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  5. Auswirkungen Corona auf Examen(svorbereitung)
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Antworten

 
Auswirkungen Corona auf Examen(svorbereitung)
Gast.12
Unregistered
 
#11
09.11.2020, 17:12
(09.11.2020, 16:55)Gast schrieb:  
(09.11.2020, 15:52)Gast schrieb:  
(09.11.2020, 13:34)Gast schrieb:  Juni 2020: Die Pandemie war in ihrer Hochzeit; was passiert: Schwerster Examensdurchgang aller Zeiten. Durchfallquote um der Liste nach zu urteilen überdurchschnittlich hoch. Leute die so wie ich bestanden habe liegen im Ergebnis bei 4-5 Punkten. Habe danach den Glauben in die juristischen Prüfungsinstitutionen vollends verloren. Es liegt doch auf der Hand, dass eine weltweite Pandemie die zu diesem Zeitpunkt noch deutlich unberechenbarer war, etwas mit dir macht, wenn du nicht auf Ritalin und total soziophob bist. Ich für meinen Teil konnte nicht fokussiert und konzentriert lernen. Ich hatte Schiss was am nächsten Morgen passieren wird und was in den Nachrichten steht. Ich hatte Sorgen um Familienmitglieder, die z.B. Lungenkrebs haben. 

Aber wenn in einem Referendarforum unter Gleichgesinnten schon sowas von Null Verständnis aufgebracht wird für diese Situation, wenn man diese ganzen Mimimi-Wortkotzkommentare liest oder noch besser dieses verblendete verschwörungsgeneigte Gesülze a la freu dich doch das du mehr Zeit zum Lernen hattest (Wie bitte?), was will man dann eigentlich von den Prüfungsämtern erwarten .....

Also, im Juni war definitiv keine Corona-Hochphase verglichen mit Mitte März bis Mai oder jetzt. Und ein krankes Familienmitglied ist immer eine extreme Belastung, das hat mit Corona nichts zu tun. Ich weiß aus eigener Erfahrung wie das ist, ich will Deine Sorgen wirklich nicht kleinreden. Ansonsten sind bei einem Großteil der Prüflinge bzw. der Leute, die hier sonst schreiben, die Eltern schon altersmäßig im Bereich der Risikofälle, von irgendwelchen sonstigen Erkrankungen gar nicht zu reden. Diese Belastung habe ich jetzt auch, aber ich kann ja nicht Arbeitgeber etc. sagen, dass ich leider nur Mittelmaß liefere, weil ich mir Sorgen um meine vorerkrankten Eltern und meine vorerkrankten Paten, die tatsächlich sogar infiziert sind, mache. 

Was erwartest Du denn von Korrektoren? Klausuren sind immer auch etwas willkürlich in der Bewertung, weil es einfach kein multiple choice mit einer Antwort ist und Aufbau, Stil und Wortwahl als in anderen Fächern von großer Relevanz sind. Das kann man ja für Corona nicht aussetzen. Und man kann auch nicht die Ansage machen, dass aufgrund der Umstände keine Klausur unter 7 Punkte bewertet werden soll. Das müsste doch klar sein. Insoweit frage ich mich immer, was viele sich vorstellen,wie die Bewertung denn nun erfolgen soll.

Dass Zeugnisse auch einen gewissen Aussagegehalt haben müssen und sich nicht von den Umständen leiten lassen dürfen muss ebenso nachvollziehbar sein. Es wäre nicht nur gegenüber anderen Jahrgängen extrem unfair , wenn man völlig andere Maßstäbe anlegen würde, sondern tatsächlich würde der Aussagegehalt bzgl. der erbrachten Leistungen noch weiter sinken . Wenn jemand die Aufgabe 1+4=7 beantwortet, kann man ja auch nicht sagen, dass das aufgrund erschwerter Umstände noch befriedigend sein soll.
Naja, es kommen jetzt halt schon noch ein ein paar Sachen dazu, die sonst nicht so sind und das Ganze meiner Meinung nach etwas schwieriger machen als normalerweise:

1. Die Bib-Schließungen und Ausfall der AGs (bzw. Online). Je nachdem, was für ein Lerntyp jemand ist, kann das schon wirklich ein Einschnitt sein. Wenn man sich über sechs Jahre angewöhnt hat, in der Bib zu lernen, stellt man das nicht mal eben um.

2. Die kurzfristige Schließung von Schulen/Kitas ist für Eltern natürlich eine besondere Herausforderung. Mit einem kleinen Kind zu Hause gescheit ein paar Stunden konzentriert zu lernen dürfte nahezu unmöglich sein.

3. Die von überall transportierte Angst vor diesem Virus kann - mal dahingestellt ob berechtigt oder nicht - durchaus Auswirkungen auf Menschen haben, die sich auch in dessen Leistungsvermögen wiederspiegelt. 

4. Die Ungewissheit über die Bedingungen, unter denen das eigene Examen stattfindet, macht es meines Erachtens auch schwieriger als vorher, sich auf diesen zusätzlichen Stress gezielt vorzubereiten.

Die Liste ließe sich bestimmt noch fortsetzen.

Was natürlich stimmt ist, dass die LJPAs jetzt nicht einfach sagen können: Niemand fällt durch und wer sonst sechs Punkte hatte kriegt jetzt neun. Das wäre in der Tat unfair gegenüber allen anderen Durchgängen, die ja auch nicht unbedingt vergnügungssteuerpflichtig waren. Auch in den Durchgängen sind schließlich Leute mit hohen Erwartungen und guten vorherigen Leistungen regelmäßig "nur" bei 4-5 Punkten gelandet. Mir persönlich ist auch ein Fall bekannt, der nach einem "gut" im Ersten im Zweiten durchgefallen ist. Gibt es immer wieder, weswegen es auch schwierig ist festzustellen, ob die Leistungen des Einzelnen jetzt wegen Corona so schlecht ausgefallen sind oder aus anderen Gründen.

Ich würde es daher am fairsten finden, allen Leuten die irgendwie von Corona betroffen waren, sind oder sein werden, einen zusätzlichen, kostenlosen Verbesserungsversuch zuzugestehen. Also so dass alle, die im März 2020 noch im Prüfungsverfahren waren oder sich sonst im Ref befanden, einen zusätzlichen Versuch auf freiwilliger Basis bekommen. Damit könnte man ein bisschen die durchaus vorhandene Ungerechtigkeit ausgleichen, ohne dass man durch Anpassung der Bewertung neue Ungerechtigkeiten schafft. Und es wäre eben jedem einzelnen überlassen, von der Möglichkeit Gebrauch zu machen.

Denke eine optimale und faire Lösung lässt sich da nicht finden lassen.

Zu 1.: Haben die Leute, die im Juni Examen schreiben überhaupt noch großartig AG in den Monaten März bis Juni? Weiß nicht, wie es exakt in anderen Bundesländern abläuft. In RLP ist es jedenfalls so, dass etwa zwei bis drei Monate vorm Examen grds. keine AG's mehr stattfinden. Da sehe ich um ehrlich zu sein überhaupt keine Benachteiligung. Da hat's mich meiner Meinung nach deutlich schlimmer getroffen - Examen im Oktober und 1 1/2 Monate der dreimonatigen Strafstation wurden ersatzlos gestrichen und einfach als gekonnt vorausgesetzt.

Zu 2.: Das seh ich ein, ist für solche Leute definitiv ein Problem.

Zu 3 und 4: Als großartigen zusätzlichen Stress habe ich das nicht empfunden. Glaub da trifft es einzelne Prüfungskandidaten, die kurz vorm Examen irgendwelche Schicksalsschläge erleiden (z.B. Tod oder schwere Krankheit eines Angehörigen), deutlich schwerer als uns Examenskandidaten aus diesem Jahr. Klar wäre es angenehmer gewesen, unter optimalen Laborbedingungen zu schreiben, aber da seit Anfang des Jahres alle Kandidaten gleichermaßen betroffen waren, gabs doch für alle vergleichbare Bedingungen. Denke auch nicht, dass sämtliche Examensdurchgänge aus diesem Jahr deutlich schlechter ausfallen als die aus den Vorjahren
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Gast
Unregistered
 
#12
09.11.2020, 20:21
Die Bib-Schließungen waren meiner Erfahrung nach der größte Einschnitt für so einige.

Mich hat das jetzt nicht allzu hart erwischt, aber bei Bekannten war das eine Katastrophe. Die mussten plötzlich mehr oder weniger auf Baustellen, über Wochen hinweg bei tropischen Temperaturen oder in einem völlig lernungeeigneten WG-Zimmer lernen. 

Aber es ist wie immer: Ist man selbst schon vor Corona durchgewesen, so darf unter keinen keinen, absolut keinen Umständen auch nur irgendwie Corona vermeintlich nachteilsausgleichend berücksichtigt werden. War man selbst betroffen, war Corona im Hinblick auf die Vorbereitung die Hölle auf Erden ...
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Gast
Unregistered
 
#13
10.11.2020, 02:32
(09.11.2020, 17:12)Gast.12 schrieb:  
(09.11.2020, 16:55)Gast schrieb:  
(09.11.2020, 15:52)Gast schrieb:  
(09.11.2020, 13:34)Gast schrieb:  Juni 2020: Die Pandemie war in ihrer Hochzeit; was passiert: Schwerster Examensdurchgang aller Zeiten. Durchfallquote um der Liste nach zu urteilen überdurchschnittlich hoch. Leute die so wie ich bestanden habe liegen im Ergebnis bei 4-5 Punkten. Habe danach den Glauben in die juristischen Prüfungsinstitutionen vollends verloren. Es liegt doch auf der Hand, dass eine weltweite Pandemie die zu diesem Zeitpunkt noch deutlich unberechenbarer war, etwas mit dir macht, wenn du nicht auf Ritalin und total soziophob bist. Ich für meinen Teil konnte nicht fokussiert und konzentriert lernen. Ich hatte Schiss was am nächsten Morgen passieren wird und was in den Nachrichten steht. Ich hatte Sorgen um Familienmitglieder, die z.B. Lungenkrebs haben. 

Aber wenn in einem Referendarforum unter Gleichgesinnten schon sowas von Null Verständnis aufgebracht wird für diese Situation, wenn man diese ganzen Mimimi-Wortkotzkommentare liest oder noch besser dieses verblendete verschwörungsgeneigte Gesülze a la freu dich doch das du mehr Zeit zum Lernen hattest (Wie bitte?), was will man dann eigentlich von den Prüfungsämtern erwarten .....

Also, im Juni war definitiv keine Corona-Hochphase verglichen mit Mitte März bis Mai oder jetzt. Und ein krankes Familienmitglied ist immer eine extreme Belastung, das hat mit Corona nichts zu tun. Ich weiß aus eigener Erfahrung wie das ist, ich will Deine Sorgen wirklich nicht kleinreden. Ansonsten sind bei einem Großteil der Prüflinge bzw. der Leute, die hier sonst schreiben, die Eltern schon altersmäßig im Bereich der Risikofälle, von irgendwelchen sonstigen Erkrankungen gar nicht zu reden. Diese Belastung habe ich jetzt auch, aber ich kann ja nicht Arbeitgeber etc. sagen, dass ich leider nur Mittelmaß liefere, weil ich mir Sorgen um meine vorerkrankten Eltern und meine vorerkrankten Paten, die tatsächlich sogar infiziert sind, mache. 

Was erwartest Du denn von Korrektoren? Klausuren sind immer auch etwas willkürlich in der Bewertung, weil es einfach kein multiple choice mit einer Antwort ist und Aufbau, Stil und Wortwahl als in anderen Fächern von großer Relevanz sind. Das kann man ja für Corona nicht aussetzen. Und man kann auch nicht die Ansage machen, dass aufgrund der Umstände keine Klausur unter 7 Punkte bewertet werden soll. Das müsste doch klar sein. Insoweit frage ich mich immer, was viele sich vorstellen,wie die Bewertung denn nun erfolgen soll.

Dass Zeugnisse auch einen gewissen Aussagegehalt haben müssen und sich nicht von den Umständen leiten lassen dürfen muss ebenso nachvollziehbar sein. Es wäre nicht nur gegenüber anderen Jahrgängen extrem unfair , wenn man völlig andere Maßstäbe anlegen würde, sondern tatsächlich würde der Aussagegehalt bzgl. der erbrachten Leistungen noch weiter sinken . Wenn jemand die Aufgabe 1+4=7 beantwortet, kann man ja auch nicht sagen, dass das aufgrund erschwerter Umstände noch befriedigend sein soll.
Naja, es kommen jetzt halt schon noch ein ein paar Sachen dazu, die sonst nicht so sind und das Ganze meiner Meinung nach etwas schwieriger machen als normalerweise:

1. Die Bib-Schließungen und Ausfall der AGs (bzw. Online). Je nachdem, was für ein Lerntyp jemand ist, kann das schon wirklich ein Einschnitt sein. Wenn man sich über sechs Jahre angewöhnt hat, in der Bib zu lernen, stellt man das nicht mal eben um.

2. Die kurzfristige Schließung von Schulen/Kitas ist für Eltern natürlich eine besondere Herausforderung. Mit einem kleinen Kind zu Hause gescheit ein paar Stunden konzentriert zu lernen dürfte nahezu unmöglich sein.

3. Die von überall transportierte Angst vor diesem Virus kann - mal dahingestellt ob berechtigt oder nicht - durchaus Auswirkungen auf Menschen haben, die sich auch in dessen Leistungsvermögen wiederspiegelt. 

4. Die Ungewissheit über die Bedingungen, unter denen das eigene Examen stattfindet, macht es meines Erachtens auch schwieriger als vorher, sich auf diesen zusätzlichen Stress gezielt vorzubereiten.

Die Liste ließe sich bestimmt noch fortsetzen.

Was natürlich stimmt ist, dass die LJPAs jetzt nicht einfach sagen können: Niemand fällt durch und wer sonst sechs Punkte hatte kriegt jetzt neun. Das wäre in der Tat unfair gegenüber allen anderen Durchgängen, die ja auch nicht unbedingt vergnügungssteuerpflichtig waren. Auch in den Durchgängen sind schließlich Leute mit hohen Erwartungen und guten vorherigen Leistungen regelmäßig "nur" bei 4-5 Punkten gelandet. Mir persönlich ist auch ein Fall bekannt, der nach einem "gut" im Ersten im Zweiten durchgefallen ist. Gibt es immer wieder, weswegen es auch schwierig ist festzustellen, ob die Leistungen des Einzelnen jetzt wegen Corona so schlecht ausgefallen sind oder aus anderen Gründen.

Ich würde es daher am fairsten finden, allen Leuten die irgendwie von Corona betroffen waren, sind oder sein werden, einen zusätzlichen, kostenlosen Verbesserungsversuch zuzugestehen. Also so dass alle, die im März 2020 noch im Prüfungsverfahren waren oder sich sonst im Ref befanden, einen zusätzlichen Versuch auf freiwilliger Basis bekommen. Damit könnte man ein bisschen die durchaus vorhandene Ungerechtigkeit ausgleichen, ohne dass man durch Anpassung der Bewertung neue Ungerechtigkeiten schafft. Und es wäre eben jedem einzelnen überlassen, von der Möglichkeit Gebrauch zu machen.

Denke eine optimale und faire Lösung lässt sich da nicht finden lassen.

Zu 1.: Haben die Leute, die im Juni Examen schreiben überhaupt noch großartig AG in den Monaten März bis Juni? Weiß nicht, wie es exakt in anderen Bundesländern abläuft. In RLP ist es jedenfalls so, dass etwa zwei bis drei Monate vorm Examen grds. keine AG's mehr stattfinden. Da sehe ich um ehrlich zu sein überhaupt keine Benachteiligung. Da hat's mich meiner Meinung nach deutlich schlimmer getroffen - Examen im Oktober und 1 1/2 Monate der dreimonatigen Strafstation wurden ersatzlos gestrichen und einfach als gekonnt vorausgesetzt.

Zu 2.: Das seh ich ein, ist für solche Leute definitiv ein Problem.

Zu 3 und 4: Als großartigen zusätzlichen Stress habe ich das nicht empfunden. Glaub da trifft es einzelne Prüfungskandidaten, die kurz vorm Examen irgendwelche Schicksalsschläge erleiden (z.B. Tod oder schwere Krankheit eines Angehörigen), deutlich schwerer als uns Examenskandidaten aus diesem Jahr. Klar wäre es angenehmer gewesen, unter optimalen Laborbedingungen zu schreiben, aber da seit Anfang des Jahres alle Kandidaten gleichermaßen betroffen waren, gabs doch für alle vergleichbare Bedingungen. Denke auch nicht, dass sämtliche Examensdurchgänge aus diesem Jahr deutlich schlechter ausfallen als die aus den Vorjahren

Freut mich für dich, dass du so resilient bist. Meine Erfahrung aus dem Juni ist, dass es uns allen ziemlich schlecht mit der Situation ging. Wenn man jetzt die Leute wieder trifft, wirken alle ziemlich angeschlagen von dieser Zeit (um es mal sehr euphemistisch auszudrücken). Um mal wieder zu den harten Fakten zurückzukommen:

1. Ja, bei uns finden kurz vor dem Examen AGs statt, insbesondere der Klausurenkurs, den viele in der Anwaltsstation schlecht und in auswärtigen Stationen vorher gar nicht besuchen können. Da ist es schon ein wenig einschneiden, wenn in der Tauchphase keine Klausuren mehr besprochen werden. Ein anderes Beispiel wäre das Probeexamen, das auch ausgefallen ist. Das hätte mir, glaube ich erheblich geholfen.

2. Ich kann nur von mir sprechen: für mich ist es wichtig in so einer Stressphase Ablenkung und soziale Kontakte zu haben. Das war im April/ Mai nicht möglich. Resultat ist, dass man noch über 2 Dinge nachdenken konnte: 1. Examen 2. Pandemie. Ich verstehe nicht, warum man nicht nachvollziehen kann, wie es einem da wohl so stimmungsmässig geht und ob sich das wohl gut auf die Konzentration auswirkt.

Ich sehe das wie der erste Poster: Wer in so einer Situation aufblüht und sich besonders gut ans Lernen machen kann, ist sicherlich ein Ausnahmefall.
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Gast
Unregistered
 
#14
10.11.2020, 10:06
Ich hoffe einfach darauf, dass die Prüfungskommission in der Mündlichen hier und da mal 'nen Sozialpunkt fallen lässt. Vielleicht gibt es da ja noch Menschen mit etwas Verständnis für besondere Fälle.
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Gast
Unregistered
 
#15
10.11.2020, 12:45
(10.11.2020, 02:32)Gast schrieb:  1. Ja, bei uns finden kurz vor dem Examen AGs statt, insbesondere der Klausurenkurs, den viele in der Anwaltsstation schlecht und in auswärtigen Stationen vorher gar nicht besuchen können. Da ist es schon ein wenig einschneiden, wenn in der Tauchphase keine Klausuren mehr besprochen werden. Ein anderes Beispiel wäre das Probeexamen, das auch ausgefallen ist. Das hätte mir, glaube ich erheblich geholfen.

Ich nehme an, dass du dich auf HH beziehst. Wenn das der Fall ist kann ich dir in diesem Punkt nur zustimmen. Man muss zum Verständnis vielleicht ergänzen, dass es sich bei den ausgegebenen "Lösungsskizzen" um einen anderthalbseitigen Stichpunktzettel handelt und einige (nicht alle) Voten die Eindringtiefe, die von den Kandidaten so energisch gefordert wird, schon im Ansatz vermissen lassen und völlig nichtssagend sind. In der Kombination konnte das dazu führen, dass eine sinnvolle Klausurnachbereitung kaum möglich war.
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Gast
Unregistered
 
#16
10.11.2020, 14:40
(10.11.2020, 12:45)Gast schrieb:  
(10.11.2020, 02:32)Gast schrieb:  1. Ja, bei uns finden kurz vor dem Examen AGs statt, insbesondere der Klausurenkurs, den viele in der Anwaltsstation schlecht und in auswärtigen Stationen vorher gar nicht besuchen können. Da ist es schon ein wenig einschneiden, wenn in der Tauchphase keine Klausuren mehr besprochen werden. Ein anderes Beispiel wäre das Probeexamen, das auch ausgefallen ist. Das hätte mir, glaube ich erheblich geholfen.

Ich nehme an, dass du dich auf HH beziehst. Wenn das der Fall ist kann ich dir in diesem Punkt nur zustimmen. Man muss zum Verständnis vielleicht ergänzen, dass es sich bei den ausgegebenen "Lösungsskizzen" um einen anderthalbseitigen Stichpunktzettel handelt und einige (nicht alle) Voten die Eindringtiefe, die von den Kandidaten so energisch gefordert wird, schon im Ansatz vermissen lassen und völlig nichtssagend sind. In der Kombination konnte das dazu führen, dass eine sinnvolle Klausurnachbereitung kaum möglich war.

Ich möchte weiter ergänzen: selbst diese zweiseitigen lösungsskizzen wurden ja auch erst nah ca. 3/4 Wochen Einstellung der Besprechung überhaupt online zur Verfügung gestellt. Und zwar ohne korrigierte Klausur.
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Gast
Unregistered
 
#17
11.11.2020, 09:36
Für mich wäre der Ausfall der Kaiser-Seminare einer Katastrophe gleich gekommen. Ohne Kaiser hätte ich es definitiv nicht geschafft, den ganzen Stoff in der Tauchphase zu komprimieren und zu lernen. Kann mir auch nicht vorstellen, dass die zunächst angebotenen eintägigen Onlineseminare einen adäquaten Ersatz geboten haben.
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Gast
Unregistered
 
#18
11.11.2020, 10:06
Kaiser hat recht lange gebraucht, um Onlineformate anzubieten. Wer im Juni Examen geschrieben hat, der konnte ab Mitte März bis unmittelbar vor seinem Examen kein Kaiserseminar hören.
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GastRLP[Flocki]
Unregistered
 
#19
11.11.2020, 10:27
(09.11.2020, 20:21)Gast schrieb:  Die Bib-Schließungen waren meiner Erfahrung nach der größte Einschnitt für so einige.

Mich hat das jetzt nicht allzu hart erwischt, aber bei Bekannten war das eine Katastrophe. Die mussten plötzlich mehr oder weniger auf Baustellen, über Wochen hinweg bei tropischen Temperaturen oder in einem völlig lernungeeigneten WG-Zimmer lernen. 

Aber es ist wie immer: Ist man selbst schon vor Corona durchgewesen, so darf unter keinen keinen, absolut keinen Umständen auch nur irgendwie Corona vermeintlich nachteilsausgleichend berücksichtigt werden. War man selbst betroffen, war Corona im Hinblick auf die Vorbereitung die Hölle auf Erden ...

Ich kann dir in allen Punkten nur zustimmen.
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Gastl
Unregistered
 
#20
13.11.2020, 16:51
Die vielfältigen Antworten zeigen doch, dass sich die Frage des TE nicht pauschal, sondern nur individuell beantworten lässt.

Für mich persönlich: optimales Lernen im heimischen Arbeitszimmer, Kaiserseminare alle bereits vor Corona in der Kanzlei gehört, alle Kommentare vorhanden, Lerngruppe online, AG online (bzw. auch nicht, wenn Murcks nämlich einfach stumm schalten und lernen), Kaiser-Klausuren über die Kanzlei, beck-online über die Kanzlei. Insgesamt auch mangels Ablenkungen/schlechtem Gewissen wegen vernachlässigter Sozialkontakte wohl eine bessere Vorbereitung als ohne Corona.

Für andere das Gegenteil: keine guten Arbeitsbedingungen zuhause, Kinder ohne Betreuung, keine (vollständigen) Kaiserseminare, Kommentare fehlen, Klausurenkurs ausgefallen etc.

Das ist leider einfach ungerecht.
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