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Wie umgehen mit (stillschweigender) Kritik und kritischen Situationen in der Probezei
ApfelPfirsich
Junior Member
**
Beiträge: 3
Themen: 1
Registriert seit: Sep 2025
#1
17.02.2026, 18:55
Moin, 

ich bin seit ca. zwei Monaten in einem neuen Job als Berufseinsteiger (RA kleinere Kanzlei). Bislang liefen die Sachen soweit in Ordnung aber es gibt ein paar Probleme. 
- ein von meinem Chef als "schwierig" bezeichneter Mandant hat das Mandat das ich betreute ohne direkt erkennbaren Grund widerrufen 
- während des Urlaubs meines Chefs gab es einige Drucksituationen die damit zusammenhingen, dass alle zwei Tage eine Frist endete und der Vertreter keine Zeit/Lust hatte sich Sachen anzuschauen, das damit verbundene chaos kam in der kanzlei nicht gut an. man versichert mir aber dass es nicht meine schuld sei. 
- ein Schriftsatz den ich erstellte nannte der Urlaubsvertreter meines Chefs wegen des Replikaufbaus (Trennung unter Sachverhalt und rechtliche Würdigung) "amateurhaft". ich war dann sehr verunsichert und habe darüber auch mit der personalleitung gesprochen. 
- den Schriftsatz habe ich sorgfältig neu geordnet und überarbeitet und mein Chef der aus dem Urlaub wieder kam hat den trotzdem stark umgebaut, was den Aufbau angeht und jede Menge Text gelöscht. Inhaltlich ist der Schriftsatz mehr oder weniger gleich geblieben. 
- jetzt bin ich krank für ein paar tage und ich kann daher fristen nicht rechtzeitig bearbeiten, es müssen wie schon im urlaub meines chefs bei manchen sachen erneut fristenverlängerungen beantragt werden 

es gab auch ein paar positive sachen wie eine sehr zufriedene mandantin der ich schnell helfen konnte und sonst gelegentlich lob meines chefs. 
trotzdem fürchte ich mich, dass mein job auf der kippe steht. vllt werde ich noch in der probezeit gekündigt? 

hat jemand erfahrungen was noch "normal" ist wie oft man etwas überarbeiten muss? Ich kann gerne einmal sachen umbauen. wenn ich einen schriftsatz zum zweiten mal zurückbekomme finde ich es extrem nervig und es macht mir angst.
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g3rn3gr0s
Member
***
Beiträge: 89
Themen: 4
Registriert seit: Feb 2023
#2
17.02.2026, 19:08
Wie soll man ohne Überarbeitung und Kritik denn Anwaltsein lernen? Das ist doch normal. Solange keine Grenzen bei Kritik überschritten werden, braucht man in diesem Job auch ein dickes Fell.
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ApfelPfirsich
Junior Member
**
Beiträge: 3
Themen: 1
Registriert seit: Sep 2025
#3
17.02.2026, 19:15
ich habe verständnis dafür, dass es immer mal wieder zu arbeitsspitzen kommt und habe dann auch kein problem länger zu arbeiten. ich habe während des urlaubs mehrfach deutlich überstunden gemacht. auch mit kritik habe ich an sich kein problem, so lange sie sachlich ist. 
meine frage war eine andere: muss ich mir über den bestand meines jobs gedanken machen oder nicht?
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Äfes
Senior Member
****
Beiträge: 336
Themen: 3
Registriert seit: Jul 2022
#4
17.02.2026, 20:02
Meiner Meinung nach klingt das noch nicht wirklich besorgniserregend. Du sagst, Dein Chef hat Deinen Schriftsatz gekürzt, aber inhaltlich gleich gelassen. Das klingt für mich üblich. Weniger erfahrene Kollegen machen oft viele Ausführungen, die nicht notwendig sind, um nichts wichtiges zu vergessen oder weil viele es aus Klausuren noch gewohnt sind, ihr Wissen präsentieren zu wollen. Vielleicht hat er deshalb gekürzt. Manchmal ist es auch nur eine Frage der eigenen Vorlieben. Jeder hat nunmal seinen eigenen Stil und baut anders auf.

Auch die anderen Punkte sehe ich nicht allzu kritisch. Falls es Dich zu sehr verunsichert, sprich es an. Frag, ob er Tipps hat.

Edit: Ich hatte einen Chef, der hat seine eigenen Entwürfe auch immer mehrfach überarbeitet und umgebaut oft auch A mit B getauscht und als er den Entwurf dann wieder vor sich hatte, wieder B mit A getauscht. Da gibt es wahrscheinlich kein "normal". Ich selbst lege mir längere Schreiben und Schriftsätze meist auf WV zwei Tage später und schaue dann nochmal drüber und passe sie an. Dann hat man nochmal einen anderen Blick darauf und in der Zeit schießt einem manchmal noch was in den Kopf. Vielleicht hilft Dir das.

Krankheit ist übrigens auch nicht Deine Schuld. Du kannst in Zukunft höchstens versuchen, die Dinge nicht erst kurz vor Fristende zu bearbeiten, damit solche Stresssituationen nicht aufkommen. Bspw. immer eine Vorfrist von 10-14 Tagen und die Sache dann nach Möglichkeit auch direkt bearbeiten.

Und ich trenne übrigens auch zwischen Sachverhalt und rechtlicher Würdigung. Schon alleine, weil diese Trennung im Urteil auch gemacht werden muss und ich versuche die rechtliche Würdigung so zu schreiben, dass das Gericht sie theoretisch übernehmen, sich aber zumindest daran orientieren könnte. Lass Dich nicht verunsichern, schon gar nicht nach zwei Monaten.
(Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 17.02.2026, 20:10 von Äfes.)
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ApfelPfirsich
Junior Member
**
Beiträge: 3
Themen: 1
Registriert seit: Sep 2025
#5
18.02.2026, 13:02
(17.02.2026, 20:02)Äfes schrieb:  Meiner Meinung nach klingt das noch nicht wirklich besorgniserregend. Du sagst, Dein Chef hat Deinen Schriftsatz gekürzt, aber inhaltlich gleich gelassen. Das klingt für mich üblich. Weniger erfahrene Kollegen machen oft viele Ausführungen, die nicht notwendig sind, um nichts wichtiges zu vergessen oder weil viele es aus Klausuren noch gewohnt sind, ihr Wissen präsentieren zu wollen. Vielleicht hat er deshalb gekürzt. Manchmal ist es auch nur eine Frage der eigenen Vorlieben. Jeder hat nunmal seinen eigenen Stil und baut anders auf.

Auch die anderen Punkte sehe ich nicht allzu kritisch. Falls es Dich zu sehr verunsichert, sprich es an. Frag, ob er Tipps hat.

Edit: Ich hatte einen Chef, der hat seine eigenen Entwürfe auch immer mehrfach überarbeitet und umgebaut oft auch A mit B getauscht und als er den Entwurf dann wieder vor sich hatte, wieder B mit A getauscht. Da gibt es wahrscheinlich kein "normal". Ich selbst lege mir längere Schreiben und Schriftsätze meist auf WV zwei Tage später und schaue dann nochmal drüber und passe sie an. Dann hat man nochmal einen anderen Blick darauf und in der Zeit schießt einem manchmal noch was in den Kopf. Vielleicht hilft Dir das.

Krankheit ist übrigens auch nicht Deine Schuld. Du kannst in Zukunft höchstens versuchen, die Dinge nicht erst kurz vor Fristende zu bearbeiten, damit solche Stresssituationen nicht aufkommen. Bspw. immer eine Vorfrist von 10-14 Tagen und die Sache dann nach Möglichkeit auch direkt bearbeiten.

Und ich trenne übrigens auch zwischen Sachverhalt und rechtlicher Würdigung. Schon alleine, weil diese Trennung im Urteil auch gemacht werden muss und ich versuche die rechtliche Würdigung so zu schreiben, dass das Gericht sie theoretisch übernehmen, sich aber zumindest daran orientieren könnte. Lass Dich nicht verunsichern, schon gar nicht nach zwei Monaten.
Danke, das sind wirklich wertvolle Tipps. Vor allem das mit der Vorfrist, das werde ich in Zukunft so beachten.
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JurisRef
Member
***
Beiträge: 208
Themen: 5
Registriert seit: Dec 2023
#6
18.02.2026, 14:27
Ich denke nicht, dass dort erwartet wird dass du schon ein Profi bist so frisch nach dem Ref. Jeder Anwalt hat als Amateur quasi angefangen und musste erstmal Erfahrung sammeln um seinen Stil zu finden und herauszufinden wie er mit dem Druck und Stress umgeht, auch mit den Fristen, wie z.B. der vorgenannte Tipp. So hat das die Kanzlei in der ich als Studentin gearbeitet habe auch gehandhabt. Mach dir nicht so viel Kopf deshalb. Konstruktive Kritik isz nicht zwingend eine Gefährdung für deinen Job. Es ist unwahrscheinlich dass man komplett ohne Kritik aus der Probezeit rausgeht. Irgendwelche Fehler werden immer unterlaufen. Wichtig ist, dass man sich die Kritik zu Herzen nimmt und daraus lernt :)
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