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Durchgefallen - Tipps?
Libellus
Junior Member
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Beiträge: 3
Themen: 1
Registriert seit: Apr 2023
#1
12.04.2023, 11:47
Hallo zusammen,

ich habe gestern die Noten meines zweiten Examens bekommen und bin leider durchgefallen. Unnötig zu sagen, dass ich geschockt war und wirklich fertig bin. Den größten Schreck hab ich heute schon verdaut, dennoch gehts mir natürlich nicht gut. 
Ich werde den Zweitversuch wahrnehmen. Da ich in Bayern geschrieben habe, ist mein Termin dafür wieder im November/Dezember. Die Noten kommen wieder erst im April. 
Das ist etwas, das mich wirklich mitnimmt. Dass es einfach ein ganzes Jahr dauern wird und ich exakt nächstes Jahr um die Zeit wieder vor der Ergebnisbekanntgabe zittern werde. 

Momentan warte ich noch auf den Brief mit den Einzelnoten. Werde auch Einsicht beantragen. Weiß jemand, wie das abläuft? Ist es möglich, dass man Kopien der Klausuren zugesendet bekommt? 
Ich weiß ehrlich gesagt gar nicht, woran es liegt, dass ich nicht bestanden habe. Hatte danach eigentlich ein ganz gutes Gefühl. 

Wie läuft der EVD in Bayern denn ab? Ich hab was von 2-3 Klausuren pro Woche gelesen.  Muss ich mir auch einen Ausbilder suchen?
Wäre super, wenn sich jemand von euch damit auskennt und mir ein paar Infos geben kann. Bin gerade echt überfordert. 
Habt ihr sonst irgendwelche Tipps, wie ich auf den Zweitversuch lernen kann?
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TheJrueth
Junior Member
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Beiträge: 4
Themen: 0
Registriert seit: Apr 2023
#2
14.04.2023, 11:11
Kann keine Erfahrungswerte beitragen, aber zumindest die Regierung von Oberbayern veröffentlicht immer auch die AG-Pläne für die EVD-AG (nehme zumindest an, dass 4W das ist). Das dürfte unter einem Termin in der Woche sein mit 4 Klausuren gesamt. Also keine übermäßige Zusatzbelastung. Wenn mir mal ein Name auf Dozentenseite bekannt vorkommt, sind das eigentlich immer auch solche, die ich unter den AG-Leitern positiv in Erinnerung habe. Auch vom Justiz-EVD am OLG München habe ich viel positives gehört. Falls das örtlich für dich einschlägig ist.

Ansonsten hast du den wichtigen Schritt mit der Einsicht ja schon angesprochen. Aus meiner Sicht wichtig, dass du möglichst schnell analysieren kannst, wo die Probleme lagen (auch Klausuren aus der Vorbereitung einbeziehen), damit du auch weißt, ob der Fokus eher auf Klausurtechnik etc. oder inhaltlichem liegen sollte in den nächsten Monaten. Würde da auch jegliche Scheu ablegen (sagt sich natürlich leicht) und auch die AG-Leiter um Einschätzungen bitten. Vielleicht hast du auch (gute) Leute im Umfeld, von denen du mal eine Einschätzung holen kannst. Oder aus deiner AG die Möglichkeit, von jemandem Pflichtklausuren zum Vergleich zu bekommen (oder Examensklausuren, wenn sie da nach der mündlichen Kopien machen). Wenn du irgendwie an Klausuren kommst, die bei 8, 10 oder mehr Punkten liegen, kannst du vielleicht auch selbst nochmals besser rausarbeiten, was da anders ist. Einiges davon wirst du sicher umsetzen und dafür die zusätzlichen Klausuren zur Übung nutzen können.

Sorry, dass es eher bei Allgemeinplätzen bleibt, vielleicht kommt ja noch was hilfreicheres. 
Viel Erfolg und Durchhaltevermögen auf jeden Fall. Das wird schon.
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LMH
Junior Member
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Beiträge: 17
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Registriert seit: Dec 2020
#3
14.04.2023, 13:42
Bei mir ist das Examen in Bayern wesentlich besser als erwartet ausgefallen und gebe dir gerne ein paar Tipps.

Möchtest du vorab erzählen, wie du dich konkret vorbereitet hast? Das würde anderen und mir bestimmt helfen, Vorschläge zu machen.

VG
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RefBayern22
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Beiträge: 28
Themen: 0
Registriert seit: Nov 2022
#4
14.04.2023, 14:50
Ich fühle absolut nach, was du schreibst, weil ich mich in der gleichen Situation befinde. Da sich leider fast nichts in dem Forum zum EVD in Bayern finden lässt, berichte ich gerne, was ich telefonisch auf Nachfrage erfahren konnte:

Erstmal scheidet man mit Ablauf des 14.04. (also heute) aus dem Vorbereitungsdienst aus (damit geht auch die danach fehlende Versicherung einher usw.) und wird dann auf Antrag in den EVD zugelassen. Der EVD beginnt in Bayern am 26.05. und geht dann genau 6 Monate lang, findet dieses Mal nur in München und da zweimal die Woche statt.
Man kann alternativ (falls man nicht aus München kommt) an der AG seiner Stadt teilnehmen (AG 3), die man auch schon vor dem Examen hatte. Empfohlen wird aber die AG in München, weil die explizit für Durchfaller ist und da der Fokus liegt. Die AG 3, die man schon kennt, hatte man ja schon mal und da werden nur Klausuren besprochen. Der Fokus in der Durchfaller-AG liegt wohl wirklich darauf, die Leute zum Bestehen zu bringen und auch Fehler zu analysieren.

Zur Einsicht: Findet Montag und Dienstag von 9-12 statt, kann hier aber nicht für alle Städte sprechen. Hier wurde mir auf Nachfrage gesagt, man darf lediglich Fotos machen und Kopien werden wohl (trotz des Urteils) nicht rausgegeben.

Man muss sich entweder einen Rechtsanwalt/eine Rechtsanwältin suchen oder ein Landgericht angeben, dann entfällt die Selbstsuche und man wird direkt zugewiesen sowohl für die Station bis zum Examen als auch danach. 


Die Beihilfe wird um 10 % gekürzt, außer man kommt nicht aus München, dann wird einem insofern entgegengekommen, dass zwar keine Reisekosten für die AG in München übernommen werden, dafür aber auch keine Kürzung bis zum Examen erfolgt. Danach erfolgt bei allen eine Kürzung von 10%, da nach dem Examen keine AGs mehr stattfinden bis zur Ergebnisbekanntgabe. Man darf auch in der Zeit nicht nochmal die AG des Berufsfeldes besuchen


Wenn weitere Fragen bestehen, helfe ich gerne, sofern ich mehr weiß. Gerne auch per PN.

Ich hoffe, damit auch zukünftig anderen in der gleichen Situation helfen zu können, damit man in den ersten Tagen nicht ganz so verloren ist wie ich es war.
(Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 14.04.2023, 14:53 von RefBayern22.)
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RefBayern22
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Beiträge: 28
Themen: 0
Registriert seit: Nov 2022
#5
14.04.2023, 15:02
(14.04.2023, 13:42)LMH schrieb:  Bei mir ist das Examen in Bayern wesentlich besser als erwartet ausgefallen und gebe dir gerne ein paar Tipps.

Möchtest du vorab erzählen, wie du dich konkret vorbereitet hast? Das würde anderen und mir bestimmt helfen, Vorschläge zu machen.

VG

Ich würde mich ebenfalls sehr über Tipps freuen und danke vorab, dass du diese Tipps auch mit uns/ mir teilst!

Zu meiner Vorbereitung kann ich sagen, dass ich viel gelesen, Lernkarten gemacht, AG-Stoff vor- und nachbearbeitet und an wenigen Intensivkursen teilgenommen habe. Was mich denke ich ins Aus geschossen hat, war die mangelnde Klausurenübung. Ich bin leider auch in keiner Klausur fertig geworden. Zumindest nicht so wie es sein müsste. Ich hoffe, wenn ich jetzt intensiv Klausuren schreibe, ein besseres Zeitmanagement zu bekommen. Die Einsicht wird mir aber erst Klarheit geben, woran es lag (wobei das nicht fertig werden schon sehr dafür spricht, dass es daran lag). Ich hätte in jeder Klausur gefühlt noch eine Stunde gebraucht, um das Wissen in meinem Kopf aufs Papier zu bringen.
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TheJrueth
Junior Member
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Beiträge: 4
Themen: 0
Registriert seit: Apr 2023
#6
14.04.2023, 15:43
(14.04.2023, 15:02)RefBayern22 schrieb:  Zu meiner Vorbereitung kann ich sagen, dass ich viel gelesen, Lernkarten gemacht, AG-Stoff vor- und nachbearbeitet und an wenigen Intensivkursen teilgenommen habe. Was mich denke ich ins Aus geschossen hat, war die mangelnde Klausurenübung. Ich bin leider auch in keiner Klausur fertig geworden. Zumindest nicht so wie es sein müsste. Ich hoffe, wenn ich jetzt intensiv Klausuren schreibe, ein besseres Zeitmanagement zu bekommen. Die Einsicht wird mir aber erst Klarheit geben, woran es lag (wobei das nicht fertig werden schon sehr dafür spricht, dass es daran lag). Ich hätte in jeder Klausur gefühlt noch eine Stunde gebraucht, um das Wissen in meinem Kopf aufs Papier zu bringen.

Würde deiner Selbsteinschätzung da definitiv zustimmen. Unfertige Klausur führt aus meiner Sicht immer zu mehrfachem Abzug. Einmal schon dafür, dass es nicht fertig ist (gerade im zweiten Examen kommt gerne das Argument der fehlenden Praxistauglichkeit), dann fehlen einfach Aspekte, für die es keine Punkte geben kann und abgesehen von Nebenentscheidungen sind oft am Ende der Klausur viele Punkte zu holen und zuletzt ist auch eine an anderer Stelle sehr schöne und tiefgängige Befassung dann weniger "beeindruckend", weil es so aussieht, als wäre dafür deutlich mehr Zeit verwendet worden als für das Problem "vorgesehen" sind. Da hat sicher jeder Korrektor eine eigene Einstellung, aber eine unfertige Klausur dürfte bei den meisten schlechter ankommen, als eine die formal fertig ist aber bei der in der Mitte Aspekte fehlen. 

Was du aus meiner Sicht noch analysieren solltest, ist wo die Zeit verloren geht. Hattest du das Problem auch in der Vorbereitung und wie bist du damit umgegangen? 
Brauchst du zu lange, bis eine Gliederung steht und du mit dem Schreiben beginnst? Falls ja, woran liegt das bzw. womit verbringst du die Zeit bevor du ans Schreiben gehst?
Schreibst du eigentlich genug aber das Falsche bzw. an der falschen Stelle zu viel?
Wie durchgängig schreibst du in der Schreibphase? Schaust du da im Kommentar nach/denkst länger nach? An sich kein Problem, aber entsprechend kürzer muss dann die Vorarbeit ausfallen statt wenn man durchschreibt.
Schreibgeschwindigkeit generell kommt sicher dazu. Das ist schwer zu ändern, aber sollte trotzdem bedacht werden, weil man die Bearbeitung zumindest daran anpassen kann. Immer schwer etwas knapper zu behandelt als man könnte, aber fertig werden sollte wirklich Priorität haben, gerade wenn das durchgängig ein Problem ist.

Was neben Schreiben auf jeden Fall helfen sollte: Klausuren gliedern. Ich habe mich da immer schwer getan das in gleicher Weise konzentriert zu tun wie wenn ich danach ausformulieren wollte, aber es spart enorm viel Zeit und ich war nach 5h auch immer ziemlich durch für den Tag. Nach einer Gliederung konnte ich hingegen eigentlich ganz normal lernen. 
Fokus dann vor allem darauf, welche Dinge du übersiehst oder bei welchen es lange braucht, bis du drauf stößt. Und bei denen dann nochmal genau schauen, ob/wo sie im SV angedeutet sind (es gibt ja manche Formulierungen/Stichworte, die häufiger mal vorkommen). Vielleicht auch mal schauen, was du nur mit 2x Lesen des Sachverhalt schon entdeckst. Gibt ja auch Sachen, die aufeinander aufbauen und du findest dann die Folgepunkte schneller, wenn dir der Einstieg gleich am Anfang auffällt. Hier kann es, wenn möglich, auch helfen mit anderen zu sprechen, die sich da leichter tun. 
Wenn du in der Phase effizienter wirst, ist das Zeit, die du fürs Ausformulieren gewinnst.

Zur Einsicht: Wenn man das mit einem halbwegs modernen Smartphone abfotografiert, kann man damit viel anfangen. Ggf. diese Live-Funktion deaktivieren, sonst wird man verrückt. Es geht ja letztlich nur darum zu sehen, was man geschrieben hat und was moniert wurde, ggf. auch was eigentlich erwartet wurde.
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Libellus
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Registriert seit: Apr 2023
#7
15.04.2023, 04:36
Erst mal vielen Dank an alle!

Ich hab mich nun wieder einigermaßen gefangen. 
Auf Nachfrage wurde mir mitgeteilt, dass nur das Prüfungsamt in München Kopien anfertigt und auch versendet. Einsicht in die Klausuren in der Referendarstadt kann man am Montag und Dienstag nehmen, genau. 
Bin gerade am Überlegen, wo ich den EVD ableisten soll. Für den praktischen Teil gehe ich wieder in die Kanzlei von meiner Wahlstation, die lassen mich bestimmt "tauchen". Aber jede Woche zwei mal nach München pendeln ist schon echt heftig. 
Denke, da werde ich nachfragen, ob man die Klausuren auch zu Hause schreiben kann und evtl. nur für die Besprechungen reinfährt. Das wäre dann wahrscheinlich ein Mal pro Woche, oh Mann. Keine Ahnung, wie ich das machen soll. Bei sowas wäre mir online Unterricht wirklich lieber, bevor ich am Ende gar nichts mitkriege. 
In die AG3 möchte ich eigentlich nicht mehr.

Habe mich nun nochmals für einen Klausurenkurs angemeldet und werde dieses Mal Klausuren schreiben, was das Zeug hält. 

Zum Lernen:
Ich hab zur Vorbereitung einen Klausurenkurs besucht, aber wohl einfach zu wenige ausformuliert. Zusätzlich hab ich Intensivkurse für zB Arbeitsrecht, Steuerrecht besucht. Ich bin in jeder Klausur ca 1-5 Minuten vor Abgabe fertig geworden, hatte am Ende auch ein relativ gutes Gefühl. Daher war ich schon echt geschockt und fertig als die Ergebnisse kamen.
Ich hoffe auf ein paar Erkenntnisse in der Einsicht, da ich nicht genau weiß, welcher Fehler sich wirklich durch fast alle Klausuren gezogen hat.
Leider war es so, dass die 4,5 Monate vorm Examen ein Familienmitglied durchgehend im Krankenhaus lag und mehrmals fast gestorben wäre. Da konnte ich mich nicht wirklich aufs Lernen konzentrieren und das hat mich verständlicherweise total runtergezogen. Rückblickend hat das einfach auch zum Misserfolg beigetragen. War nicht alleine ausschlaggebend, aber ich denke da hätte ich schon noch was reißen können, wenn ich in dieser Zeit besser wiederholt hätte.
(Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 15.04.2023, 04:39 von Libellus.)
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LMH
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Beiträge: 17
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Registriert seit: Dec 2020
#8
16.04.2023, 21:46
Zunächst stimme ich zu, dass das Fertigwerden und die Brauchbarkeit der Lösung im zweiten Examen eine sehr große Rolle spielt. Es gibt Prüfer die einen durchfallen lassen, wenn die Unterschrift fehlt. Was das Gliedern und die Schreibzeit angeht, ist jeder anders, ich würde die Skizze aber relativ grob halten, da diese ja nicht bewertet wird und im Endeffekt ist es vergeudete Zeit, wenn man zwei mal einen identischen Satz schreibt.

Ich persönlich habe nur die Pflichtklausuren geschrieben und keinen Klausurenkurs noch dazu besucht. Meiner Meinung nach bilden solche Klausuren (wie schon im ersten) nicht die Examensrealtität ab. Stattdessen würde ich mir Original-Klausuren aus Bayern besorgen. Solche gibt es bspw. in den Bay. Verwaltungsblättern. Diese muss man auch nich unbedingt schreiben, man muss nur den Aufbau ("Klausurtaktik") verstehen. Anstatt eine in fünf stunden zu schreiben, habe ich zwei bis drei in der Zeit durchdacht. Wenn man dann begriffen hat, wie eine Klausur aufgebaut ist, muss man nicht einmal ein guter Jurist sein, um eine gute Note schreiben zu können :)

Auch sehr lehrreich waren übrigens Bücher von ex AG-Leitern aus Bayern. Diese haben von Ausbildung mehr Ahnung als Hemmer und co.

Hoffe, das hilft dir weiter :)

LG
(Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 16.04.2023, 21:47 von LMH.)
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Juracon
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Beiträge: 2
Themen: 0
Registriert seit: May 2023
#9
08.05.2023, 19:27
Hi, ich weiß nicht, ob dir das was hilft aber hier kommt mein Erfahrungsbericht:

Ich musste letztes Jahr auch in den EVD und konnte mich auf ein dickes b verbessern. Im ersten Anlauf hätte es zwar vom Schnitt her gereicht, um zur Mündlichen zu dürfen, nur hatte ich zu viele Klausuren gerissen. Bin damals auch in ein riesiges Loch gefallen und wusste erst überhaupt nicht, was ich machen sollte. 

Ich habe gleich, nachdem der Bescheid kam, Akteneinsicht genommen und bin alle Klausuren durchgegangen. Habe mir da erstmal für jede Klausur markiert und aufgeschrieben, was die Fehlerquellen waren. Bei mir waren es grundlegende Lücken im mat. Recht, in eigentlich allen Fächern. Das halbe Jahr danach habe ich nur in der Bib verbracht, kein Nebenjob, nur büffeln. Am Anfang habe ich die größten Lücken gefüllt, indem ich mir Lehrbücher für meine Schwachstelen reingezogen habe. Und dann Karteikarten lernen, wie fürs erste Examen - ich kann da die Klassiker von Hemmer und die von niederle medien empfehlen. Auf letzteren stehen zwar wirklich nur Basics drauf, aber zum durchkommen reicht's und wenigstens kann man sich die merken. Die Kaiserskripte bringen halt nach meiner Erfahrung nur was, wen man alles was drinsteht schon mal wusste - war bei mir halt nicht der Fall. Die habe ich mir dann nachdem ich mit dem materiellen durch war, immer kurz vor den Klausuren angeguckt. 

Ansonsten bin ich zu jedem Termin im EVD gegangen und habe alle Klausuren geschrieben, die angeboten worden sind. Eventuell frag auch mal diejenigen die die Kurse geben nach einer persönlichen Einschätzung, was du noch machen kannst und wo es bei dir hakt. Mir hat das sehr geholfen, auch wenn das, was man mir gesagt hat, teilweise echt hart war. 

Und dann üben, üben, üben - die Standards wie Formalia müssen sitzen (war bei mir auch nicht der Fall  LolLolLol ).

Habe in der Woche vor den Klausuren noch aktuelle Zeitschriften durchgeblättert, fürs Gefühl - gebracht hat das nichts. Am Wochenende vor den Klausuren habe ich mir ne Wellnessauszeit gegönnt - das kann ich nur empfehlen. Hätte nicht gedacht, dass das was bringt aber so kurz vorher lernt man eh nichts mehr und ich konnte echt gut runterkommen.

Ich hoffe ich konnte dir etwas helfen - ich drück dir für den nächsten Versuch auf jeden Fall die Daumen, Kopf hoch, du kriegst das hin! Tschakka!
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