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Bürokratieabbau - Ideen
Sesselpupser
Member
***
Beiträge: 153
Themen: 2
Registriert seit: Mar 2024
#51
Vor 20 Minuten
(02.05.2026, 16:15)Homer S. schrieb:  
(02.05.2026, 13:33)Sesselpupser schrieb:  
(02.05.2026, 00:42)Freidenkender schrieb:  Das Problem ist der niedrige Digitalisierungsgrad. Wenn jede Behörde alleine einkauft, hat man einen Fleckenteppich, der sich dafür kaum eignet. Ich bin immer wieder verwundert wenn Kollegen über die vorhandene Hard- und Software in der Verwaltung berichten

Fehlende Digitalisierung (schönes Buzzword was man aus den Nachrichten kennt) ist keineswegs die Hauptursache für die Überregulierung, sondern nur eine mögliche Art der Verwaltung damit umzugehen. Sicherlich, digital angelegte Akten lassen sich per Suchfunktion scannen und man kommt ggf schneller zum Treffer, KI kann nette einfache Texte für Meetings schreiben etc. Das Hauptproblem ist aber inhaltlich, zu viele und zu zeit-, aufwand- und kostenintensive Regelungen, von denen viele völlig überflüssig sind, und Sachverhalte die eigentlich gar keiner Regtlierung bedürfen. Dazu noch die allgemein leistungsfeindliche Atmosphäre an vielen Behörden, die es in der freien Wirtschaft, wo Effektivität hinreichende Bedingung zum Überleben ist, nie gäbe. Digitalisierung ist ein Wahlkampfbegriff aus Zeiten, in denen Bürokratieabbau generell nur eine Floskel war, was sich wenn überhaupt erst jetzt ganz langsam ändern mag..

Das ist nach meiner Erfahrung Unsinn. Großkonzerne sind in vielen Stellen einer Behörde sehr ähnlich.
Deine Aussage stimmt natürlich, wenn ich einen Mitarbeiter im Bürgerservice der Gemeinde X mit einem GK Anwalt vergleiche - aber das ist wohl kaum tragfähig. 

Ansonsten entsteht Bürokratie auch oft durch Lobbyarbeit. 
Beispiel: Das Umsatzsteuergesetz trat 1980 mit 28 Paragraphen in Kraft. Dieses Jahr wurde nur der 86te Paragraph eingefügt. Jeder bekommt seine Ausnahme, von Landwirten bis Antiquitätenhändler. Ist also auch eine Mentalitätsfrage. Einzelfallgerchtigkeit erfordert halt unglaublich viele Regelungen (die am Ende keiner mehr durchschaut)

Jein.

In vielen Großkonzernen gibt es auch „vergessene“ unausgelastete MA, oft im Home Office, die wenig arbeiten. Und es gibt auch Abläufe die aufgrund von Vorschriften viel ineffizienter und Schreibarbeitlastiger sind, als sie sein könnten. Soweit die Gemeinsamkeiten.

Bei den Behörden kommt aber durch den strukturellen Aufbau dazu, der da wäre Haushalt, starre Hierarchien, Geld kommt eh, egal wie gut performt wird, Beamtensystem mit Unkündbarkeit etc. und die Führung durch oft inkompetente, idealistische respektive ideologiegetriebene Politiker anstatt durch protifgetriebene Manager. Das alles und die für Behörden noch viel engmaschigeren Vorschriften sorgen dafür, dass Behörden höchst ineffizient arbeiten. 

Klar gibt es auch inkompetente, faule Behördenmitarbeiter. Ich würde sogar sagen es gibt davon wesentlich mehr als in der freien Marktwirtschaft, allerdings formt die Behörde auch genau diese Typen, in dem sie früh lernen, besonderes Engagement bei der Arbeit lohnt sich nicht wirklich, man muss oft nur warten bis die Zeit abläuft und wird dann eh befördert, und die Abläufe sind eben wie sie sind. Dazu jede Menge für jeden erkennbar sinnlose oder jedenfalls falsch oder ineffizient angegangene Aufgaben, sorgt zur Herausbildung derartiger MA. Wenn ich sehe dass bei uns die leistungsabhängige Sonderzahlung jetzt für alle MA gleich ausfällt (zwischenzeitlich sogar für solche in Elternzeit!), weil sich irgendjemand beschwert hatte dass es ja ungerecht sei, dass Mehrleistung zu mehr Lohn führen würde..kann man nur den Kopf schütteln.
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