06.08.2026, 15:00
Hallo!
Ich habe vor 5 Jahren
meine Doktorarbeit parallel zum Berufseinstieg angefangen. Eigentlich wollte ich nur 3 Jahre promovieren und irgendwie hat es einfach immer länger gedauert und inzwischen find es wirklich sehr belastend. Ich bin so kurz vorm Ende, aber mir ist inzwischen auch echt die Kraft ausgegangen. Mir fällt es so schwer in diesem Jahr, die Arbeit fertig zu stellen, dabei könnte ich in 3 Wochen durch sein, wenn ich mich einfach mal ordentlich hinsetzen würde. Hatte jemand einen ähnlichen Struggle? Wie seid ihr aus diesem Tief wieder rausgekommen? Ich schäme mich auch sehr, dass ich schon so lange brauche und sie einfach nicht fertig bekomme
Ich habe vor 5 Jahren
meine Doktorarbeit parallel zum Berufseinstieg angefangen. Eigentlich wollte ich nur 3 Jahre promovieren und irgendwie hat es einfach immer länger gedauert und inzwischen find es wirklich sehr belastend. Ich bin so kurz vorm Ende, aber mir ist inzwischen auch echt die Kraft ausgegangen. Mir fällt es so schwer in diesem Jahr, die Arbeit fertig zu stellen, dabei könnte ich in 3 Wochen durch sein, wenn ich mich einfach mal ordentlich hinsetzen würde. Hatte jemand einen ähnlichen Struggle? Wie seid ihr aus diesem Tief wieder rausgekommen? Ich schäme mich auch sehr, dass ich schon so lange brauche und sie einfach nicht fertig bekomme
06.08.2026, 17:52
Bin auch fünf Jahre dabei und noch nicht fertig, Lust habe ich auch keine mehr. Bei mir wechselt es immer zwischen: ach scheiß drauf, lass es einfach bleiben, und: du hast da jetzt schon so viel Zeit reingesteckt, quäl dich durch und mach es einfach fertig a la rite.
Aber wenn das stimmt, dass du dich nur einmal drei Wochen intensiv dransetzen müsstest, um dann fertig zu sein, dann mach das auf jeden Fall! :D
Aber wenn das stimmt, dass du dich nur einmal drei Wochen intensiv dransetzen müsstest, um dann fertig zu sein, dann mach das auf jeden Fall! :D
10.08.2026, 09:22
(06.08.2026, 17:52)Spaghettimonster schrieb: Bin auch fünf Jahre dabei und noch nicht fertig, Lust habe ich auch keine mehr. Bei mir wechselt es immer zwischen: ach scheiß drauf, lass es einfach bleiben, und: du hast da jetzt schon so viel Zeit reingesteckt, quäl dich durch und mach es einfach fertig a la rite.
Aber wenn das stimmt, dass du dich nur einmal drei Wochen intensiv dransetzen müsstest, um dann fertig zu sein, dann mach das auf jeden Fall! :D
Genau das gleiche nur bei mir sind es sechs Jahre 😬
22.09.2026, 18:15
(06.08.2026, 15:00)Silverywintersweet schrieb: Hallo!
Ich habe vor 5 Jahrenmeine Doktorarbeit parallel zum Berufseinstieg angefangen. Eigentlich wollte ich nur 3 Jahre promovieren und irgendwie hat es einfach immer länger gedauert und inzwischen find es wirklich sehr belastend. Ich bin so kurz vorm Ende, aber mir ist inzwischen auch echt die Kraft ausgegangen. Mir fällt es so schwer in diesem Jahr, die Arbeit fertig zu stellen, dabei könnte ich in 3 Wochen durch sein, wenn ich mich einfach mal ordentlich hinsetzen würde. Hatte jemand einen ähnlichen Struggle? Wie seid ihr aus diesem Tief wieder rausgekommen? Ich schäme mich auch sehr, dass ich schon so lange brauche und sie einfach nicht fertig bekomme
Hallo :)
Ich würde gerne so eine kleine Gruppe gründen für alle, die sich auf den letzten Metern der Durststrecke befinden, um sich gegenseitig zu motivieren und zu pushen. Vielleicht magst du ja mitmachen :)
LG
28.09.2026, 12:10
(22.09.2026, 18:15)ann_waeltin schrieb:Ich würde mich anschließen, ich will im Februar abgeben aber die letzten Meter sind eine Qual - ebenfalls neben der Arbeit.(06.08.2026, 15:00)Silverywintersweet schrieb: Hallo!
Ich habe vor 5 Jahrenmeine Doktorarbeit parallel zum Berufseinstieg angefangen. Eigentlich wollte ich nur 3 Jahre promovieren und irgendwie hat es einfach immer länger gedauert und inzwischen find es wirklich sehr belastend. Ich bin so kurz vorm Ende, aber mir ist inzwischen auch echt die Kraft ausgegangen. Mir fällt es so schwer in diesem Jahr, die Arbeit fertig zu stellen, dabei könnte ich in 3 Wochen durch sein, wenn ich mich einfach mal ordentlich hinsetzen würde. Hatte jemand einen ähnlichen Struggle? Wie seid ihr aus diesem Tief wieder rausgekommen? Ich schäme mich auch sehr, dass ich schon so lange brauche und sie einfach nicht fertig bekomme
Hallo :)
Ich würde gerne so eine kleine Gruppe gründen für alle, die sich auf den letzten Metern der Durststrecke befinden, um sich gegenseitig zu motivieren und zu pushen. Vielleicht magst du ja mitmachen :)
LG
28.09.2026, 12:43
Dann schreib mir doch einfach mal
01.10.2026, 09:42
Denkbar sind sicherlich verschiedene ursachen für das nicht-Fertigwerden...
- Es sind tatsächlich noch inhaltliche Komplexe, die noch nicht fertig sind, die noch geschrieben werden müssen
- Perfektionismus (oft seinerseits verursacht durch Unsicherheit, was-ist-wenn-ich-nicht-gut-bin-ich-muss-besonders-gut-sein)
- Angst vor der Abgabe (solange man noch nicht abgegeben hat, kann man sich noch einreden, die Arbeit wäre auf jeden Fall gut; sobald man abegegeben hat muss man die Konsequenzen tragen, z.B. dass der Doktorvater sagt: taugt nix; Ebendavor hat man faktisch dann Angst). Das wiederum kann freilich berechtigt sein oder unberechtigt.
- eine Art Teil-Burnout (keine ahnung ob es medizinisch sowas gibt, ich leite mir das hier nur mit Logik her), d.h. man ist in anderen Bereichen normal fähig zu allem was erforderlich ist, aber schaltet auf Blockademodus wenn es um die eigene Diss geht. Dann vielleicht mal eine definierte Pause setzen: 2 Monate nix für die Diss machen (ohne schlechtes gewinnen) und danach dann durchziehen.
gibt bestimmt noch mehr.
Man sollte sich einfach mal konfrontativ selbst analysieren, woran es bei einem selbst liegen könnte. Nach so langer Zeit werden sich vermutlich Denk- und Verhaltensmuster eingeschlichen haben, über die man sich nicht mehr bewusst ist. Und das Feedback von Eltern und co taugt oft auch wenig. Man muss sich einfach mal in einer ruhigen Minuten mit kalter Logik hinsetzen, versuchen die wahren ursachen zu finden und dann eine passgenaue Lösung entwerfen.
- Es sind tatsächlich noch inhaltliche Komplexe, die noch nicht fertig sind, die noch geschrieben werden müssen
- Perfektionismus (oft seinerseits verursacht durch Unsicherheit, was-ist-wenn-ich-nicht-gut-bin-ich-muss-besonders-gut-sein)
- Angst vor der Abgabe (solange man noch nicht abgegeben hat, kann man sich noch einreden, die Arbeit wäre auf jeden Fall gut; sobald man abegegeben hat muss man die Konsequenzen tragen, z.B. dass der Doktorvater sagt: taugt nix; Ebendavor hat man faktisch dann Angst). Das wiederum kann freilich berechtigt sein oder unberechtigt.
- eine Art Teil-Burnout (keine ahnung ob es medizinisch sowas gibt, ich leite mir das hier nur mit Logik her), d.h. man ist in anderen Bereichen normal fähig zu allem was erforderlich ist, aber schaltet auf Blockademodus wenn es um die eigene Diss geht. Dann vielleicht mal eine definierte Pause setzen: 2 Monate nix für die Diss machen (ohne schlechtes gewinnen) und danach dann durchziehen.
gibt bestimmt noch mehr.
Man sollte sich einfach mal konfrontativ selbst analysieren, woran es bei einem selbst liegen könnte. Nach so langer Zeit werden sich vermutlich Denk- und Verhaltensmuster eingeschlichen haben, über die man sich nicht mehr bewusst ist. Und das Feedback von Eltern und co taugt oft auch wenig. Man muss sich einfach mal in einer ruhigen Minuten mit kalter Logik hinsetzen, versuchen die wahren ursachen zu finden und dann eine passgenaue Lösung entwerfen.











