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Wie viel billable Hours für wie viel Geld?
regresskreisel
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#1
28.08.2025, 18:44
Hallo, 

man findet überall Daten zu billable hours in GK‘en. 

Aber welches Verhältnis von Gehalt zu abrechenbaren Stunden ist im Mittelstand angemessen? 

Ich bin knapp zwei Jahre dabei und bei uns werden 1300-1400 Stunden erwartet, wenn man aufsteigen möchte (Kanzlei mit ca. 20 Anwälten). Dem steht ein Gehalt von knapp 6000€ gegenüber (plus Boni, insgesamt dann ca. 85k). 

Habe das Gefühl, dass das sehr viele Stunden sind. Da mein Stundensatz ca. 250€ beträgt, sind das ca. 350k, die ich konstant leisten muss. So viel Umsatz machen vllt 2-3 der anderen Anwälte bei uns mit 20 Jahren Berufserfahrung oder mehr. Leider werden die Leute auch nicht gleich und fair behandelt, was das betrifft - will heißen: Es gab genug Aufstiege ohne diese Leistung erbringen zu müssen. Bei mir wird es jetzt in einer Zielvereinbarung verlangt. 

Eure Meinungen?
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Greif
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#2
28.08.2025, 18:55
Du sagst "wenn man aufsteigen will". Von angestellten Anwälten mit Partnerambitionen 1300 billables im Jahr zu verlangen, finde ich weder viel noch überraschend. 

Ungleichbehandlung von Gleichen (= den angestellten Associates mit gleicher Seniorität) sollte es natürlich nicht geben. Inwieweit wird denn ungleich behandelt? Das wird aus deinem Post nicht ganz klar.
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regresskreisel
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#3
28.08.2025, 19:26
Ungleichbehandlung im Sinne von Gehältern (zB 20% mehr/ weniger) trotz gleicher Qualifikation/Verantwortung/ Berufserfahrung und Betriebszugehörigkeit und obwohl der Umsatz von der Person mit weniger Gehalt höher ist beispielsweise. Zudem gibt es auch Unterschiede zwischen den Geschlechtern. Vermutlich nicht bewusst, sondern irgendwie „automatisch“, aber doof ist es natürlich trotzdem. 

Es geht im Übrigen mitnichten um eine Partnerposition, sondern um die erste Karrierestufe (Counsel). Bis zur Partnerschaft kommen noch mindestens zwei weitere Stufen.
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Greif
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#4
28.08.2025, 22:20
Die Ungleichbehandlung geht natürlich nicht, da hast du einen validen Punkt. Die reine Zahl der erwarteten billables ist m.E. dagegen in Ordnung.
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Patenter Gast
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Registriert seit: Oct 2022
#5
29.08.2025, 11:19
(28.08.2025, 19:26)regresskreisel schrieb:  Ungleichbehandlung im Sinne von Gehältern (zB 20% mehr/ weniger) trotz gleicher Qualifikation/Verantwortung/ Berufserfahrung und Betriebszugehörigkeit und obwohl der Umsatz von der Person mit weniger Gehalt höher ist beispielsweise. Zudem gibt es auch Unterschiede zwischen den Geschlechtern. Vermutlich nicht bewusst, sondern irgendwie „automatisch“, aber doof ist es natürlich trotzdem. 

Es geht im Übrigen mitnichten um eine Partnerposition, sondern um die erste Karrierestufe (Counsel). Bis zur Partnerschaft kommen noch mindestens zwei weitere Stufen.

Hast du denn schon mal versucht die 20% mehr mit Verweis auf deine Leistung zu verhandeln?

Die 85k all-in bei einem Umsatz von ca. 350k ist auf jeden Fall nicht unangemessen, wenngleich auch kein super Deal.
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kumpelanton
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Registriert seit: Feb 2024
#6
29.08.2025, 12:57
(29.08.2025, 11:19)Patenter Gast schrieb:  
(28.08.2025, 19:26)regresskreisel schrieb:  Ungleichbehandlung im Sinne von Gehältern (zB 20% mehr/ weniger) trotz gleicher Qualifikation/Verantwortung/ Berufserfahrung und Betriebszugehörigkeit und obwohl der Umsatz von der Person mit weniger Gehalt höher ist beispielsweise. Zudem gibt es auch Unterschiede zwischen den Geschlechtern. Vermutlich nicht bewusst, sondern irgendwie „automatisch“, aber doof ist es natürlich trotzdem. 

Es geht im Übrigen mitnichten um eine Partnerposition, sondern um die erste Karrierestufe (Counsel). Bis zur Partnerschaft kommen noch mindestens zwei weitere Stufen.

Hast du denn schon mal versucht die 20% mehr mit Verweis auf deine Leistung zu verhandeln?

Die 85k all-in bei einem Umsatz von ca. 350k ist auf jeden Fall nicht unangemessen, wenngleich auch kein super Deal.

85k für 350k umsatz ist wenig. der chef macht sich die taschen dick. diese unart bzw. missverhältnis von gehalt zu umsatz ist ein typisches juristenproblem. kenne leute im consulting die mit solchen umsatzzahlen die 100k gehalt schon lange geknackt haben
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Greif
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Registriert seit: Jun 2023
#7
29.08.2025, 13:58
(29.08.2025, 12:57)kumpelanton schrieb:  
(29.08.2025, 11:19)Patenter Gast schrieb:  
(28.08.2025, 19:26)regresskreisel schrieb:  Ungleichbehandlung im Sinne von Gehältern (zB 20% mehr/ weniger) trotz gleicher Qualifikation/Verantwortung/ Berufserfahrung und Betriebszugehörigkeit und obwohl der Umsatz von der Person mit weniger Gehalt höher ist beispielsweise. Zudem gibt es auch Unterschiede zwischen den Geschlechtern. Vermutlich nicht bewusst, sondern irgendwie „automatisch“, aber doof ist es natürlich trotzdem. 

Es geht im Übrigen mitnichten um eine Partnerposition, sondern um die erste Karrierestufe (Counsel). Bis zur Partnerschaft kommen noch mindestens zwei weitere Stufen.

Hast du denn schon mal versucht die 20% mehr mit Verweis auf deine Leistung zu verhandeln?

Die 85k all-in bei einem Umsatz von ca. 350k ist auf jeden Fall nicht unangemessen, wenngleich auch kein super Deal.

85k für 350k umsatz ist wenig. der chef macht sich die taschen dick. diese unart bzw. missverhältnis von gehalt zu umsatz ist ein typisches juristenproblem. kenne leute im consulting die mit solchen umsatzzahlen die 100k gehalt schon lange geknackt haben

Chef hat bei 85k Lohnkosten von insg. ca. 105k. Zusätzlich kommen akzessorische Lohn- und Betriebskosten (das Büro wird mitbenutzt, die ReFas, die IT-Infrastruktur usw.). Die Kostenquote dürfte hier insg. bei ca. 40% liegen - was für den Arbeitgeber schon gut ist, das stimmt. Von einer irgendwie gearteten Ausbeutung ist das aber m.E. weit entfernt, grade wenn es einen realistischen und gangbaren Karriereweg in der Kanzlei gibt. Man vergisst immer, dass die höheren Gehälter bei Großkanzleien immer auch ein wenig als Entschädigung dafür gezahlt werden, dass man im Normalfall da nach ein paar Jahren wieder raus ist und woanders neu anfangen muss (Opportunitätskosten).
(Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 29.08.2025, 15:36 von Greif.)
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Patenter Gast
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Beiträge: 704
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Registriert seit: Oct 2022
#8
29.08.2025, 16:31
(29.08.2025, 13:58)Greif schrieb:  
(29.08.2025, 12:57)kumpelanton schrieb:  
(29.08.2025, 11:19)Patenter Gast schrieb:  
(28.08.2025, 19:26)regresskreisel schrieb:  Ungleichbehandlung im Sinne von Gehältern (zB 20% mehr/ weniger) trotz gleicher Qualifikation/Verantwortung/ Berufserfahrung und Betriebszugehörigkeit und obwohl der Umsatz von der Person mit weniger Gehalt höher ist beispielsweise. Zudem gibt es auch Unterschiede zwischen den Geschlechtern. Vermutlich nicht bewusst, sondern irgendwie „automatisch“, aber doof ist es natürlich trotzdem. 

Es geht im Übrigen mitnichten um eine Partnerposition, sondern um die erste Karrierestufe (Counsel). Bis zur Partnerschaft kommen noch mindestens zwei weitere Stufen.

Hast du denn schon mal versucht die 20% mehr mit Verweis auf deine Leistung zu verhandeln?

Die 85k all-in bei einem Umsatz von ca. 350k ist auf jeden Fall nicht unangemessen, wenngleich auch kein super Deal.

85k für 350k umsatz ist wenig. der chef macht sich die taschen dick. diese unart bzw. missverhältnis von gehalt zu umsatz ist ein typisches juristenproblem. kenne leute im consulting die mit solchen umsatzzahlen die 100k gehalt schon lange geknackt haben

Chef hat bei 85k Lohnkosten von insg. ca. 105k. Zusätzlich kommen akzessorische Lohn- und Betriebskosten (das Büro wird mitbenutzt, die ReFas, die IT-Infrastruktur usw.). Die Kostenquote dürfte hier insg. bei ca. 40% liegen - was für den Arbeitgeber schon gut ist, das stimmt. Von einer irgendwie gearteten Ausbeutung ist das aber m.E. weit entfernt, grade wenn es einen realistischen und gangbaren Karriereweg in der Kanzlei gibt. Man vergisst immer, dass die höheren Gehälter bei Großkanzleien immer auch ein wenig als Entschädigung dafür gezahlt werden, dass man im Normalfall da nach ein paar Jahren wieder raus ist und woanders neu anfangen muss (Opportunitätskosten).


Naja, in der GK verdienst du 180k im dritten Jahr. Dafür schrubst du 1.800 Stunden à 400 Euro = 720.000 Euro Umsatz. Sind auch nur 1/4 und praktisch die gleiche Quote wie hier.

Und ja, als Unternehmer/Partner ist es dein Ziel, eine gute Kostenquote zu erreichen und viel Gewinn. Wenn man als Angestellter der Ansicht ist, dass man es alleine/selber besser kann, kann man es ja versuchen.
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Greif
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#9
29.08.2025, 16:58
(29.08.2025, 16:31)Patenter Gast schrieb:  
(29.08.2025, 13:58)Greif schrieb:  
(29.08.2025, 12:57)kumpelanton schrieb:  
(29.08.2025, 11:19)Patenter Gast schrieb:  
(28.08.2025, 19:26)regresskreisel schrieb:  Ungleichbehandlung im Sinne von Gehältern (zB 20% mehr/ weniger) trotz gleicher Qualifikation/Verantwortung/ Berufserfahrung und Betriebszugehörigkeit und obwohl der Umsatz von der Person mit weniger Gehalt höher ist beispielsweise. Zudem gibt es auch Unterschiede zwischen den Geschlechtern. Vermutlich nicht bewusst, sondern irgendwie „automatisch“, aber doof ist es natürlich trotzdem. 

Es geht im Übrigen mitnichten um eine Partnerposition, sondern um die erste Karrierestufe (Counsel). Bis zur Partnerschaft kommen noch mindestens zwei weitere Stufen.

Hast du denn schon mal versucht die 20% mehr mit Verweis auf deine Leistung zu verhandeln?

Die 85k all-in bei einem Umsatz von ca. 350k ist auf jeden Fall nicht unangemessen, wenngleich auch kein super Deal.

85k für 350k umsatz ist wenig. der chef macht sich die taschen dick. diese unart bzw. missverhältnis von gehalt zu umsatz ist ein typisches juristenproblem. kenne leute im consulting die mit solchen umsatzzahlen die 100k gehalt schon lange geknackt haben

Chef hat bei 85k Lohnkosten von insg. ca. 105k. Zusätzlich kommen akzessorische Lohn- und Betriebskosten (das Büro wird mitbenutzt, die ReFas, die IT-Infrastruktur usw.). Die Kostenquote dürfte hier insg. bei ca. 40% liegen - was für den Arbeitgeber schon gut ist, das stimmt. Von einer irgendwie gearteten Ausbeutung ist das aber m.E. weit entfernt, grade wenn es einen realistischen und gangbaren Karriereweg in der Kanzlei gibt. Man vergisst immer, dass die höheren Gehälter bei Großkanzleien immer auch ein wenig als Entschädigung dafür gezahlt werden, dass man im Normalfall da nach ein paar Jahren wieder raus ist und woanders neu anfangen muss (Opportunitätskosten).


Naja, in der GK verdienst du 180k im dritten Jahr. Dafür schrubst du 1.800 Stunden à 400 Euro = 720.000 Euro Umsatz. Sind auch nur 1/4 und praktisch die gleiche Quote wie hier.

Und ja, als Unternehmer/Partner ist es dein Ziel, eine gute Kostenquote zu erreichen und viel Gewinn. Wenn man als Angestellter der Ansicht ist, dass man es alleine/selber besser kann, kann man es ja versuchen.

Sehe ich genau so wie du. Die Quote ist hier sicher nicht schlecht für den Arbeitgeber, bei entsprechenden Aufstiegschancen m.E. aber sogar noch "fairer" als in der GK.
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