalertragssteuer bei der Entnahme (insgesamt also ca. 55 % + die ca. 1,5 % Verschiebung von operativer GmbH in Holding bei einer Holdingstruktur) berücksichtigen musst.
Für meine Verhältnisse würde es auch auch schon locker ab 150k Umsatz lohnen. Mein Plan wäre nämlich, mir ein GF-Gehalt zu zahlen, die Lebenshaltungskosten meiner Familie locker deckt (versteuert mit dem persönlichen Steuersatz und man ist jährlich flexibel, wieviel man sich zahlt). Gehalt reduziert Gewinn in der GmbH, wie auch Zuschuss zu Kita Kosten, Smartphone, Rückstellungen für eine Pension, etc. Rest geht in die Holding und erwirtschaftet dort Aktiengewinne, die mit lediglich 1,5% versteuert werden (statt mit über 26% privat). Schafft man sich dann privat noch eine Immobilie an, die über ein Darlehen der GmbH abgezahlt wird, wird es erst richtig lukrativ. Seinen Kindern kann man so jährlich auch Ausschüttungen in Höhe des Grundfreibetrags machen, zB für private Urlaube ;)
Die 2000€ Steuerberatungskosten hast du bereits im zweiten Jahr wieder drin durch die Steuervorteile.
Krasser Scheiß. Klingt gut aber ziemlich kompliziert
01.03.2026, 21:47
(01.03.2026, 19:03)Bro schrieb:(01.03.2026, 14:20)NRWJUNI25 schrieb:(01.03.2026, 13:45)Bro schrieb: Wenn man möglichst viel Masse mit wenig Aufwand machen möchte, dann würden sich doch sicherlich auch Musterverfahren lohnen? Da hätte man dann auch potentielle Mandate im gesamten Bundesgebiet.
Ich hab die ganze Selbständigkeit mal durchgerechnet und da würde man selbst mit 150-200k Umsatz schon ganz gut leben können, vorausgesetzt man optimiert seine Struktur steuerlich (sprich Anwaltsbetrieb in einer GmbH, GmbH-Holding, Firmenwagen über GmbH, Kitakosten über die GmbH bezahlt, etc.). Ich hab nur noch keine Ahnung, wie ich an Mandate komme und mag Akquise auch nicht wirklich.
Die Frage ist halt, ob du wirklich im gesamten Bundesgebiet tätig sein möchtest, das ist letztlich Typensache. Zumal du dann als Einzelkämpfer mit größeren Einheiten konkurrieren würdest, die auch direkt eine Prozessfinanzierung etc. mit anbieten können.
Die von dir vorgeschlagene steuerliche Optimierungsstruktur ist m.E. für einen derart geringen Umsatz nicht sinnvoll. Eine Holdingstruktur lohnt sich nur, wenn das Kapital längerfristig in der Muttergesellschaft bleiben und reinvestiert wird, sodass sich die höheren Kosten für StB etc. auch lohnen. Für solche kleinen Umsätze verzichte ich lieber auf Bilanzierungspflichten, Gewerbe- und Körperschaftssteuer und kann im Zweifel die Steuererklärung selbst erstellen. Einen Firmenwagen kann man auch als Einzelunternehmer absetzen und man ist nicht zur Veröffentlichung seiner Jahresabschlüsse im Bundesanzeiger verpflichtet.
Sofern du das Geld auch entnehmen möchtest, ist ein Einzelunternehmen bzw. eine PersG auch steuerlich attraktiver, weil du lediglich mit deinem persönlichen Einkommenssteuersatz (ca. 42 % in der Größenordnung) besteuert wirst und nicht zunächst ca. 30 % Gewerbe + Körperschaftssteuer auf der operativen GmbH und dann nochmal 25 % Kapitalertragssteuer bei der Entnahme (insgesamt also ca. 55 % + die ca. 1,5 % Verschiebung von operativer GmbH in Holding bei einer Holdingstruktur) berücksichtigen musst.
Für meine Verhältnisse würde es auch auch schon locker ab 150k Umsatz lohnen. Mein Plan wäre nämlich, mir ein GF-Gehalt zu zahlen, die Lebenshaltungskosten meiner Familie locker deckt (versteuert mit dem persönlichen Steuersatz und man ist jährlich flexibel, wieviel man sich zahlt). Gehalt reduziert Gewinn in der GmbH, wie auch Zuschuss zu Kita Kosten, Smartphone, Rückstellungen für eine Pension, etc. Rest geht in die Holding und erwirtschaftet dort Aktiengewinne, die mit lediglich 1,5% versteuert werden (statt mit über 26% privat). Schafft man sich dann privat noch eine Immobilie an, die über ein Darlehen der GmbH abgezahlt wird, wird es erst richtig lukrativ. Seinen Kindern kann man so jährlich auch Ausschüttungen in Höhe des Grundfreibetrags machen, zB für private Urlaube ;)
Die 2000€ Steuerberatungskosten hast du bereits im zweiten Jahr wieder drin durch die Steuervorteile.
Woher kommt denn das mit den 1,5%? Das sagt mir gar nichts


