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Bewerbungsvorteil durch gezielte Stationen?
DerGreif
Junior Member
**
Beiträge: 2
Themen: 2
Registriert seit: Sep 2026
#1
08.10.2026, 17:39
Hallo zusammen,

ich stelle mir die Frage inwiefern sich ein Vorteil für den späteren Berufseinstieg ergibt, wenn man gewisse Stationen gezielt auswählt.

Selbstverständlich hat man bspw. in einer Anwaltsstation oder in einem Unternehmen in der Wahlstation bereits einen Eindruck hinterlassen der später maßgeblich sein kann. Inwiefern spielt dies jedoch im öD eine Rolle? Der Großteil macht die Verwaltungsstation wohl in der Innenverwaltung. Kann man sich bei einer späteren Bewerbung jedoch auch höhere Chancen ausrechnen wenn man die Station bspw. beim Bauamt, der Finanzverwaltung oder dem LKA macht und man dort mit einer späteren Bewerbung liebäugelt? Oder sind hier die starren Strukturen des öD weiterhin maßgeblich und sowas hinterlässt so gut wie keinen Eindruck?

Ich bin gespannt auf eure Einschätzung!
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PaulePanther
Junior Member
**
Beiträge: 25
Themen: 0
Registriert seit: Mar 2025
#2
08.10.2026, 18:47
Ich kann nur für die Justiz sprechen, aber dort wurde eine Wahlstation bei Gericht oder StA jedenfalls sehr positiv wahrgenommen. Das erleichtert auch die Argumentation dass man aus Überzeugung in die Justiz möchte, und nicht nur weil es gerade attraktiv ist.
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RRalf
Member
***
Beiträge: 65
Themen: 1
Registriert seit: Sep 2025
#3
09.10.2026, 00:06
Aus der Bundesverwaltung kann ich nur beisteuern, dass es ziemlich unbedeutend ist.

Die Bestenauslese, wer zum Gespräch eingeladen wird, erfolgt anhand der Noten und der einschlägigen Berufserfahrung. Eine Station ist keine einschlägige Berufserfahrung.

Im Gespräch werden die Antworten zu den einzelnen Fragen bepunktet, hier kannst du es bei den Fragen zur Motivation ganz gut anbringen. Würdest du inhaltlich ähnliche Aussagen ohne eine solche Station als "Nachweis" tätigen, wäre das jedoch genau so gültig.

Ich würde es als "schön zu sehen" bezeichnen, vielleicht kann es bei ansonsten absolut identischen Bewerbern den Ausschlag geben, mehr aber auch nicht.
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schnobu
Junior Member
**
Beiträge: 23
Themen: 2
Registriert seit: Feb 2023
#4
09.10.2026, 00:51
Ich bin seit ein paar Monaten durch mit dem zweiten und kann wirklich nur empfehlen sich in der Wahlstation in einer Kanzlei zu bewerben, bei der man sich gut vorstellen kann auch danach weiterzuarbeiten. Der Markt ist derzeit wirklich nicht berauschend und bei mir ist fast jeder aus dem Bekanntenkreis über die Wahlstation reingekommen. Die Kanzleien stellen auf Initiativbewerbungen derzeit nur sehr spärlich ein und ziehen die wenigen Einstellungen die sie überhaupt vornehmen fast komplett über die Wahlstationsleute! 

Davon abgesehen ist nach meinem Empfinden die Stationswahl sehr nebensächlich. Allein wenn man groß Karriere in der GK machen will, sollte man idealerweise schon Stationen in namenhaften Kanzleien aufweisen.
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Praktiker
Posting Freak
*****
Beiträge: 2.354
Themen: 0
Registriert seit: Apr 2021
#5
09.10.2026, 07:00
Das kommt ein bisschen darauf an, von welcher Stelle wir sprechen. Wenn es um ein Massenverfahren geht, beispielsweise Einstieg in die Innenverwaltung, spielt das vermutlich keine messbare Rolle, dass man schon im Landratsamt war. Je spezieller die Tätigkeiten dagegen sind, desto weniger ist die Einstellung auf Note und ggf. Assessment Center konzentriert. Ich kenne tatsächlich Leute, die über ein Praktikum Referent in unserem Ministerium geworden sind. Aber da muss sehr viel zusammenkommen, insbesondere gerade eine Stelle in der jeweiligen Einheit frei sein, dass das wirklich klappt. Planbar ist das also nicht.
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