28.07.2025, 13:30
Liebes Forum,
ich überlege nach dem Ref mich für einen LLM (Public International Law) oder einen politikwissenschaftlichen Master an einer der renommierteren Unis Europas zu machen (Science Po, Cambridge, Oxford, etc.) zu bewerben. Ich rechne mir an sich okaye Chancen aus (11, 8 Examen; Refugee Law Clinic; Auslandserfahrung sowohl vor, nach (gerade) und während des Studiums).
Mein großes Problem sind die akademischen Empfehlungsschreiben: Hier müssen mich ja mehrere Profs "auf dem Schirm haben". Während des Schwerpunkts - wo ich von ausgehe, dass die meisten die entsprechenden "Kontakte" geknüpft haben - habe ich 2 Seminare gehabt und 4 Klausuren geschrieben. Leider war das alles während der Corona-Zeit, sprich online. Ich weiß nicht, wie es bei euch war, aber jedenfalls bei den Online-Vorlesungen fand so gut wie keine Interaktion statt, überwiegend gabs nur schwarze Kacheln, sodass ich mir denke ich jegliche Nachfrage sparen kann, auch wenn ich teilweise Klausuren im Gut - Bereich bestanden habe. Bleiben die beiden Seminararbeiten (Ausarbeitung + Vortrag), die bei mir einmal mit 9 und einmal mit 10 Punkten bewertet wurden. Auch hier fanden beide Vorträge online statt.
Also meine Frage an euch, die ihr vielleicht hiermit bereits Erfahrung gesammelt habt:
1. Wie realistisch haltet ihr Empfehlungsschreiben von den Seminaren unter Berücksichtigung, dass die Noten zwar nicht schlecht, aber auch besonders überdurchschnittlich sind und dass der einmalige (!) Kontakt mit dem Profs (Vorbereitung des Thema fand nur mit Doktoranten statt) beim Vortrag nur online stattfand und dass die Anfrage ja nach dem Ref, sprich fast 4 Jahre später kommen würde?
2. Gibt es irgendwelche Möglichkeiten, solche Leistungen, auf denen die Empfehlung dann beruht, nach dem Studium nachzuholen? Die "bloße" Tätigkeit als WisMit/Hilfskraft genügt ja nicht, da ja oft verlangt wird, dass man von den entsprechenden Personen irgendwie geprüft wurde. Ich könnte mir allenfalls vorstellen, mich nochmals einzuschreiben und ein Seminar abzulegen, sofern dass ohne weiteres geht.
Vielen lieben Dank für euren Input!
ich überlege nach dem Ref mich für einen LLM (Public International Law) oder einen politikwissenschaftlichen Master an einer der renommierteren Unis Europas zu machen (Science Po, Cambridge, Oxford, etc.) zu bewerben. Ich rechne mir an sich okaye Chancen aus (11, 8 Examen; Refugee Law Clinic; Auslandserfahrung sowohl vor, nach (gerade) und während des Studiums).
Mein großes Problem sind die akademischen Empfehlungsschreiben: Hier müssen mich ja mehrere Profs "auf dem Schirm haben". Während des Schwerpunkts - wo ich von ausgehe, dass die meisten die entsprechenden "Kontakte" geknüpft haben - habe ich 2 Seminare gehabt und 4 Klausuren geschrieben. Leider war das alles während der Corona-Zeit, sprich online. Ich weiß nicht, wie es bei euch war, aber jedenfalls bei den Online-Vorlesungen fand so gut wie keine Interaktion statt, überwiegend gabs nur schwarze Kacheln, sodass ich mir denke ich jegliche Nachfrage sparen kann, auch wenn ich teilweise Klausuren im Gut - Bereich bestanden habe. Bleiben die beiden Seminararbeiten (Ausarbeitung + Vortrag), die bei mir einmal mit 9 und einmal mit 10 Punkten bewertet wurden. Auch hier fanden beide Vorträge online statt.
Also meine Frage an euch, die ihr vielleicht hiermit bereits Erfahrung gesammelt habt:
1. Wie realistisch haltet ihr Empfehlungsschreiben von den Seminaren unter Berücksichtigung, dass die Noten zwar nicht schlecht, aber auch besonders überdurchschnittlich sind und dass der einmalige (!) Kontakt mit dem Profs (Vorbereitung des Thema fand nur mit Doktoranten statt) beim Vortrag nur online stattfand und dass die Anfrage ja nach dem Ref, sprich fast 4 Jahre später kommen würde?
2. Gibt es irgendwelche Möglichkeiten, solche Leistungen, auf denen die Empfehlung dann beruht, nach dem Studium nachzuholen? Die "bloße" Tätigkeit als WisMit/Hilfskraft genügt ja nicht, da ja oft verlangt wird, dass man von den entsprechenden Personen irgendwie geprüft wurde. Ich könnte mir allenfalls vorstellen, mich nochmals einzuschreiben und ein Seminar abzulegen, sofern dass ohne weiteres geht.
Vielen lieben Dank für euren Input!
28.07.2025, 14:16
(28.07.2025, 13:30)Fekuls schrieb: Liebes Forum,
ich überlege nach dem Ref mich für einen LLM (Public International Law) oder einen politikwissenschaftlichen Master an einer der renommierteren Unis Europas zu machen (Science Po, Cambridge, Oxford, etc.) zu bewerben. Ich rechne mir an sich okaye Chancen aus (11, 8 Examen; Refugee Law Clinic; Auslandserfahrung sowohl vor, nach (gerade) und während des Studiums).
Mein großes Problem sind die akademischen Empfehlungsschreiben: Hier müssen mich ja mehrere Profs "auf dem Schirm haben". Während des Schwerpunkts - wo ich von ausgehe, dass die meisten die entsprechenden "Kontakte" geknüpft haben - habe ich 2 Seminare gehabt und 4 Klausuren geschrieben. Leider war das alles während der Corona-Zeit, sprich online. Ich weiß nicht, wie es bei euch war, aber jedenfalls bei den Online-Vorlesungen fand so gut wie keine Interaktion statt, überwiegend gabs nur schwarze Kacheln, sodass ich mir denke ich jegliche Nachfrage sparen kann, auch wenn ich teilweise Klausuren im Gut - Bereich bestanden habe. Bleiben die beiden Seminararbeiten (Ausarbeitung + Vortrag), die bei mir einmal mit 9 und einmal mit 10 Punkten bewertet wurden. Auch hier fanden beide Vorträge online statt.
Also meine Frage an euch, die ihr vielleicht hiermit bereits Erfahrung gesammelt habt:
1. Wie realistisch haltet ihr Empfehlungsschreiben von den Seminaren unter Berücksichtigung, dass die Noten zwar nicht schlecht, aber auch besonders überdurchschnittlich sind und dass der einmalige (!) Kontakt mit dem Profs (Vorbereitung des Thema fand nur mit Doktoranten statt) beim Vortrag nur online stattfand und dass die Anfrage ja nach dem Ref, sprich fast 4 Jahre später kommen würde?
2. Gibt es irgendwelche Möglichkeiten, solche Leistungen, auf denen die Empfehlung dann beruht, nach dem Studium nachzuholen? Die "bloße" Tätigkeit als WisMit/Hilfskraft genügt ja nicht, da ja oft verlangt wird, dass man von den entsprechenden Personen irgendwie geprüft wurde. Ich könnte mir allenfalls vorstellen, mich nochmals einzuschreiben und ein Seminar abzulegen, sofern dass ohne weiteres geht.
Vielen lieben Dank für euren Input!
Ich würde an deiner Stelle alle deine Schwerpunkt-Profs anschreiben. Für die Profs ist das gang und gäbe, dass ehemalige Seminarteilnehmer nach Empfehlungsschreiben fragen. Auch bei den Profs mit den guten Klausuren würde ich es versuchen. Fragen kostet nichts und mehr als nein sagen können sie auch nicht. In die jeweilige E-Mail schreibst du dann deine Motivation für den LLM und fügst die jeweilige Prüfungsarbeit als Anhang bei. Den Profs in der Mail Honig ums Maul schmieren schadet sicher auch nicht ;)
28.07.2025, 21:40
(28.07.2025, 14:16)luleble schrieb:(28.07.2025, 13:30)Fekuls schrieb: Liebes Forum,
ich überlege nach dem Ref mich für einen LLM (Public International Law) oder einen politikwissenschaftlichen Master an einer der renommierteren Unis Europas zu machen (Science Po, Cambridge, Oxford, etc.) zu bewerben. Ich rechne mir an sich okaye Chancen aus (11, 8 Examen; Refugee Law Clinic; Auslandserfahrung sowohl vor, nach (gerade) und während des Studiums).
Mein großes Problem sind die akademischen Empfehlungsschreiben: Hier müssen mich ja mehrere Profs "auf dem Schirm haben". Während des Schwerpunkts - wo ich von ausgehe, dass die meisten die entsprechenden "Kontakte" geknüpft haben - habe ich 2 Seminare gehabt und 4 Klausuren geschrieben. Leider war das alles während der Corona-Zeit, sprich online. Ich weiß nicht, wie es bei euch war, aber jedenfalls bei den Online-Vorlesungen fand so gut wie keine Interaktion statt, überwiegend gabs nur schwarze Kacheln, sodass ich mir denke ich jegliche Nachfrage sparen kann, auch wenn ich teilweise Klausuren im Gut - Bereich bestanden habe. Bleiben die beiden Seminararbeiten (Ausarbeitung + Vortrag), die bei mir einmal mit 9 und einmal mit 10 Punkten bewertet wurden. Auch hier fanden beide Vorträge online statt.
Also meine Frage an euch, die ihr vielleicht hiermit bereits Erfahrung gesammelt habt:
1. Wie realistisch haltet ihr Empfehlungsschreiben von den Seminaren unter Berücksichtigung, dass die Noten zwar nicht schlecht, aber auch besonders überdurchschnittlich sind und dass der einmalige (!) Kontakt mit dem Profs (Vorbereitung des Thema fand nur mit Doktoranten statt) beim Vortrag nur online stattfand und dass die Anfrage ja nach dem Ref, sprich fast 4 Jahre später kommen würde?
2. Gibt es irgendwelche Möglichkeiten, solche Leistungen, auf denen die Empfehlung dann beruht, nach dem Studium nachzuholen? Die "bloße" Tätigkeit als WisMit/Hilfskraft genügt ja nicht, da ja oft verlangt wird, dass man von den entsprechenden Personen irgendwie geprüft wurde. Ich könnte mir allenfalls vorstellen, mich nochmals einzuschreiben und ein Seminar abzulegen, sofern dass ohne weiteres geht.
Vielen lieben Dank für euren Input!
Ich würde an deiner Stelle alle deine Schwerpunkt-Profs anschreiben. Für die Profs ist das gang und gäbe, dass ehemalige Seminarteilnehmer nach Empfehlungsschreiben fragen. Auch bei den Profs mit den guten Klausuren würde ich es versuchen. Fragen kostet nichts und mehr als nein sagen können sie auch nicht. In die jeweilige E-Mail schreibst du dann deine Motivation für den LLM und fügst die jeweilige Prüfungsarbeit als Anhang bei. Den Profs in der Mail Honig ums Maul schmieren schadet sicher auch nicht ;)
Zu 2.
Hab ich noch nie gehört. Habe damals einfach paar Profs angeschrieben und das erläutert. Hatte jeweils eine Klausur bzw. Seminar geschrieben. War überhaupt kein Problem und hätte auch bei „unbekannten Profs“ geklappt.