14.08.2021, 14:45
Liebe Rechtsexperten,
ich habe die Möglichkeit, bei einem süddeutschen Ministerium anzufangen. Lange habe ich mit einer Wissenschaftslaufbahn geliebäugelt, mich davon aber mittlerweile distanziert. Trotzdem würde ich meine wissenschaftlichen Interessen gerne weiter jedenfalls ein wenig "ausleben". Meint ihr, es ist realistisch, neben einer Tätigkeit im Ministerium den ein oder anderen Aufsatz zu schreiben? Oder ist die Arbeitsbelastung doch zu groß? Ist es vielleicht beim LRA oder bei der Regierung besser?
Viele Grüße
ich habe die Möglichkeit, bei einem süddeutschen Ministerium anzufangen. Lange habe ich mit einer Wissenschaftslaufbahn geliebäugelt, mich davon aber mittlerweile distanziert. Trotzdem würde ich meine wissenschaftlichen Interessen gerne weiter jedenfalls ein wenig "ausleben". Meint ihr, es ist realistisch, neben einer Tätigkeit im Ministerium den ein oder anderen Aufsatz zu schreiben? Oder ist die Arbeitsbelastung doch zu groß? Ist es vielleicht beim LRA oder bei der Regierung besser?
Viele Grüße
14.08.2021, 15:14
(14.08.2021, 14:45)Gast schrieb: Liebe Rechtsexperten,
ich habe die Möglichkeit, bei einem süddeutschen Ministerium anzufangen. Lange habe ich mit einer Wissenschaftslaufbahn geliebäugelt, mich davon aber mittlerweile distanziert. Trotzdem würde ich meine wissenschaftlichen Interessen gerne weiter jedenfalls ein wenig "ausleben". Meint ihr, es ist realistisch, neben einer Tätigkeit im Ministerium den ein oder anderen Aufsatz zu schreiben? Oder ist die Arbeitsbelastung doch zu groß? Ist es vielleicht beim LRA oder bei der Regierung besser?
Viele Grüße
Warum bitte sollte dafür keine Zeit bleiben? Du arbeitest doch in einer Behörde mit strenger Zeiterfassung, kannst Überstunden abbauen.
Wo wenn nicht in der Verwaltung hat man Zeit für Kram nebenbei…
14.08.2021, 20:22
(14.08.2021, 14:45)Gast schrieb: Liebe Rechtsexperten,
ich habe die Möglichkeit, bei einem süddeutschen Ministerium anzufangen. Lange habe ich mit einer Wissenschaftslaufbahn geliebäugelt, mich davon aber mittlerweile distanziert. Trotzdem würde ich meine wissenschaftlichen Interessen gerne weiter jedenfalls ein wenig "ausleben". Meint ihr, es ist realistisch, neben einer Tätigkeit im Ministerium den ein oder anderen Aufsatz zu schreiben? Oder ist die Arbeitsbelastung doch zu groß? Ist es vielleicht beim LRA oder bei der Regierung besser?
Viele Grüße
Solange Du nicht in einer Stabsstelle arbeiten wirst, wird das wirklich locker machbar sein.
14.08.2021, 20:51
Gibt Leute die schaffen das trotz 60/70h Arbeit in einer Kanzlei...
14.08.2021, 22:16
(14.08.2021, 20:51)Gast schrieb: Gibt Leute die schaffen das trotz 60/70h Arbeit in einer Kanzlei...
Was für ein Unsinn. Ich glaube der TE meint ja nicht einen einzelnen Text mal rauszuhauen, sondern regelmäßig zu publizieren. Wie willst du bei 10h am Tag Zeit haben, irgendwas Gehaltvolles zu schreiben, geschweige zu lesen...
14.08.2021, 22:30
(14.08.2021, 22:16)Gast schrieb:(14.08.2021, 20:51)Gast schrieb: Gibt Leute die schaffen das trotz 60/70h Arbeit in einer Kanzlei...
Was für ein Unsinn. Ich glaube der TE meint ja nicht einen einzelnen Text mal rauszuhauen, sondern regelmäßig zu publizieren. Wie willst du bei 10h am Tag Zeit haben, irgendwas Gehaltvolles zu schreiben, geschweige zu lesen...
Dafür gibt's die Wissenschaftlichen Mitarbeiter. Die Anwälte gucken nur noch mal drüber, stempeln ihren Namen drauf und danken den Wissenschaftlichen Mitarbeitern höchstens in den Fußnoten.
14.08.2021, 23:17
(14.08.2021, 22:16)Gast schrieb:(14.08.2021, 20:51)Gast schrieb: Gibt Leute die schaffen das trotz 60/70h Arbeit in einer Kanzlei...
Was für ein Unsinn. Ich glaube der TE meint ja nicht einen einzelnen Text mal rauszuhauen, sondern regelmäßig zu publizieren. Wie willst du bei 10h am Tag Zeit haben, irgendwas Gehaltvolles zu schreiben, geschweige zu lesen...
Pure Wissenschaftskarriere wird schwierig. Was genau der TE will, müsste er nochmal klarstellen.
Ansonsten in gewissem Schwerpunkt dauerhaft veröffentlichen geht. Gibt ja auch Handbücher und Kommentare die Praktiker herausgeben bzw mit bearbeiten.
Aber klar alle Anwälte u.ä die Handbücher rausgeben/regelmäßig veröffentlichen lassen das von wiss. Mits. machen. Unvorstellbar bei 50-60h die Woche das zu schaffen. Gibt ja niemanden, der regelmäßig veröffentlicht.
Manchmal frage ich mich, ob alle wirklich so beschränkt sind oder einfach ihr eigenes Weltbild schön reden wollen, indem alles andere als "Unsinn" darstellt.
Zum TE: Du wirst und solltest genug Zeit haben, in gewissem Umfang wissenschaftlich tätig zu werden. Ggfs. musst halt mal am Wochenende ran, aber ist ja auch nicht deine Hauptbeschäftigung. Müsstest eventuell nur aufpassen, wo und wie du veröffentlichen willst. Also va in welchem Bereichen.
14.08.2021, 23:39
15.08.2021, 00:07
(14.08.2021, 23:39)Gast schrieb:Bin mir (leider) nicht sicher, ob das ernst gemeint ist...(14.08.2021, 20:51)Gast schrieb: Gibt Leute die schaffen das trotz 60/70h Arbeit in einer Kanzlei...
Kan ich bestätigen. Viele stehen ein bisschen früher auf, dann können sie um 9 abends schon raus und noch 2 Stunden schreiben. Macht 5x2 unter der Woche und Wochenende gibts ja auch noch
16.08.2021, 12:27
(15.08.2021, 00:07)Gast schrieb:(14.08.2021, 23:39)Gast schrieb:Bin mir (leider) nicht sicher, ob das ernst gemeint ist...(14.08.2021, 20:51)Gast schrieb: Gibt Leute die schaffen das trotz 60/70h Arbeit in einer Kanzlei...
Kan ich bestätigen. Viele stehen ein bisschen früher auf, dann können sie um 9 abends schon raus und noch 2 Stunden schreiben. Macht 5x2 unter der Woche und Wochenende gibts ja auch noch
Mein Beitrag mit den 60h ja. Die Antwort darauf ka, aber warum nicht?
Die Frage ist doch eher, ob man sowas machen will und nicht, ob man die Zeit dafür hat.
Gibt auch Richter am OLG die nach eigener Aussage 50h im Schnitt arbeiten und an Kommentaren und Handbüchern arbeiten. Letzteres ist in der Anwaltswelt auch nichts ungewöhnliches. Etwaige Handbücher für spezielle Themen des Wirtschaftsrechts werden von denen geschrieben (Kartellrecht, Gesellschaftsrecht, Insolvenzrecht etc.). Verstehe wirklich nicht, wieso Leute glauben, dass auch bei zeitintensiveren Jobs keine Zeit für sowas bleibt.
Daher sollte es auch in Behörden und Ministerien zeitlich kein Problem sein, etwas ähnliches zu machen. Für den ein oder anderen Aufsatz findet man Zeit. Selbst, wenn es nur am Wochenende oder am Abend nach der Arbeit ist. Ist aber auch ok, da man dafür vom Hauptarbeitgeber auch nicht bezahlt wird. Wer das hauptberuflich machen will, geht in die Wissenschaft, aber darum geht es dem TE nicht.
Die Frage (und so schließt sich der Kreis) ist eher, ob und wieviel Zeit man sich dafür nimmt. Aber wem so etwas Spaß macht, der findet dafür Zeit.


