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In der Justiz beginnen oder auf Verwaltung hoffen?
Gast
Unregistered
 
#21
24.03.2021, 15:15
Vor allem was soll die eingangssperre ändern? Musst ja extra den GVP dazu ändern. Zudem machen Neueingänge ja fast keine Arbeit. Da muss man eh erst mal auf den Vorschuss warten, dann eingangsverfügung etc. Bis man die akte das erste Mal richtig liest sind es 2 Monate. Glaube auch, dass das so ein NRW-Special ist. 3 Monate eingangssperre und dann nach 6 Monaten wird man planmäßig wieder versetzt
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Ritchie
Unregistered
 
#22
24.03.2021, 15:41
(24.03.2021, 15:15)Gast schrieb:  Vor allem was soll die eingangssperre ändern? Musst ja extra den GVP dazu ändern. Zudem machen Neueingänge ja fast keine Arbeit. Da muss man eh erst mal auf den Vorschuss warten, dann eingangsverfügung etc. Bis man die akte das erste Mal richtig liest sind es 2 Monate. Glaube auch, dass das so ein NRW-Special ist. 3 Monate eingangssperre und dann nach 6 Monaten wird man planmäßig wieder versetzt

In NRW will man die armen Proberichter nicht überfordern. Ist bei mir in Brandenburg leider das komplette Gegenteil Frown
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Gast
Unregistered
 
#23
24.03.2021, 15:55
(24.03.2021, 10:09)Gast schrieb:  
(24.03.2021, 08:44)Gast schrieb:  
(24.03.2021, 08:21)Hustiz schrieb:  Ja in der Justiz beginnen. Aber: Die Arbeit ist um 500% anspruchsvoller, du hast keine Stechkarte und 50 Stunden Wochen sind in den ersten 1-2 Jahren ganz normal. Genauso wie kurzfristige Wechsel des Dienstortes und/oder des Dezernats. Achso: natürlich auch WE-Arbeit. Ist auch ganz klar. 5 Tage reichen bei so manchen Dezernat nicht aus. Wenn die Probezeit rum ist, ist es ein ganz netter Job. Davor musst du vieles entbehren. Meine Ehe wäre fast in die Brüche gegangen und meine Kinder haben mich nur abends 15 Minuten gesehen und dann teilweise am Sonntag.


Muss ja jeder selbst wissen, aber das würde ich für das Gehalt nicht mit mir machen lassen. Montags bis freitags jeweils zehn Stunden wären okay, aber ansonsten keine Sekunde länger. Wäre mir dann herzlich egal, ob der aktenberg noch weiter anwächst. Verstehe um ehrlich zu sein eh nicht, warum manche Leute meinen, sich so in der Justiz zerreißen zu müssen. Vor einer Kündigung oder ähnlichem muss man doch keine Angst haben, wenn man die Noten für Justiz mitbringt, da man ansonsten überall einen besser bezahlten Job bekommt

Also erstens ist diese Stundenzahl ja nur in den ersten Jahren so hoch. Das ist auch ganz normal, weil du gleich zu Beginn nicht alles sofort routiniert kannst und für alles erstmal noch länger brauchst. Ist doch klar, dass du dann noch keine 40 Stunden die Woche schaffst. Und wenn man nicht die schlechtesten Bewertungen haben will, muss man ggf. am Anfang eben etwas reinhauen und etwas mehr machen. Dafür hat man ja die Aussicht darauf, dass es später besser wird.

Und im Übrigen: Klar kannst du um 16 Uhr gehen und alles liegen lassen. Nur wird der Aktenberg dann auch nicht weniger. Man muss nun mal X Erledigungen im Monat schaffen, damit sich das Dezernat minimal abbaut, jedenfalls nicht mehr wird. Kann dir natürlich auch wieder egal sein - mir ist es das nicht. Ich habe nämlich auch keine Lust meinem Nachfolger ein völlig abgesoffenes Dezernat zu überlassen.

Die Betonung liegt doch auf "etwas mehr machen". Dass man nicht mit einer 35 oder 40h Woche startet, ist mir vollkommen klar und auch nachvollziehbar. Die Frage ist aber meines Erachtens, ob man bei 50h aufwärts und Wochenendarbeit noch von "etwas mehr" sprechen kann. Find den Richterjob geil und sehe mich auch absolut da drin, aber bin mir auch über meinen "Marktwert" (Qualifikation anhand der Examensnoten, im Ergebnis wird man beim Berufseinstieg nun mal danach beurteilt) bewusst und muss mich nicht so weit unter Wert verkaufen...
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Gast
Unregistered
 
#24
24.03.2021, 16:01
In NRW und Nds hat man am Anfang doch ein 0,5er Dezernat?
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Gast
Unregistered
 
#25
29.03.2021, 22:58
(24.03.2021, 15:55)Gast schrieb:  
(24.03.2021, 10:09)Gast schrieb:  
(24.03.2021, 08:44)Gast schrieb:  
(24.03.2021, 08:21)Hustiz schrieb:  Ja in der Justiz beginnen. Aber: Die Arbeit ist um 500% anspruchsvoller, du hast keine Stechkarte und 50 Stunden Wochen sind in den ersten 1-2 Jahren ganz normal. Genauso wie kurzfristige Wechsel des Dienstortes und/oder des Dezernats. Achso: natürlich auch WE-Arbeit. Ist auch ganz klar. 5 Tage reichen bei so manchen Dezernat nicht aus. Wenn die Probezeit rum ist, ist es ein ganz netter Job. Davor musst du vieles entbehren. Meine Ehe wäre fast in die Brüche gegangen und meine Kinder haben mich nur abends 15 Minuten gesehen und dann teilweise am Sonntag.


Muss ja jeder selbst wissen, aber das würde ich für das Gehalt nicht mit mir machen lassen. Montags bis freitags jeweils zehn Stunden wären okay, aber ansonsten keine Sekunde länger. Wäre mir dann herzlich egal, ob der aktenberg noch weiter anwächst. Verstehe um ehrlich zu sein eh nicht, warum manche Leute meinen, sich so in der Justiz zerreißen zu müssen. Vor einer Kündigung oder ähnlichem muss man doch keine Angst haben, wenn man die Noten für Justiz mitbringt, da man ansonsten überall einen besser bezahlten Job bekommt

Also erstens ist diese Stundenzahl ja nur in den ersten Jahren so hoch. Das ist auch ganz normal, weil du gleich zu Beginn nicht alles sofort routiniert kannst und für alles erstmal noch länger brauchst. Ist doch klar, dass du dann noch keine 40 Stunden die Woche schaffst. Und wenn man nicht die schlechtesten Bewertungen haben will, muss man ggf. am Anfang eben etwas reinhauen und etwas mehr machen. Dafür hat man ja die Aussicht darauf, dass es später besser wird.

Und im Übrigen: Klar kannst du um 16 Uhr gehen und alles liegen lassen. Nur wird der Aktenberg dann auch nicht weniger. Man muss nun mal X Erledigungen im Monat schaffen, damit sich das Dezernat minimal abbaut, jedenfalls nicht mehr wird. Kann dir natürlich auch wieder egal sein - mir ist es das nicht. Ich habe nämlich auch keine Lust meinem Nachfolger ein völlig abgesoffenes Dezernat zu überlassen.

Die Betonung liegt doch auf "etwas mehr machen". Dass man nicht mit einer 35 oder 40h Woche startet, ist mir vollkommen klar und auch nachvollziehbar. Die Frage ist aber meines Erachtens, ob man bei 50h aufwärts und Wochenendarbeit noch von "etwas mehr" sprechen kann. Find den Richterjob geil und sehe mich auch absolut da drin, aber bin mir auch über meinen "Marktwert" (Qualifikation anhand der Examensnoten, im Ergebnis wird man beim Berufseinstieg nun mal danach beurteilt) bewusst und muss mich nicht so weit unter Wert verkaufen...


Richtig so. Ich bin aus dem Grund auch schlussendlich nicht Richterin geworden. Aber solange es genug Leute gibt, die das so mit sich machen lassen, wird sich nichts ändern.
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Marlene Wittke
Unregistered
 
#26
30.03.2021, 13:38
Aus dem Grund bin ich jetzt bei einer Behörde gelandet und lieg Freitag um 12 mit Caipi am See Prost
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Richter
Unregistered
 
#27
02.04.2021, 12:16
Das ist auch gut so. In der Justiz braucht man mehr denn je Leute, die die Ärmel hochkrempeln. Die neue junge Generation tut dies auch, jedenfalls diejenigen mit denen ich zusammenarbeite.
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