18.01.2026, 16:03
(18.01.2026, 11:42)JuraHassLiebe schrieb:(18.01.2026, 11:31)NRW556 schrieb:(18.01.2026, 11:21)nachdenklich schrieb: Ach, es kommt natürlich immer auf die Region an. Kenne einige mit ordentlichen Noten (14-18 Punkte), die zwischen 45-50.000k eingestiegen sind. Darunter waren auch regional tätige Kanzleien (Platzhirsche) mit anspruchsvollen Notenanforderungen und hoher Promotionsquote. Ansonsten halt kleinere KÖRs, Verbünde usw......
Dann ist der Öffentliche Dienst ja tatsächlich wieder attraktiv als Einsteiger. Besonders mit Blick auf den fehlenden Umsatzdruck und Dienstleistungscharakter.
Ich habe meinen Job total schnell gefunden, ich arbeite aber auch in einer extremen Nische. Risk Consulting/Liability. Sprich bei einem Versicherungsmakler.
Öffentlicher Dienst ist als Einsteiger fast immer attraktiv, ebenso in der Pension. Aber die Entwicklungsmöglichkeiten, Aufstiegschancen im Laufe der Karriere sind kaum attraktiv.
Kommt auf die Stelle drauf an, ob man verbeamtet wird mit A13 oder ewig auf E11-13 Stellen rumlungert in der Hoffnung mal verbamtet zu werden. Je nach Behörde wird da auch was abverlangt, habe ich sowohl in meinen Stationen als auch im Bekanntenumfeld erlebt. Die Zeiten wo man da wirklich Däumchen dreht und um 12 Uhr gehen kann sind lange vorbei. Und die wirklich attraktiven Stellen in Ministerien oder Bundesbehörden sind in der aktuellen Zeit mit 13-15P relativ unwahrscheinlich, da die viele Bewerbungen bekommen.
19.01.2026, 20:26
1. Job GK, jetzt über einen guten Bekannten einen Wechsel zu einer Boutique vollzogen. Habe 2xVB, Diss. + LLM. Mir hat auch Headhunting etwas geholfen, da viele Stellen tatsächlich unter dem Radar waren, v. A. Boutiquen/In-House-Stellen, die ich so gar nicht auf den üblichen Portalen gesehen habe.
Bei den Stellen, wo ich jetzt im Dezember/Januar Gespräche hatte, ging es vordergründig übrigens auch nicht um Noten/Zusatzqualis (finde, da ist eh Glück dabei), sondern wirklich sehr stark um Vorerfahrung + Teamfit. Letztlich hatte ich hier das Gefühl, dass die Headhunting-Interviews zäher waren, weil der AG sich schon zwei mal fragt, ob man die Provision des Headhunters wert wäre - so habe ich eine auch interessante In-House-Stelle nicht bekommen, da ein ähnlicher Bewerber sich ohne Headhunter initiativ beworben hatte (so das Feedback). Ggf. ist das daher ein zweischneidiges Schwert
Ich kann i.E. daher schlussfolgern, dass formale Dinge wie Noten (aus meiner Sicht völlig zu Recht) mit Berufserfahrung weniger im Vordergrund stehen.
Bei den Stellen, wo ich jetzt im Dezember/Januar Gespräche hatte, ging es vordergründig übrigens auch nicht um Noten/Zusatzqualis (finde, da ist eh Glück dabei), sondern wirklich sehr stark um Vorerfahrung + Teamfit. Letztlich hatte ich hier das Gefühl, dass die Headhunting-Interviews zäher waren, weil der AG sich schon zwei mal fragt, ob man die Provision des Headhunters wert wäre - so habe ich eine auch interessante In-House-Stelle nicht bekommen, da ein ähnlicher Bewerber sich ohne Headhunter initiativ beworben hatte (so das Feedback). Ggf. ist das daher ein zweischneidiges Schwert

Ich kann i.E. daher schlussfolgern, dass formale Dinge wie Noten (aus meiner Sicht völlig zu Recht) mit Berufserfahrung weniger im Vordergrund stehen.
19.01.2026, 21:01
(18.01.2026, 15:36)JurisRef schrieb:(18.01.2026, 11:31)NRW556 schrieb:(18.01.2026, 11:21)nachdenklich schrieb: Ach, es kommt natürlich immer auf die Region an. Kenne einige mit ordentlichen Noten (14-18 Punkte), die zwischen 45-50.000k eingestiegen sind. Darunter waren auch regional tätige Kanzleien (Platzhirsche) mit anspruchsvollen Notenanforderungen und hoher Promotionsquote. Ansonsten halt kleinere KÖRs, Verbünde usw......
Dann ist der Öffentliche Dienst ja tatsächlich wieder attraktiv als Einsteiger. Besonders mit Blick auf den fehlenden Umsatzdruck und Dienstleistungscharakter.
Ich habe meinen Job total schnell gefunden, ich arbeite aber auch in einer extremen Nische. Risk Consulting/Liability. Sprich bei einem Versicherungsmakler.
Ja, bei uns in der Region ist deshalb der ÖD sehr gefragt, weil die freie Wirtschaft gehaltstechnisch unter dem ÖD liegt 😅
Zumal in Zukunft die Gehälter durch K.I. und der allgemein stark sinkenden Zahl zivilgerichtlicher Rechtsstreitigkeiten in der freien Wirtschaft wohl eher weiter sinken dürften. Dann ist ein sicherer Job im gehobenen Dienst auch als Volljurist gut. Gehe davon aus, dass die durchschnittlichen Einstiegsgehälter bei kleinen und mittleren Kanzleien eher bei 30 - 35 k liegen dürften. Ich meine klar, leben kann man damit auch. Aber dann lieber in den ÖD. Zumal man dort auch ein wenig abgekoppelt ist von der allgemeinen wirtschaftlichen Entwicklung.
19.01.2026, 22:22
(19.01.2026, 21:01):lollollol:HüttenAndi schrieb:(18.01.2026, 15:36)JurisRef schrieb:(18.01.2026, 11:31)NRW556 schrieb:(18.01.2026, 11:21)nachdenklich schrieb: Ach, es kommt natürlich immer auf die Region an. Kenne einige mit ordentlichen Noten (14-18 Punkte), die zwischen 45-50.000k eingestiegen sind. Darunter waren auch regional tätige Kanzleien (Platzhirsche) mit anspruchsvollen Notenanforderungen und hoher Promotionsquote. Ansonsten halt kleinere KÖRs, Verbünde usw......
Dann ist der Öffentliche Dienst ja tatsächlich wieder attraktiv als Einsteiger. Besonders mit Blick auf den fehlenden Umsatzdruck und Dienstleistungscharakter.
Ich habe meinen Job total schnell gefunden, ich arbeite aber auch in einer extremen Nische. Risk Consulting/Liability. Sprich bei einem Versicherungsmakler.
Ja, bei uns in der Region ist deshalb der ÖD sehr gefragt, weil die freie Wirtschaft gehaltstechnisch unter dem ÖD liegt 😅
Zumal in Zukunft die Gehälter durch K.I. und der allgemein stark sinkenden Zahl zivilgerichtlicher Rechtsstreitigkeiten in der freien Wirtschaft wohl eher weiter sinken dürften. Dann ist ein sicherer Job im gehobenen Dienst auch als Volljurist gut. Gehe davon aus, dass die durchschnittlichen Einstiegsgehälter bei kleinen und mittleren Kanzleien eher bei 30 - 35 k liegen dürften. Ich meine klar, leben kann man damit auch. Aber dann lieber in den ÖD. Zumal man dort auch ein wenig abgekoppelt ist von der allgemeinen wirtschaftlichen Entwicklung.
Als Arbeitgeber kann ich nur sagen: Dein Wort in Gottes Ohr!
19.01.2026, 23:33
(19.01.2026, 20:26)Bln2024 schrieb: 1. Job GK, jetzt über einen guten Bekannten einen Wechsel zu einer Boutique vollzogen. Habe 2xVB, Diss. + LLM. Mir hat auch Headhunting etwas geholfen, da viele Stellen tatsächlich unter dem Radar waren, v. A. Boutiquen/In-House-Stellen, die ich so gar nicht auf den üblichen Portalen gesehen habe.
Bei den Stellen, wo ich jetzt im Dezember/Januar Gespräche hatte, ging es vordergründig übrigens auch nicht um Noten/Zusatzqualis (finde, da ist eh Glück dabei), sondern wirklich sehr stark um Vorerfahrung + Teamfit. Letztlich hatte ich hier das Gefühl, dass die Headhunting-Interviews zäher waren, weil der AG sich schon zwei mal fragt, ob man die Provision des Headhunters wert wäre - so habe ich eine auch interessante In-House-Stelle nicht bekommen, da ein ähnlicher Bewerber sich ohne Headhunter initiativ beworben hatte (so das Feedback). Ggf. ist das daher ein zweischneidiges Schwert
Ich kann i.E. daher schlussfolgern, dass formale Dinge wie Noten (aus meiner Sicht völlig zu Recht) mit Berufserfahrung weniger im Vordergrund stehen.
Klar, mit Berufserfahrung ist es nochmal was anderes. Zumindest in der freien Wirtschaft. Ich glaube im ÖD wird auch mit Berufserfahrung noch sehr viel auf die Noten geachtet
20.01.2026, 02:10
(19.01.2026, 23:33)JurisRef schrieb:(19.01.2026, 20:26)Bln2024 schrieb: 1. Job GK, jetzt über einen guten Bekannten einen Wechsel zu einer Boutique vollzogen. Habe 2xVB, Diss. + LLM. Mir hat auch Headhunting etwas geholfen, da viele Stellen tatsächlich unter dem Radar waren, v. A. Boutiquen/In-House-Stellen, die ich so gar nicht auf den üblichen Portalen gesehen habe.
Bei den Stellen, wo ich jetzt im Dezember/Januar Gespräche hatte, ging es vordergründig übrigens auch nicht um Noten/Zusatzqualis (finde, da ist eh Glück dabei), sondern wirklich sehr stark um Vorerfahrung + Teamfit. Letztlich hatte ich hier das Gefühl, dass die Headhunting-Interviews zäher waren, weil der AG sich schon zwei mal fragt, ob man die Provision des Headhunters wert wäre - so habe ich eine auch interessante In-House-Stelle nicht bekommen, da ein ähnlicher Bewerber sich ohne Headhunter initiativ beworben hatte (so das Feedback). Ggf. ist das daher ein zweischneidiges Schwert
Ich kann i.E. daher schlussfolgern, dass formale Dinge wie Noten (aus meiner Sicht völlig zu Recht) mit Berufserfahrung weniger im Vordergrund stehen.
Klar, mit Berufserfahrung ist es nochmal was anderes. Zumindest in der freien Wirtschaft. Ich glaube im ÖD wird auch mit Berufserfahrung noch sehr viel auf die Noten geachtet
Ein Bewerbungsverfahren im öD funktioniert schlichtweg gänzlich anders als in der freien Wirtschaft.
Die Stellenanzeige ist eine Ausschreibung, welche objektive Mindestkriterien enthält.
Wenn dort steht, dass mindestens X Punkte verlangt werden, dann ist davon nicht abzuweichen und es kann auch nicht durch 20 Jahre Erfahrung, Promotion usw. ausgeglichen werden.
20.01.2026, 11:59
(20.01.2026, 02:10)RRalf schrieb:(19.01.2026, 23:33)JurisRef schrieb:(19.01.2026, 20:26)Bln2024 schrieb: 1. Job GK, jetzt über einen guten Bekannten einen Wechsel zu einer Boutique vollzogen. Habe 2xVB, Diss. + LLM. Mir hat auch Headhunting etwas geholfen, da viele Stellen tatsächlich unter dem Radar waren, v. A. Boutiquen/In-House-Stellen, die ich so gar nicht auf den üblichen Portalen gesehen habe.
Bei den Stellen, wo ich jetzt im Dezember/Januar Gespräche hatte, ging es vordergründig übrigens auch nicht um Noten/Zusatzqualis (finde, da ist eh Glück dabei), sondern wirklich sehr stark um Vorerfahrung + Teamfit. Letztlich hatte ich hier das Gefühl, dass die Headhunting-Interviews zäher waren, weil der AG sich schon zwei mal fragt, ob man die Provision des Headhunters wert wäre - so habe ich eine auch interessante In-House-Stelle nicht bekommen, da ein ähnlicher Bewerber sich ohne Headhunter initiativ beworben hatte (so das Feedback). Ggf. ist das daher ein zweischneidiges Schwert
Ich kann i.E. daher schlussfolgern, dass formale Dinge wie Noten (aus meiner Sicht völlig zu Recht) mit Berufserfahrung weniger im Vordergrund stehen.
Klar, mit Berufserfahrung ist es nochmal was anderes. Zumindest in der freien Wirtschaft. Ich glaube im ÖD wird auch mit Berufserfahrung noch sehr viel auf die Noten geachtet
Ein Bewerbungsverfahren im öD funktioniert schlichtweg gänzlich anders als in der freien Wirtschaft.
Die Stellenanzeige ist eine Ausschreibung, welche objektive Mindestkriterien enthält.
Wenn dort steht, dass mindestens X Punkte verlangt werden, dann ist davon nicht abzuweichen und es kann auch nicht durch 20 Jahre Erfahrung, Promotion usw. ausgeglichen werden.
Richtig. Man findet aber in letzter Zeit öfter bspw. :" [....] das erste und zweite Staatsexamen mindestens mit der Note befriedigend abgeschlossen ODER mindestens 3 Jahre Berufserfahrung als Rechtsanwalt/Volljurist, [....]"
24.01.2026, 16:01
(17.01.2026, 14:12)JurisRef schrieb:(17.01.2026, 11:26)REF.NRW schrieb: Der Arbeitsmarkt aktuell wirklich beschissen
Habe im Steuerbereich einer WP-Gesellschaft angefangen für 51k fix. Jemand mit einem mittelmäßigen Bachelor von einer FH bekommt dort fast das gleiche Gehalt.
Profil: 14 Punkte in der Summe und Vorerfahrung im Steuerrecht
Bei uns in der Region man auch bei guten Noten in Kanzleien mit weniger als 4K im Monat abgespeist (3,3 - 3,5K brutto). 51K finde ich da sehr ordentlich 😅
3,5-3,8K können für einen Einsteiger ohne Erfahrung völlig ok sein. AG-Brutto wären dann circa 4,7 plus Versicherung, Kammer, etc. in solchen Diskussionen kommt immer zu kurz, was man als Berufseinsteiger eigentlich konkret anbietet. für die reine Präsenz wird man jedenfalls nicht bezahlt.
24.01.2026, 19:16
(24.01.2026, 16:01)Buffo schrieb:(17.01.2026, 14:12)JurisRef schrieb:(17.01.2026, 11:26)REF.NRW schrieb: Der Arbeitsmarkt aktuell wirklich beschissen
Habe im Steuerbereich einer WP-Gesellschaft angefangen für 51k fix. Jemand mit einem mittelmäßigen Bachelor von einer FH bekommt dort fast das gleiche Gehalt.
Profil: 14 Punkte in der Summe und Vorerfahrung im Steuerrecht
Bei uns in der Region man auch bei guten Noten in Kanzleien mit weniger als 4K im Monat abgespeist (3,3 - 3,5K brutto). 51K finde ich da sehr ordentlich 😅
3,5-3,8K können für einen Einsteiger ohne Erfahrung völlig ok sein. AG-Brutto wären dann circa 4,7 plus Versicherung, Kammer, etc. in solchen Diskussionen kommt immer zu kurz, was man als Berufseinsteiger eigentlich konkret anbietet. für die reine Präsenz wird man jedenfalls nicht bezahlt.
Und im ÖD nicht, oder was? (wenn man Angestellte im ÖD ist). Da verdient man nen 1000er mehr 😅



