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  5. Speyersemester RLP
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Speyersemester RLP
Sie00
Junior Member
**
Beiträge: 17
Themen: 1
Registriert seit: Mar 2022
#1
09.06.2022, 17:48
Hallo :) Ich bin aktuell hin und her gerissen, wie ich im Hinblick auf die Verwaltungsstation verfahren soll und die Anmeldefrist läuft bald ab. Ich quäle mich etwas mit der Entscheidung, deswegen würde ich mich wahnsinnig über eure Rückmeldungen freuen.

Vorab: Bitte keine Erfahrungsberichte zu Partys oÄ, das ist wirklich nicht das, was meine Entscheidung beeinflusst. :D
Wichtig ist mir vor allem, in Hinblick auf die Examensvorbereitung die bestmögliche Entscheidung zu treffen.

Ich sehe aktuell zwei Optionen für mich:
Option A: Nach Speyer gehen.
Option B: Gericht/Behörde plus Kaiserseminare oder das Örecht Seminar bei Andreas Geron (Hemmer).
 
Wie würden die, die in Speyer waren, die Ausbildung dort denn im Hinblick auf die Examensvorbereitung einschätzen? Ich habe gesehen, dass man zB auch Übungen in Straf- und Zivilrecht hat. Sind die qualitativ gut und auf Examensniveau?
 
Attraktiv an Speyer finde ich, dass man sich auf das Lernen konzentrieren kann und nicht irgendwelche Praxisarbeiten anfertigen muss. Auf der anderen Seite hat man ja auch in Speyer Seminare, Vorlesungen AGs. Übungen. Würdet ihr sagen, die Mehrbelastung ist hier stark oder ist es eher eine Entlastung, weil man den Stoff ohnehin fürs Examen lernen muss?
Natürlich kann man auch in der Praxis nie wissen, an welchen Ausbilder man gerät und inwieweit man zeitlich eingespannt ist, das ist mir bewusst.
 
Ich tue mich so schwer mit der Entscheidung, weil ich aktuell in der Zivilstation merke, dass ich kaum zum Lernen komme. Das macht mir im Hinblick auf das näherrückende Examen Angst und ich würde die Verwaltungsstation deswegen natürlich gerne bestmöglich nutzen.

Dazu muss ich sagen, dass ich kein wirklicher „Zuhör“-Lern Typ bin. Ich habe mich auch schon auf das zweite Examen vorwiegend alleine mit dem Lesen durch Skripte Fälle etc. vorbereitet und bin hiermit gut gefahren.
Deswegen frage ich mich, ob neben den ganzen Semesterwochenstunden, die man in Speyer belegt überhaupt noch so viel Zeit zum Nacharbeiten bleibt oder ob ich dann nicht besser beraten bin, mich ans VG/eine Behörde zu setzen und mir zwei Tage die Woche zum Durcharbeiten eines Skripts zu nehme.
 
Eure Erfahrungsberichte würden mir sehr helfen. Vielen Dank!
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Gast
Unregistered
 
#2
11.06.2022, 21:54
Ich bin auch aus RLP und habe mich letztes Jahr für Speyer in der Verwaltungsstation entschieden. Damals war noch alles online, das vorab als Hinweis zu allem, was ich über Zeitaufwand usw. schreibe, und das mit den Partys fiel dann logischerweise auch aus ;)

Es heißt ja immer, dass die Verwaltungsstation diejenige ist, in der am meisten Zeit fürs Lernen freigeschaufelt werden kann. Dazu kommt es natürlich darauf an, wie arbeitsintensiv die jeweilige Stelle ist. Insgesamt schätze ich, dass Speyer mehr Zeit in Anspruch nimmt als die meisten anderen der möglichen Ausbildungsstätten. Auch dort hängt es aber davon ab, was du draus machst. Es gibt ein sehr vielfältiges Angebot, aus dem du deine Veranstaltungen wählen kannst. Du kannst dir zum verpflichtenden Teil (bei mir waren das RLP-spezifisch, also in Ersetzung der für die nicht nach Speyer gehenden Referendare zu besuchenden Arbeitsgemeinschaften, die Landesübung und eine projektbezogene AG sowie je ein Seminar und eine AG aus dem "normalen" Speyer-Angebot) nur verwaltungsrechtsbezogene Veranstaltungen dazuwählen und dein Semester so "examensnah" gestalten. Du kannst aber auch über den Tellerrand hinausschauen und etwas wählen, was dich einfach interessiert. Genauso gibt es Veranstaltungen, mit denen du an deinen soft skills arbeiten kannst oder etwas fürs künftige Berufsleben tust. In dem Seminar und der AG mussten auch ein Vortrag gehalten und eine schriftliche Arbeit angefertigt werden. Es kommt also abermals darauf an, wie viel Zeit du hineinstecken möchtest. Aus dem Weg schaffen und vier Punkte hinrotzen liefert natürlich mehr Lernzeit fürs Examen, als sich richtig Mühe zu geben. Dazu gibt es diverse Weiterbildungsmöglichkeiten für nach dem Examen, auf die schon im Semester während der Verwaltungs- oder auch Wahlstation hingearbeitet werden kann.

Ich persönlich fand Speyer sehr bereichernd. Ich habe sogar über die vorgeschriebene Mindeststundenzahl hinaus Veranstaltungen besucht und auch die AG- bzw. Seminararbeiten sehr gewissenhaft erledigt. Das Examen habe ich dabei eher hintenangestellt. Ich empfand die Station deshalb als ziemlich arbeitsintensiv, eigentlich sogar die anstrengendste (was aber auch am Ausbilder-Roulette in den anderen Stationen lag). Den RLP-Teil aus Speyer fand ich ganz gut, er ist jedenfalls deutlich besser als die normalen AGs, nach allem was da zu hören war von den Refs, die nicht nach Speyer gegangen sind. Lediglich die Klausuren (auch das waren andere als die der „Nicht-Speyerer“) fand ich zum damaligen Zeitpunkt völlig übertrieben vom Schwierigkeitsgrad, dafür hätte mMn deutlich vorgearbeitet werden müssen und so war der Lerneffekt ziemlich gering. Ich bin im Nachhinein sehr froh, mich dafür entschieden zu haben. 
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