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Verbesserungsversuch 1. Ex während dem Ref
lorena
Junior Member
**
Beiträge: 4
Themen: 1
Registriert seit: May 2022
#1
23.05.2022, 18:48
Hallo!

Hat jemand Erfahrung damit, das Ref zu beginnen, und nach 6-7 Wochen noch den Verbesserungsversuch fürs erste Staatsexamen mitzunehmen?

Ich habe 7,2 im Ersten (Gesamtnote) und war hiervon enttäuscht. Daher möchte ich den Verbesserungsversuch in jedem Fall mitnehmen.

Nun habe ich für Hessen, Darmstadt zum 1.7. (mit einem Wartepunkt) einen Platz angeboten bekommen.
Darmstadt war meine dritte Präferenz - allerdings habe ich, angesichts der vielen Bewerber*innen in Hessen, gar nicht damit gerechnet, schon mit einem Wartepunkt einen Plat zu bekommen, und dann noch vergleichsweise einen Guten. 
Lehne ich diesen Platz ab, so verfällt mein Wartepunkt und ich werde ohne diesen im September höchstwahrscheinlich nicht genommen (oder zu weit weg).

Daher überlege ich, den Platz zum 1.7. anzunehmen und dennoch ab 22. August meinen Verbesserungsversuch fürs Erste mitzunehmen.

Mir wurde davon - verständlicherweise - abgeraten, da diese Doppelbelastung unmöglich gut zu bewältigen sei.
Angesichts meines Wohnortes und des guten Angebots fällt es mir jedoch ziemlich schwer, das abzulehnen und so das Risiko einzugehen, keinen (passenden) Platz in Hessen mehr zu bekommen.

Daher meine Frage: Hat jemand Erfahrungen damit, den Verbesserungsversuch am Anfang des Refs zu schreiben? Und was halten auch die anderen davon?

Bitte zerreißt mich nicht.

Danke und viele Grüße
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Gast231
Unregistered
 
#2
23.05.2022, 18:58
Hi,

geht es im August um den schriftlichen oder den mündlichen Teil des Verbesserungsversuches? Ersteres ist (zumindest in BW) nicht mehr möglich, wenn man bereits mit dem Referendariat angefangen hat. Da musst du mal die Prüfungsordnung deines Landes checken.

Die mündliche Prüfung mit in das Referendariat zu nehmen ist machbar, aber insbesondere, wenn es gerade in den Einführungslehrgang fällt anstrengend, weil man seinen Fokus auf zwei Sachen teilen muss. Mit dem Warten auf die Noten hat man eben noch die letzte Prüfung offen und im Ref warten auch neue Herausforderungen auf einen.
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Erfahrener
Unregistered
 
#3
23.05.2022, 20:43
Habe es genauso gemacht. Erstes Examen war aber schon ein niedriges 9.X. Hatte etwas Pech in der Mündlichen und habe dann ohne zu lernen nochmal geschrieben. Die Klausuren selbst waren belastend und die eine Woche zwischen Mündlicher Prüfung und Bekanntgabe der Noten auch.

Konnte mich im Endeffekt um 0.4 Punkte verbessern (lol), obwohl ich schlechtere Klausuren geschrieben habe.
Hat es sich bei mir gelohnt? Weiß ich nicht. War beim Erstversuch eigentlich auch recht entspannt, weshalb die fehlende Anspannung im Verbesserungsversuch eher kontraproduktiv war. Andererseits hat man nichts zu verlieren.
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Heribertu
Unregistered
 
#4
23.05.2022, 22:17
Also, ich habe — nach gut einem Jahr — seinerzeit den Verbesserungsversuch mitten während des Refs geschrieben und muss sagen,  ich würde es immer wieder machen.

Durch die Arbeit in den Stationen und die Vorbereitungen aufs zweite Examen gewinnt man, meines Erachtens, nochmals einen deutlich besseren Zugang zum Stoff.

Die Arbeitsbelastung hielt sich dabei in Grenzen,  da ich nicht den Eindruck hatte, am Arbeitsplatz zu viel zu tun zu bekommen (eine Akte pro Woche beim Zivilgericht und StA).
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Gast
Unregistered
 
#5
24.05.2022, 07:45
Hallo! Ich habe exakt das gleiche „Problem“! Habe damit gerechnet, noch einen Wartepunkt im Juli zu brauchen, um dann im September eingestellt zu werden und wollte daher Ende Juli den Verbesserungsversuch (also da erst die Klausuren) mitnehmen. Bin nun auch hin und hergerissen. Aktuell tendiere ich aber dazu, den Refplatz abzusagen und dann im September, allerspätestens aber im November reinzukommen. Wobei September ohne Wartepunkt schon fast unmöglich klingt, echt blöd :(
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lorena
Junior Member
**
Beiträge: 4
Themen: 1
Registriert seit: May 2022
#6
24.05.2022, 21:00
(24.05.2022, 07:45)Gast schrieb:  Hallo! Ich habe exakt das gleiche „Problem“! Habe damit gerechnet, noch einen Wartepunkt im Juli zu brauchen, um dann im September eingestellt zu werden und wollte daher Ende Juli den Verbesserungsversuch (also da erst die Klausuren) mitnehmen. Bin nun auch hin und hergerissen. Aktuell tendiere ich aber dazu, den Refplatz abzusagen und dann im September, allerspätestens aber im November reinzukommen. Wobei September ohne Wartepunkt schon fast unmöglich klingt, echt blöd :(

Dann geht es dir echt genauso wie mir. Ich habe auch die sehr wahrscheinliche Vermutung, dass ich im September dann mit 0 Wartepunkten nicht genommen werde. Und November fände ich, ehrlich gesagt, doof. :(

Ich tendiere auch dazu, abzusagen. Aber schwankt momentan auch sehr. Immerhin sind es 7 Wochen Doppelbelastung (bei mir) - das muss doch in Angesicht unseres bisherigen "Leidensweges" zu bewerkstelligen sein  Upside_down



Danke euch für eure Antworten!
Ich schreibe tatsächlich ab 22. August erst den schriftlichen Teil. Also schon noch mal ordentlich Arbeit....
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lorena
Junior Member
**
Beiträge: 4
Themen: 1
Registriert seit: May 2022
#7
24.05.2022, 21:02
(23.05.2022, 22:17)Heribertu schrieb:  Also, ich habe — nach gut einem Jahr — seinerzeit den Verbesserungsversuch mitten während des Refs geschrieben und muss sagen,  ich würde es immer wieder machen.

Durch die Arbeit in den Stationen und die Vorbereitungen aufs zweite Examen gewinnt man, meines Erachtens, nochmals einen deutlich besseren Zugang zum Stoff.

Die Arbeitsbelastung hielt sich dabei in Grenzen,  da ich nicht den Eindruck hatte, am Arbeitsplatz zu viel zu tun zu bekommen (eine Akte pro Woche beim Zivilgericht und StA).

Danke dir für die Antwort.
Ich glaube auch, dass das Ref bei der Vorbereitung helfen kann, wobei man dazu sagen muss, dass ich ja nur 7 Wochen Ref hätte vor meinem Verbesserungsversuch (1. Juli Beginn Ref -  22. - 30. August Klausuren).  Nervous
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Gast
Unregistered
 
#8
24.05.2022, 22:53
Ich würde halt direkt nach dem Einführungslehrgang im Ref total reduzieren und ggf. auch Urlaub nehmen. Je nach Schulferien ist es vielleicht im August eh ruhig. Wird vielleicht dann nicht das allerbeste Stationszeugnis in der ersten Station, aber du solltest damit schon einigermaßen Zeit f. d. Verbesserungsversuch haben.
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Gast
Unregistered
 
#9
24.05.2022, 22:56
(24.05.2022, 21:00)lorena schrieb:  
(24.05.2022, 07:45)Gast schrieb:  Hallo! Ich habe exakt das gleiche „Problem“! Habe damit gerechnet, noch einen Wartepunkt im Juli zu brauchen, um dann im September eingestellt zu werden und wollte daher Ende Juli den Verbesserungsversuch (also da erst die Klausuren) mitnehmen. Bin nun auch hin und hergerissen. Aktuell tendiere ich aber dazu, den Refplatz abzusagen und dann im September, allerspätestens aber im November reinzukommen. Wobei September ohne Wartepunkt schon fast unmöglich klingt, echt blöd :(

Dann geht es dir echt genauso wie mir. Ich habe auch die sehr wahrscheinliche Vermutung, dass ich im September dann mit 0 Wartepunkten nicht genommen werde. Und November fände ich, ehrlich gesagt, doof. :(

Ich halte es für machbar. Andererseits gibt es echt schlimmeres, als vier Monate später mit dem Ref. anzufangen. Für den Verbesserungsversuch ist man ja idR auch noch immatrikuliert.
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Gast Gast
Unregistered
 
#10
25.05.2022, 07:17
Wenn der Verbesserungsversuch in Hessen stattfindet bzw man in Hessen im Ref ist, sollte man beachten, das die ersten drei Monate eine Urlaubssperre gilt. Dh man darf keinen normalen Urlaub nehmen in den ersten drei Monaten des Refs.

Wenn die Klausuren fast 1,5 Wochen dauern, würde ich beim OLG fragen ob ihr dafür Sonderurlaub bekommen könntet oder wie ihr die Fehlzeiten regelt.

Krankmeldung und zugleich Verbesserung schreiben geht auch eher nicht gleichzeitig
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