28.03.2025, 16:39
...oder: Man darf Gutes auch loben.
Shame on me, der Titel ist etwas reißerisch, aber zumindest habe ich so eure Aufmerksamkeit. Mir kommt es hierbei auf ein möglichst breites Bild an.
Gestern mit einer lieben Freundin gesprochen, über einen Dozenten, den wir beide kennen. Ich musste etwas schmunzeln, als ich erzählte, dass er ein Mal in der AG einen kleinen Luftsprung gemacht hat, als jemand ein ganz verstecktes Problem gefunden hat, und welchen positiven Effekt eine so energiegeladene Art, zu lehren, hat. Meine Freundin äußerte in dem Kontext, dass er einen Beitrag von ihr mal mit "ja, sehr gut!" beantwortet hat - und erzählte, dass es das ERSTE MAL im Ref war, dass jemand sie wirklich gelobt hatte.
Und mir geht das nicht mehr aus dem Kopf. Ich würde mich dem bis auf den EVD anschließen, jedensfalls was die AGs angeht. Mir ist bewusst, dass Jurist:innen oft anders loben als Ottonormalverbraucher. Wahrscheinlich ist ein "lässt sich hören" das intensivste Lob, das ausgesprochen wurde. Auch Klausuren würden gerne mal mit "naja, immerhin 8 P" kommentiert (Buddy, wie sehr kann man einer Leistung eigentlich einen negativen Beigeschmack geben?)
Es mag natürlich sein, dass ich viel Lob ausblenden (anderen gegenüber, bei mir gab es nicht so viel zu loben in den AGs). Aber die Tendenz erkennt ihr.
Jaaaha!, kann man da antworten. Als Erwachsene:r darf man eben nicht erwarten, in Warte gepackt zu werden! Keine Kritik ist auch mal Lob genug! Willste heile Welt, geh weg von Jura!
Und während ich dann schon aus der Ferne zum good-bye winke, bleibt mir das alles trotzdem im Kopf. Ich bin jetzt ein ziemlich alter Esel mit ordentlich beruflichem Vorleben, und vor allem ziemlich gefestigten Ecken und Kanten. Für gewöhnlich sind Referendar:innen allerdings jünger, kommen direkt aus dem Studium. Sollen im Ref Richtung und Kontur bekommen, und es wird zu den hunger games light.
Nach ellenlanger, hoffentlich erkennbar sarkastischer Vorrede daher die Frage:
Wie war/ist eure Ausbildung? Hat es einen Unterschied gemacht, ob AG oder Einzelausbilder:in? Wenn ihr selbst AG-Leiter:in oder Ausbilder:in seid, mögt ihr erzählen, wie ihr es haltet (fänd ich super spannend!), und warum ihr den Kurs fahrt,den ihr fahrt?
Shame on me, der Titel ist etwas reißerisch, aber zumindest habe ich so eure Aufmerksamkeit. Mir kommt es hierbei auf ein möglichst breites Bild an.
Gestern mit einer lieben Freundin gesprochen, über einen Dozenten, den wir beide kennen. Ich musste etwas schmunzeln, als ich erzählte, dass er ein Mal in der AG einen kleinen Luftsprung gemacht hat, als jemand ein ganz verstecktes Problem gefunden hat, und welchen positiven Effekt eine so energiegeladene Art, zu lehren, hat. Meine Freundin äußerte in dem Kontext, dass er einen Beitrag von ihr mal mit "ja, sehr gut!" beantwortet hat - und erzählte, dass es das ERSTE MAL im Ref war, dass jemand sie wirklich gelobt hatte.
Und mir geht das nicht mehr aus dem Kopf. Ich würde mich dem bis auf den EVD anschließen, jedensfalls was die AGs angeht. Mir ist bewusst, dass Jurist:innen oft anders loben als Ottonormalverbraucher. Wahrscheinlich ist ein "lässt sich hören" das intensivste Lob, das ausgesprochen wurde. Auch Klausuren würden gerne mal mit "naja, immerhin 8 P" kommentiert (Buddy, wie sehr kann man einer Leistung eigentlich einen negativen Beigeschmack geben?)
Es mag natürlich sein, dass ich viel Lob ausblenden (anderen gegenüber, bei mir gab es nicht so viel zu loben in den AGs). Aber die Tendenz erkennt ihr.
Jaaaha!, kann man da antworten. Als Erwachsene:r darf man eben nicht erwarten, in Warte gepackt zu werden! Keine Kritik ist auch mal Lob genug! Willste heile Welt, geh weg von Jura!
Und während ich dann schon aus der Ferne zum good-bye winke, bleibt mir das alles trotzdem im Kopf. Ich bin jetzt ein ziemlich alter Esel mit ordentlich beruflichem Vorleben, und vor allem ziemlich gefestigten Ecken und Kanten. Für gewöhnlich sind Referendar:innen allerdings jünger, kommen direkt aus dem Studium. Sollen im Ref Richtung und Kontur bekommen, und es wird zu den hunger games light.
Nach ellenlanger, hoffentlich erkennbar sarkastischer Vorrede daher die Frage:
Wie war/ist eure Ausbildung? Hat es einen Unterschied gemacht, ob AG oder Einzelausbilder:in? Wenn ihr selbst AG-Leiter:in oder Ausbilder:in seid, mögt ihr erzählen, wie ihr es haltet (fänd ich super spannend!), und warum ihr den Kurs fahrt,den ihr fahrt?