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Bewertung/Ausbildung durch andere Associates statt Partner
Junganwältin
Junior Member
**
Beiträge: 6
Themen: 2
Registriert seit: Jul 2021
#1
26.07.2021, 21:26
Ich bin grade als First Year in der GK gestartet. Eigentlich dachte ich, dass mein Start ganz gut war, weil ich nach dem Studium, während und nach des Refs schon ordentlich Zeit in anderen GKen verbracht habe und auch nach außen hin auftreten durfte. 

Jetzt ist es aber so, dass der Partner meines Teams ultra viel zu tun hat und quasi ein anderer Associate mit meiner "Ausbildung" beauftragt wird. Leider ändert der wirklich konsequent alle meine E-Mails, Schriftsätze usw und gibt dem Partner auch Feedback. Der Partner selbst schaut sich meine Sachen aber gar nicht an. 

Teilweise finde ich es gut, dass nochmal jemand in meinem Alter drüberschaut, manchmal finde ich es aber auch schwachsinnig noch was an der Wortwahl zu ändern, weil ja jeder seinen eigenen Schreibstil hat. Außerdem hab ich Angst, auf die Dauer nicht nach außen hin auftreten zu dürfen ... oder im schlimmsten Fall gefeuert zu werden, wenn mein Associate-Kollege immer nur gefiltertes Feedback gibt. 

Wie war das bei Euch? Wie lange hat es gedauert, bis ihr selbständig aufgetreten seid?
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Gast
Unregistered
 
#2
26.07.2021, 23:48
Bei mir direkt, sogar ggü dem Mandanten auch. War aber auch "nur" eine deutsche tier 3 kanzlei.
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Gast
Unregistered
 
#3
27.07.2021, 09:20
Klingt ziemlich normal für eine GK, zumindest wenn der andere Associate schon ein paar Jahre da ist. Das was man in den ersten Monaten abliefert ist in der Tat sehr selten ohne Änderungen brauchbar. Schau Dir an was der Kollege ändert und lerne daraus  Wink
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Gast
Unregistered
 
#4
27.07.2021, 11:16
Was sind die Leute alle so motiviert?
Mir ist’s relativ egal, wie streng meine Sachen bewertet werden. 
Gekündigt wird in der GK eh kaum. 
Solange ich da meine 2-3 Jahre absitzen kann, ist mir herzlich egal, wie andere mich sehen und wie viel an meinen Sachen umgeschrieben wird.
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HerrKules
Posting Freak
*****
Beiträge: 1.104
Themen: 7
Registriert seit: Mar 2021
#5
27.07.2021, 12:26
(27.07.2021, 11:16)Gast schrieb:  Was sind die Leute alle so motiviert?
Mir ist’s relativ egal, wie streng meine Sachen bewertet werden. 
Gekündigt wird in der GK eh kaum. 
Solange ich da meine 2-3 Jahre absitzen kann, ist mir herzlich egal, wie andere mich sehen und wie viel an meinen Sachen umgeschrieben wird.

Weil vielleicht nicht jeder nur "2-3 absitzen" will?
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Gast
Unregistered
 
#6
27.07.2021, 14:16
(26.07.2021, 21:26)Junganwältin schrieb:  Ich bin grade als First Year in der GK gestartet. Eigentlich dachte ich, dass mein Start ganz gut war, weil ich nach dem Studium, während und nach des Refs schon ordentlich Zeit in anderen GKen verbracht habe und auch nach außen hin auftreten durfte. 

Jetzt ist es aber so, dass der Partner meines Teams ultra viel zu tun hat und quasi ein anderer Associate mit meiner "Ausbildung" beauftragt wird. Leider ändert der wirklich konsequent alle meine E-Mails, Schriftsätze usw und gibt dem Partner auch Feedback. Der Partner selbst schaut sich meine Sachen aber gar nicht an. 

Teilweise finde ich es gut, dass nochmal jemand in meinem Alter drüberschaut, manchmal finde ich es aber auch schwachsinnig noch was an der Wortwahl zu ändern, weil ja jeder seinen eigenen Schreibstil hat. Außerdem hab ich Angst, auf die Dauer nicht nach außen hin auftreten zu dürfen ... oder im schlimmsten Fall gefeuert zu werden, wenn mein Associate-Kollege immer nur gefiltertes Feedback gibt. 

Wie war das bei Euch? Wie lange hat es gedauert, bis ihr selbständig aufgetreten seid?

Bei mir (deutsche GK) korrigiert nur der Partner. Ich habe schon öfter gehört, dass es in manch anderen Kanzleien, insbesondere den britischen, so läuft, wie von dir beschrieben. Das würde mich ziemlich abfucken.
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Gast
Unregistered
 
#7
27.07.2021, 14:23
(27.07.2021, 14:16)Gast schrieb:  
(26.07.2021, 21:26)Junganwältin schrieb:  Ich bin grade als First Year in der GK gestartet. Eigentlich dachte ich, dass mein Start ganz gut war, weil ich nach dem Studium, während und nach des Refs schon ordentlich Zeit in anderen GKen verbracht habe und auch nach außen hin auftreten durfte. 

Jetzt ist es aber so, dass der Partner meines Teams ultra viel zu tun hat und quasi ein anderer Associate mit meiner "Ausbildung" beauftragt wird. Leider ändert der wirklich konsequent alle meine E-Mails, Schriftsätze usw und gibt dem Partner auch Feedback. Der Partner selbst schaut sich meine Sachen aber gar nicht an. 

Teilweise finde ich es gut, dass nochmal jemand in meinem Alter drüberschaut, manchmal finde ich es aber auch schwachsinnig noch was an der Wortwahl zu ändern, weil ja jeder seinen eigenen Schreibstil hat. Außerdem hab ich Angst, auf die Dauer nicht nach außen hin auftreten zu dürfen ... oder im schlimmsten Fall gefeuert zu werden, wenn mein Associate-Kollege immer nur gefiltertes Feedback gibt. 

Wie war das bei Euch? Wie lange hat es gedauert, bis ihr selbständig aufgetreten seid?

Bei mir (deutsche GK) korrigiert nur der Partner. Ich habe schon öfter gehört, dass es in manch anderen Kanzleien, insbesondere den britischen, so läuft, wie von dir beschrieben. Das würde mich ziemlich abfucken.

Warum? Wenn es erfahrene Anwälte sind?
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Gast
Unregistered
 
#8
27.07.2021, 16:18
Wäre vielleicht auch nicht so gut für die Teamchemie, wenn Associates (die eigentlich Kollegen sind) einander bewerten sollen.
Es sollte m.E. schon ein Positionsgefälle geben. Also First Year Associate <-> Senior Associate.
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