18.03.2026, 15:55
Hallo ihr Lieben,
ich habe im Dezember mein zweites Examen in NRW geschrieben. Vor kurzem habe ich die Noten erhalten und bin mit etwas mehr als vier Punkten rausgegangen. Im ersten Examen hat es für 10 Punkte gereicht, und auch wenn ich mich mit der mündlichen Prüfung vielleicht noch etwas verbessern kann, gehe ich davon aus, dass ich mit einem "ausreichend" abschließen werde.
Für mich steht fest, dass ich den Verbesserungsversuch gegen Ende des Sommers wahrnehmen werde. Mittlerweile fällt es mir aber schwer, mein eigentliches Ziel noch für möglich zu halten. Grds. ist mein Ziel schon das VB oder zumindest nahe dran zu kommen. Ich habe aber das Gefühl, als sei das für mich nicht möglich.
Im Referendariat habe ich mich von Anfang an schwer getan. Ich arbeitete nicht strukturiert genug und war lange einfach frustriert von meinen Noten. Ich war immer im ausreichenden bis befriedigenden Bereich. Zweistellige Klausuren habe ich nie geschrieben und habe derzeit auch das Gefühl, als sei ich dazu einfach nicht fähig. Offenbar liegt mir das zweite Examen leider gar nicht.
Eigentlich dachte ich, ich hätte an meinen Problemen gearbeitet, allerdings habe ich in den schriftlichen Klausuren zweimal 2 Pkt geschrieben. Im Ref vorher bin ich nicht einmal durchgefallen, deshalb nehmen mich die Ergebnisse wirklich mit.
Die Frage nach meinem Besinnungsaufsatz ist im Wesentlichen: Geht es hier anderen Personen genauso? Gibt es Personen, bei denen der "Groschen" später gefallen ist? Wie seid ihr an den Verbesserungsversuch rangegangen und hat es geklappt?
Ich bin mir sicher, dass ich schneller werden muss und an meinen Kenntnissen im materiellen Recht arbeiten muss. Ich befürchte nur, dass das nicht reicht und ich leider nicht verstanden habe, was "sie hören wollen".
ich habe im Dezember mein zweites Examen in NRW geschrieben. Vor kurzem habe ich die Noten erhalten und bin mit etwas mehr als vier Punkten rausgegangen. Im ersten Examen hat es für 10 Punkte gereicht, und auch wenn ich mich mit der mündlichen Prüfung vielleicht noch etwas verbessern kann, gehe ich davon aus, dass ich mit einem "ausreichend" abschließen werde.
Für mich steht fest, dass ich den Verbesserungsversuch gegen Ende des Sommers wahrnehmen werde. Mittlerweile fällt es mir aber schwer, mein eigentliches Ziel noch für möglich zu halten. Grds. ist mein Ziel schon das VB oder zumindest nahe dran zu kommen. Ich habe aber das Gefühl, als sei das für mich nicht möglich.
Im Referendariat habe ich mich von Anfang an schwer getan. Ich arbeitete nicht strukturiert genug und war lange einfach frustriert von meinen Noten. Ich war immer im ausreichenden bis befriedigenden Bereich. Zweistellige Klausuren habe ich nie geschrieben und habe derzeit auch das Gefühl, als sei ich dazu einfach nicht fähig. Offenbar liegt mir das zweite Examen leider gar nicht.
Eigentlich dachte ich, ich hätte an meinen Problemen gearbeitet, allerdings habe ich in den schriftlichen Klausuren zweimal 2 Pkt geschrieben. Im Ref vorher bin ich nicht einmal durchgefallen, deshalb nehmen mich die Ergebnisse wirklich mit.
Die Frage nach meinem Besinnungsaufsatz ist im Wesentlichen: Geht es hier anderen Personen genauso? Gibt es Personen, bei denen der "Groschen" später gefallen ist? Wie seid ihr an den Verbesserungsversuch rangegangen und hat es geklappt?
Ich bin mir sicher, dass ich schneller werden muss und an meinen Kenntnissen im materiellen Recht arbeiten muss. Ich befürchte nur, dass das nicht reicht und ich leider nicht verstanden habe, was "sie hören wollen".
19.03.2026, 10:45
Hi! Erstmal möchte ich sagen, dass man mit der mündlichen Prüfung noch viel rausholen kann (das hängt leider einfach von deinen Prüfern ab). Ich kenne mehrere Leute, die sich um mehr als 2 Punkte verbessert haben, sodass Du das Befriedigend noch nicht komplett abschreiben solltest.
Ich verstehe gut wie Du Dich fühlst. Ich hatte im Ref zumindest in der AG immer gute Noten (zwischen 7 und 15, Durchschnitt ca. 10) und bin dann mit 6,1 rausgegangen. In der mündlichen hat es auch nur für 6,8 Punkte gereicht, womit ich ca. 2 Punkte unter dem ersten Examen lag. Ich war dann erstmal am Boden zerstört und ehrlicherweise bin ich es immer noch ein wenig, da ich damit alle meine "Wunschjobs" abschreiben müsste. Es wird aber besser.
Ich lerne momentan für den Verbesserungsversuch (April-Termin) und merke, dass mir die staatlichen Klausuren (bei Kaiser und Hemmer ist es anders) mittlerweile leichter fallen als vor dem ersten Versuch. Ich habe nochmal sehr viel materielles Recht gelernt (kann da Jurafuchs sehr empfehlen) und man merkt, dass das Lösen der Klausuren sehr viel schneller wird. Wenn man viele materielle Probleme direkt sieht und einordnen kann, hilft das. Auch habe ich in der Wahlstation nochmal 10 Urteile geschrieben, was mir ebenfalls hilft. Zuletzt habe ich mir noch Klausuren von "besseren" Kandidaten angesehen und mich mit diesen ausgetauscht.
So oder so würde ich den Verbesserungsversuch aber machen. In meinem ersten Examen habe ich mich in den schriftlichen Klausuren im mehr als einen Punkt verbessert (auch wenn es letztlich nicht gereicht hat). Allein um sich nicht diese "Was wäre wenn..."-Frage zu stellen ist dies der richtige Weg. Abseits davon entscheiden die Noten in Jura auch den kompletten beruflichen Lebensweg, sodass es auch aus dieser Sicht sinnvoll ist.
Ich verstehe gut wie Du Dich fühlst. Ich hatte im Ref zumindest in der AG immer gute Noten (zwischen 7 und 15, Durchschnitt ca. 10) und bin dann mit 6,1 rausgegangen. In der mündlichen hat es auch nur für 6,8 Punkte gereicht, womit ich ca. 2 Punkte unter dem ersten Examen lag. Ich war dann erstmal am Boden zerstört und ehrlicherweise bin ich es immer noch ein wenig, da ich damit alle meine "Wunschjobs" abschreiben müsste. Es wird aber besser.
Ich lerne momentan für den Verbesserungsversuch (April-Termin) und merke, dass mir die staatlichen Klausuren (bei Kaiser und Hemmer ist es anders) mittlerweile leichter fallen als vor dem ersten Versuch. Ich habe nochmal sehr viel materielles Recht gelernt (kann da Jurafuchs sehr empfehlen) und man merkt, dass das Lösen der Klausuren sehr viel schneller wird. Wenn man viele materielle Probleme direkt sieht und einordnen kann, hilft das. Auch habe ich in der Wahlstation nochmal 10 Urteile geschrieben, was mir ebenfalls hilft. Zuletzt habe ich mir noch Klausuren von "besseren" Kandidaten angesehen und mich mit diesen ausgetauscht.
So oder so würde ich den Verbesserungsversuch aber machen. In meinem ersten Examen habe ich mich in den schriftlichen Klausuren im mehr als einen Punkt verbessert (auch wenn es letztlich nicht gereicht hat). Allein um sich nicht diese "Was wäre wenn..."-Frage zu stellen ist dies der richtige Weg. Abseits davon entscheiden die Noten in Jura auch den kompletten beruflichen Lebensweg, sodass es auch aus dieser Sicht sinnvoll ist.
19.03.2026, 14:20
Hey, erstmal Glückwunsch zum bestandenen Examen!
Kann deine Bedenken sehr gut nachvollziehen. Weiß nicht, ob du beim 1. den VV geschrieben hast, aber ich habe nur 5 Wochen nach meiner mündlichen Prüfung nochmal geschrieben und mich schriftlich um 1,9 Punkte verbessern können. Natürlich mag das beim 2. anders sein aber der Clou ist, dass allein die Klausureneinsicht einem SO VIEL mitbringt!!! Die Originalprüfer sagen dir, was denen gefällt und was die von dir wollen. Die Bedeutung der Einsicht darf man nicht unterschätzen. Ich habe meinen Schreibstil ausgehend von den Voten geändert und bin mir sicher, allein das hat zu der Verbesserung enorm beitragen.
Es ist natürlich ganz gut möglich, dass du beim 2. Mal eine deutlich bessere Note schreibst. Du weißt, wie die Prüfungssituation ist, nach der Einsicht weißt du ganz genau, was von dir erwartet wird, und du kennst auch deine Schwächen. Du bist in einer viel besseren Position als vor dem Erstversucht. Das schaffst du!
Kann deine Bedenken sehr gut nachvollziehen. Weiß nicht, ob du beim 1. den VV geschrieben hast, aber ich habe nur 5 Wochen nach meiner mündlichen Prüfung nochmal geschrieben und mich schriftlich um 1,9 Punkte verbessern können. Natürlich mag das beim 2. anders sein aber der Clou ist, dass allein die Klausureneinsicht einem SO VIEL mitbringt!!! Die Originalprüfer sagen dir, was denen gefällt und was die von dir wollen. Die Bedeutung der Einsicht darf man nicht unterschätzen. Ich habe meinen Schreibstil ausgehend von den Voten geändert und bin mir sicher, allein das hat zu der Verbesserung enorm beitragen.
Es ist natürlich ganz gut möglich, dass du beim 2. Mal eine deutlich bessere Note schreibst. Du weißt, wie die Prüfungssituation ist, nach der Einsicht weißt du ganz genau, was von dir erwartet wird, und du kennst auch deine Schwächen. Du bist in einer viel besseren Position als vor dem Erstversucht. Das schaffst du!
19.03.2026, 22:06
(18.03.2026, 15:55)Ref98 schrieb: Hallo ihr Lieben,
ich habe im Dezember mein zweites Examen in NRW geschrieben. Vor kurzem habe ich die Noten erhalten und bin mit etwas mehr als vier Punkten rausgegangen. Im ersten Examen hat es für 10 Punkte gereicht, und auch wenn ich mich mit der mündlichen Prüfung vielleicht noch etwas verbessern kann, gehe ich davon aus, dass ich mit einem "ausreichend" abschließen werde.
Für mich steht fest, dass ich den Verbesserungsversuch gegen Ende des Sommers wahrnehmen werde. Mittlerweile fällt es mir aber schwer, mein eigentliches Ziel noch für möglich zu halten. Grds. ist mein Ziel schon das VB oder zumindest nahe dran zu kommen. Ich habe aber das Gefühl, als sei das für mich nicht möglich.
Im Referendariat habe ich mich von Anfang an schwer getan. Ich arbeitete nicht strukturiert genug und war lange einfach frustriert von meinen Noten. Ich war immer im ausreichenden bis befriedigenden Bereich. Zweistellige Klausuren habe ich nie geschrieben und habe derzeit auch das Gefühl, als sei ich dazu einfach nicht fähig. Offenbar liegt mir das zweite Examen leider gar nicht.
Eigentlich dachte ich, ich hätte an meinen Problemen gearbeitet, allerdings habe ich in den schriftlichen Klausuren zweimal 2 Pkt geschrieben. Im Ref vorher bin ich nicht einmal durchgefallen, deshalb nehmen mich die Ergebnisse wirklich mit.
Die Frage nach meinem Besinnungsaufsatz ist im Wesentlichen: Geht es hier anderen Personen genauso? Gibt es Personen, bei denen der "Groschen" später gefallen ist? Wie seid ihr an den Verbesserungsversuch rangegangen und hat es geklappt?
Ich bin mir sicher, dass ich schneller werden muss und an meinen Kenntnissen im materiellen Recht arbeiten muss. Ich befürchte nur, dass das nicht reicht und ich leider nicht verstanden habe, was "sie hören wollen".
Ich kann dir jetzt noch nicht sagen, ob mein Verbesserungsversuch Erfolg hatte, da die Ergebnisse noch ausstehen. Aber wie Vorredner schon erwähnten, geh in die Klausureinsicht. Und beantrage Kopien deiner Klausuren, damit du zu Hause in Ruhe die Voten durchschauen kannst. Und falls Mit Referendare von dir mit besseren Noten ebenfalls Kopien von ihren Klausuren beantragt hatten, schau dir die Klausuren mal an und was die anders gemacht haben als du. Ich würde es auch probieren mit VV. Man hat nichts zu verlieren (außer das Geld, das man dann hinterweint wrnns nix wurde), aber verschlechtern geht nicht mehr und vlt klappt es ja :) Besser es erfolglos probiert zu haben, als dich ewig zu fragen, ob du es geschafft hättest, wenn du es probiert hättest
Abschließend noch: Herzlichen Glückwunsch zum bestandenen Examen. Damit hast du auf jeden Fall schon eine tolle Leistung hingelegt und viel Erfolg fürs mündliche. Vlt klappt es ja auch ohne VV noch für ein bedriedigend. Wer weiß? Mach jetzt erstmal das mündliche. Und danach hast du ja immer noch Zeit dir zum VV Gedanken zu machen
27.03.2026, 17:10
Also ich habe mich um 3,3 Punkte schriftlich verbessert und das "einfach" durch Klausurentraining.
Es ist also gut möglich meiner Meinung nach, vorallem wenn man etwas am bisherigen Lernen ändern kann. Bei mir waren das die vorm 1. Versuch nicht ausreichend geschriebenen Klausuren.
Viel Erfolg.
Es ist also gut möglich meiner Meinung nach, vorallem wenn man etwas am bisherigen Lernen ändern kann. Bei mir waren das die vorm 1. Versuch nicht ausreichend geschriebenen Klausuren.
Viel Erfolg.
30.03.2026, 09:52
(27.03.2026, 17:10)Frankfurt123 schrieb: Also ich habe mich um 3,3 Punkte schriftlich verbessert und das "einfach" durch Klausurentraining.
Es ist also gut möglich meiner Meinung nach, vorallem wenn man etwas am bisherigen Lernen ändern kann. Bei mir waren das die vorm 1. Versuch nicht ausreichend geschriebenen Klausuren.
Viel Erfolg.
Hey, Glückwunsch zu der starken Verbesserung!! Wie viele Klausuren hast du denn vor dem ersten Versuch und dann vor der Verbesserung geschrieben?
30.03.2026, 11:43
Ich bin in einer ähnlichen Situation. Ich habe ebenfalls im Dezember geschrieben und bin recht unzufrieden mit meinen schriftlichen Noten. Ich habe jedoch die Hoffnung auf die Mündliche Prüfung noch nicht abgeschrieben. Man hört immer wieder, dass gerade in Berlin gewaltige Notensprünge möglich sind. Wie seht ihr das? Könnte ihr von solchen Notensprüngen berichten?
30.03.2026, 12:36
Ich habe auch im Dezember 2025 geschrieben und bin im Großen und Ganzen zufrieden (besonders mit ZivilR und StrafR). Wenn die Einsicht durch ist, könnte ich die Klausuren ggf. mit euch teilen. Vielleicht bringt das ja wem etwas. Bis ich die Kopien der Klausuren habe, dauert es aber noch, will nichts versprechen.



