04.01.2021, 00:25
(03.01.2021, 23:59)Gast schrieb:Ah ja, Gesellschaftsrecht ist immer häufiger eine austauschbare Kompetenz... dennoch wimmelt es bei Freshfields von umsatzstarken Gesellschaftsrechtlern, während die ÖffRechtler gehen mussten...(03.01.2021, 14:32)C8H10N4O2 schrieb: Der Frust sitzt beim Kollegen anscheinend sehr tief, man fragt sich welches Trauma dahinter steckt...
Natürlich ist private M&A juristisch herausfordernd, insbesondere ist es eine Schnittstellenmaterie aller wirtschaftlich relevanten Rechtsgebiete. Man braucht daher Grundkenntnisse im Steuerrecht, Kartellrecht, Arbeitsrecht, Bankaufsichtsrecht, Insolvenzrecht und je nach Sparte des zu verkaufenden Unternehmens eben noch genaue Kenntnisse im Energierecht, Medizinprodukteverordnungen usw.
Die DD ist vielleicht nicht das Highlight einer Transaktion, aber absolut notwendig da die daraus gewonnenen Erkenntnisse wesentliche Grundlage für den Kaufvertragsentwurf (zB ein SPA) sind. Im SPA wird dann das gesamte gesetzliche Mängel Gewährleistungs Recht üblicherweise abbedungen und maßgeschneidert komplett neu aufgezogen. Das ist höchst anspruchsvoll und gutes vertragsdrafting ein seltener und wichtiger Skill
Zusammen mit dem hohen Anteil an Projektmanagement gibt es schon einen Grund wieso M&A ler beliebte Bewerber auch außerhalb des Kern M&A sind
"Gesellschaftsrecht ist immer häufiger eine austauschbare Kompetenz", Dr. Nils Ipsen, PSWP (https://www.azur-online.de/artikel/verleiht-fluegel-gefragte-oeffentlichrechtler/)

