26.07.2026, 15:12
Hallo an alle!
Hat jemand Erfahrungsberichte zu dem Vorstellungsgespräch für die Justiz in Hessen als Richter oder Staatsanwalt? Habt ihr schonmal von jemandem gehört, der zwar eingeladen wurde, aber dann nach dem Gespräch eine Absage erhalten hat?
Hat jemand Erfahrungsberichte zu dem Vorstellungsgespräch für die Justiz in Hessen als Richter oder Staatsanwalt? Habt ihr schonmal von jemandem gehört, der zwar eingeladen wurde, aber dann nach dem Gespräch eine Absage erhalten hat?
Wer Richter auf Probe bzw. Staatsanwalt werden möchte, sollte sich mit dem Karriere-Dossier über die Einstellungschancen und Bewerbungsvoraussetzungen informieren. Das Karriere-Dossier ist als Print-Buch sowie als E-Book für alle 16 Bundesländer erhältlich:
https://www.juristenkoffer.de/richter/karriere-dossier-richter-staatsanwalt-werden.php
Und zur Vorbereitung auf das alles entscheidende Vorstellungsgespräch sollte man auf die vielen hunderten Erfahrungsberichte anderer Juristen zugreifen, die bereits das Bewerbungsverfahren erfolgreich absolviert haben.
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Und zur Vorbereitung auf das alles entscheidende Vorstellungsgespräch sollte man auf die vielen hunderten Erfahrungsberichte anderer Juristen zugreifen, die bereits das Bewerbungsverfahren erfolgreich absolviert haben.
26.07.2026, 17:42
(26.07.2026, 15:12)Hessen2024 schrieb: Hallo an alle!
Hat jemand Erfahrungsberichte zu dem Vorstellungsgespräch für die Justiz in Hessen als Richter oder Staatsanwalt? Habt ihr schonmal von jemandem gehört, der zwar eingeladen wurde, aber dann nach dem Gespräch eine Absage erhalten hat?
Zur zweiten Frage: Ja
26.07.2026, 22:00
Danke für die Antwort! Kam die Absage direkt nach der ersten Vorstellungsgesprächsrunde im Ministerium? Und wurde nach dem Gespräch noch erläutert, woran es genau lag?
28.07.2026, 12:20
(26.07.2026, 22:00)Hessen2024 schrieb: Danke für die Antwort! Kam die Absage direkt nach der ersten Vorstellungsgesprächsrunde im Ministerium? Und wurde nach dem Gespräch noch erläutert, woran es genau lag?
Absage kam direkt nach Gespräch.
Als Grund wurde u. A. gesagt, dass man mir wenn ich spreche sehr schlecht folgen könne
30.07.2026, 13:56
Ich hab in SH auch direkt nach dem Bewerbungsgespräch die Absage bekommen, weil ich angeblich charakterlich nicht geeignet sei.
30.07.2026, 14:44
Was ist in dem Gespräch vorgefallen, dass die sich zu einem solchen Urteil haben hinreißen lassen?
30.07.2026, 14:51
(30.07.2026, 14:44)lex carbonara schrieb: Was ist in dem Gespräch vorgefallen, dass die sich zu einem solchen Urteil haben hinreißen lassen?Also ich kann es mir nicht wirklich erklären ehrlich gesagt. Die Notenanforderungen habe ich erfüllt, ich promoviere aktuell im Strafrecht, ich habe in meinem Ref Zeugnis eine Empfehlung für die Richterschaft und zwei für den Staatsdienst, ich habe 5 Jahre Berufserfahrung als Anwältin (allerdings im Zivilrecht) und ein sehr gutes Arbeitszeugnis von meinem Chef für meine Zeit als Anwältin. Es war ein kompetenzbasiertes Stressinterview mit Rollenspielen und es war wirklich unangenehm. Es wurde einem schon sehr stark das Gefühl vermittelt, dass alle Antworten schlecht waren, obwohl mir nicht bewusst ist, dass ich etwas grob falsches gesagt habe. Die Absage kam für mich auch sehr überraschend.
31.07.2026, 09:01
(30.07.2026, 14:51)Silverywintersweet schrieb:(30.07.2026, 14:44)lex carbonara schrieb: Was ist in dem Gespräch vorgefallen, dass die sich zu einem solchen Urteil haben hinreißen lassen?Also ich kann es mir nicht wirklich erklären ehrlich gesagt. Die Notenanforderungen habe ich erfüllt, ich promoviere aktuell im Strafrecht, ich habe in meinem Ref Zeugnis eine Empfehlung für die Richterschaft und zwei für den Staatsdienst, ich habe 5 Jahre Berufserfahrung als Anwältin (allerdings im Zivilrecht) und ein sehr gutes Arbeitszeugnis von meinem Chef für meine Zeit als Anwältin. Es war ein kompetenzbasiertes Stressinterview mit Rollenspielen und es war wirklich unangenehm. Es wurde einem schon sehr stark das Gefühl vermittelt, dass alle Antworten schlecht waren, obwohl mir nicht bewusst ist, dass ich etwas grob falsches gesagt habe. Die Absage kam für mich auch sehr überraschend.
Es geht auch darum wie man mit einer solchen Situation umgeht. Du berufst dich sehr auf Noten und Leistung in der Vergangenheit, das wussten die Leute bereits vor deinem Gespräch, sonst wärst du gar nicht eingeladen worden. Nur weil du promovierst, bist du lange keine geeigne Richterin oder Richter, das ist ein Trugschluss. Da geht es um Massengeschäft, solange du nicht direkt beim BGH landest....
31.07.2026, 09:37
(31.07.2026, 09:01)ForumBenutzer schrieb:(30.07.2026, 14:51)Silverywintersweet schrieb:(30.07.2026, 14:44)lex carbonara schrieb: Was ist in dem Gespräch vorgefallen, dass die sich zu einem solchen Urteil haben hinreißen lassen?Also ich kann es mir nicht wirklich erklären ehrlich gesagt. Die Notenanforderungen habe ich erfüllt, ich promoviere aktuell im Strafrecht, ich habe in meinem Ref Zeugnis eine Empfehlung für die Richterschaft und zwei für den Staatsdienst, ich habe 5 Jahre Berufserfahrung als Anwältin (allerdings im Zivilrecht) und ein sehr gutes Arbeitszeugnis von meinem Chef für meine Zeit als Anwältin. Es war ein kompetenzbasiertes Stressinterview mit Rollenspielen und es war wirklich unangenehm. Es wurde einem schon sehr stark das Gefühl vermittelt, dass alle Antworten schlecht waren, obwohl mir nicht bewusst ist, dass ich etwas grob falsches gesagt habe. Die Absage kam für mich auch sehr überraschend.
Es geht auch darum wie man mit einer solchen Situation umgeht. Du berufst dich sehr auf Noten und Leistung in der Vergangenheit, das wussten die Leute bereits vor deinem Gespräch, sonst wärst du gar nicht eingeladen worden. Nur weil du promovierst, bist du lange keine geeigne Richterin oder Richter, das ist ein Trugschluss. Da geht es um Massengeschäft, solange du nicht direkt beim BGH landest....
Mit der Promotion im Strafrecht wollte ich darauf hinaus, dass ich mich trotz meiner Tätigkeit als Anwältin die letzten Jahre immer intensiv mit dem Strafrecht beschäftigt habe. Ich glaube nicht, dass eine Promotion einen zu einem besseren Juristen macht, am Ende ist es nur eine lange Hausarbeit. Die Promotion habe ich angefangen, weil ich richtig Lust auf das Thema hatte. Beruflich brauche ich keine Promotion. Also mir wird sie nichts bringen außer in dieser Zeit zu wenig Geld verdient zu haben
Ich persönlich glaube, dass ich eine sehr gute Staatsanwältin geworden wäre, sonst hätte ich mich da gar nicht erst beworben. Ich liebe Strafrecht und Strafprozessrecht und bringe mMn alle erforderlichen Kompetenzen mit und habe mir das die letzten 5 Jahre auch gut überlegt. Aber die Tür ist jetzt erstmal zu, also mal gucken, was ich stattdessen machen werde.
31.07.2026, 10:30
Das tut mir echt leid zu hören...
Da drängt sich mir auch ein Gefühl auf, dass es wieder einmal sehr willkürlich zugeht.
Wären da andere Leute gesessen beim Vorstellungsgespräch wäre es wahrscheinlich ganz anders ausgegangen.
Klar, das ist immer so. Aber bzgl. Kanzleien ist dann vielleicht die jeweilige Kanzlei raus, hier direkt ein ganzer Berufszweig.
Kopf hoch! Ich würde es mal in einem anderen Bundesland probieren.
Du bringst ja anscheinend alles an Know-how mit, was ein StA braucht. Da würde ich mich von irgendeinem Rollenspiel nicht abbringen lassen.
Da drängt sich mir auch ein Gefühl auf, dass es wieder einmal sehr willkürlich zugeht.
Wären da andere Leute gesessen beim Vorstellungsgespräch wäre es wahrscheinlich ganz anders ausgegangen.
Klar, das ist immer so. Aber bzgl. Kanzleien ist dann vielleicht die jeweilige Kanzlei raus, hier direkt ein ganzer Berufszweig.
Kopf hoch! Ich würde es mal in einem anderen Bundesland probieren.
Du bringst ja anscheinend alles an Know-how mit, was ein StA braucht. Da würde ich mich von irgendeinem Rollenspiel nicht abbringen lassen.










