• Suche
  • Deine Referendarswelt
    • Juristenkoffer.de - Kommentare mieten
    • RefNews - Das Blog zum Referendariat
    • Infoseiten zum Referendariat
    • Referendarbuchladen - Bücher für Rechtsreferendare
    • Stationsradar.de - Stationsangebote u. Nebenjobs
    • Protokolle-Assessorexamen.de - Protokolle für das 2. Examen
    • Referendarswelt - Die Stadt für Rechtsreferendare
    • Infoseiten: Richter / Staatsanwalt werden
Einloggen oder Registrieren » Hallo, Gast! Auch als Gast kannst Du Beiträge posten. Besser nutzbar ist das Forum aber, wenn Du Dich registrierst und einloggst.
Login
Benutzername/E-Mail:
Passwort: Passwort vergessen?
 
  1. Startseite
  2. Zur letzten Instanz - Das Forum für Rechtsreferendare
  3. Instanzen für Rechtsreferendare
  4. Berufseinstieg nach dem Referendariat
  5. Umsatz bzw Gewinn in der Selbständigkeit
« 1 2 3 4 5 6 ... 8 »
 
Antworten

 
Umsatz bzw Gewinn in der Selbständigkeit
NRWJUNI25
Junior Member
**
Beiträge: 28
Themen: 3
Registriert seit: Jun 2025
#31
22.02.2026, 15:23
(22.02.2026, 14:53)Bro schrieb:  Ich spiele mit dem Gedanken, mich in 2-3 Jahren auch selbständig zu machen und lese daher interessiert mit. Derzeit bin ich vor allem im Bereich Gesellschaftsrecht und Handelsrecht unterwegs. Was mich immer wundert: Weshalb sind selbständige Rechtsanwälte so zurückhaltend mit den Vorschüssen? Ich mein, das RVG räumt einem ja das Recht ein und Geld früher zu haben ist immer besser. Das Mandat kann man euch ja nicht entziehen, nur weil ihr einen Vorschuss zahlt. Auch die RSV zahlt ja den Vorschuss. Also: Was sind da die Hintergründe?

Weitere Frage: Welche Bereiche seht ihr im RVG-Bereich als lukrativ an? Dachte eigentlich immer Scheidungen und Immosachen sind relativ lukrativ. Sind Kündigungsschutzklagen wirklich luktariv?

Für mich ist ein Fall lukrativ, wenn der mit dem Umsatz verbundene Arbeitseinsatz möglichst gering ist. 
Bei einer Kündigungsschutzklage nimmt man eine 0815 Vorlage, geht zum Gütetermin und einigt sich auf eine Abfindung von mehreren Bruttomonatsgehältern, das schmeckt dann schon durch Verfahrens-, Termins und Einigungsgebühr. 

Scheidungen oder Erbsachen hingegen haben zwar den höheren Gegenstandswert, dafür ist man damit auch wesentlich länger beschäftigt und kann nicht einfach eine Vorlage aus der Schublade ziehen.
Suchen
Zitieren
Bro
Member
***
Beiträge: 117
Themen: 10
Registriert seit: Oct 2022
#32
22.02.2026, 15:35
(22.02.2026, 15:23)NRWJUNI25 schrieb:  
(22.02.2026, 14:53)Bro schrieb:  Ich spiele mit dem Gedanken, mich in 2-3 Jahren auch selbständig zu machen und lese daher interessiert mit. Derzeit bin ich vor allem im Bereich Gesellschaftsrecht und Handelsrecht unterwegs. Was mich immer wundert: Weshalb sind selbständige Rechtsanwälte so zurückhaltend mit den Vorschüssen? Ich mein, das RVG räumt einem ja das Recht ein und Geld früher zu haben ist immer besser. Das Mandat kann man euch ja nicht entziehen, nur weil ihr einen Vorschuss zahlt. Auch die RSV zahlt ja den Vorschuss. Also: Was sind da die Hintergründe?

Weitere Frage: Welche Bereiche seht ihr im RVG-Bereich als lukrativ an? Dachte eigentlich immer Scheidungen und Immosachen sind relativ lukrativ. Sind Kündigungsschutzklagen wirklich luktariv?

Für mich ist ein Fall lukrativ, wenn der mit dem Umsatz verbundene Arbeitseinsatz möglichst gering ist. 
Bei einer Kündigungsschutzklage nimmt man eine 0815 Vorlage, geht zum Gütetermin und einigt sich auf eine Abfindung von mehreren Bruttomonatsgehältern, das schmeckt dann schon durch Verfahrens-, Termins und Einigungsgebühr. 

Scheidungen oder Erbsachen hingegen haben zwar den höheren Gegenstandswert, dafür ist man damit auch wesentlich länger beschäftigt und kann nicht einfach eine Vorlage aus der Schublade ziehen.

Heißt: bei der Kündigungsschutzklage machts dann eher die Masse?
Suchen
Zitieren
Äfes
Senior Member
****
Beiträge: 341
Themen: 3
Registriert seit: Jul 2022
#33
22.02.2026, 16:14
(22.02.2026, 14:13)Daggel schrieb:  
(22.02.2026, 13:01)Äfes schrieb:  
(22.02.2026, 11:55)Daggel schrieb:  Laut aktuellem STAR-Bericht der BRAK lag der Median für den persönlichen Honorarumsatz für Männer und Frauen (gesamt) bei 146k...

Ist das immer Vollzeit? Allein bei mir im Ort gibt es zwei Kolleginnen, die zwar ein Kanzleischild am Haus haben, aber keinerlei Webpräsenz o.ä. Ich schätze bei solchen Wohnzimmerkanzleien tut sich umsatztechnisch nicht so viel und das wird eher als eine Art Hobby gehandhabt.

Ich habe auch immer wieder Kollegen auf der Gegenseite, die keine Website haben und auch sonst keine Einträge im Web. Bei denen hab ich oft das gleiche Gefühl, auch vom Inhalt der Schreiben/Schriftsätze her. Oder welche, die ich telefonisch nicht erreiche, weil sie Telefonzeiten von 9-12 haben und kein Sekretariat. Da können natürlich auch nicht so viele Mandate bei rumkommen.

Ich denke deshalb, dass in die Statistik eine Menge Kollegen fallen, bei denen es gute Gründe für geringere Umsätze gibt. Außerdem meine ich, dass die STAR-Umfrage für Einzelanwälte im Westen einen höheren Umsatz ausgespuckt hatte. Und sowohl wir, als auch der Kollege sind im Westen tätig (was ich mal aus dem Namen herleite).

Und da das der Median ist und nicht der Durchschnitt, kann es dann schon gut sein, dass die Kollegen, die mehr verdienen auch wesentlich mehr verdienen. Aber ja, 240k als Einzelanwalt wären auch schon gut. Mein Partner bspw. liegt nach 4 Jahren Selbstständigkeit bei knapp 200k. Im ersten Jahr hatte er insgesamt unter 20k... Mein ehemaliger Chef hatte ein Jahr, in dem er 1 Mio. geknackt hat. Der hat aber auch ab und an sechsstellige Beträge als Pauschale abgerechnet. Es gibt also eine riesige Diskrepanz.
 
6stellig als einmalige Pauschale ist ja krass. Welches Rechtsgebiet?

Erbrecht. Er war aber auch extrem teuer. Unter anderem Vergütungsvereinbarungen vorgelegt mit RVG mal 3.
Suchen
Zitieren
Äfes
Senior Member
****
Beiträge: 341
Themen: 3
Registriert seit: Jul 2022
#34
22.02.2026, 16:22
(22.02.2026, 14:53)Bro schrieb:  Ich spiele mit dem Gedanken, mich in 2-3 Jahren auch selbständig zu machen und lese daher interessiert mit. Derzeit bin ich vor allem im Bereich Gesellschaftsrecht und Handelsrecht unterwegs. Was mich immer wundert: Weshalb sind selbständige Rechtsanwälte so zurückhaltend mit den Vorschüssen? Ich mein, das RVG räumt einem ja das Recht ein und Geld früher zu haben ist immer besser. Das Mandat kann man euch ja nicht entziehen, nur weil ihr einen Vorschuss zahlt. Auch die RSV zahlt ja den Vorschuss. Also: Was sind da die Hintergründe?

Weitere Frage: Welche Bereiche seht ihr im RVG-Bereich als lukrativ an? Dachte eigentlich immer Scheidungen und Immosachen sind relativ lukrativ. Sind Kündigungsschutzklagen wirklich luktariv?

Meine Mandanten haben manchmal noch kein Geld zu Beginn des Mandats. Bspw. wenn es um einen Pflichtteil geht oder eine Erbauseinandersetzung, wo zwar Geld da ist, aber noch nicht verfügt werden kann. Manchmal soll der Mandant auch erstmal sehen, dass man was gemacht hat. Hatte bspw. vir kurzem eine Adoption, da habe ich nicht sehr viel gemacht bis auf die Beratung, dem Notar die Infos gegeben und seinen Entwurf geprüft. Gegenstandswert 800k. Da will ich jetzt noch nicht ein paar tausend Euro Vorschuss nehmen und auch die Geschäftsgebühr noch nicht abrechnen, weil ich darauf spekuliere, danach noch einen Übergabevertrag und/oder Testament zu machen und es psychologisch für klüger halte, wenn die Mandanten erst danach merken, wie teuer das eigentlich alles war. 

Übrigens kann man im Erbrecht auch sehr viel mit Vorlagen arbeiten (Testamente, Übergabeverträge und auch wenn man den Pflichtteilsberechtigten hat). Und man hat eben entsprechende Gegenstandswerte.
Suchen
Zitieren
NRWJUNI25
Junior Member
**
Beiträge: 28
Themen: 3
Registriert seit: Jun 2025
#35
22.02.2026, 17:02
(22.02.2026, 15:35)Bro schrieb:  
(22.02.2026, 15:23)NRWJUNI25 schrieb:  
(22.02.2026, 14:53)Bro schrieb:  Ich spiele mit dem Gedanken, mich in 2-3 Jahren auch selbständig zu machen und lese daher interessiert mit. Derzeit bin ich vor allem im Bereich Gesellschaftsrecht und Handelsrecht unterwegs. Was mich immer wundert: Weshalb sind selbständige Rechtsanwälte so zurückhaltend mit den Vorschüssen? Ich mein, das RVG räumt einem ja das Recht ein und Geld früher zu haben ist immer besser. Das Mandat kann man euch ja nicht entziehen, nur weil ihr einen Vorschuss zahlt. Auch die RSV zahlt ja den Vorschuss. Also: Was sind da die Hintergründe?

Weitere Frage: Welche Bereiche seht ihr im RVG-Bereich als lukrativ an? Dachte eigentlich immer Scheidungen und Immosachen sind relativ lukrativ. Sind Kündigungsschutzklagen wirklich luktariv?

Für mich ist ein Fall lukrativ, wenn der mit dem Umsatz verbundene Arbeitseinsatz möglichst gering ist. 
Bei einer Kündigungsschutzklage nimmt man eine 0815 Vorlage, geht zum Gütetermin und einigt sich auf eine Abfindung von mehreren Bruttomonatsgehältern, das schmeckt dann schon durch Verfahrens-, Termins und Einigungsgebühr. 

Scheidungen oder Erbsachen hingegen haben zwar den höheren Gegenstandswert, dafür ist man damit auch wesentlich länger beschäftigt und kann nicht einfach eine Vorlage aus der Schublade ziehen.

Heißt: bei der Kündigungsschutzklage machts dann eher die Masse?

Zumindest nach meinem Verständnis ja. Allerdings bin ich auch relativ neu am Markt und habe nichts mit Arbeitsrecht zu tun. Also die Kollegen aus dem Arbeitsrecht dürfen gerne Ihre Erfahrungen teilen. 

In meiner Vorstellung würde ich lieber 10-15 standardisierte Kündigungsschutzklagen zu je 2-5k Honorar monatlich machen mit einem Zeitaufwand von maximal 3h pro Fall (1h Erstgespräch + Vorlage ausfüllen und 2h für den Gütetermin) anstatt ein großes Mandat, was Kapazitäten bindet und ggf. erst in 8 Monaten abgerechnet werden kann (z.B. der Entwurf einer Betriebsverfassung inkl. Anpassung aller Arbeitsverträge eines Unternehmens auf Studenbasis um im Arbeitsrecht zu bleiben). Mit letzterem ist man dann zwar gut ausgelastet und kann auch gut Stunden sammeln und damit entsprechend Geld verdienen. Wenn der Mandant dann aber plötzlich doch nicht so zahlungswillig ist und die ersten Abschlagsrechnungen nicht bezahlt ist es dann für kleinere Kanzleien schnell problematisch.
Suchen
Zitieren
Daggel
Junior Member
**
Beiträge: 37
Themen: 2
Registriert seit: Nov 2025
#36
22.02.2026, 17:08
(22.02.2026, 17:02)NRWJUNI25 schrieb:  
(22.02.2026, 15:35)Bro schrieb:  
(22.02.2026, 15:23)NRWJUNI25 schrieb:  
(22.02.2026, 14:53)Bro schrieb:  Ich spiele mit dem Gedanken, mich in 2-3 Jahren auch selbständig zu machen und lese daher interessiert mit. Derzeit bin ich vor allem im Bereich Gesellschaftsrecht und Handelsrecht unterwegs. Was mich immer wundert: Weshalb sind selbständige Rechtsanwälte so zurückhaltend mit den Vorschüssen? Ich mein, das RVG räumt einem ja das Recht ein und Geld früher zu haben ist immer besser. Das Mandat kann man euch ja nicht entziehen, nur weil ihr einen Vorschuss zahlt. Auch die RSV zahlt ja den Vorschuss. Also: Was sind da die Hintergründe?

Weitere Frage: Welche Bereiche seht ihr im RVG-Bereich als lukrativ an? Dachte eigentlich immer Scheidungen und Immosachen sind relativ lukrativ. Sind Kündigungsschutzklagen wirklich luktariv?

Für mich ist ein Fall lukrativ, wenn der mit dem Umsatz verbundene Arbeitseinsatz möglichst gering ist. 
Bei einer Kündigungsschutzklage nimmt man eine 0815 Vorlage, geht zum Gütetermin und einigt sich auf eine Abfindung von mehreren Bruttomonatsgehältern, das schmeckt dann schon durch Verfahrens-, Termins und Einigungsgebühr. 

Scheidungen oder Erbsachen hingegen haben zwar den höheren Gegenstandswert, dafür ist man damit auch wesentlich länger beschäftigt und kann nicht einfach eine Vorlage aus der Schublade ziehen.

Heißt: bei der Kündigungsschutzklage machts dann eher die Masse?

Zumindest nach meinem Verständnis ja. Allerdings bin ich auch relativ neu am Markt und habe nichts mit Arbeitsrecht zu tun. Also die Kollegen aus dem Arbeitsrecht dürfen gerne Ihre Erfahrungen teilen. 

In meiner Vorstellung würde ich lieber 10-15 standardisierte Kündigungsschutzklagen zu je 2-5k Honorar monatlich machen mit einem Zeitaufwand von maximal 3h pro Fall (1h Erstgespräch + Vorlage ausfüllen und 2h für den Gütetermin) anstatt ein großes Mandat, was Kapazitäten bindet und ggf. erst in 8 Monaten abgerechnet werden kann (z.B. der Entwurf einer Betriebsverfassung inkl. Anpassung aller Arbeitsverträge eines Unternehmens auf Studenbasis um im Arbeitsrecht zu bleiben). Mit letzterem ist man dann zwar gut ausgelastet und kann auch gut Stunden sammeln und damit entsprechend Geld verdienen. Wenn der Mandant dann aber plötzlich doch nicht so zahlungswillig ist und die ersten Abschlagsrechnungen nicht bezahlt ist es dann für kleinere Kanzleien schnell problematisch.

10 Fälle a 5k Euro klingt zwar ziemlich gut, dürfte aber ne Wunschvorstellung bleiben. Das wären 50k im Monat bei kaum Arbeit.
Suchen
Zitieren
kanzlei1
Junior Member
**
Beiträge: 8
Themen: 3
Registriert seit: Feb 2026
#37
22.02.2026, 23:53
Magst du mir bitte schreiben? Ich habe letztes Jahr in Oktober gegründet und würde mich gern austauschen: Verwaltung.jrg@gmail.com
Suchen
Zitieren
Bro
Member
***
Beiträge: 117
Themen: 10
Registriert seit: Oct 2022
#38
23.02.2026, 11:15
Danke für die Rückmeldung. Seid ihr nur in eurer Gegend tätig oder nehmt ihr bundesweit Mandate an?
Suchen
Zitieren
NRWJUNI25
Junior Member
**
Beiträge: 28
Themen: 3
Registriert seit: Jun 2025
#39
28.02.2026, 18:53
(23.02.2026, 11:15)Bro schrieb:  Danke für die Rückmeldung. Seid ihr nur in eurer Gegend tätig oder nehmt ihr bundesweit Mandate an?
Ich bin nur Regional (Umkreis ca. 80km) tätig
Suchen
Zitieren
Äfes
Senior Member
****
Beiträge: 341
Themen: 3
Registriert seit: Jul 2022
#40
28.02.2026, 20:16
(28.02.2026, 18:53)NRWJUNI25 schrieb:  
(23.02.2026, 11:15)Bro schrieb:  Danke für die Rückmeldung. Seid ihr nur in eurer Gegend tätig oder nehmt ihr bundesweit Mandate an?
Ich bin nur Regional (Umkreis ca. 80km) tätig

Ähnlich. Haben zwei Standorte, die knapp 30km auseinander sind und das weitest entfernte Mandat waren wahrscheinlich 60km von einem der Standorte. Aber grundsätzlich würde ich Mandanten von überall beraten, die kommen aber eben nicht auf uns. Und Online-Beratung ist auch nicht sonderlich beliebt in der Altersklasse, die zu mir kommt, so mein Eindruck.
Suchen
Zitieren
« Ein Thema zurück | Ein Thema vor »
« 1 2 3 4 5 6 ... 8 »
 
Antworten



 

Zur letzten Instanz

Das Forum "Zur letzten Instanz" ist das einzige Forum speziell für Rechtsreferendare. Diskutiere mit bei Fragen Rund um den juristischen Vorbereitungsdienst und zum Zweiten Staatsexamen!

Quick Links



Kontaktiere uns

E-Mail an uns  Datenschutzhinweise

Impressum 

Linearer Modus
Baumstrukturmodus