03.07.2026, 11:51
Das ist nicht ungewöhnlich. Die "Dynamik" ist relativ typisch für eine GK. Wie andere bereits gesagt haben, zahlen auch Mandaten hohe Stundensätze nicht nur für besondere Expertise, sondern vor allem dafür, dass die externen Anwälte verfügbar sind, wenn man sie braucht. Wenn der Mandant halt was am nächsten Morgen in der Inbox haben will, dann werden auch die wenigsten Partner, für die Du arbeitest, nicht sagen, dass es kurzfristig ist und ihr die Deadline nicht schafft. Der Mandant weiß oft nicht, welcher Aufwand dahintersteckt; einige geben Aufträge auch gezielt erst spät an die externen Anwälte, weil es eine nicht ganz unbegründete Sorge gibt, dass die GK dann schön in jedes Detail geht und die Rechnung entsprechend hoch wird.
Zu den Mark-Ups: manche Dinge sind geschmacksfrage, richtig. Aber der Partner hat seinen Namen unter der Mail/auf dem Mandat und prüft alles, was rausgeht und da sollte es auch ein kohärentes Bild geben. Es gibt auch einfach übliche Formulierungen des jeweiligen Partners oder natürlich auch in der jeweiligen Branche, die Du als Berufsanfänger nicht gut kennst. Das ist nicht schlimm, ist aber normal. Dann gibt es genug Partner, die den Anspruch haben, IMMER etwas zu finden. Das wird mit der Zeit, wenn man versteht, warum diese Änderungen gekommen sind. Schwieriger wird es, wenn Du fachliche Fehler macht. Was für mich als Berufseinsteiger gut funktioniert hat war eine Art Zwischenstand mündlich mit dem Partner zu besprechen und auch mal zu fragen, ob man etwas übersieht oder in eine falsche Richtung läuft. Recherchiere Deine Aufgabe, mache Dir Notizen, bespreche das und dann bring es auf Papier. Manchmal ist keine Zeit dafür, dann sollte man aber auf proaktiv fragen, wie man sich verbessern kann und zB bestimmte Rechtsprechung nicht übersieht. Einfach auch fragen, wie die Person hier vorgehen würde!
Du musst Dich aber auch selbst weiterbilden und auch mal bei Beck aktuelle Rechtsprechung lesen, Seminare besuchen (und auch aktiv zuhören), Zeitschriften lesen, etc. - klar, man hat oft wenig Zeit dafür, aber in einer GK ist ein Tag lang und man muss es irgendwie reinschieben. Dafür kriegt man eben auch dieses hohe Einstiegsgehalt - das ist weit über Durchschnitt, also wird erwartet, dass man auch weit über Durchschnitt Leistung erbringt. Das ist nicht für jeden was, aber dafür gibt es ausreichend andere Arbeitgeber, die evtl. besser passen. Als externer Anwalt richtet man sich auch grds. nach den Mandanten und hat daher entsprechend das Risiko der fehlenden, verlässlichen Planbarkeit. Wie gesagt, das ist in kleineren Einheiten durchaus anders. Ich bin inzwischen Inhouse und wenn wir MKs bspw. mandatieren, habe ich auch eine andere Erwartungshaltung als bei einer GK. Man kriegt keinen Bentley zu Kia-Preisen.
Zu den Mark-Ups: manche Dinge sind geschmacksfrage, richtig. Aber der Partner hat seinen Namen unter der Mail/auf dem Mandat und prüft alles, was rausgeht und da sollte es auch ein kohärentes Bild geben. Es gibt auch einfach übliche Formulierungen des jeweiligen Partners oder natürlich auch in der jeweiligen Branche, die Du als Berufsanfänger nicht gut kennst. Das ist nicht schlimm, ist aber normal. Dann gibt es genug Partner, die den Anspruch haben, IMMER etwas zu finden. Das wird mit der Zeit, wenn man versteht, warum diese Änderungen gekommen sind. Schwieriger wird es, wenn Du fachliche Fehler macht. Was für mich als Berufseinsteiger gut funktioniert hat war eine Art Zwischenstand mündlich mit dem Partner zu besprechen und auch mal zu fragen, ob man etwas übersieht oder in eine falsche Richtung läuft. Recherchiere Deine Aufgabe, mache Dir Notizen, bespreche das und dann bring es auf Papier. Manchmal ist keine Zeit dafür, dann sollte man aber auf proaktiv fragen, wie man sich verbessern kann und zB bestimmte Rechtsprechung nicht übersieht. Einfach auch fragen, wie die Person hier vorgehen würde!
Du musst Dich aber auch selbst weiterbilden und auch mal bei Beck aktuelle Rechtsprechung lesen, Seminare besuchen (und auch aktiv zuhören), Zeitschriften lesen, etc. - klar, man hat oft wenig Zeit dafür, aber in einer GK ist ein Tag lang und man muss es irgendwie reinschieben. Dafür kriegt man eben auch dieses hohe Einstiegsgehalt - das ist weit über Durchschnitt, also wird erwartet, dass man auch weit über Durchschnitt Leistung erbringt. Das ist nicht für jeden was, aber dafür gibt es ausreichend andere Arbeitgeber, die evtl. besser passen. Als externer Anwalt richtet man sich auch grds. nach den Mandanten und hat daher entsprechend das Risiko der fehlenden, verlässlichen Planbarkeit. Wie gesagt, das ist in kleineren Einheiten durchaus anders. Ich bin inzwischen Inhouse und wenn wir MKs bspw. mandatieren, habe ich auch eine andere Erwartungshaltung als bei einer GK. Man kriegt keinen Bentley zu Kia-Preisen.









