03.06.2021, 14:39
Hallo,
bin durch eine aktuelle Ausschreibung auf die Behörde aufmerksam geworden. Hat jemand einschlägige Erfahrungen, die er teilen könnte?
Vielen Dank!
bin durch eine aktuelle Ausschreibung auf die Behörde aufmerksam geworden. Hat jemand einschlägige Erfahrungen, die er teilen könnte?
Vielen Dank!
Wer Richter auf Probe bzw. Staatsanwalt werden möchte, sollte sich mit dem Karriere-Dossier über die Einstellungschancen und Bewerbungsvoraussetzungen informieren. Das Karriere-Dossier ist als Print-Buch sowie als E-Book für alle 16 Bundesländer erhältlich:
https://www.juristenkoffer.de/richter/karriere-dossier-richter-staatsanwalt-werden.php
Und zur Vorbereitung auf das alles entscheidende Vorstellungsgespräch sollte man auf die vielen hunderten Erfahrungsberichte anderer Juristen zugreifen, die bereits das Bewerbungsverfahren erfolgreich absolviert haben.
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Und zur Vorbereitung auf das alles entscheidende Vorstellungsgespräch sollte man auf die vielen hunderten Erfahrungsberichte anderer Juristen zugreifen, die bereits das Bewerbungsverfahren erfolgreich absolviert haben.
04.06.2021, 01:42
Ein Kumpel von mir arbeitet dort seit 2 Jahren und ist mega unzufrieden. Sowohl mit der Arbeit an sich wie auch mit der Atmosphäre. Er will sich demnächst weg bewerben.
04.06.2021, 06:55
(04.06.2021, 01:42)Gast schrieb: Ein Kumpel von mir arbeitet dort seit 2 Jahren und ist mega unzufrieden. Sowohl mit der Arbeit an sich wie auch mit der Atmosphäre. Er will sich demnächst weg bewerben.
Kannst Du näher berichten? Was gefällt nicht an der Arbeit / der Atmosphäre? Welchen Bereich bearbeitet er?
04.06.2021, 16:28
Hab auch nur schlechtes gehört, Arroganz und Ellenbogenmentalität an der Tagesordnung
05.06.2021, 11:25
06.06.2021, 00:04
Ich war mal kurze Zeit da, aber nicht mit 2 Examina. Standort Bonn (Zentrale). Fand es tatsächlich auch nicht so wahnsinnig prickelnd. Auf dem Flur herrscht Gefängnisatmosphäre. Die doppelt examinierten Mitarbeiter/Beamten sitzen alle in einem kleinen Einzelbüro und arbeiten (soweit ich das mitbekommen habe) für sich allein.
Das Motto des Amtes lautete damals "Dienstleister der Justiz" oder sowas. Das trifft es eigentlich auch ziemlich gut, wie ich fand. Das bedeutet im Klartext, dass man dort für die Justiz die "Drecksarbeit" erleidgt. Vor allem Statistik, Organisation, Auskünfte, Führen von Registern/Listen und stumpes Aktenballern. Mehr Beamtentum geht kaum. Eigene Entscheidungskompetenz nahe Null. Die eigentlichen Lebenssachverhalte sieht man nur auf dem Papier und das ggf. nur ganz auszugsweise.
Die interessanteren Jobs hatten meinem Eindruck nach (sooo gut war mein Einblick aber nicht) die Referenten, die dort nur im Wege der Abordnung waren. Das waren Richter oder Beamter anderer Behörden (zB Staatsanwaltschaft). Dauerhaft und mit zwei guten Examina würde es mich nicht dorthin ziehen.
Von Ellbeogenmentalität und sowas kann ich nichts berichten. Ich habe nichts dergleichen mitbekommen, war aber auch nicht entsprechend involviert. Da meinem Eindruck nach eben sowieso jeder für sich allein gearbeitet hat, würde ich dazu tendieren, dass es auf die Qualität der Kollegen und die Mentalität im Team hier vergleichsweise wenig ankommt. Was ich aber für sich genommen schade finde.
Diejenigen, die ich dort besser kennengelernt habe, waren alle wirklich ausgesprochen nett und haben mir viel beigebracht.
In einem anderen Fachbereich kann das natürlich alles anders aussehen.
Das Motto des Amtes lautete damals "Dienstleister der Justiz" oder sowas. Das trifft es eigentlich auch ziemlich gut, wie ich fand. Das bedeutet im Klartext, dass man dort für die Justiz die "Drecksarbeit" erleidgt. Vor allem Statistik, Organisation, Auskünfte, Führen von Registern/Listen und stumpes Aktenballern. Mehr Beamtentum geht kaum. Eigene Entscheidungskompetenz nahe Null. Die eigentlichen Lebenssachverhalte sieht man nur auf dem Papier und das ggf. nur ganz auszugsweise.
Die interessanteren Jobs hatten meinem Eindruck nach (sooo gut war mein Einblick aber nicht) die Referenten, die dort nur im Wege der Abordnung waren. Das waren Richter oder Beamter anderer Behörden (zB Staatsanwaltschaft). Dauerhaft und mit zwei guten Examina würde es mich nicht dorthin ziehen.
Von Ellbeogenmentalität und sowas kann ich nichts berichten. Ich habe nichts dergleichen mitbekommen, war aber auch nicht entsprechend involviert. Da meinem Eindruck nach eben sowieso jeder für sich allein gearbeitet hat, würde ich dazu tendieren, dass es auf die Qualität der Kollegen und die Mentalität im Team hier vergleichsweise wenig ankommt. Was ich aber für sich genommen schade finde.

Diejenigen, die ich dort besser kennengelernt habe, waren alle wirklich ausgesprochen nett und haben mir viel beigebracht.
In einem anderen Fachbereich kann das natürlich alles anders aussehen.
06.06.2021, 12:57
(06.06.2021, 00:04)Gast schrieb: Ich war mal kurze Zeit da, aber nicht mit 2 Examina. Standort Bonn (Zentrale). Fand es tatsächlich auch nicht so wahnsinnig prickelnd. Auf dem Flur herrscht Gefängnisatmosphäre. Die doppelt examinierten Mitarbeiter/Beamten sitzen alle in einem kleinen Einzelbüro und arbeiten (soweit ich das mitbekommen habe) für sich allein.
Das Motto des Amtes lautete damals "Dienstleister der Justiz" oder sowas. Das trifft es eigentlich auch ziemlich gut, wie ich fand. Das bedeutet im Klartext, dass man dort für die Justiz die "Drecksarbeit" erleidgt. Vor allem Statistik, Organisation, Auskünfte, Führen von Registern/Listen und stumpes Aktenballern. Mehr Beamtentum geht kaum. Eigene Entscheidungskompetenz nahe Null. Die eigentlichen Lebenssachverhalte sieht man nur auf dem Papier und das ggf. nur ganz auszugsweise.
Die interessanteren Jobs hatten meinem Eindruck nach (sooo gut war mein Einblick aber nicht) die Referenten, die dort nur im Wege der Abordnung waren. Das waren Richter oder Beamter anderer Behörden (zB Staatsanwaltschaft). Dauerhaft und mit zwei guten Examina würde es mich nicht dorthin ziehen.
Von Ellbeogenmentalität und sowas kann ich nichts berichten. Ich habe nichts dergleichen mitbekommen, war aber auch nicht entsprechend involviert. Da meinem Eindruck nach eben sowieso jeder für sich allein gearbeitet hat, würde ich dazu tendieren, dass es auf die Qualität der Kollegen und die Mentalität im Team hier vergleichsweise wenig ankommt. Was ich aber für sich genommen schade finde.
Diejenigen, die ich dort besser kennengelernt habe, waren alle wirklich ausgesprochen nett und haben mir viel beigebracht.
In einem anderen Fachbereich kann das natürlich alles anders aussehen.
Danke für Deine Erfahrungen. Kann ich grundsätzlich bestätigen. Auffallend war in meinen Augen noch die Angst vieler Mitarbeiter, bei der Arbeit Fehler zu machen. Ganz komische Atmosphäre.










