Vor 9 Stunden
Hallo, ich wollte mal nach eurer Erfahrung fragen:
Ich bin seit einiger Zeit im Beruf als angestellte Rechtsanwältin in einem Rechtsgebiet (FamR) in das ich mich komplett neu einlernen musste. Ich bin teilweise nach 6 Monaten immer noch komplett überfordert und frage mich teilw. was man von mir möchte. Insbesondere habe ich das Gefühl, dass das Familienrecht ein eigenes Studium für sich fordert.
Durch die Überforderung verliert man den Spaß und zweifelt komplett an der Berufswahl.
Ich frage mich generell, ob es an dem Rechtsgebiet liegt oder ob es anderen Kollegen auch so geht.
Wie lange hat es bei euch gedauert bis ihr euch "sicher" gefühlt habt? Hilft es da eher in die Selbstständigkeit einzusteigen, vor allem wenn man im Unternehmen nicht glücklich ist? Habt ihr Tipps? Wie ist es in anderen Rechtsgebieten?
Ich bin seit einiger Zeit im Beruf als angestellte Rechtsanwältin in einem Rechtsgebiet (FamR) in das ich mich komplett neu einlernen musste. Ich bin teilweise nach 6 Monaten immer noch komplett überfordert und frage mich teilw. was man von mir möchte. Insbesondere habe ich das Gefühl, dass das Familienrecht ein eigenes Studium für sich fordert.
Durch die Überforderung verliert man den Spaß und zweifelt komplett an der Berufswahl.
Ich frage mich generell, ob es an dem Rechtsgebiet liegt oder ob es anderen Kollegen auch so geht.
Wie lange hat es bei euch gedauert bis ihr euch "sicher" gefühlt habt? Hilft es da eher in die Selbstständigkeit einzusteigen, vor allem wenn man im Unternehmen nicht glücklich ist? Habt ihr Tipps? Wie ist es in anderen Rechtsgebieten?
Vor 8 Stunden
(Vor 9 Stunden)Berufseinsteiger1024 schrieb: Hallo, ich wollte mal nach eurer Erfahrung fragen:
Ich bin seit einiger Zeit im Beruf als angestellte Rechtsanwältin in einem Rechtsgebiet (FamR) in das ich mich komplett neu einlernen musste. Ich bin teilweise nach 6 Monaten immer noch komplett überfordert und frage mich teilw. was man von mir möchte. Insbesondere habe ich das Gefühl, dass das Familienrecht ein eigenes Studium für sich fordert.
Durch die Überforderung verliert man den Spaß und zweifelt komplett an der Berufswahl.
Ich frage mich generell, ob es an dem Rechtsgebiet liegt oder ob es anderen Kollegen auch so geht.
Wie lange hat es bei euch gedauert bis ihr euch "sicher" gefühlt habt? Hilft es da eher in die Selbstständigkeit einzusteigen, vor allem wenn man im Unternehmen nicht glücklich ist? Habt ihr Tipps? Wie ist es in anderen Rechtsgebieten?
Ich mache seit Beginn meiner Anwaltstätigkeit nur Erbrecht und es hat bei mir auch eine Weile gedauert. Die Sicherheit kommt eigentlich erst, wenn man ein paar Dinge mal von Anfang bis Ende durchgezogen hat und gesehen hat, wie die Theorie in der Praxis umgesetzt wird. Und da die Fälle regelmäßig auch mal über ein Jahr oder mehrere Jahre dauern, ist es zumindest im Erbrecht normal, wenn man sich nach sechs Monaten noch unsicher fühlt. Schätze im Familienrecht ist es mitunter ähnlich.
Ich selbst würde die Selbstständigkeit erst dann wählen, wenn ich mich schon einigermaßen sicher fühle, weil Du dann ja niemanden mehr hast, den Du fragen kannst oder der Dich korrigiert und für alles allein verantwortlich bist. Also das beißt sich aus meiner Sicht eher.
Tipps: Ggf. den Fachanwaltslehrgang machen? Dann kriegst Du die Theorie ein bisschen aufbereitet und hast dort Kontakt zu Kollegen, die berichten, wie sie die Dinge handhaben.
Kollegen in Deiner jetzigen Kanzlei fragen, wenn Du unsicher bist.
Und ansonsten einfach weitermachen, Dinge richtig machen, Dinge falsch machen und in beiden Fällen draus lernen. Dann kommt die Sicherheit irgendwann von alleine. Wenn Du Dich in 1,5 bis 2 Jahren immer noch vollkommen unsicher fühlst, dann gibt es vielleicht einen anderen Grund, als Deine Unerfahrenheit, aber bis dahin solltest Du Dir keinen Stress machen - ist vollkommen normal.
Vor 4 Stunden
also das mit der Überforderung kann ich durchaus nahvollziehen. Ich habe damals im ArbR angefangen, aber ca. 80% Anteil kollektives Arbeitsrecht. Das in einer sehr kleinen Kanzlei und ich hatte nach einer Woche schon meinen ersten BR-Vorsitzenden vor mir sitzen. Ich habe mich unwohl und absolut ahnungslos gefühlt. War eine harte Zeit, aber dadurch habe ich echt viel gelernt
Ich denke in jedem Rechtsgebiet hast du eine Zeit in der du dich hineinfinden musst. Teilweise muss man sich durchbluffen. Entspricht das dem eigenen Anspruch? Nein! Man macht auch Fehler, aber die meisten kann man wieder heilen und aus heutiger Sicht, war es eine sehr wertvolle Zeit.
Daher beiße dich durch, wenn du Interesse an dem Rechtsgebiet hast und glaubst, dass es dir mal Spaß machen kann. Es ist völlig normal, dass du ein bis zwei Jahre brauchst um Schwimmen zu lernen.
Der Hinweis mit dem FA war ja schon da. Mir hat auch der Austausch mit einer Kollegin geholfen, die 2 Jahre vor mir einen ähnlichen Weg gegangen ist. Haben uns alle 2 Woche getroffen und es Selbsthilfegruppe genannt ;)
Ich denke in jedem Rechtsgebiet hast du eine Zeit in der du dich hineinfinden musst. Teilweise muss man sich durchbluffen. Entspricht das dem eigenen Anspruch? Nein! Man macht auch Fehler, aber die meisten kann man wieder heilen und aus heutiger Sicht, war es eine sehr wertvolle Zeit.
Daher beiße dich durch, wenn du Interesse an dem Rechtsgebiet hast und glaubst, dass es dir mal Spaß machen kann. Es ist völlig normal, dass du ein bis zwei Jahre brauchst um Schwimmen zu lernen.
Der Hinweis mit dem FA war ja schon da. Mir hat auch der Austausch mit einer Kollegin geholfen, die 2 Jahre vor mir einen ähnlichen Weg gegangen ist. Haben uns alle 2 Woche getroffen und es Selbsthilfegruppe genannt ;)
Vor 4 Stunden
(Vor 4 Stunden)Freidenkender schrieb: Man macht auch Fehler, aber die meisten kann man wieder heilenDas finde ich auch die wichtigste Erkenntnis.
Fehler sind blöd, nervig und kosten manchmal Schlaf. Sie sind aber (fast) unvermeidbar und meistens sind die Auswirkungen deutlich kleiner als gedacht, wenn man es nicht ohnehin wieder hinbekommt. Wichtig bei Fehlern: Jedenfalls intern offen kommunizieren und nach außen eine Kommunikationsstrategie finden. Die kann tatsächlich sein "es tut mir leid, da lief was schief" oder aber man kriegt es im laufenden Mandat noch korrigiert, das klappt häufig genug.
Vor 3 Stunden
Nach einem halben Jahr kann man nicht erwarten dass man ein Rechtsgebiet aus dem Ärmel schüttelt, einfach nicht entmutigen lassen und weiter einlernen. Die Berufspraxis kommt mit der Zeit.