24.04.2021, 18:51
In sehr vielen Foren lesen ich immer wieder von höchstens 60k, aber da frage ich mich immer, wieso diese Summe nach alle den Jahren zur Stande kommt.
Viele werden jetzt sagen, dass das sehr viel Geld ist. Aber das sind innerliche ,,Schönreden" . Ich will einfach Klartext reden, und keinen Blatt vor dem Mund halten.
Ich meine, wenn man bereits seit 6 Jahren in einer Kanzlei tätig ist, wird man auch irgendwann mal ein Partner. Und selbst Partner einer kleinen Kanzlei können bis zu 200k verdienen (Aus familiären Erfahrungen)
Mittelständische Partner können da sogar bis auf die 450k
Da frage ich mich immer, wie sowas sein kann. Das 40-50 jähriger immernoch 60k verdienen.
Viele werden jetzt sagen, dass das sehr viel Geld ist. Aber das sind innerliche ,,Schönreden" . Ich will einfach Klartext reden, und keinen Blatt vor dem Mund halten.
Ich meine, wenn man bereits seit 6 Jahren in einer Kanzlei tätig ist, wird man auch irgendwann mal ein Partner. Und selbst Partner einer kleinen Kanzlei können bis zu 200k verdienen (Aus familiären Erfahrungen)
Mittelständische Partner können da sogar bis auf die 450k
Da frage ich mich immer, wie sowas sein kann. Das 40-50 jähriger immernoch 60k verdienen.
24.04.2021, 19:03
Dank der ach so "sozialen" Mischkalkulation des RVG, durch die im Endeffekt Anwälte gezwungen werden für ein Appel und ein Ei zu arbeiten, damit der Mandant, der sowieso meistens eine Rechtsschutzversicherung hat, seine Nebenkostenabrechnung wegen dreifuffzich durch alle Instanzen jagen kann.
24.04.2021, 19:13
(24.04.2021, 19:03)Gast schrieb: Dank der ach so "sozialen" Mischkalkulation des RVG, durch die im Endeffekt Anwälte gezwungen werden für ein Appel und ein Ei zu arbeiten, damit der Mandant, der sowieso meistens eine Rechtsschutzversicherung hat, seine Nebenkostenabrechnung wegen dreifuffzich durch alle Instanzen jagen kann.
Naja, solche Fälle muss man ja nicht machen.
24.04.2021, 20:33
Also 60k ist jetzt auch kein schlechtes Gehalt ?♂️
24.04.2021, 21:18
Weil es einfach zuviele Anwälte gibt.
25.04.2021, 08:14
Ein Anwalt kann 250k machen und deswegen können es alle oder wie? Es braucht halt auch entsprechende Mandate und 250k dürfte für einen Einzelanwalt schon seeeehr viel sein.
Es gibt einfach viel zu viele Anwälte, so viele (auch nach RVG "gute") Streitigkeiten gibt es einfach nicht.
Es gibt einfach viel zu viele Anwälte, so viele (auch nach RVG "gute") Streitigkeiten gibt es einfach nicht.
25.04.2021, 10:31
Es kommt wie immer drauf an, auf das Rechtsgebiet, die örtlichen Verhältnisse, die persönlichen Umstände.
Als angestellter RA in einer kleinen Kanzlei ist halt irgendwann mal schluss und Partner zu werden ist nicht für jeden was. Damit hängt nämlich nicht nur viel Geld zusammen, sondern auch unternehmerische Verantwortung. Klar muss man Kleinstfälle nicht machen, wer aber dauerhaft zu viele Mandanten wegschickt sägt am eigenen Ast. Abgesehen davon gehört es mMn dazu auch mal nichts zu verdienen und trotzdem einen Fall zu übernehmen. Anwälte sind immer noch Organe der Rechtspflege.
Und 60 K sind nicht wenig. Das bild hier im Forum wird nur einfach verzerrt.
Als angestellter RA in einer kleinen Kanzlei ist halt irgendwann mal schluss und Partner zu werden ist nicht für jeden was. Damit hängt nämlich nicht nur viel Geld zusammen, sondern auch unternehmerische Verantwortung. Klar muss man Kleinstfälle nicht machen, wer aber dauerhaft zu viele Mandanten wegschickt sägt am eigenen Ast. Abgesehen davon gehört es mMn dazu auch mal nichts zu verdienen und trotzdem einen Fall zu übernehmen. Anwälte sind immer noch Organe der Rechtspflege.
Und 60 K sind nicht wenig. Das bild hier im Forum wird nur einfach verzerrt.
25.04.2021, 10:56
also die kks, in denen ich im ref war hatten eher 150.000 umsatz pro partner. es fehlt einfach an genug guten mandaten.
250k ist nichtmal im ansatz der durchschnitt für die klassische fww kanzlei.
250k ist nichtmal im ansatz der durchschnitt für die klassische fww kanzlei.
25.04.2021, 11:27
Hängt doch auch vom Ort ab wo man seine Kanzlei. In Prenzlau wird es weniger gute Mandate geben als in Potsdam oder in Rügen schlechtere als in München.
Sieht man doch auch an ganz einfachen Beispielen. Jemand zahlt die Miete nicht, Aufwand ist gleich, einmal zahlen die 400€ Miete und einmal 900€ -> der zweite verdient mehr obwohl er nicht mehr macht. Oder der Unfall zwischen zwei S Klassen hat einen höheren Schaden als zwischen zwei Polos aus dem Jahr 2000. Man kann halt auch nicht einfach mehr arbeiten da der Tag für jeden nur 24h hat.
Sieht man doch auch an ganz einfachen Beispielen. Jemand zahlt die Miete nicht, Aufwand ist gleich, einmal zahlen die 400€ Miete und einmal 900€ -> der zweite verdient mehr obwohl er nicht mehr macht. Oder der Unfall zwischen zwei S Klassen hat einen höheren Schaden als zwischen zwei Polos aus dem Jahr 2000. Man kann halt auch nicht einfach mehr arbeiten da der Tag für jeden nur 24h hat.
25.04.2021, 11:59
(24.04.2021, 19:13)Gast schrieb:(24.04.2021, 19:03)Gast schrieb: Dank der ach so "sozialen" Mischkalkulation des RVG, durch die im Endeffekt Anwälte gezwungen werden für ein Appel und ein Ei zu arbeiten, damit der Mandant, der sowieso meistens eine Rechtsschutzversicherung hat, seine Nebenkostenabrechnung wegen dreifuffzich durch alle Instanzen jagen kann.
Naja, solche Fälle muss man ja nicht machen.
Wenn man nur solche Fälle hat eben schon. Das RVG ist auf der Vermutung aufgebaut, dass ein Anwalt eben bspw 10 Fälle mit 1k streitwert macht und dann nochmal 10 Fälle mit 100k. Tatsächlich machen viele einzelanwälte nur Mist und die anderen alles ab 100k. Eine Lösung dafür habe ich allerdings nicht :) so läuft eben Marktwirtschaft, aber auch in anderen Branchen



