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Realistische Situation der 1,5 netto?
DieRechtsbar
Junior Member
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Beiträge: 25
Themen: 5
Registriert seit: Jul 2024
#1
15.10.2026, 22:33
Hallo zusammen,
ich befinde mich gegen Ende meines Refs und da macht man sich natürlich auch Gedanken über den Berufseinstieg. Man hört hin und wieder absolute Horrorszenarien, dass es "genügend" Anwälte gebe, die selbst nach 15 Jahren Berufserfahrung 1,5 netto verdienen würden. Das verunsichert mich sehr, da ich aktuell nicht davon ausgehe, jemals in die Justiz zu gehen (können) und eher als Anwalt zu arbeiten.
Mich graut es jeden Tag davor, letzten Endes auf ewig einen "Hungerlohn" zu verdienen und mit der ganzen Unsicherheit des derzeitigen Marktes.
Habt ihr Erfahrungen mit "solchen" Rechtsanwälten gemacht, insb. kennt ihr solche Leute oder verdient ihr selber so wenig? Lohnt sich dann auch die Selbstständigkeit nicht?
Danke! Es beschäftigt mich täglich leider mehr und mehr..
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Träumchen
Junior Member
**
Beiträge: 34
Themen: 4
Registriert seit: Apr 2024
#2
16.10.2026, 05:58
(15.10.2026, 22:33)DieRechtsbar schrieb:  Hallo zusammen,
ich befinde mich gegen Ende meines Refs und da macht man sich natürlich auch Gedanken über den Berufseinstieg. Man hört hin und wieder absolute Horrorszenarien, dass es "genügend" Anwälte gebe, die selbst nach 15 Jahren Berufserfahrung 1,5 netto verdienen würden. Das verunsichert mich sehr, da ich aktuell nicht davon ausgehe, jemals in die Justiz zu gehen (können) und eher als Anwalt zu arbeiten.
Mich graut es jeden Tag davor, letzten Endes auf ewig einen "Hungerlohn" zu verdienen und mit der ganzen Unsicherheit des derzeitigen Marktes.
Habt ihr Erfahrungen mit "solchen" Rechtsanwälten gemacht, insb. kennt ihr solche Leute oder verdient ihr selber so wenig? Lohnt sich dann auch die Selbstständigkeit nicht?
Danke! Es beschäftigt mich täglich leider mehr und mehr..

Der Mindestlohn liegt da doch schon drüber, sodass Du als angestellter Anwalt mehr verdienen würdest. In der Selbstständigkeit ist das dein Problem, aber auch eher unrealistisch. 

Das Problem ist momentan ja auch nicht die Bezahlung, sondern die Verfügbarkeit von Jobs für Berufseinsteiger.
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Äfes
Senior Member
****
Beiträge: 387
Themen: 3
Registriert seit: Jul 2022
#3
16.10.2026, 08:12
Selbst wenn Du mit einem "Hungerlohn" einsteigen würdest, hast Du idR problemlos die Möglichkeit, nach 3-5 Jahren gut bis sehr gut zu verdienen.
Ich kenne keinen, der jemals so wenig verdient hat (nach dem 2. Examen), außer zu Beginn der Selbstständigkeit, wo es dann aber zeitnah steil nach oben ging.
Schau, dass Du wo anfängst, wo Du was lernst und bestenfalls schon eine Spezialisierung bekommst, die Dir gefällt. Dann nutze das für Gehaltssteigerung/Wechsel/Selbstständigkeit. Und mach Dir keinen Kopf, wird laufen :)
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Riecko
Junior Member
**
Beiträge: 37
Themen: 4
Registriert seit: Dec 2025
#4
16.10.2026, 08:37
Selbst als angestellter Strafverteidiger verdient man meistens mehr (ein Freund von mir hat nach zwei ausreichenden Examen als Strafverteidiger in einer No Name FWW Kanzlei als Strafverteidiger angefangen und 48k verdient). Gibt doch genug Umfragen im Internet, in denen man das Mediangehalt von angestellten Anwälten sieht.
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DieRechtsbar
Junior Member
**
Beiträge: 25
Themen: 5
Registriert seit: Jul 2024
#5
16.10.2026, 11:19
Danke euch allen schon mal für die Antworten!
Das beruhigt mich doch sehr. Ich hoffe, dass ich bei meiner Anwaltsstation anfangen kann, aber das entscheidet sich eher erst nächstes Jahr.
Ich bin ja jetzt schon durch das Ref-Gehalt gewohnt, eher einen niedrigen Lebensstandard zu haben, daher würde selbst ein schlechtes Gehalt mir wahrscheinlich zunächst nicht so weh tun.
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Egal_
Posting Freak
*****
Beiträge: 1.565
Themen: 1
Registriert seit: Feb 2022
#6
16.10.2026, 15:17
Quatsch, wer hat dir das denn erzählt? Davon habe ich ja noch nie gehört. Ich habe selbst 2014 für sehr wenig Geld angefangen, da ich nicht lange arbeitslos sein wollte und die erste Zusage angenommen habe, aber das war nur für 1 1/2 Jahre. Ich kenne niemanden, der nach 15 Jahren als Angestellter bei 1.500 Euro netto liegt und halte diese Story für eine Geschichte aus dem Paulanergarten.
(Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 16.10.2026, 15:18 von Egal_.)
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Sesselpupser
Member
***
Beiträge: 173
Themen: 2
Registriert seit: Mar 2024
#7
Gestern, 06:54
Bei Start in die Selbstständigkeit (sei es auch Bürogemeinschaft genannt etc) sind solche Werte am Anfang durchaus denkbar. Als angestellter Anwalt wohl kaum.
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Noname1211
Member
***
Beiträge: 55
Themen: 2
Registriert seit: Sep 2023
#8
Gestern, 10:45
7 Monate Vollzeit selbständig und aktuell bei ca. 10.000 monatlich Gewinn (quasi Brutto-Einkommen), 22.000 Umsatz im Schnitt über die letzten 4 Monate, für November und Dezember perspektivisch eher 30.000. Das soll kein Flex sein sondern Beruhigung. Das wichtigste ist Marketing, damit sollte man keinesfalls geizig sein (Kostenanteil von etwa 30-40% bei mir). Dann kommt Spezialisierung und Lead-Qualifizierung um nicht überlastet zu sein mit unlukrativer Arbeit. Ich werde jetzt Personal (Berufsträger und Assistenz) einstellen. Damit wächst das Umsatzziel und sinkt der Gewinn zunächst, sollte sich durch erhöhte Kapazität aber sehr schnell amortisieren. 1,5 Netto halte ich für eher fernliegend, außer man verlässt sich auf Kanzleischild und gelbe Seiten. Ein abschließbares Büro in einem halbwegs repräsentativen Coworking und MS Teams reichen als Infrastruktur aus, sodass man sich locker 1500 EUR Miete für Räumlichkeiten sparen kann, gerade zum Beginn.
(Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: Gestern, 10:49 von Noname1211.)
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Sesselpupser
Member
***
Beiträge: 173
Themen: 2
Registriert seit: Mar 2024
#9
Vor 4 Stunden
Weiche Rechtsgebiete machst du? FWW oder irgendwie spezialisier?
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